Freitag, 22. März 2013

"Stuart Horten: Acht Münzen und eine magische Werkstatt" - Lissa Evans

mixtvision Verlag, 2012
13,90 Euro


Handlung:
"Ich muss gehen, und vielleicht werde ich nicht zurückkehren können. Falls ich nicht zurückkehre, gehört meine Werkstatt dir ... wenn du sie finden kannst." Diesen mysteriösen Hinweis findet Stuart in einer alten Spardose seines Großonkels. Der war Magier und ist vor langer Zeit spurlos verschwunden. Die acht alten Münzen aus der Spardose gehören in acht alte Münzautomaten, die Stuart zur geheimen Werkstatt des Großonkels mit all den magischen Maschinen führen. Wird Stuart die Rätsel mit Hilfe der schlauen April und der blinden Leonora lösen können? Oder brauchen die drei vielleicht auch eine Portion echte Magie?
(Quelle: hier)

 
Meine Meinung:
Dieses Buch ist das wunderbare erste Abenteuer von Stuart, der durch Zufall erfährt, dass sein Großonkel Kenny eine magische Werkstatt besaß, die jedoch ebenso wie Kenny selbst eines Tages einfach spurlos verschwunden ist. Niemand weiß, was aus ihr geworden ist, und auch Kennys Verbleib ist allen ein ungelöstes Rätsel.
Stuart ist für seine 10 Jahre ziemlich klein, was ihm stets Sticheleien und blöde Kommentare von anderen Kindern einbringt. Offenbar folgt er in seiner Größe seinem Großonkel, denn Kennys Künstlername war nicht umsonst "Klitze-Kleiner Kenny Horten". Nachdem Stuart in eine neue Stadt gezogen ist, lernt er die gleichaltrige April und ihre 2 Schwestern kennen. Ehe er sich versieht, findet sich Stuart plötzlich inmitten der Suche nach Hinweisen über den Verbleib der magischen Werkstatt wieder, als er in den Besitz von 8 alten Münzen gerät. Denn nicht nur er möchte die Werkstatt mit ihren bemerkenswerten Instrumenten und Zaubergerätschaften finden, sondern auch die fiese und sehr undurchschaubare Jeannie. Und obwohl Stuart so klein ist, wächst er bei dieser Suche geradezu über sich hinaus.
Die erste Geschichte von Stuart ist kurzweilig, abwechslungsreich und für Erwachsene ebenso aufregend und lesenswert wie für Kinder in Stuarts Alter. Die Autorin hat sich sowohl die Figuren als auch den Handlungsbogen sehr liebevoll ausgedacht mit jeder Menge toller Ideen und Einfälle, wie beispielsweise den journalistisch veranlagten, hoch ambitionierten Drillings-Schwestern, denen auch April angehört, oder auch Stuarts Vater, der in den unmöglichsten Situationen unwichtige Informationen liefern kann, für das Alltägliche jedoch nicht wirklich taugt.
 
Fazit:
"Acht Münzen und eine magische Werkstatt" ist eine schöner, aufregender und durchweg lesenswerter Einstieg in die Abenteuer von Stuart Horten. Die Fortsetzung, "Sieben Rätsel und ein magischer Stern", ist bereits erschienen und wird von mir sicher auch bald gelesen.
 

3 Kommentare:

  1. Ach, verflixt! Ich hatte gehofft, dass sich das Buch als nur so ganz nett herausstellen würde. Es klingt aber, als müsste es jetzt auf meinen Wunschzettel wandern. Ein bisschen erinnert mich der Klappentext an "Cyboria" - nur, dass es um eine Werkstatt und nicht um eine Stadt geht. Aber mit "Cyboria" war ich nicht so ganz glücklich, weil mir die Aufgaben von der Hauptfigur zu schnell gelöst wurden. Wie ist es denn bei Stuart? Hüpft er von Hinweis zu Hinweis oder ist die Suche für ihn schon eine richtige Herausforderung?

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    1. "Cyboria", davon hatte ich vorher noch gar nichts gehört. Klingt aber interessant! Also... naja, Stuart hat bei seiner Suche stets viel Glück, spontane Einfälle, die sich als richtig erweisen, und kompetente Hilfe von April. Ich würde nicht sagen, dass er allzu große Probleme hat, die Puzzleteile zusammen zu setzen, oder sehr lange suchen muss. Wenn du auf sowas aus bist, muss ich dich enttäuschen ;) Aber ich denke, das ist eben auch kindgerecht, ein 10jähriger verliert ja auch das Interesse, wenn der Held erst stundenlang im Dunkeln tappt...

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    2. Bei "Cyboria" war es so, dass schon einige andere Leute an den Rätseln gescheitert waren und der Junge hat die mal eben so gelöst. Das fand ich für mich persönlich etwas unbefriedigend, auch wenn ich angesichts der Zielgruppe damit leben kann. "Kompetente Hilfe" klingt bei Stuart doch schon mal gar nicht schlecht - ich muss wohl gucken, ob ich das Buch mal in die Finger bekomme ... ;)

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