Sonntag, 31. März 2013

Kindle Paperwhite

Seit Wochen schielte ich neidisch auf die amazon-Homepage, klickte mich zum Kindle Paperwhite durch und dachte mir im Stillen: "Den hätt ich gern." Ich habe ja seit einiger Zeit (weiß gar nicht mehr, wie lange) den normalen, den "schnöden" Kindle, der mir bisher zwar stets gute Dienste geleistet hatte. Der aber trotzdem - eigentlich immer im Dämmerzustand - dazu führte, dass ich mir wünschte, ein Licht würde mir aufgehen und für ein besseres Lesegefühl sorgen. Hilft ja nichts, drumherum zu reden: mir war das Lesen auf dem ursprünglichen Kindle von Anfang an immer einen Tick zu dunkel, wenn ich nicht wirklich direkt neben einer Lampe oder eben im hellen Sonnenschein saß. 
Daher mein Neid auf den Paperwhite. Mittlerweile gibt es einige eReader auf dem Markt, die das neuartige integrierte Beleuchtungskonzept vorweisen können; ganz neu ist da wohl der tolino zu nennen, ein eReader von mehreren Unternehmen, u.a. thalia, Hugendubel und Weltbild, wenn ich richtig informiert bin. Aber da ich einmal auf den Kindle-Geschmack gekommen war und zudem fleißige Käuferin bei amazon bin, stand für mich eigentlich außer Frage: wenn schon ein neuer eReader, dann einen Kindle. Nun bot amazon die gesamte Kindle-Familie neulich um einige Euro billiger an. Dieses Angebot galt übers Wochenende, bis Montag abend 18 Uhr. Ich überlegte. Und grübelte. Und klickte schließlich Montag abend 17:44 Uhr auf "Bestellung absenden" - ich hab es mir also nicht leicht gemacht, sondern wirklich (!) erst gründlich überlegt. 
 

Und da ist er nun: der Kindle Paperwhite, letzte Woche bei mir eingezogen. Legt man beide Kindles nebeneinander, fällt folgendes auf: der alte war grau, der neue ist schwarz. Beide schick und vor allem aus einem Material, dass man nicht direkt jeden Fingerabdruck drauf sieht - mag ich. Schön ist, dass der neue Kindle quasi genauso groß ist wie der alte, wodurch ich meine Schutzhülle einfach weiterhin nehmen kann. Der Kindle Paperwhite ist schwerer als sein Vorgänger und - man mag mir glauben oder nicht, aber ich finde, die 40 Gramm mehr merkt man auch durchaus. Mir zumindest kommt der neue Kindle irgendwie deutlich schwerer vor. Aber nicht unangenehm schwerer, man kann ihn nach wie vor bequem mit einer Hand halten und bedienen, ohne dass einem die Hand müde wird. Apropos bedienen: Touchpad. Das war ein weiterer Punkt, warum ich einen neuen Kindle haben wollte. Der alte Kindle verfügt ja über ein Cursorpad, was zwar ok, manchmal aber doch arg umständlich ist. Gerade in Zeiten von Smartphones und Touchpads hier und da ist man doch gewöhnt, einfach nur irgendwo mit dem Finger drauf tippen zu müssen, damit es losgeht. Die Bedienung des Kindle Paperwhite ist daher auch kinderleicht und selbsterklärend - eine Anleitung gibt´s gar nicht erst. Nur zwei, drei erste Erklärungsseiten nach dem Motto "wo muss ich drauf drücken, damit was passiert" beim ersten Anschalten, und schwupps: ist man durch. Einziges Problem, das aber bei mir allein liegt: ich hab zu kurze Finger. Mit meinem Daumen reiche ich nicht quer über das Display, und wenn ich den Kindle mit rechts festhalte und mit dem rechten Daumen ganz links tippen möchte, um eine Buchseite zurück zu gelangen, klappt das nicht so recht. Meine Finger sind einfach zu kurz. Ich schätze aber mal, dieses Problem hätte ich bei jedem eReader.



 
Die Beleuchtung ist natürlich das absolute Highlight für mich und meine bisher unverwöhnten Augen. Sehr angenehm zu lesen, egal in welcher Umgebungshelligkeit. In strahlendem Sonnenschein habe ich den neuen Kindle bisher noch nicht getestet - was einfach daran liegt, dass es gerade keine Sonne gibt. Die versteckt sich irgendwo. Nett finde ich auch die neue Option, unten links in der Ecke angezeigt zu bekommen, wie lange man für das gerade zu lesende Kapitel noch benötigt. Das finde ich ok, brauche ich aber in dem Sinne nicht unbedingt - wenn ich einmal im Lesen stecke, ist mir recht egal, ob das Kapitel noch 3 oder 5 Minuten umfasst. Mein bisheriger Kindle hatte dafür unten immer eine Leiste, die die Gesamtlänge des Buches anzeigte, mit einzelnen Pünktchen darauf, die die Kapitel darstellten. Daran konnte man sich ebenso orientieren.
Als erstes Fazit nach wenigen Tagen kann ich guten Gewissens sagen, dass ich sehr froh bin über den Kauf des Kindle Paperwhite und diesen jetzt schon nicht mehr missen möchte. Er macht optisch viel her und hat mich bisher durchweg überzeugen können.



8 Kommentare:

  1. Herzlichen Glückwunsch zum neuen Spielzeug! Viel Spaß damit!
    LG
    Yvonne

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  2. Na das war ja dann noch ein Kauf auf den letzten Drücker. Ich bin ja auch noch stolzer Besitzer vom "schnöden" Kindle. Momentan bin ich noch recht zufrieden damit, obgleich der Paperwhite schon sehr ansprechend ist. Ich habe die Angebote in dem kurzen Zeitraum ebenfalls gesehen und war vom Preis recht angetan. Ich glaub der Paperwhite lag da bei ca.115€. Recht gut, wenn man mal überlegt, das der "schnöde" zu Beginn 99€ (hab ihn zu dem Preis erstanden) kostete.
    Mich schreckt ja immer noch der Touchscreen so ab. Gerade da ich immer viel auf englisch mit dem Kindle lese und ab und zu den Übersetzer benutze, denke ich wird es damit etwas umständlich (das richtige Wort anwählen ohne langes rumgefummel). Vlt. kannst du da mal nen Eindruck vermitteln?
    Ansonsten dir noch viel Freude beim rumprobieren. :)

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    1. Ich bin zwar nicht Caroline, habe aber auch den Kindle Paperwhite. Und ich finde gerade die Wörterbuchfunktion viel einfacher als vorher. ;)

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    2. Das stimmt, die Wörterbuchfunktion ist wirklich kinderleicht. Man muss nur auf das betreffende Wort tippen, kurz getippt halten, bis es markiert ist, und dann blendet dir der Kindle ganz allein eine Übersetzung ein. Einfacher geht´s wirklich nicht. Viel leichter als mit dem Cursorpad!

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    3. Danke euch beiden für den Tipp. Sollte es nochmals eine Preissturzaktion für den Paperwhite geben, werde ich vielleicht sogar zuschlagen.

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  3. Glückwunsch zum neuen Spielzeug! Ich hatte vorher den Kindle Keyboard und habe den wirklich heiß und innig geliebt. Und ich war am Anfang auch recht mißtrauisch, ob mir denn so ein Leuchtding auch wohl gefallen würde.
    Zum Glück kann man sich die Kindles inzwischen auch bei Media Markt anschauen und da war ich dann überzeugt. ;)

    Allerdings habe ich fast 2 Wochen gebraucht, um mich doch an die Beleuchtung zu gewöhnen und die richtige Lichtstärke herauszufinden. Ging das bei dir schneller?

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    1. Ich muss gestehen, ich habe bei der Beleuchtung noch nicht viel getestet, sondern zunächst mit der voreingestellten Helligkeitsstufe gelesen - was ich absolut ok finde. Wie gesagt, vielleicht würde ich etwas ändern, wenn ich im Sonnenlicht oder eben draußen lese, aber das habe ich bisher nicht getan.

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  4. Als ich im Februar einen neuen Reader gekauft habe, habe ich auch sehr lange überlegt, mir den Paperwhite zuzulegen. Davon abgehalten haben mich letztendlich fehlende Blättertasten (ich bin Touchscreen-Fan, mag aber dennoch zusätzliche Blättertasten), das Gewicht und die Tatsache, dass man eben offensichtlich nicht zurückblättern kann, wenn man den Reader nur in einer Hand hält. Bei anderen Readern geht das ja durch Wischen nach links.
    Aber ansonsten hätte mich der Paperwhite schon sehr angelacht. Scheint ein sehr solides Gerät zu sein. Ich wünsche dir viel Spaß damit!

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