Donnerstag, 21. März 2013

"Antonia Lucia Labellas brillianter Plan" - Donna Freitas

Gabriel Verlag, 2013
14,95 Euro

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Handlung:
Was tun, wenn man unter dem Regiment einer erzkatholischen, äußerst italienischen Mutter lebt, auf eine von Nonnen geführte Mädchenschule geht und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich von Andy Rotellini geküsst zu werden? Für die 15-jährige Antonia ein klarer Fall: Sie betet zu den Heiligen. Zum Heiligen Sebastian zum Beispiel, den Schutzpatron für Sportler (gegen die Blamage in der nächsten Sportstunde) oder zu Maria Magdalena, der Schutzheiligen für Frisuren (ja, die Maria Magdalena, und nein, helfen tut es meist nicht). Aber warum gibt es eigentlich keine Schutzpatrone für Hausaufgaben (immer nützlich) oder für den ersten Kuss (denn dann würde es bestimmt auch mit Andy Rotellini klappen)? Um Abhilfe zu schaffen, schreibt Antonia jeden Monat einen Brief an den Papst und schlägt die Ernennung ebensolcher Schutzpatrone vor. Und für den Fall, dass kein geeignetes Personal zur Hand sein sollte, stellt sie sich gleich selbst als Heilige zur Verfügung. Doch bis es so weit ist, muss Antonia sich mit allerlei Weltlichem herumschlagen: der Rocklänge ihrer Schuluniform, dem Ausgehverbot ihrer Mutter, Andy Rotellini, der sie nicht beachtet, und Michael McGinnis, der ihr für ihren Geschmack deutlich zu viel Beachtung schenkt, oder?
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
Die Geschichte von Antonia ist schlichtweg ... süß. Unter der Fuchtel ihrer schwer katholischen Mutter versucht sie - natürlich unbemerkt - wie eine ganz normale 15-Jährige zu sein und rebelliert daher im eher kleinen Rahmen mit ihr zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln, indem sie z.B. in der von Nonnen geführten Schule ihre Kniestrümpfe weglässt und deutlich zuviel Bein zeigt. Wie bei allen Jugendlichen dreht sich auch ihre kleine Welt vor allem um eins: Jungs, der erste Kuss und - wie kommt man mit einer so strengen und katholischen Mutter wenigstens an eins von beiden ran?!
Antonia flüchtet sich in eine Wunschvorstellung: sie möchte die erste noch lebende (!) Heiliggesprochene werden. Dafür schreibt sie seit Jahren an den Papst und macht die interessantesten Vorschläge für Schutzpatronen. Bisher leider erfolglos, aber Antonia gibt nicht auf.
Klingt alles ein wenig übertrieben? Nun, das ist es wohl auch, aber Antonias Geschichte ist dennoch äußerst sympathisch geschrieben. Antonia hat einen wunderbaren - teils sarkastischen - Humor und sieht die ganze Heiligenverehrung zwar ernst, aber dennoch locker und mit dem nötigen Witz, um damit im Alltag auszukommen, dann z.B. wenn sie den Schutzpatron der Sportler mal eben insgeheim als "sexy Sebastian" betitelt. Und solange ihr ihre Gebete dabei helfen, die Aufmerksamkeit von Andy Rotellini zu sichern - umso besser.
Natürlich ist Antonias Story eher mit einem Augenzwinkern zu sehen, und ihr Antrieb zur Heiligsprechung mag einem auch nicht so ganz wirklich einleuchten. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass die Grundlage für den Roman zumindest teilweise autobiographisch entstanden ist, also gar nicht so abwegig erscheint.
 
Fazit:
Wer Filme wie "My big fat greek wedding" kennt und mag,  weiß, was ihn/ sie in "Antonia Lucia Labellas brillianter Plan" erwartet: eine amüsante, lustige, gleichzeitig authentisch wirkende und sehr lesenswerte Geschichte über das erste Verliebtsein unter erschwerten Bedingungen.
 
Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den Gabriel Verlag!
 

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