Mittwoch, 20. Februar 2013

"Zurück nach Hollyhill" - Alexandra Pilz

Heyne Verlag, 2013
16,99 Euro

Handlung:
Emily kann es nicht fassen! Am Tag ihres Abiturs erhält sie einen Brief ihrer verstorbenen Mutter, in dem diese Emily in geheimnisvollen Worten beschwört, das Dorf aufzusuchen, das einst ihre Heimat war. Kurzerhand steigt Emily in München ins Flugzeug – und landet allein und vom Regen durchnässt mitten im englischen Dartmoor. Hilfe naht in Form eines Geländewagens, darin Matt, der attraktivste Junge, den Emily je gesehen hat. Als sie ihn nach dem Weg nach Hollyhill fragt, verändert Matt sich jedoch schlagartig. War er zuvor offen und hilfsbereit, stimmt er nun nur widerwillig zu, Emily nach Hollyhill zu bringen. Nach einer abenteuerlichen Fahrt durch das einsame Moor landen sie schließlich in dem winzigen Dorf, dessen Bewohner zwar alle ein wenig schrullig, aber freundlich zu Emily sind. Nur Matt, der Junge, in den sie sich Hals über Kopf verlieben könnte, gibt ihr bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Gefühl, unerwünscht zu sein. Bis eines Nachts ein Mörder auftaucht und Emily entführt. Und plötzlich findet sie sich im Jahr 1981 wieder – und dort sind die gewöhnungsbedürftige Mode und ein grimmiger Matt ihr geringstes Problem …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Zurück nach Hollyhill" ist ein weiteres Buch, das mir zwar gut gefallen hat, mich jedoch nicht vollends mit sich reißen konnte. Die Inhaltsangabe klingt für den Freund jugendlicher Literatur höchst verlockend; und tatsächlich hält das Buch auch, was die Zusammenfassung verspricht. Schön gezeichnete Figuren, allen voran Hauptfigur Emily, das (mittlerweile aus zig anderen Büchern leider schon recht altbekannte) Hickhack zwischen ihr und dem Liebsten Matt, das sich durch das ganze Buch zieht. Einen - wie ich als Englandfreund finde - schönen Schauplatz mit einem liebevoll ausgedachten typischen englischen Dorf mitten im Nirgendwo, und die Anlagen zu Geheimniskrämereien, außergewöhnlichen Vorfällen und einem zeitreisenden Dorf mit Helfersyndrom.
Insgesamt also ein vielversprechender Auftakt mit viel Potential für weitere Verwicklungen und Handlungsstränge. Dazu kommt, dass sich "Hollyhill" wunderbar wegschmökern lässt. Mir gefällt die Art, wie die Autorin über ihre Heldin erzählt: locker, leicht, unbemüht, als hätte sie schon jahrelang Bücher geschrieben und wüsste, wie es geht. Dabei ist "Zurück nach Hollyhill" ihr Debütroman, und da bin ich wirklich beeindruckt!
Dennoch muss es irgendetwas in dem Buch geben, was dazu geführt hat, dass mich "Zurück nach Hollyhill" nicht völlig vom Hocker gehauen hat. Dass ich es zwar für ein gutes Buch mit tollen Ideen halte, aber mir irgendwie dieses besondere Gefühl gefehlt hat, was man manchmal beim Lesen eines Buches hat, wenn einem klar wird, dass einen diese Geschichte nicht so schnell wieder loslassen wird. "Zurück nach Hollyhill" hat mir gefallen. Allerdings befürchte ich einfach, dass es zu wenig aus der Masse heraussticht, dass weder die Heldin Emily noch Matt noch die ganzen Verwicklungen und Nebenfiguren mir so richtig im Kopf bleiben werden. Auf die Fortsetzung bin ich definitiv gespannt und es wird somit ein "Zurück nach Hollyhill" für mich geben; allerdings kann es eben sein, dass ich diesen ersten Teil vorher zur Auffrischung noch einmal lesen werden muss.

Fazit:
Der Debütroman von Alexandra Pilz hat mir gut gefallen, ich mochte sowohl die unverbrauchte und lockere Schreibweise als auch die sympathische Protagonistin Emily, und auch die Grundidee des Romans hat mir zugesagt. Allerdings fehlte mir das gewisse Etwas, das Besondere, das mich das Buch mit einem Lächeln im Kopf behalten lässt. 4 von 6 Bücherstapel.

1 Kommentare:

  1. Da ist sie ja und schön zusammengefasst. Mich hat "Zurück nach Hollyhill" während des Lesens stark gefesselt, ich weiß aber was du meinst. Es war schon ein spannendes Leseerlebnis, ich fürchte aber auch, dass es in der Masser der über das Jahr verteilten Bücher bei mir dann ebenfals leicht untergehen könnte. Dennoch freue ich mich schon sehr auf den zweiten Band und hoffe, dass dann manch Geheimnis gelüftet wird. Besonders Matt hat ja scheinbar einiges zu verbergen. Hoffentlich ist das alles am Ende nicht nur heiße Luft und da steckt dann tatsächlich was aufregendes/konfliktreiches hinter. :)

    Liebe Grüße
    Reni

    AntwortenLöschen

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena