Mittwoch, 13. Februar 2013

"Schwarz wie Schnee" - Jutta Wilke

Sauerländer Verlag, 2012
14,99 Euro

Handlung:
Ein Unfall, der alles verändert. Ein Name, den du nicht kennst. Eine Frau, die sagt, sie wäre deine Mutter. Ein Leben, das dir fremd ist. Es war doch ein Unfall oder?
(Quelle: hier


Meine Meinung:
Kira wacht im Krankenhaus auf. Sie kann sich an nichts erinnern, weiß nicht, wo sie ist, was passiert ist, wer die ganzen Menschen um sie herum sind. Nicht einmal an ihren eigenen Namen kann sie sich erinnern. Ihr wird erzählt, dass sie einen Unfall auf der Straße hatte - ihre Mutter, die sie nicht kennt, nimmt sie mit nach Hause. Dort versucht Kira herauszufinden, was eigentlich passiert ist, warum ihr alles so merkwürdig vorkommt, warum sie glaubt, nicht sie selbst zu sein. Nach und nach offenbart sich ihre vermeintliche Vergangenheit - und es wird ihr klar, dass sie Geschehnisse längst nicht vergessen sind...
"Schwarz wie Schnee" lässt sich salopp in zwei Worten zusammenfassen: unglaublich spannend. Es ist kein Buch, das dermaßen vor Action und Handlung strotzt, dass man Angst bekommt, etwas zu verpassen, wenn man nur zu schnell liest. Nein, "Schwarz wie Schnee" ist ein sehr ruhiges Buch, das langsam beginnt und sich erst nach und nach aufbaut. Als Leser bleibt man ebenso wie Kira ständig im Ungewissen über ihre Vergangenheit und den Unfall. Trotzdem ist permanent eine Beklemmung, eine unterschwellige Bedrohung zu spüren - das kann nicht alles gewesen sein. Einfach ein Unfall auf glatter Straße, und ihr Gedächtnis ist weg? Wieso hat sie ständig das Gefühl, dass sie verfolgt wird?
Nach und nach muss Kira erkennen, dass ihre Vergangenheit offenbar nicht so harmlos war, wie sie sich das vielleicht wünscht, und ihr wird klar, dass hinter diesem "Unfall ohne Fremdverschulden" viel mehr stecken muss. Sie sucht nach Hinweisen und stochert dabei im sprichwörtlichen Heuhaufen, ohne wirklich voran zu kommen. Hilfe bekommt sie zwar von Mitschüler Julian, doch auch dessen wahren Hintergrund und Motive kann sie sich nicht sicher sein.
Das Buch besticht durch einen ständig präsenten furchtsamen und bedrohlichen Unterton. Man liegt gewissermaßen auf der Lauer und weiß nicht, was als nächstes passiert. Kiras Verzweiflung und Unsicherheit sind von der Autorin fantastisch eingefangen und machen "Schwarz wie Schnee" zu einem echten Pageturner.
Einziger klitzekleiner Kritikpunkt: ich habe am Ende des Buches noch den einen oder anderen unklaren Aspekt im Kopf. Und es bleibt ein wenig die Frage, inwiefern dieses beschriebene Szenario wirklich real sein könnte.

Fazit:
"Schwarz wie Schnee" ist spannend, kurzweilig und toll geschrieben. Perfekt geeignet als "was Spannendes zwischendurch". 5 Bücherstapel.

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