Donnerstag, 7. Februar 2013

"Kyria & Reb: Die Rückkehr" - Andrea Schacht

INK Verlag, 2013
17,99 Euro

Handlung:
In der spannenden Fortsetzung von „Kyria & Reb – Bis ans Ende der Welt“ kehrt Kyria in ihre Heimatstadt und damit in das perfekt gesteuerte Überwachungssytem von New Europe zurück. Ein gefährliches Unternehmen, denn dort erwartet sie ein mörderisches Komplott. Hinter Kyria liegen vier Monate, in denen sie zum ersten Mal erlebt hat, was es bedeutet, frei zu sein – und in denen sie Reb, dem jungen Rebellen aus dem Untergrund, nähergekommen ist. Seit sie weiß, dass ihr Vater ermordet wurde, setzt sie alles daran, seinen Mörder zu finden. Schon bald muss sich Kyria verstecken, denn sie erfährt immer mehr über die wahren Drahtzieher in New Europe und ihre üblen Machenschaften. Da taucht Reb wieder auf, der ihr Herz erobert hat …
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Dies ist der zweite Teil, Hinweise auf Inhalte aus Teil 1 sind daher zwar nicht beabsichtigt, aber nicht auszuschließen***

Die Fortsetzung von "Kyria & Reb" habe ich sehnsüchtig erwartet und ich wurde auch nicht enttäuscht von den neuen Entwicklungen in NuYu. Die Geschichte von Kyria & Reb kann zwar gemeinhin sicher als Dystopie bezeichnet werden, trotzdem erscheint mir die Welt, in der beide leben, geradezu erträglich und ... ja, bunt. Während man in anderen Dystopien ständig die Verzweiflung, Enttäuschung und Ausweglosigkeit mit Händen greifen kann, während dort eine weitgehend apokalyptisch-beklemmende Stimmung herrscht - ist für mich hier nicht viel davon zu finden, wenn Frau Schacht von NuYu und seinen Bewohnern schreibt. Natürlich herrscht Unterdrückung und eine merkwürdige Einteilung in Adel und Unterschicht, aber merkwürdigerweise hab ich immer nicht das Gefühl, als würde das hier - bis auf ein paar Ausnahmen - jemanden arg stören. Eher wirken alle recht zufrieden mit der Welt, in der sie leben. Überhaupt finde ich manche Ideen, die Frau Schacht in ihre NuYu-Welt eingebaut hat, geradezu putzig, und daher passen auch solche Sätze wie die Faust aufs Auge: "Das propagierte Schönheitsideal ist der pummelige Mann in modischer Kleidung und Frisur." (S. 7) Hier ist die Welt trotz aller Verdrehtheit in Ordnung, wenn die Männer in quietschbunten Farben und lackierten Nägeln munter durch die Straßen laufen und es das höchste Ziel für sie ist, in der Hausarbeit aufzugehen - in welcher Dystopie findet man so etwas schon?!
Die Geschichte wird weiterhin vorrangig aus Kyrias Sicht erzählt, auch wenn man in manchen Kapiteln das Geschehen mit den Augen von Reb erleben kann. Das fand ich eigentlich ganz schön, denn es führte unweigerlich dazu, dass Reb erneut direkt Sympathiepunkte bei mir sammeln konnte. Reb ist trotz seiner Schrammeligkeit einfach ein Charakter, den ich mögen muss, und so tat er mir bei den zahlreichen Pleiten, die er als frisch aufgestiegener Wagenlenker bei Quadriga-Rennen einstecken muss, auch ziemlich leid. Seinen Humor hat er auch hier nicht verloren, leider kam der nur viel zu kurz.
Und Kyria? Die war mir hier in der Fortsetzung - ehrlich gesagt - zu wankelmütig. Zwar beteuert sie, dass sie ihr Herz an Reb verloren hat; glauben konnte ich ihr das jedoch nicht durchweg. Denn gleichzeitig ist sie Cam nicht abgeneigt, und gerade zum Ende der Geschichte fand ich diese Dreiecks-Kompliziertheit etwas unpassend.
Das Ende ist trotzdem gelungen und vor allem: es ist abgeschlossen. Ich finde es so erfreulich, dass die Geschichte von Kyria und Reb allem Anschein nach nicht zur Trilogie aufgebauscht wird, sondern offensichtlich zu Ende ist - mit einem Ende, das zwar abgeschlossen ist, recht Friede-Freude-Eierkuchen-mäßig erscheint und das bei mir dennoch die eine oder andere Unklarheit zurücklässt.

Fazit:
Die Fortsetzung der Geschichte von Kyria Und Reb hat bei mir gepunktet - die beiden Bücher behalte ich mit schönen Erinnerungen im Kopf. Wirklich lesenswert. 5 Bücherstapel.

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