Freitag, 15. Februar 2013

"Das Labyrinth erwacht" - Rainer Wekwerth

Arena Verlag, 2013
16,99 Euro

Handlung:
Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
Aber das Labyrinth kennt sie.
Jagt sie.
Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit, das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst.
Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Kennt ihr den Film "Cube"? Falls ja, wisst ihr in etwa, was den Leser in "Das Labyrinth erwacht" erwartet. Ich habe mich beim Lesen häufiger sowohl an diesen Film als auch an die Grundidee von "Die Tribute von Panem" erinnert gefühlt. Trotz dieses daher vielleicht schon bekannten Rahmens bin ich dennoch völlig begeistert von diesem Buch Wekwerth´s.
Denn er lässt hier 7 sehr unterschiedliche Personen aufeinandertreffen, die nicht wissen, wo sie sind, was sie dort tun, wer sie eigentlich mal waren und was noch auf sie zukommt. Völlig ahnungslos und mit kaum Ausrüstung versehen begeben sie sich auf einen Trip, der ihnen alles abverlangt - und der dazu führen wird, dass ihre Gruppe nach und nach schrumpft.
Ich habe von diesem Buch zwar eigentlich zunächst etwas völlig anderes erwartet. Zum Beispiel sollte man auch das Wort "Labyrinth" im Titel nicht allzu wörtlich nehmen, denn ein Labyrinth im tatsächlichen Sinne war hier bisher nicht zu finden. "Das Labyrinth erwacht" ist trotzdem ohne Ende spannend und aufregend, und die Zusammensetzung der Figuren fand ich sehr gelungen. Zunächst weiß man als Leser nicht sehr viel mehr als die Personen selbst über sich. Ihre Vergangenheit wurde bis auf einzelne aufblitzende Bilder offenbar gelöscht, bis auf ihren Namen hat niemand so recht Erinnerungen an das Leben vor dem Labyrinth. Daher bekommt man als Leser zunächst nur plakative Eindrücke aller Personen, die hier umschichtig zu Wort kommen - die Handlung ist also aus der Perspektive von allen erzählt. Doch ebenso, wie man aufgrund des Gesagten und Gemachten schnell dazu neigt, die eine Person als Zicke, die nächste als Naivling usw. abzustempeln, erlebt man beim weiteren Lesen sein blaues Wunder, weil jede Figur  noch so viel mehr Facetten auspackt und sich von ganz anderen Seiten zeigt. Hier ist nichts, wie es auf den ersten Blick scheint, und das gilt für die Handelnden genauso wie für die Welten, durch die sie sich kämpfen müssen. Diese Welten bergen zahlreiche und gänzlich verschiedene Gefahren, denen sich die Gruppe stellen muss; und dabei bekommen alle Beteiligten mehr und mehr den Eindruck, dass es sich um ganz individuelle, für jeden ganz persönliche Gefahren handelt...
In "Das Labyrinth erwacht" werden gewissermaßen die ersten zwei Welten des Labyrinths durchlaufen, und das in kurz gehaltenen Kapiteln, die sich rasant weglesen lassen.

Fazit:
Toller und spannender Auftakt einer Buchreihe, die mich jetzt schon gespannt auf die Fortsetzung sein lässt. 5 Bücherstapel.

4 Kommentare:

  1. Oh man .... das ist gemein!! Ich mag das Buch eh schon so gern lesen und dann kommst du mit so einer Rezi *heul*

    Dir ein wunderschönes We :)

    Nanni

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  2. Ah, und das Problem ist, dass du das Buch (noch) nicht hast, versteh ich das richtig? ;) Das solltest du ändern :D Heute ist Samstag, heute haben die Buchläden offen!

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  3. Ich hätte es gestern im Buchladen doch direkt mitnehmen sollen. Stattdessen ist erstmal "Dancing Jax" in meinem Regal gelandet. Aber es rückt auf meiner inneren Wunschliste immer höher und höher. :)

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  4. So, nun hab ich das Buch gelesen und dann auch deine Rezi komplett. Ich stimme dir voll und ganz zu. Das mit dem Labyrinth, das eigentlich keines ist, wollte ich ursprünglich auch noch schreiben, aber dann war meine Rezi irgendwie eh so lang.

    Auf jeden Fall freu ich mich riiiiesig auf die Fortsetzung

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