Dienstag, 31. Dezember 2013

2013, 2014, Happy Birthday und und und...

Tja. Da sind wir nun. Alle machen einen auf Silvester. Ich bin ja eher nicht so der Silvester-Typ; (erfahrungsgemäß habe ich an diesem Tag im Jahr die meisten Probleme, lange wach zu bleiben. Ich glaube, ich bin da nicht die Einzige.) Vor einiger Zeit habe ich - auch dank meines Bruders - ein herrliches und so wahres Liedchen über Silvester gefunden; das möchte ich euch an dieser Stelle auch nicht vorenthalten.



Ääähm... ja. Muss man ja nicht so ganz ernst nehmen :D
Letzter Tag im Jahr 2013 also, und ein Geburtstag obendrein. Nicht meiner, aber der von diesem Blog hier. Ich mache das ganze hier auf den Tag genau 3 Jahre und kann es selbst gerade gar nicht glauben, dass das schon so lange sein soll. Aber ... steht so drauf, stimmt also. Dankeschön an euch, dass es sich bisher stets gelohnt hat, "i am bookish" weiterzuführen, denn sonst wären es vielleicht noch gar keine 3 Jahre geworden. Solange es am anderen Ende aber immer jemanden gibt, der hier mal vorbeischaut und mitliest, bleibe ich auch im nächsten Jahr dran. Das Jahr 2013 war für mich in vielerlei Hinsicht eher ein Reinfall, 2014 kann also nur besser werden. Bei Nanni habe ich einen ganz wunderbaren Spruch gelesen, nämlich
"verfolgt eure Ziele, kommt gut an, aber weicht gegebenenfalls auch mal vom Weg ab.Das kann hin und wieder auch mal gut tun"

Da werde ich 2014 wohl immer wieder mal dran denken. Euch wünsche ich jedenfalls ein schönes neues Jahr, in dem alles gelingt, was ihr euch vornehmt!


Montag, 30. Dezember 2013

"Das Tal: Die Entscheidung" - Krystyna Kuhn

Arena Verlag, 2013
9,99 Euro

Reihe:
Season 1:
Das Spiel

Season 2:
Das Erbe
Die Jagd 
Die Entscheidung

Handlung:
Nur wenige Stunden bleiben und nur zu acht können sie verhindern, dass sich das Böse in der Welt ausbreitet. Katie, Robert, David und die anderen müssen ins Herz des Tals gelangen, um es zu stoppen und das Geheimnis zu entschlüsseln. Während die Studenten das Undenkbare auf sich nehmen, stürzen immer dramatischere Katastrophen die Kontinente ins Chaos. Und als sie Hilfe von unerwarteter Seite bekommen, stehen die Freunde am Ende vor der entscheidenden Frage: Kann nur Vertrauen alles retten?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
***Das ist der letzte Band der Buchreihe. Ich glaube zwar nicht, dass ich irgendwas spoilern könnte. Aber ich will´s halt nur gesagt haben...***

Puhhh, was für eine Enttäuschung. Ich glaube, ich war beim Beenden einer Buchreihe selten (nie?!) so enttäuscht und gefrustet wie hier. Was hab ich nach den ersten beiden Bänden nicht alles für Gedanken und Ideen gehabt, zum Tal, zu den Studenten - sowohl die heutigen als auch die damaligen -, zu dem roten Faden, der das alles irgendwie zusammenhält. Dieser Faden hat sich zwar langsam nach und nach aufgedröselt, dabei aber auch von Buchteil zu Buchteil noch mehr und neue Fragen aufgeworfen.
Schon bei Teil 4 oder 5 habe ich mir gedacht, dass es sicher ziemlich schwierig werden wird, hier alles zu einem stimmigen Ende zu verknüpfen - und die Leser dabei zufrieden zu stellen.
Und tatsächlich muss ich jetzt nach Band 8 auch feststellen, dass Frau Kuhn dieses Unterfangen nicht wirklich gelungen ist. Beim Zuklappen des Buches fühlte ich mich, als hätte ich ein Brett vorm Kopf: Ich habe irgendwie überhaupt nichts mehr verstanden. Dieses Ende, diese angebliche Auflösung, diese höchst hanebüchene Hintergrundgeschichte (Weltuntergang. Mindestens!), die dramatisch sein sollte, aber eigentlich nur albern und unglaubwürdig daherkam - all das wirft so viele Fragen auf, lässt zig Aspekte und Fährten, die die Autorin auf dem Weg zum Finale gelegt hat, unbeachtet und unbeantwortet, und lässt zumindest mich jetzt völlig unzufrieden zurück.
Das ganze Buch wurde mit irgendwelchen schwammig gehaltenen Dialogen und Möchte-gern-philosophischen Selbsterkenntnissen gefüttert, ist aber kaum in der Lage, am Ende mal klipp und klar zu sagen: "Das ist Sache. Das ist damals passiert, das ist Schuld daran, und das hier passiert jetzt heute." 
Das hat mich wirklich wahnsinnig gemacht. Ich habe mir hier im Finale wirklich viel mehr erhofft und kann die Reihe für mich nun nur mit der Erkenntnis abschließen, dass das ganze langgezogene Warten von Teil zu Teil auf ein knalliges, überraschendes und dennoch stimmiges Ende umsonst war.


Samstag, 28. Dezember 2013

2013 - Ein buchiges Fazit

2013 ist fast vorbei. Gelesen habe ich in diesem Jahr eine ganze Menge, irgendwas über 100 Bücher sind es mittlerweile geworden. Zeit, mal zurück zu blicken und zu schauen, was meine buchigen Highlights und Flops des Jahres waren. (Ich verlinke jetzt nicht jedes Buch zur Rezension; falls ihr was dazu lesen wollt, schaut einfach im Rezensionsindex nach.)

- Die meisten Lacher -

... hatte ich beim letzten Teil der Ismael- Reihe von Michael Gerard Bauer, "Ismael - Bereit sein ist alles", oder auch bei "Wen küss ich und wenn ja, wie viele?" von Mara Andeck. Da waren so manche echt lustige Stellen drin.

- Die meisten Tränen -

... hingegen gab es bei einem Buch, das gar nicht wirklich ein belletristisches Buch ist, nämlich "The burning house" von Foster Huntington. Ich weiß gar nicht, warum, aber mich haben diese kleinen Geschichten rund um die Fotos, die in diesem Buch vorgestellt werden, teilweise so gerührt, dass ich einmal abends bis nachts 1 Uhr da saß, in dem Buch blätterte und hemmungslos geflennt habe, weil mir das alles so zu Herzen ging. Zur Info: Man soll sich vorstellen, das eigene Haus brennt und dann fotografieren, welche Dinge man schnellstmöglich zusammen packen und vor den Flammen retten würde. Das haben ziemlich viele Leute bisher schon gemacht, die Bilder auf eine Homepage hochgeladen, und einige dieser Fotos sind in diesem Buch vorgestellt. 

- Das fieseste Ende -

... ist bei "Rage inside" von Jeyn Roberts zu finden. Von den beiden Büchern "Dark inside" und "Rage inside" war ich eigentlich ziemlich begeistert, die Idee hat mir gefallen und die Umsetzung war gelungen. Toll fand ich in dem Zusammenhang auch die Tatsache, dass die Autorin sich nicht dem beliebten Trilogie-Zwang angeschlossen hat, sondern meinte, nach 2 Büchern wäre die Reihe beendet. Fand ich gut. Zunächst. Als ich dann das Ende von Teil 2 gelesen hatte, fand ich es überhaupt nicht mehr toll, denn das Ende ist ein Witz! Wie kann man eine Geschichte denn SO offen enden lassen und dann seinen Fans sagen, mehr ist nicht, das war´s?!??! Mittlerweile gibt es Gerüchte, dass ein dritter Teil doch erscheinen wird - irgendwann mal -, und ich hoffe stark darauf...

- Das schönste Pärchen -

... waren für mich Will und Layken aus "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover. Ich kann gar nicht wirklich erklären warum, aber bei den beiden hat von der ersten Seite an die Chemie gestimmt, ich hab gern von ihnen gelesen und ich hab ihnen die Verliebtheitsmasche abgekauft - was ich nicht von allen Pärchen behaupten kann. Außerdem war das Ende echt niedlich.

- Die größte Überraschung -

... die Kategorie ist schon weitaus schwieriger, und eine wirklich "größte" Überraschung ist es wohl auch nicht. Durchaus positiv überrascht hat mich aber beispielsweise "Nevermore" von Kelly Creagh. Ich hätte hier wirklich eine eher vorhersehbare Teenie-Story erwartet, die das Thema Edgar Allan Poe bestenfalls ankratzt. Stattdessen war die ganze Geschichte richtig unterhaltsam, für mich als Poe-Laien wirklich informativ, spannend und mysteriös - und ich will definitiv wissen, wie es weitergeht! Leider habe ich vor einiger Zeit gehört, dass der Loewe-Verlag, bei dem Teil 1 erschienen ist, die Reihe nicht fortsetzen wird, was ich wirklich außerordentlich schade finde. Ich habe Teil 2 schon seit einiger Zeit als englisches ebook auf dem Kindle, und nehme mir dieses für 2014 auch fest zum Lesen vor.
Sehr überraschend war für mich aber auch die Lektüre von "Der Fänger im Roggen", weil ich hier anfangs eine viel verstaubtere und verschrobene Geschichte erwartet hätte - so Schullektüre-mäßig. (Alle Deutschlehrer mögen mir verzeihen, aber seit "Unterm Rad" von Hermann Hesse bin ich, was Schullektüre betrifft, wirklich total geschädigt...) Stattdessen fand ich "Der Fänger im Roggen" ... tja, cool, würde ich mal sagen :)

- Viel Wirbel um nichts -

... Naja, vielleicht nicht wirklich Nichts, aber zumindest Nicht viel. Soll heißen, Bücher, die über den Klee gelobt wurden, die alle Welt ganz toll fand und die auch die Bestseller-Listen lange angeführt haben. Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann, weil mich die Geschichten dahinter nicht annähernd so vom Hocker gerissen haben wie manch anderen Leser. 
Dazu gehören "Gone Girl" von Gillian Flynn und "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. Versteht mich nicht falsch, ich fand die Bücher keineswegs schlecht. Gerade bei "Ein ganzes halbes Jahr" kommt man wirklich ins Grübeln, weil das Thema ja doch sehr an die Nieren geht. Und Lou und Will sind auch keine Figuren, wie man sie in jedem Buch finden kann. Aber bei mir hat das Buch keineswegs einen solchen Eindruck hinterlassen, dass ich noch Monate später davon schwärme/berichte/baff bin oder gar nachvollziehen kann, wieso es alle Bestsellerlisten schmückt. Ich hab´s gelesen, es war ok - aber das war´s auch. 
Und bei "Gone Girl" ist das ähnlich. Die Idee und die Aufmachung des Buches sind zweifelsfrei außergewöhnlich, weil man das nicht in jedem Buch erlebt. Aber abgesehen davon war ich von der Story im Ganzen eher enttäuscht und kann auch hier den immensen Erfolg des Buches nicht wirklich nachvollziehen.

- Highlights des Jahres -

Zu meinen persönlichen Favoriten in diesem Jahr würde ich vor allem "Adorkable" von Sarra Manning zählen, denn das Buch war ein echter Hit! Hin und weg war ich von "Vango - Zwischen Himmel und Erde" von Timothée de Fombelle, das hat wirklich das Zeug zu einem weiteren Lieblingsbuch. So eine schöne, spannende, abenteuerreiche, toll durchdachte und sowohl lustige als auch nachdenklich stimmende Geschichte lese ich nicht alle Tage, daher hat "Vango" wirklich einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Toll fand ich auch die Idee hinter "Das neue Buch Genesis" von Bernard Beckett, oder auch "Die Scanner" von Robert M. Sonntag und die "Labyrinth"-Bücher von Rainer Wekwerth. Wie oben schon erwähnt, behalte ich auch "Weil ich Layken liebe" von Colleen Hoover und "Der Fänger im Roggen" von J.D. Salinger in sehr guter Erinnerung an dieses Lesejahr.



- Flops des Jahres -

Ich bin eigentlich richtig begeistert: mir ist kein Buch eingefallen, das ich in diesem Jahr so richtig richtig schlecht fand. Dennoch gab es ein paar Bücher, von denen ich mehr erwartet hätte, oder die mir aus verschiedenen Gründen nicht gefallen haben. Dazu gehören "Dance of shadows" von Yelena Black, "Liberty Bell" von Johanna Rosen, "Nashville" von Antonia Michaelis und "Sam & Emily: Kleine Geschichte vom Glück des Zufalls" von Holly Goldberg Sloan. Enttäuscht war ich aber auch von "Wuthering Heights" (= Sturmhöhe) von Emily Bronte, denn da das allgemeinhin zur Weltliteratur gehört, waren meine Erwartungen hier einfach größer als das, durch das ich mich letztlich durchgekämpft habe. 

Wie sieht´s bei euch aus? Welche Bücher waren eure Favoriten, welche haben euch eher enttäuscht?

Donnerstag, 26. Dezember 2013

"Dezembergeheimnis" - Caroline Richter

Kindle Edition, 2013

Handlung:
Sich ihren Traummann ausmalen, welche Erscheinung und charakterlichen Vorzüge er haben soll … All das hat Lea getan. Bis ins kleinste Detail. Dass das Gespinst ihrer Tagträume eines Morgens urplötzlich in ihrer Küche steht, hätte Lea allerdings nicht erwartet. Und dass er das auch noch nackt tut, war gleich zweimal nicht geplant. Ein dummer Zufall? Ein Wunder? Oder ein verrückter Irrer, der ihre Bude ausräumen will? Lea geht stark von Letzterem aus, nur dass Noel sich so gar nicht wie ein verrückter Irrer verhält, sondern nach allen Regeln der Kunst versucht, ihr Herz für sich zu gewinnen. Auf einmal ist nichts mehr so, wie es vorher war und Leas Welt steht Kopf. Nie hätte sie gedacht, dass Noel und die mysteriöse Geschichte seiner Herkunft bald zu ihrem schönsten Geheimnis werden könnten. 
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Es war nicht nur unmöglich, es war auch noch albern, dass ein Kuchen ihr Seelenverwandter sein sollte. Was sagte das denn in Gottes Namen über ihren Charakter aus?"
Lea hat ein Geheimnis. Ein süßes Dezembergeheimnis. Von einem Tag auf den anderen hat sie sich einen Mann gebacken und der tut fortan alles, um ihr zu gefallen und um ihr Herz zu erobern. 
Klingt nach einer schönen kuscheligen Weihnachtsgeschichte? Ist es an und für sich auch. Ich persönlich finde es nur schade, dass die Geschichte erst startet, als Weihnachten im Prinzip schon wieder vorbei ist. Für das richtige (vor-)weihnachtliche Feeling, das diese Geschichte umgeben sollte, wäre die Adventszeit vielleicht einen Tick passender gewesen.
Die Idee hinter "Dezembergeheimnis" hat mir sehr gut gefallen, die war niedlich und herzerwärmend, da hat die Autorin also alles richtig gemacht. Leider ging mir jedoch die Umsetzung nicht ganz so zu Herzen. Die Geschichte weist meines Erachtens nach immer wieder mal einige Längen auf. Mein Kindle zeigte 33% Lesefortschritt an, als ich zunehmend ungeduldig ob des Hin und Her´s zwischen Lea und Noel wurde, und schon mal vorblätterte, um zu sehen, wie lange das Kapitel noch gehen würde. An manchen Stellen im Mittelteil zieht sich die Handlung sehr; insgesamt mehr Handlung in komprimierter Form hätte mir hier besser gefallen.
Zudem kann ich mir nicht helfen: Noel hat mich irgendwie total genervt. So richtig. Er ist der Typ Weichei mit keinerlei eigenem Charakter oder markanten und interessanten Wesenszügen. (Wer die Geschichte liest, erfährt auch, warum das so ist. Das ist Sinn der Sache. Aber trotzdem.) Sein Ziel ist es, Lea zu gefallen und ihre Wünsche zu erfüllen, und das nahm für mich viel zu weichgespülte Formen an. Romantische und gefühlvolle Kerle - schön und gut, aber solche Ja-Sager sind auf Dauer ja irgendwie auch unerträglich. Deswegen war Noel für mich leider zu keinem Zeitpunkt mehr als ein rein fiktiver Charakter, den ich persönlich nicht kennenlernen wollen würde. 
Unabhängig davon - und ich möchte hier keineswegs ein negatives Bild der Geschichte aufkommen lassen - kann man der Autorin zu ihrem Debütroman nur gratulieren. Denn abgesehen von den erwähnten paar Längen liest sich die Story wirklich schön, die Idee ist toll und die Erzählart vielversprechend. Bin auf weitere Bücher von ihr sehr gespannt!


Dankeschön an Reni für den ebook-Gutschein! Bei deinen Gewinnspielen hab ich irgendwie Glück :)

Mittwoch, 25. Dezember 2013

"Was sie nicht weiß" - Simone van der Vlugt

Diana Verlag, 2013
12,99 Euro


Handlung:

An einem Seeufer bei Alkmaar wird die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mannes gefunden. Davids Tod: ein Racheakt. Welches Detail ihrer gemeinsamen Jugend mit dem Opfer will die Malerin Maaike um jeden Preis verheimlichen? Ein Hinweis führt zu einer gewissen Tamara. Von einer Frau dieses Namens aber fehlt jede Spur – und dennoch ist sie immer da …

Bei den Ermittlungen im Mordfall David Hoogland tappt Lois Elzinga von der Kriminalpolizei in Alkmaar zunächst im Dunkeln. Diese grausame Tat wurde allem Anschein nach von einer Frau begangen, doch das Leben des Grundschullehrers ist vollkommen unauffällig. Die Künstlerin Maaike Schoolten, deren Ausstellungsprospekt bei der Leiche gefunden wurde, streitet ab, David gekannt zu haben. Der Hinweis auf eine Fotografin namens Tamara führt ins Leere, denn diese ist unauffindbar. Irgendetwas muss Lois übersehen haben. Sie ist nervös, private Probleme lenken sie ab. Ihre große Liebe ist gerade zerbrochen und Fred, ihr langjähriger Partner bei der Polizei, geht demnächst in Pension. Doch Lois bleibt hartnäckig, und bald schon findet sie heraus, dass David Täter war, lange bevor er ein Opfer wurde. Was sie nicht weiß, ist, welch doppeltes Spiel Maaike und Tamara mit ihr treiben ...


Meine Meinung:
Anfangs dachte ich, dass vor allem die niederländischen Namen und Straßenbezeichnungen, die (gefühlt) zuhauf auftraten, mich beim Lesen besonders stören würden. Aber das war es gar nicht. Vielmehr war eine Mischung aus wirrer Handlung, einer eher uninteressanten Ermittlerin, einem wenig überraschenden Ende und einer angestrengten Erzählweise Schuld daran, dass mir "Was sie nicht weiß" nicht wirklich gefallen wollte.
Das Buch ist keinesfalls schlecht, kommt über das Niveau eines mittelmäßigen Krimis jedoch nicht hinaus. Dafür birgt es zuwenig Besonderheiten, überraschende Wendungen oder Irrungen und Wirrungen im Plot. Echten Krimi- und Thrillerfans dürfte das Ende kaum ein müdes Lächeln abringen. Vor allem machen sowohl die Inhaltsangabe als auch diverse Hinweise schon in den ersten Kapiteln einen großen Fehler: sie verraten zuviel. Zusammen mit der holprigen Erzählart ergab das Lesen von "Was sie nicht weiß" für mich keine gemütlichen Lesestunden. Zum einen ist die Erzählperspektive im Präsens sowieso immer schon Geschmackssache, finde ich, (und meinen Geschmack trifft es nur selten); zum anderen sind so viele Sätze hier aber derart verschachtelt, ungelenk formuliert (oder vielleicht auch nur so ins Deutsche übersetzt) und driften teilweise glatt ins Erzählerische ab, dass ich zunehmend das Interesse an der Gesamtgeschichte verloren habe. Dass die Ermittlerin dann auch noch eine recht verkorkste Vergangenheit erleben musste, die sie heute noch in jeder möglichen (und unmöglichen) Situation gedanklich einholt, hat den Bogen auch nicht mehr rausgerissen. Ich fand Lois als Mittelpunkt der Geschichte langweilig, und dieser Eindruck hat sich die gesamte Handlung über nicht geändert. Da war ihre Schwester - so plakativ sie auch dargestellt wurde - fast noch interessanter.
Letztlich hat mich "Was sie nicht weiß" nicht wirklich beeindrucken können, sowohl auf inhaltlicher als auch auf sprachlicher Ebene nicht. 


Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Ich wünsch euch was...

... nämlich schöne Weihnachten mit allem Drum und Dran, ein paar ruhige Stunden, Zeit mit euren Liebsten und (das Materielle packen wir mal extra ganz an den Schluss:) natürlich schönen Geschenken :)



Sonntag, 22. Dezember 2013

4. Advents - Buchneuzugänge (In my mailbox)

Huhu!
Und einen schönen 4. Adventssonntag wünsch ich euch. Ich hoffe, ihr habt ihn weihnachtlich genutzt, denn - man mag es glauben oder nicht - übermorgen ist wirklich schon Heiligabend. Und kein Schnee in Sicht - was ist da denn schief gelaufen?!

Heute habe ich 
- gebacken. Plätzchen. Ziemlich lecker. *mir selbst auf die Schulter klopf*
- "Tatsächlich Liebe" im TV geschaut. Dieser Film ist einer der wunderbarsten überhaupt und für mich zu Weihnachten mittlerweile ein absolutes Muss. Ich kann ganze Teile mitsprechen und freue mich schon zu Beginn des Films auf die diversen meiner Lieblingsszenen, die ich gleich noch zu sehen bekommen werde. Hach ja.
- den 8. und damit letzten Teil der "Das Tal"-Reihe von Krystyna Kuhn ausgelesen. Gestern spontan gekauft, als ich ihn ganz überraschend im Laden gesehen habe (der Erscheinungstermin ist wieder mal völlig an mir vorbei gegangen). Ich bin enttäuscht. Sogar sehr. Ich glaube, ich werde definitiv was dazu schreiben; aber momentan habe ich noch keinen Plan, was.
- eben das Internet nach Buch-Challenges für 2014 durchforstet - und nichts gefunden :( Ich mag Challenges eigentlich nicht wirklich, das hab ich schon oft erzählt. So geplant und mit "Muss" und sogar Strafen, wenn´s nicht klappt, etc. zu lesen, ist mir eigentlich völlig zuwider und entspricht überhaupt nicht meiner Lesemanier. Ich lese eigentlich immer lieber kreuz und quer und nach Lust und Laune. Und wenn ich keine Lust auf Lesen hab, dann halt auch mal wochenlang gar nicht - was bei den meisten Challenges ja ein totales No-Go ist, weil man ja "jeden Monat 1 Buch/ 12 Bücher in 12 Monaten/ 15 Bücher in soundsovielen Wochen, und 3 davon können, aber müssen nicht" lesen muss - baah, was für ein Stress... Aber ich hab mich halt mal umgeschaut, ob es nicht doch was interessantes gibt, das einem auch ne Menge Freiheiten lässt und dennoch unter einem bestimmten Motto steht. Aber wie gesagt: ich bin nicht wirklich fündig geworden. So Challenges nach dem Motto "Lies eins mit grünem Cover. Lies eins von einem schwedischen Autor." find ich irgendwie doof. Um SuB-Abbau-Challenges oder Buchkauf-Verbot-Challenges mach ich gleich einen ganz großen Bogen, die klappen erfahrungsgemäß bei mir sowieso nicht. Da hab ich auch keine Lust drauf ;) Tja, und sonst? Woran nehmt ihr denn so teil? Habt ihr irgendwo was interessantes und vielleicht auch neuartiges entdeckt, wo es sich lohnen würde, vielleicht mal vorbeizuschauen?
Denn um ein wenig geordnetes Chaos in meine Büchermassen zu bringen, wäre eine Challenge vielleicht gar nicht die schlechteste aller Ideen. In den letzten Tagen kamen wieder neue Bücher bei mir an, eins toller als das andere. Allein 2 Anfragen von Verlagen zu Kinderbüchern zum Rezensieren haben mich so zum Lächeln gebracht, weil sie soo niedlich und schön klingen und aussehen - ich freu mich schon richtig drauf, die zu lesen.

Sylvia Kreutz "Isidora von Wackelzahn - Eine Drachengeschichte"
Was gibt es Besseres als Sahnetörtchen und Wackelpudding? Für die uralte Drachin Isidora eigentlich nichts. Eines Tages trifft sie auf den Prinzen Kuno, dem ein Schloss abhandengekommen ist. Er verspricht Isidora die süßesten Leckereien, wenn sie ihm hilft, ein neues Schloss zu finden. Unterwegs treffen sie auf ein Mädchen, das sich als Prinzessin vorstellt. Gemeinsam machen sich die drei auf den Weg, doch es kommt alles anders als gedacht...

Nikola Huppertz "Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel"

Wenzel wurde abgeschoben, von seinen Eltern, ins letzte Kaff. Eine ganze Woche soll er es bei seinem schriftstellernden Onkel Nikolai aushalten. Doch dann verselbstständigen sich die Figuren von Onkel Nikolais neuestem Roman. Räuber Kawinski, die Fußball spielende Prinzessin Melinda und das Suseldrusel kommen ins Spiel und eine chaotische Geschichte nimmt ihren Lauf.

Andrew Fukuda "Die Jäger der Nacht"
Gene hat ein Geheimnis: Er ist ein Mensch. Das könnte ihn das Leben kosten, denn die Gesellschaft, in der er aufwächst, hat sich genetisch verändert. Die Bürger sehen aus wie Menschen, aber sie schwitzen nicht, verspüren keine Kälte und schlafen nie. Und sie töten normale Menschen wie Gene. Doch dann wird ausgerechnet Gene die Ehre zuteil, an der legendären Jagd teilzunehmen. Verfolgt werden dabei die letzten überlebenden Menschen, die unter einer Glaskuppel in der Savanne leben ...

Tamara Ireland Stone "Zwischen uns die Zeit"
Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird …

Krystyna Kuhn "Das Tal: Die Entscheidung"
Nur wenige Stunden bleiben und nur zu acht können sie verhindern, dass sich das Böse in der Welt ausbreitet. Katie, Robert, David und die anderen müssen ins Herz des Tals gelangen, um es zu stoppen und das Geheimnis zu entschlüsseln. Während die Studenten das Undenkbare auf sich nehmen, stürzen immer dramatischere Katastrophen die Kontinente ins Chaos. Und als sie Hilfe von unerwarteter Seite bekommen, stehen die Freunde am Ende vor der entscheidenden Frage: Kann nur Vertrauen alles retten?

(Inhaltsangaben von amazon.de)

Samstag, 21. Dezember 2013

Nicht zu schaffende Weihnachtslektüre

Huhu!
Yeaaahhh, Samstag! Frei! Weihnachten vor der Tür und damit einige (fast) komplett freie Tage! Und damit Zeit zum Lesen. Unter anderem würde ich in den nächsten Tagen gern folgenden Stapel lesen wollen:


Das Foto habe ich gestern gemacht, allerdings sind schon heute neue Bücher dazugekommen, die sich wahrscheinlich teilweise vordrängeln werden, weil sie einfach so wow klingen und aussehen und ... , sodass, naja, der Stapel auf dem Foto gar nicht mehr sooo aktuell ist. Im Prinzip müsste ich jeden Tag 1 Buch lesen, um gut voran zu kommen - das wird nix ^^ Schon gar nicht, wenn ich - anstatt mir eins der neuen Bücher vorzunehmen - als erstes lieber zu "Ready Player One" greife, das ich letztes Jahr schon einmal gelesen habe. Aber ich wollte diese klasse Story schon eine ganze Weile nochmal lesen, und jetzt war mir halt danach. 
Gestern habe ich außerdem "Gone Girl" von Gillian Flynn ausgelesen - endlich mal, nachdem ich es in meinem Urlaub im September begonnen und dann aber monatelang nicht wieder angesehen habe. Das war mein 105. Buch in diesem Jahr bisher, aber wirklich "jubiläum-ig" (jubilä-ig?! Na, ihr wisst, was ich meine...) fand ich das Buch eigentlich nicht. Fängt toll an, aber irgendwann erschien es mir einfach nur noch blöde und das Finale hat mich vollends ratlos gemacht. Das Buch hat es ja sogar zum Bestseller geschafft; aber wenn ich mal ehrlich sein soll, weiß ich nicht, warum...
Morgen gibt´s die Neuzugänge. Bis dahin: ein schönes Wochenende!

Sonntag, 15. Dezember 2013

"Todesengel" - Andreas Eschbach

Lübbe, 2013
19,99 Euro


Handlung:
Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich - er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf...

Meine Meinung:
Nach einigen Büchern, die ich von Herrn Eschbach gelesen habe, ist meine Erwartungshaltung an seine Bücher mittlerweile immer recht hoch. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Während in vielen anderen Eschbach-Büchern eher unglaubliche und bis zu einem gewissen Grad übernatürliche Dinge geschehen, widmet sich der Autor in "Der Todesengel" eher der brutalen Realität in der heutigen Gesellschaft. Schlägereien, Anpöbeleien, Drohungen, Belästigungen und Gewalt auf offener Straße sind - nicht nur in großen Städten - heute keine Seltenheit mehr. In Herrn Eschbachs Setting taucht nun jedes Mal, wenn eine solche Untat geschieht, eine Art Racheengel auf, der die Unschuldigen beschützt - oder sofern es dafür schon zu spät ist, sie rächt. Das Ganze wird zum Selbstläufer. Die eine Art von Gewalt wird von einer anderen abgelöst und innerhalb weniger Tage droht die Stadt in Chaos und Selbstjustiz zu versinken. 
Für die Presse ein gefundenes Fressen, und so sind die Geschehnisse auch in erster Linie aus der Sicht von Journalist und Moderator Ingo Praise erzählt, der diesen ganzen dramatischen Szenen in seiner Stadt einen ungewollten Ruhm zu verdanken hat. Aber die Erzählperspektive wechselt; man bekommt Einblicke in so viele Geschehnisse und Personen, die alle auf ihre Art und Weise in die Handlung involviert sind. Man kann schon früh beim Lesen anfangen, sich seine eigene Meinung zu bilden. Und so machen die beschriebenen Geschehnisse den Leser auch unweigerlich nachdenklich. Nicht nur werden Erinnerungen an real passierte Vorfälle (Schlägereien in U-Bahnstationen etc.) wach, sondern man beginnt auch ganz automatisch, sich zu fragen, wie man sich hier selbst positionieren würde. Gewalt mit Gewalt ablösen - ist das tatsächlich die Lösung? Und lässt sich das wirklich alles so schwarz-weiß sehen?

Letztlich entwirft Herr Eschbach ein brisantes, brutales, aber durchaus realistisches Bild von Dingen, die heute leider nicht nur denkbar, sondern schon sehr wirklich geworden sind. Wie gewohnt in eine spannende Handlung und tolle Schreibe verpackt, ist "Der Todesengel" durchaus lesenswert, und für Eschbach-Fans sowieso ein Muss.


Ein herzliches Dankeschön an Blogg dein Buch und den Lübbe Verlag für das Buch!

Samstag, 14. Dezember 2013

Gemeinsam lesen

Ich mach ab sofort - zumindest ab und zu - mit bei Asaviels "Gemeinsam lesen". Los geht´s.

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Unter anderem lese ich gerade "Was sie nicht weiß" von Simone van der Vlugt und bin auf Seite 72.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Auf Lois´ Bitte hin hat Cynthia van Dijk eine Liste von Davids Freunden und Bekannten erstellt, und Silvan von der IT-Forensik hat sich gleich damit an den Computer gesetzt."

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Es gefällt mir nicht. Das fasst es wohl kurz und knapp zusammen. Ich lese es, weil ich es über Blogg dein Buch vom Verlag bekommen habe, und dann nehm ich das natürlich schon ernst, auch wenn es mir nicht so recht gefällt. Aber ich finde die Dialoge mühsam und nicht schön zu lesen; ich mag Geschichten, die im Präsens geschrieben sind, sowieso nicht allzu sehr; ich habe jetzt bereits eine Ahnung, wie das Ganze sich auflösen könnte und wirklich aufregend war bisher auch noch nichts. Wenigstens liest es sich - trotz diverser niederländischer Namen und Straßenbezeichnungen - recht flott weg.

4. Welches Buch wollt ihr schon lange einmal lesen, aber habt es bisher noch nie geschafft, vergessen oder vor euch hergeschoben?
Ich habe unzählige Bücher, die ich schon lange mal lesen will, aber ganz aktuell fällt mir ein: "Krieg und Frieden" von Tolstoi. Das wollte ich wirklich schon eine ganze Weile lesen, aber dann habe ich vor 2 oder 3 Jahren mal eine aktuelle Verfilmung der Geschichte gesehen und war zusätzlich absolut hin und weg. Seitdem möchte ich das Buch, das auch schon einige Jahre ein ungelesenes Dasein in meinem Bücherregal fristet, gern erst recht lesen, aber dann kommt mir doch immer wieder erst ein anderes Buch in die Quere. Und zudem habe ich schon mehrfach gehört, dass Tolstoi zu lesen ein echtes Unterfangen ist, was man mal nicht eben so nebenbei machen kann. Also fehlt mir dafür insgesamt auch irgendwie die Zeit und der Nerv. Billige Ausreden, jaja, ich weiß...

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Feuer und Flamme für eine Inhaltsangabe

Eben in der ganz neuen Frühjahrsvorschau vom Script5-Verlag entdeckt, hat mir diese Buchbeschreibung ein dickes Lächeln ins Gesicht gezaubert. Auf diese Geschichte freu ich mich schon jetzt wie ein Keks...

Sarah Bruni "Die Nacht, als Gwen Stacy starb"

Sind wir nicht alle ein bisschen Spiderman?
Er hält sich für Spidermans Alter Ego.
Sie hält er für Spidermans erste große Liebe Gwen Stacy.
Im Comic endete diese Liebegeschichte tragisch …

Nein, Sheila Gower fühlt sich nicht so richtig wohl in ihrer verschlafenen Heimatstadt irgendwo in Iowa. Sie ist siebzehn, vertraut sich am liebsten einem ausgestopften Präriehund im Museum für Naturkunde an und hört französische Sprachkassetten, um eines Tages aus der verschlafenen Kleinstadt nach Paris zu entfliehen. Als ihr Peter Parker (ja, so wie Spidermans Alter Ego) anbietet, ihr ödes Leben unter dem Vorwand einer vorgetäuschten Entführung hinter sich zu lassen, greift Sheila zu. Die beiden begeben sich auf einen skurrilen und romantischen Roadtrip und erleben die tragische Geschichte von Spiderman und seiner ersten Liebe Gwen Stacy nach. Doch was als unschuldiges Spiel beginnt, wird zu einem Pfad voller unvorhergesehener Gefahren.
 
(Quelle: Script5-Verlag)
 
Erscheint am 10.03.14. Und hat mich als Käufer schon mal sicher.

Mittwoch, 11. Dezember 2013

"Die wundersame Geschichte der Faye Archer" - Christoph Marzi

Heyne Verlag, 2013
14,99 Euro

Handlung:
»Geschichten sind wie Melodien!« Mit diesen Worten verzaubert Alex Hobdon die junge Buchhändlerin Faye Archer vom ersten Augenblick an. Als er sein Skizzenbuch in ihrem Laden vergisst, tut Faye etwas völlig Untypisches: Sie schreibt Alex über Facebook an, und aus ein paar kurzen Chats entwickelt sich eine berührende Liebesgeschichte. Doch dann erfährt Faye, dass Alex ein Geheimnis verbirgt, das so unglaublich klingt, dass es eigentlich nur wahr sein kann, und Faye muss sich entscheiden, ob ihre Liebe zu Alex stark genug ist, dieses Geheimnis zu teilen ...
(Quelle: hier)


Meine Meinung:
Wenn die Geschichte von Faye Archer in meinen Augen eins mit Sicherheit NICHT war, dann "wundersam". Tendenziell langweilig, Stirnrunzeln-verursachend oder unaufgeregt trifft es schon eher.
Mit Herrn Marzi ist das so eine Sache. Eigentlich mag ich seine Bücher. Seine Ideen, die da dahinter stecken. Und vor allem seinen Schreibstil. Der ist fantastisch. Zumindest so lange, bis er mir vor lauter Metaphern und bildhafter Vergleiche und Umschreibungen und Trallala auf den Keks geht. Diesen Moment gab es bisher bei jedem Marzi-Buch, das ich gelesen habe. Irgendwann wird es mir zuviel. 
Die Inhaltsangabe von "Faye Archer" klang aber zu interessant, und außerdem dachte ich mir, ok, ich versuch´s, vielleicht reißt mich dieses Buch ja doch so richtig vom Hocker.
Das tat es nicht. Ich fand es schön, von Brooklyn zu lesen; die Eindrücke, die man von diesem Stadtteil und überhaupt New York vermittelt bekommen hat, das hat mir gut gefallen. Auch die Andeutungen zum Buch bzw. Film "Frühstück bei Tiffany" waren interessant - da ich weder Buch noch Film kenne, hat das definitiv mein Interesse geweckt, diesen Umstand mal zu ändern.
Dass mir die Geschichte aber nicht so recht gefallen wollte, lag vornehmlich an 3 Punkten:

1.) Es ist für meinen Geschmack einfach zu wenig passiert. Hier ist fast die ganze Zeit nichts los. Faye geht zur Arbeit, Faye klimpert auf dem Klavier, Faye ist in ihrer Wohnung. Wow.
2.) Faye Archer ist mir so richtig schön unsympathisch. Ich weiß gar nicht, welcher Aspekt an ihrer Person mich am meisten auf die Palme gebracht hat. Sie ist unglaublich verkopft, sie überlegt und grübelt ständig. Sie redet mit sich selbst. Und nicht mal nur so ab und zu, wie man das vielleicht auch von sich selbst kennen mag. Nein, sie begrüßt den neuen Tag, indem sie "Guten Morgen, Tag" sagt, wenn sie aufwacht. Sie spricht sich selbst an nach dem Motto "Faye, du musst dich jetzt langsam mal anziehen." Sie ist so ein unerträglicher Gutmensch, der stets nur die schönen hellen Seiten im Leben sehen möchte - unausstehlich finde ich sowas. Bei ihr ist einfach alles unglaublich ... toll und schön, ihr Leben, ihre Wohnung, das Wetter, ihr unkomplizierter Job, der ihr so Spaß macht und genügend Geld einbringt, die Menschen, die sie jeden Tag sieht - alles rosarot. Man könnte glatt neidisch werden, und irgendwie habe ich den Verdacht, dass es Herr Marzi vielleicht auch genau darauf angelegt hat. Ich bin aber nicht neidisch geworden, nur schlecht gelaunt.
3.) Ich habe das Ende nicht verstanden. Irgendwie gar nicht. Oder vielleicht schon, aber dann müsste ich mir selbst ganz schön viel dazu denken und selbst erklären - weil es einfach so nicht gesagt wurde. Und dann kann es auch sein, dass ich in die völlig falsche Richtung denke. Ich habe das Gefühl, eine wesentliche Erklärung am Ende verpasst zu haben, aber überlesen habe ich nichts. Glaube ich zumindest nicht. (Wer das Ende ohne Probleme verstanden hat, kann sich zwecks Aufklärung gern mal bei mir melden!)

Letztlich bin ich von diesem neuen Marzi-Abenteuer also leider eher enttäuscht. Wirklich mitgerissen hat es mich nicht, interessante Figuren konnte ich darin nicht entdecken, und auch wenn ich den marzi-ischen Schreibstil dieses Mal als durchaus angenehm empfunden habe, hat mir die Geschichte nichts wirklich geben können. 


Montag, 9. Dezember 2013

Wenn Lily doch Snape geheiratet hätte...

... dann sähe Harry wohl eher so aus :D



(reblogged von hier)

So sieht Daniel Radcliffe übrigens bei den Dreharbeiten zu "Frankenstein" aus. Kommt 2015 in die Kinos. Freut euch drauf. (Oder auch nicht ^^)

Sonntag, 8. Dezember 2013

In my mailbox...

Huhu!
Ich wünsch euch einen schönen 2. Advent!! Nur noch 2 Wochen, dann ist wirklich schon Weihnachten. Und ich hab ein paar Tage frei - yeaahhaa! Mein heutiges Werk - passend zur Vorfreude -  ist dieses kleine Häuschen hier.


Die letzte Woche fing schon Montag früh ereignisreich an und das zog sich dann auch so weiter durch die Tage. Trotzdem halte ich es heute kurz und knapp (ich will noch ein bißchen was von meinem Sonntag haben) und stelle euch nur die Neuzugänge der letzten Tage vor. Dank spontaner Buchkäufe, erfreulicher unerwarteter Buchzusendungen und einem Gewinn gibt es neu:

Andreas Eschbach "Der Todesengel"
Ein strahlend weißer Racheengel geht um in der Stadt, heißt es, der überall dort auftaucht, wo Unschuldige in Gefahr sind, und diejenigen, die ihnen Gewalt antun, brutal bestraft: Ist das wirklich nur die Schutzbehauptung eines alten Mannes, der Selbstjustiz geübt hat? Ein Journalist deckt auf: Es gibt diese Gestalt tatsächlich - er kann es beweisen. Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf...



Simone van der Vlugt "Was sie nicht weiß"
An einem Seeufer bei Alkmaar wird die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mannes gefunden. Davids Tod: ein Racheakt. Welches Detail ihrer gemeinsamen Jugend mit dem Opfer will die Malerin Maaike um jeden Preis verheimlichen? Ein Hinweis führt zu einer gewissen Tamara. Von einer Frau dieses Namens aber fehlt jede Spur – und dennoch ist sie immer da …


-> Diese beiden Bücher habe ich über "Blogg dein Buch" erhalten, "Der Todesengel" gab es im Rahmen einer Weihnachtsaktion, die ich nur so am Rande und am allerletzten Tag mitbekommen habe - und dann hatte ich doch trotzdem gleich Glück und hab das Buch vom Verlag bekommen. "Der Todesengel" habe ich schon gelesen, demnächst stelle ich es dann vor. In "Was sie nicht weiß" habe ich noch nicht reingelesen.

Kirsty McKay "Untot - Sie sind zurück und hungrig"
Na toll! Eine Glatze, eine Narbe und 6 Wochen Koma. Als Bobby erwacht, ist bereits ganz Schottland zombifiziert und zur Sperrzone erklärt worden. Ausgerechnet in einem schottischen Krankenhaus festzusitzen, ist also eher ungünstig. Dass auch Alice und Pete dort untergebracht sind, ist zumindest eine gute Nachricht. Doch wo steckt Smitty? Und wieso hat Bobbys Mutter, die angeblich tot sein soll, verschlüsselte Nachrichten auf dem Handy hinterlassen? Die ungleichen Freunde müssen schnellstens hier weg. Denn die Untoten sind lernfähig und hungrig und verdammt gefährlich. Und sie sind nicht die Einzigen, die ihnen hinterher jagen …


-> Aus welchen Gründen auch immer, ich habe mich bei Teil 1 herrlich amüsiert. Die ganze Zombiegeschichte war zwar zwar eklig und irgendwie furchtbar, aber eben an vielen Stellen auch total lustig. Ich verstehe zwar nicht, warum diese Fortsetzung jetzt 2 Euro mehr kostet als Teil 1, aber ich habs mir trotzdem zugelegt.

Ute Krause "Minus Drei wünscht sich ein Haustier"
Dinosaurier Minus wünscht sich ein Haustier. Sogar mit einem Urfisch wäre er zufrieden! Doch seine Eltern glauben nicht, dass er sich schon allein um ein Tier kümmern kann. »Ich werde es euch beweisen!«, ruft Minus trotzig und hat schon einen Plan: Auf Plakaten bietet er Haustierbetreuung an. Schnell steht Kundschaft vor der Tür: T. Rex soll gebadet werden, Triceratops »Topsi« braucht Auslauf und Stegosaurus »Stigi« Krallenpflege. Nachdem die ungestümen Haustiere wieder weg sind und Minus die verwüstete Wohnung in Ordnung gebracht hat, fällt er total erledigt auf sein Bett. Von Haustieren hat er vorerst genug! Doch da kommen seine Eltern und haben eine Überraschung für ihn ...

-> Das Buch habe ich von buecher.de zum Vorablesen bekommen. Das Buch erscheint erst im Februar und sehr viel früher darf ich darüber auch nichts schreiben. Sieht aber schonmal nach einem sehr netten Kinderbuch aus :)

Caroline Richter "Dezembergeheimnis"
Sich ihren Traummann ausmalen, welche Erscheinung und charakterlichen Vorzüge er haben soll … All das hat Lea getan. Bis ins kleinste Detail. Dass das Gespinst ihrer Tagträume eines Morgens urplötzlich in ihrer Küche steht, hätte Lea allerdings nicht erwartet. Und dass er das auch noch nackt tut, war gleich zweimal nicht geplant. Ein dummer Zufall? Ein Wunder? Oder ein verrückter Irrer, der ihre Bude ausräumen will? Lea geht stark von Letzterem aus, nur dass Noel sich so gar nicht wie ein verrückter Irrer verhält, sondern nach allen Regeln der Kunst versucht, ihr Herz für sich zu gewinnen. Auf einmal ist nichts mehr so, wie es vorher war und Leas Welt steht Kopf. Nie hätte sie gedacht, dass Noel und die mysteriöse Geschichte seiner Herkunft bald zu ihrem schönsten Geheimnis werden könnten. 

-> Beim Gewinnspiel von der allerliebsten Reni habe ich einen Gutschein für dieses ebook gewonnen. Bin schon am Lesen, ist bisher eine wirklich schöne Geschichte.

(alle Inhaltsangaben von amazon.de entnommen)

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Auf der Suche nach einem buch-igen thriller-igen Weihnachtsgeschenk

Gesucht:
Ein Thriller für meine Frau Mutter. Sie atmet sie praktisch weg, sollte also kein schmales Büchlein sein, sondern eher Marke "dicker Wälzer". Folgende Aspekte sollten zudem erfüllt sein:

- Nicht im Präsens geschrieben.
- Nach Möglichkeit nicht in "Ich"-Form geschrieben.
(wer jetzt noch nicht die Augen verdreht hat: weiterlesen)
- Das Verhältnis wörtliche Rede/Dialoge zu Beschreibungen von Ort, Personen, Gefühlen und Gedanken sollte etwa 70:30 betragen. Meine Mutter kann´s echt nicht ab, wenn so ewig lange gefaselt wird, bevor mal was passiert, und der Detective lieber erst noch die Farbe sämtlicher Hauswände der Nachbarschaft erkundet, bevor er sich die Leiche anschaut.
- Kann schon gern richtig fies sein, auch mit so Psychothriller-Aspekten. 
- Genauso gern mag sie aber auch die typischen englischen Krimis, die in kleinen schnuckeligen verschlafenen Ortschaften mit heimeligen Cottages spielen, wo jeder jeden kennt und der Inspector erstmal auf einen Kaffee eingeladen wird, bevor er nach dem Alibi fragt.
- Man sollte nicht von Anfang an wissen, wer der Täter war. Das ist ja öde, wenn man das gleich erfährt. Lieber ne Weile lang miträtseln. Auch überraschende Wendungen sind toll.
- Skandinavische Thriller eher ... nicht.

So. Jemand Ideen oder Vorschläge? Vielleicht selbst in letzter Zeit ´nen richtig guten Krimi oder Thriller gelesen?

Dienstag, 3. Dezember 2013

Auch noch gelesen ...

... auf dem Kindle

Kajsa Arnold "Reservierung für Lucky One"
HIER klicken für Inhaltsangabe
Diese Geschichte ist zu schön, um wahr zu sein. Wirklich. So ein bißchen unglaubwürdig kommt das schon alles daher, aber dennoch sooo schön. Genau das richtige, wenn man auf der Suche nach einer kleinen romantischen Geschichte ist, die obendrein in Paris spielt, und man das Gefühl haben möchte, irgendwie wäre dann doch alles möglich, wenn man nur verliebt ist. Alina zumindest ist auf dem Weg nach Paris und lernt auf ihrer Reise Henning kennen. Zunächst mag sie ihn überhaupt nicht, immerhin hat er ihren reservierten Platz im Zug geklaut; aber bald schon weiß sie die Schönheiten Paris´ nur dank Henning zu schätzen. Und kann und will sich ihre Tage dort vor Ort gar nicht mehr ohne ihn vorstellen... Ein bißchen Romantik, ein bißchen Kitsch, ein bißchen Musik und jede Menge Herzschmerz; alles vermischt und zusammen gepackt ergibt "Reservierung für Lucky One". Ich hab´s sehr gern und in sehr kurzer Zeit gelesen.

Jonathan Stroud "Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe"
HIER klicken für Inhaltsangabe
Ich liebe den Einfallsreichtum von Jonathan Stroud. Seiner Bartimäus-Reihe bin ich schon vor Jahren verfallen und auch als ich das erste Mal von "Lockwood & Co." gehört hatte, wusste ich, dass ich diese Geschichte ebenfalls unbedingt lesen möchte. Und zum Glück! Denn diese Geschichte über jugendliche Ghostbusters gehört mit zu meinen bisherigen Lesehighlights in diesem Jahr. Lucy, Anthony und George bei ihren Ausflügen in gruselige Häuser, Gassen und Keller zu begleiten, einzutauchen in neblige Gegenden, die vor übernatürlichen Wesen nur so strotzen, sovieles über "das Problem" zu erfahren, über diese mysteriösen Geisteransammlungen also - das hat unglaublich Spaß gemacht. Und nicht nur das, so manche Beschreibung von Geisterwesen und deren Treiben fand ich persönlich schon ganz schön gruselig. Ich war manchmal echt froh, das tagsüber und nicht nachts gelesen zu haben. Dieser Reihenauftakt hat mir jedenfalls bestens gefallen, an den Fortsetzungen werde ich definitiv dranbleiben!  

Sonntag, 1. Dezember 2013

1. Advent und so ...

Huhu!
Ihr werdet es schon gesehen haben: ich hab den Blog ein bißchen weihnachtlich gepimpt. Sind zwar noch 24 Tage, aber das lass ich mir doch nicht nehmen! Hat zwar einige Zeit gedauert, zwischendrin hat auch Tine in einer Art Konferenzschaltung die Seite mal besucht und mir gesagt, was ihr gefällt und was nicht ;) Jetzt ist es zwar immernoch nicht wirklich so, wie ich es eigentlich mal im Kopf hatte, aber es tendiert schon in die Richtung. Also bleibt es jetzt im Dezember erstmal so. Ich könnte es auch schneien lassen auf dem Blog (fetzt!), aber dann wird die ganze Geschichte hier so unglaublich langsam - alles dauert ewig, bis es sich aufgebaut hat, und es bleibt auch ab und an hängen. Ich hatte das im letzten Jahr mal für ein paar Tage. Gefallen hat es mir schon, aber vielleicht warte ich mal damit, bis es tatsächlich draußen schneit.
Ich mag Weihnachten und die Vorweihnachtszeit total, und den halben 1. Advent habe ich heute auch fast nur Kekse-backenderweise in der Küche verbracht. Das Resultat war durchaus ziemlich lecker, hat mich aber soviel Zeit gekostet, die ich eigentlich für andere Sachen verplant hatte. Und jetzt ist das Wochenende schon wieder vorbei, nunja. Wie habt ihr den 1. Adventssonntag verbracht?

Momentan lese ich "Der Todesengel" von Andreas Eschbach. Wieder sehr gut geschrieben und inhaltlich bisher auch wirklich top! Ein brisantes Thema und ich bin schon sehr gespannt, welches Ende das alles nehmen wird. Dazu parallel lese ich einmal mehr soviele andere Bücher, z.B. "Engelsnacht" oder "Die Auserwählten - Im Labyrinth", aber auch noch andere, von denen ich gerade mal in die ersten paar Seiten reingeschnuppert habe, und einige ebooks. Rezensiert habe ich gestern u.a. noch "Die wundersame Geschichte der Faye Archer", den Text dazu gibt es in den nächsten Tagen. Mit wirklicher Weihnachtsliteratur warte ich mal noch ein wenig, wir wollen es ja nicht übertreiben :D
Außerdem habe ich mir gedacht, dass ich - um hier vielleicht ein wenig mehr Regelmäßigkeit auf den Blog zu bringen - zumindest ab und zu beim "Gemeinsam lesen" von Asaviel mitmachen werde. Darin stellt man kurz und knapp vor, was man gerade liest und wie es einem gefällt. So für den kurzen und spontanen Überblick finde ich das eigentlich ganz nett. Ich hatte auch überlegt, ob man während der Adventszeit vielleicht mal die ein oder andere Aktion (bezüglich des Lesens und/oder Bücher) machen könnte, aber meine Ideen dazu sind nicht ausgereift und ich habe leider nicht so viel Zeit wie erhofft, um da wirklich was starten zu können. Vielleicht habt ihr sowas ja geplant oder es auf anderen Blogs gesehen? Dann gern mal Bescheid sagen :) 

Euch wünsche ich eine schöne erste Dezemberwoche! (Den schönen 1. Advent brauche ich euch jetzt ja nicht mehr wünschen ;) ) 

Samstag, 30. November 2013

"Ben der Schneemann" - Guido van Genechten

aracari Verlag, 2013
13,90 Euro

Handlung:
Der kleine Schneemann Ben ist sehr traurig. Seit Tagen und Wochen steht er regungslos neben zwei erwachsenen Schneemännern. Sie haben ihm erzählt, dass sich Schneemänner nie bewegen dürfen, da sie sonst schmelzen. Ben hat große Angst; trotzdem sehnt sich jede einzelne Schneeflocke in seinem Körper nach Bewegung. Er möchte rennen, springen, spielen einfach glücklich sein. Eine Wintergeschichte für alle kleinen Schneemänner.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Draußen wird es kühler, Weihnachten steht vor der Tür und der erste Schnee lässt bestimmt auch nicht mehr allzu lange auf sich warten. Was steht dann selbstverständlich auf der Liste? Schneemann-Bauen natürlich. Und falls dieser selbstgebaute Schneemann eines Tages plötzlich verschwunden sein sollte, hat er sich vielleicht genauso wie Ben in diesem Buch einfach auf den Weg gemacht...
Mir hat dieses Bilderbuch über einen Schneemann, der mehr möchte als nur still in der Gegend zu stehen, an und für sich gut gefallen. Die Zeichnungen sind sehr schön und liebevoll gestaltet, für die kleinsten Mitleser ab 4 Jahren gibt es da einiges zu entdecken. "Ben der Schneemann" lädt geradezu ein, vorgelesen zu werden und sich selbst auszumalen, welche Abenteuer ein Schneemann erleben könnte.
Trotzdem gibt es 2 Punkte, die mich gestört haben. Zum einen finde ich manche Wortwahl hier drin nicht wirklich kindgerecht. Als ich beispielsweise von "Soldaten"und ihrer Kopfbedeckung gelesen habe, fand ich die Geschichte plötzlich gleich gar nicht mehr gemütlich, und meine Vorstellung vom gemeinsamen kuscheligen Vorlesen auf der Couch, während es draußen schneit, zerplatzte wie eine Seifenblase in meinen Gedanken. Wenn ein Kind schon weiß, was ein Soldat auf dem Kopf trägt, und daher Parallelen zu dem einen Schneemann im Buch treffen kann (so wie es wohl vom Autor angedacht ist), würde mir das - ehrlich gesagt - zu denken geben, aber im negativen Sinn.
Der zweite Punkt ist das Ende. Das ist mir zu offen, zu abrupt. Die Geschichte endet zwar nicht mitten im Satz, sehr wohl aber mitten in einem Gedanken. Und dann schlägt man die Seite um ... - und da ist nichts mehr. Ich finde es gut, wenn ein Ende in einer Kindergeschichte noch soviele Freiheiten lässt, dass sich ein Kind selbst Gedanken darüber machen kann, und selbst weiterspinnen kann, was noch passieren könnte oder was manche Geschehnisse für die Figuren bedeuten. Dafür sind Bücher ja da. Aber wenn es mittendrin plötzlich einfach endet, nicht einmal eine Richtung vorgibt, dann finde ich das vergebene Mühe. Eine weitere Seite, die den Ausflug von Ben dem Schneemann zu einem Abschluss bringt, vermisse ich hier wirklich.

Fazit:
Eine schöne Geschichte zum Vorlesen und Mitlesen in der kalten verschneiten Jahreszeit, für mich jedoch mit kleinen Schönheitsfehlern. Die Zeichnungen sind wunderschön gestaltet, die Erzählung dazu meiner Meinung nach jedoch nicht komplett durchdacht.


Ein herzliches Dankeschön an Pia Mortensen von der pia-Presseagentur.
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