Dienstag, 31. Juli 2012

Treppen, Treppen und ... äh, Treppen?!

Ja, richtig: Treppen. Ich habe das Gefühl, die aktuellen Cover-Hersteller wenden sich von den bisher so zahlreich vertretenen wehleidigen Frauen-/ Mädchengesichtern auf den Buchcovern zumindest ein klitzekleines Bißchen ab und entdecken ganz neue Motive für sich, nämlich ...*trommelwirbel* tadaaaaa: Treppen. Zumindest ist mir gestern beim Buchkatalog-Durchblättern aufgefallen, dass es momentan (?) ne Menge Bücher auf dem Büchermarkt gibt, deren Cover eine geheimnisvoll aussehende Treppe ziert. Eine Auswahl siehe unten. Interessanterweise deuten die Treppen immer aufwärts, ist das schon mal jemanden aufgefallen? Man könnte ja auch mal eine Treppe von oben nach unten fotografieren; aber da es sich hier um (ich nenn es mal) typische Frauenschmöker, im besten Fall noch mit eingebauter Liebesschmonzette, handelt, sind aufwärts gerichtete Treppen schon alleine wegen der Symbolik wohl eher im Trend.


Sonntag, 29. Juli 2012

In my mailbox...

Diese Woche mit dabei: "Souvenirs" habe ich über Blogg dein Buch vom C.H. Beck Verlag bekommen, "Der Wind der Erinnerung" vom Droemer Knaur Verlag und "Scheiß Liebe"... tja, dieser Titel spricht mir momentan dermaßen aus der Seele, da musste ich das Buch schlicht und einfach haben.


Kimberley Wilkins: "Der Wind der Erinnerung"
Eine mitreißende Geschichte über Familie und ihre Geheimnisse und die erlösende Kraft der Liebe. Bestsellerautorin Kate Morton Als Emma das Haus ihrer verstorbenen Großmutter Beattie erbt, hat sie wenig Lust, sich mit Kisten voller Erinnerungsstücke herumzuschlagen. Doch ein mysteriö­ses Foto lässt sie nicht mehr los. Es zeigt Beattie als junge Frau neben einem Mann, der besitzergreifend die Arme um sie legt. Zwischen den beiden: ein kleines rothaariges Mädchen. Der Mann ist nicht Emmas Großvater – und wer ist das Kind? Schon bald vermag sich Emma den Geheimnissen von Beatties Vergangenheit nicht mehr zu entziehen …
Thomas Brinx, Anja Kömmerling: "Scheiß Liebe"
Lenes heile Welt bricht auseinander, als sie in der Tasche ihres Vaters die Liebesbotschaft einer fremden Frau entdeckt. Ausgerechnet ihr rationaler Vater zerstört mit einer Affäre die Familie? Lene will nur an den einen Satz glauben: "Alles wird gut." Ihre große Schwester Rose dagegen glaubt seit ihrer Beziehung zu dem Musiker Dante an gar nichts mehr, vor allem nicht an die scheiß Liebe!
David Foenkinos: "Souvenirs"
Der junge Held dieses Romans lebt in einem Zustand "permanenter Unschlüssigkeit", als kurz hintereinander sein Großvater stirbt, seine Großmutter nicht nur ins Altenheim, sondern auch wieder in die Schule, sein Vater in Rente und seine Mutter nach Russland geht. Irgendetwas ist in seine Familie gefahren. Was bleibt ihm anderes übrig, als in den Tiefen der Pariser Nacht seine ruhmreiche Zukunft als Schriftsteller hinter der Rezeption eines kleinen Hotels vorzubereiten? Wenn sich alles verändert, was bisher unverrückbar schien, braucht man schließlich etwas, was einem Halt gibt. Eine Frau zum Beispiel. Doch wo finden? Auf einer Beerdigung etwa? Wohl kaum. Am Ende kommt doch wieder alles anders.
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Für den Kindle gab es diese Woche "Hollowmen" von Amanda Hocking, die Fortsetzung zu "Hollowland". Nachdem ich diesen ersten Teil gestern an-den-imaginären-Kindle-Seiten-klebend ausgelesen hatte, musste ich mir eigentlich direkt die Fortsetzung holen, auch wenn die mit 5,14 Euro für ein englisches Kindle ebook gar nicht mal sooo billig ist. Das geht Kindle-sei-Dank ja recht schnell (einfach auf "jetzt kaufen" klicken, man muss eigentlich nix mehr machen, nicht mal suchen!) und das werde ich mir wohl demnächst zum Lesen vornehmen, da mich die Zombiegeschichte um Remy und ihre Freunde doch ziemlich in ihren Bann zieht...
Amanda Hocking: "Hollowmen"
Hollowmen - the sequel to Hollowland....
After six months in the quarantine, Remy finds out things are much worse than she feared. Her plans to escape come with a heavy cost, and she realizes that zombies aren't the worst of her problems.

Samstag, 28. Juli 2012

"Drei Wünsche hast du frei" - Barbara Delinsky

u.a. vom Droemer Knaur Verlag, 1999

Handlung:
Bree Miller wird im malerischen Panama mitten in einem Sturm von einem Jeep angefahren. Im Krankenhaus hört sie eine Stimme, die ihr verspricht, drei Wünsche zu erfüllen. Als sie aufwacht, sitzt an ihrem Bett Tom Gates, der einzige Zeuge ihres Unfalls. Der erfolgreiche Anwalt und Bestsellerautor ist vor der glamourösen New Yorker Welt in die Einsamkeit Panamas geflohen, um zu sich selbst zurückzufinden. Sie verlieben sich ineinander. Doch um wirklich ihr Glück zu finden, muss Bree noch die Schatten ihrer Vergangenheit bewältigen.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Hmmmmmm. Eigentlich habe ich gar nichts, was ich zu diesem Buch wirklich sagen könnte. Aber da ich es für die Lieblingsbuchchallenge gelesen habe, wenigstens folgendes:
"Drei Wünsche hast du frei" ist ein absolutes Friede-Freude-Eierkuchen-Buch. Mir persönlich war es zu kitschig, zu Schicksals-lastig und der Glaube an höhere Mächte, die einem irgendwie das Leben lenken könnten, war für mich als Nichtgläubige einfach einen Tick zuviel. Die Geschichte startet ganz nett, man fühlt sich prompt heimelig in der Beschreibung von Brees Arbeitsplatz, der gerade eingeschneit wird. Dann passiert der Autounfall und nichts ist mehr, wie es vorher war. Was folgt, ist die vorhersehbare Liebelei zwischen ihr und Tom, aber eben auch ein Haufen Schicksalsschläge und Höhen und Tiefen, die beide durchlaufen. Unglaubwürdig und stets zuviel des Guten für meinen Geschmack. Ich mag Liebesgeschichten, und ich liebe Happy Ends, aber das hier war nicht mein Fall.
Die Handlung hat mich nicht wirklich unterhalten, und ich geb´s zu: ich hab hier und da auch mal eine Seite überblättert. Leider kein Buch, das mir wesentlich im Gedächtnis bleiben wird, und das Zeug zu einem "Lieblingsbuch" hat es für mich überhaupt nicht. 2 Bücherstapel.


Freitag, 27. Juli 2012

UK-Cover der Fortsetzung von "Daughter of smoke and bone"

Neulich rätselten wir noch herum, ob denn das UK-Cover der Fortzsetzung von "Daughter of smoke and bone" auch so schön werden würde wie der Vorgänger. Ich hab die UK-Version des Buches, daher würde ich natürlich am liebsten auch die Fortsetzungen im gleichen Coverdesign haben wollen. Bisher war jedoch nur das Cover der US-Forsetzung bekannt. Jetzt hat Laini Taylor auf ihrer Homepage aber auch das UK-Cover vom Hodder & Stoughton Verlag vorgestellt.
Ich muss sagen, ich finde die UK-Cover viel schöner als die US-Versionen. Ich kann Buchcover mit Frauen/Mädchen auf dem Deckel so langsam nicht mehr sehen...

UK-Version


US-Version

Donnerstag, 26. Juli 2012

"Ashes - Brennendes Herz" - Ilsa J. Bink

Egmont INK Verlag, 2011
19,99 Euro

Handlung:
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle...
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Ich glaube... ich sage es jetzt mal ganz plump: Ist das eine krasse Geschichte!
Ich fühlte mich beim Lesen permanent wie der Autofahrer, der an einem Unfallort vorbeifährt: hin- und hergerissen zwischen Entsetzen und dem Wunsch, nicht hinzusehen, und dem Zwang und der Neugierde, doch hinsehen zu müssen. So kämpfte ich mich wirklich durch fast jede Seite.
"Ashes" behandelt das absolute Endzeitszenario, dass sich - einfach gesagt - so zusammenfassen lässt: Was passiert, wenn die Welt untergeht? Die Szenen, die sich da aller Wahrscheinlichkeit nach abspielen würden, erlebt man als Leser an der Seite von Alex mit. Wirklich außergewöhnlich fand ich dabei, dass sich die Autorin hier keinerlei abstruser, paranormaler, übersinnlicher oder alienartiger Auslöser bedient, sondern sich auf das Weltliche beschränkt, und eben "lediglich" beschreibt, was uns wirklich eines Tages passieren könnte, wenn ein verrückter Irrer im wahrsten Sinne des Wortes die Bombe hochgehen lässt. Dazu bedarf es keiner durchgeknallten E.T.s, fieser Racheengel oder Vampire, die die Erde überrennen - es genügt das, was bereits auf der Erde vorhanden ist. Und das fand ich eine wirklich höchst interessante, zugleich beängstigende und zum Nachdenken anregende Idee der Autorin. Sogar für die körperlichen Veränderungen, die bei den Jugendlichen im Buch vonstatten gehen, werden die Erklärungen hier in rein biologischen und genetischen Gründen gesucht - hochbegabte und gesegnete Teenies mit Superkräften ade! Auf die weiteren Ausführungen dazu im nächsten Teil ("Tödliche Schatten", erscheint im August 2012) bin ich sehr gespannt!
Irritiert war ich nur von zwei Tatsachen: 1. Der Klappentext bzw. die Inhaltsangabe kann einen leicht irreführen. Was hier nach Schema-F Liebesstory zwischen zwei Jugendlichen, die sich nach einer Katastrophe retten wollen, aussieht, ist so viel mehr! Und die Zuneigung zwischen Alex und Tom steht eigentlich gar nicht im Vordergrund, sondern klingt eher zwischen den Zeilen mit an.
 2. Wieso stellt sich während der gesamten Handlung niemand die Frage, die mir schon nach 2 Minuten wie ein Fragezeichen auf der Stirn prangte: Wer war das? Wer hat Schuld daran? Wer zum Himmel steckt hinter der ganzen Sache? In der gesamten Geschichte widmen sich die Überlebenden vielmehr der Frage, wie es nach diesem Tag X weitergehen kann und wie man wieder ein einigermaßen geregeltes Leben aufnehmen kann. Was ich absolut nachvollziehbar finde. Aber die andere Frage schwirrte mir dennoch bis zur letzten Seite im Kopf herum - und Hauptfigur Alex scheinbar nicht.
Ach ja: manche Beschreibungen hier sind nichts für schwache Nerven. Ohne Witz, ich habe beim Lesen ab und zu gedacht, dass es vielleicht sogar Altersbeschränkungen bei Büchern geben sollte. Den "ab 14 Jahren", die vorgegeben sind, kann ich eigentlich nur halbherzig zustimmen.

Fazit:
"Ashes - Brennendes Herz" ist Endzeitvision pur, anders kann man es wohl nicht sagen. Die Einfälle, die Begründungen, die Handlung fand ich alle sehr interessant. Abgesehen von der ein oder anderen Länge im letzten Viertel des Buches weiß die Story durchweg zu fesseln - Seiten-Umblätter-Garantie inbegriffen!


Dankeschön an den INK Verlag für den Buchgewinn!

Montag, 23. Juli 2012

Irgendwie merkwürdig...

englisches Cover
deutsches Cover
..., dass der zweite Band der Reihe "Ashes" von Ilsa J. Bick (= englischsprachiges Original) auf deutsch früher erscheint als auf englisch. Würde man doch annehmen, dass es umgekehrt sein müsste. Oder? o.O
Nachdem ich am Wochenende an den Seiten des ersten Teils dieser Trilogie klebte, habe ich natürlich umgehend geschaut, wie es mit dem zweiten Teil aussieht. Der erscheint auf deutsch im August, und auf englisch erst im September 2012. Hmmm....


"Drei Wunder" - Alexandra Bullen

Fischer Schatzinsel, 2010
16,95 Euro

Handlung:
Wenn du alles haben könntest, was würdest du dir wünschen?
Stell dir vor, du hast alles verloren, was dir lieb und wichtig war. Du bist einsam und unglücklich. Und zu allem Überfluss auch noch unglücklich verliebt. In einen Jungen, der eine andere hat. Und dann bekommst du drei magische Kleider geschenkt, jedes von ihnen kann dir einen Wunsch erfüllen. Leider ist das mit dem Wünschen gar nicht so einfach. Denn kann gewünschte Liebe überhaupt echte Liebe sein?
(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:

"Weißt du, das Leben muss nicht etwas sein, was du nur bei anderen beobachtest. Du sagst, du möchtest, dass die Dinge anders sind, aber nichts wird sich ändern, solange du selbst es nicht tust." (S. 185)

Die Inhaltsangabe mag einen glauben machen, dass es hier übersinnlich und magisch zugeht, dass die 3 Wünsche, die Hauptfigur Olivia zustehen, hier das Wesen der Handlung ausmachen. Eigentlich geht es aber gar nicht so sehr um die 3 Wünsche; tatsächlich geraten die mittendrin sogar ziemlich in den Hintergrund.
Es geht vielmehr um Olivia selbst, wie sie zu ihrem Leben und sich selbst steht und wie sie versucht, nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester Violet wieder Fuß zu fassen und zurecht zu kommen. Von ihrer Schwester hat sie stets den Rat bekommen, einfach zu leben; das Leben zu nehmen und zu genießen und zu nutzen, so wie es ist. Und nach und nach gelingt es Olivia - nicht zuletzt dank der 3 Wünsche - diesen Ratschlag wirklich in ihr Leben zu lassen und diesen zu beherzigen.
Das Buch ist dabei nicht aufdringlich und schmeißt nicht mit Lebensratgeber-Tipps um sich (getreu dem Motto "So kommen Sie nach einem Schicksalsschlag wieder auf die Beine"), sondern es bedient sich ganz ruhiger und nachvollziehbarer Töne. Sehr schön fand ich, dass mit dem Thema Tod und Trauer dabei sehr sensibel und vor allem real umgegangen wurde. Olivias Gedanken und innere "Abgestumpftheit" nach dem Tod der Schwester, ihre Unlust zu essen, die Schwierigkeit, anderen gegenüber zu lächeln - das ist alles gut umgesetzt und daher nachvollziehbar. Die kleine Liebesgeschichte gibt es als Plus obendrauf; und sie ist zwar Bestandteil der Handlung und Olivias "Aufwachens", aber sie nimmt keine so wesentliche Rolle ein, dass sie andere Aspekte verdrängen würde. Den Angebetenen Soren hätte ich mir sogar noch ein bißchen ausgefeilter gewünscht; er war der einzige, der mir hier kaum aufgefallen ist.

Fazit:
Alles in allem hat mir "Drei Wunder" sehr gut gefallen, es ist schön und einfühlsam geschrieben, ohne dabei auf die Tränendrüse zu drücken. Das Thema wird zwar sensibel, aber dennoch echt und direkt behandelt. Die 3 Wunschkleider sind eigentlich nur eine nette Beigabe. 5 von 6 Bücherstapel.


Sonntag, 22. Juli 2012

In my mailbox... + Zombiealarm

In dieser Woche habe ich bei Mila ein Wunschbuch gewonnen. Zugegeben, der erste Moment der grenzenlosen Freude wurde fix von einem Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung überschattet: man muss nur mal einen vorsichtigen Blick auf meine momentane Wunschliste werfen und kann sich vielleicht vorstellen, dass ich bei einer Auswahl von über 270 nicht prompt DAS EINE Wunschbuch vor Augen habe. Nach einigem Gegrübele habe ich mich für "Abbitte" von Ian McEwan entschieden, das tatsächlich schon seit einiger Zeit auf besagter Wunschliste zu mir rüberwinkt. Ich möchte dieses Buch gern einfach mal lesen, weil ich irgendwann über die Verfilmung gestolpert bin und mir diese auch spontan bestellt habe. (Lag vielleicht auch an James McAvoy. Den mag ich. Also... irgendwie.) So hab ich also die DVD, diese bis heute aber noch nicht angeguckt, und ich dachte mir, vielleicht sollte ich das dazugehörige Buch lieber vorher lesen - so von wegen Original, und was im Film draus gemacht wurde. (Kennt jemand Buch oder Film? Oder Buch und Film?)
Tja, nun hab ich es hier und kann´s mal lesen. Irgendwann. Dankeschön nochmal, Mila!

Ian McEwan: "Abbitte"
Die 13-jährige Briony Tallis hat sicher viele Talente. Eins davon ist ihre rege Fantasie. Ein Theaterstück will das junge Mädchen inszenieren im Landhaus der Familie, in jenem heißen Sommer 1935, der die Gemüter und Gefühle aller so sehr erhitzt. Warum sonst sollte sich Brionys Schwester Cecilia am Brunnen mit Robbie treffen und derart merkwürdige Dinge tun? Warum benutzt Robbie ein derart unflätiges Wort? Und was ist da am Abend Schreckliches im Garten geschehen? So schreibt das Schicksal ein ganz anderes Drama in Ian McEwans Abbitte, in dem Briony mit ihrer großen Fantasie eine eher tragische Rolle spielt. Denn sie deutet die Situation völlig falsch und zerstört durch eine Anklage gleich mehrere Menschenleben. Als Briony bereits eine erfolgreiche Schriftstellerin geworden ist und begreift, wie falsch ihre Anschuldigungen gewesen sind, ist es bereits zu spät.

Für den Kindle gab es diese Woche eine (vermutlich) sehr jugendlich angehauchte Geschichte, die aber erstaunlich gut wegkommt bei amazon, und da werd ich doch immer neugierig... Etwas irritiert bin ich vom Cover, denn das erinnert mich einfach zu sehr an "Rubinrot" und Co.


Kira Gembri: "Verbannt zwischen Schatten und Licht"
Den Start an ihrer neuen Schule hat Lily sich wirklich ganz anders vorgestellt: Schon am ersten Tag setzt ihre überdrehte Freundin Jinxy alles daran, sie zu verkuppeln, und ihr angeborener Hang zum Pechvogeldasein lässt sie von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpern. Umso überraschter ist Lily deshalb, als sie um ein Date gebeten wird - und das ausgerechnet von dem umwerfend gut aussehenden Rasmus (aka "Mr Schlafzimmerblick")! Doch dann verläuft das Treffen ganz anders als erhofft, und wenig später wird Rasmus in einen rätselhaften Unfall verwickelt. Während Lily noch glaubt, Prügeleien auf Partys und Peinlichkeiten auf dem Schulball seien die größten Probleme, mit denen sie fertig werden muss, wird sie bereits hineingezogen in eine Rivalität zwischen Schatten und Licht ...
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Mein derzeitiger Lesestoff ist im Übrigen sehr Zombie-lastig, wie ich erstaunt feststellen musste. Momentan lese ich an den letzten 100 Seiten von "Ashes" von Ilsa J. Bink (ziemlich Zombie-mäßig, auch wenn diese Gestalten im Buch selbst nicht so betitelt werden) und lese "Hollowland" von Amanda Hocking auf dem Kindle. Dort muss sich Hauptprotagonistin Remy durch die Gegend kämpfen, um zu ihrem Bruder zu gelangen - in den mittlerweile Zombie-überrannten USA. Partiell auch ziemlich eklig. Aber ich les es trotzdem fertig ;D 

Donnerstag, 19. Juli 2012

Top Ten Thursday: PINK!!

Idee von Alice

Ich weiß gar nicht, wieso (fast) alle diese Bücherfarbe fürchten:

10 pinke/ rosa Bücher in meinem Bücherregal

Ich hab damit kein Problem, ich hab einiges rosa-pinkes bei mir stehen (muss ja auch nicht immer ein Indikator für süß-klebrige Teenie-Kitsch-Geschichten sein. Also... finde ich.), und so bin ich auch gut auf 10 gekommen:


- Susanna Clarke "Die Damen von Grace Adieu"
- Essie Fox "The somnabulist"
- Kerstin Gier "Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner"


- Kerstin Gier "Rubinrot"
- Kriss Rudolph "Unsterblich kopiert"
- Veronica Roth "Divergent"


- Kim Winter "Sternenschimmer" (geht aber vielleicht auch ein bißchen ins lilane)
- David Foenkinos "Nathalie küsst"
- Deanne Gist "Die unbeugsame Dame"
- Adele Geras "Liebesgewitter"

Mittwoch, 18. Juli 2012

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #4

Wird mal wieder Zeit für Einblicke in den Lesestoff meiner Zugmitreisenden. In letzter Zeit saßen mir ein paar lesende Menschen gegenüber, und nach einigem Halsverrenken und Hinstarren hab ich den ein oder anderen Buchtitel erspähen können.
Die heute vorgestellte Zugreisende war ein mitteljunges Mädchen, das vor einigen Tagen Freitagnachmittag mit ihrem Freund unterwegs war. Schwer bepackt mir Rucksäcken, an denen die Kochtöpfe baumelten, Isomatten und Schlafsäcken, kämpften sich beide durch das Zugabteil (ja *seufz*, nur die Deutsche Bahn schafft es, an einem Freitagnachmittag (mit bereits begonnenen Sommerferien in dem ein oder anderen Bundesland) auf einer sehr gut besuchten Zugstrecke, die durch 2 Bundesländer führt, mit nur EINEM Zugwagen zu fahren. Glückwunsch zu dieser logistischen Meisterleistung...) und nahmen mir gegenüber Platz. Bevor sie sich setzte, stöberte besagtes Mädel jedoch in den Untiefen ihres Rucksacks und zauberte nach einigem Kramen gleich 3 Bücher hervor. Ihrem Freund, dem das natürlich nicht entging, erklärte sie, dass sie ja jetzt noch nicht wüsste, auf welchen Lesestoff sie vielleicht in einer halben Stunde Lust hat, und deshalb einfach mal vorsorglich mehrere Bücher mitgenommen hätte. (Das Problem kenn ich.) 
Nun kam sie während der Zeit, die ich ihnen gegenüber saß (ca. eine dreiviertel Stunde) jedoch gar nicht zum Lesen, weil sie stattdessen höchst philosophisch und pseudo-intellektuell angehauchte Gespräche mit ihrem Freund führte. Das soll gar nicht abwertend klingen, aber für manche Gesprächsthemen (die man als Zugnachbar ja unweigerlich mit anhört) und vor allem für die Art und Weise, WIE sich manche Personen über solche Themen unterhalten, fehlen mir an einem heißen Freitagnachmittag in überfüllten Zügen einfach die Nerven. Sie bequasselte ihren Freund, wie toll und wichtig sie es findet, dass manche Eltern ihren Kindern schon früh die Fähigkeit zur Selbstreflektion nahelegen und beibringen. Und das tat sie mit solch einer Inbrunst, die mich vermuten ließ, dass sie nebenbei wahrscheinlich an einer Theatergruppe teilnimmt und Aufführungen mitmacht. Er setzte nach und erzählte von seiner schwierigen Kindheit, und dass es bei ihm nie die Möglichkeit einer Selbstreflektion im Kindesalter gegeben hätte. 
Hömmmpfff..... Gedanklich - obwohl mit einem halben Ohr immernoch den Schilderungen seiner schwierigen Kindheit lauschend; hey, ich bin immerhin Psychologin! - schweifte ich dann schon ab und widmete mich wieder meinem Buch; nicht jedoch, ohne vorher noch einen Blick auf die 3 Bücher zu werfen, die sie ausgepackt hatte. Den einen Titel konnte ich leider nicht erkennen, aber bei den anderen beiden Büchern handelte es sich um folgende:
 
Margarete Mitscherlich: "Autobiografie und Lebenswerk einer Psychoanalytikerin"
Margarete Mitscherlich ist zweifellos eine der prägendsten Psychoanalytikerinnen ihrer Generation. Anhand ihres eigenen Lebensweges verdeutlicht sie das Verhältnis zwischen Leben, Lebenssinn und Lebenswerk. Die Beziehung zu ihrer Mutter begreift sie als wegweisend für ihre persönliche Entwicklung und ihr berufliches Schaffen, gelangte sie doch erst durch die Aufarbeitung dieser komplexen Beziehung selbst zur Beschäftigung mit der Psychologie. Mitscherlich analysiert die Bedeutung ihrer deutsch-dänischen Herkunft sowie den Einfluss der NS-Diktatur auf ihr privates Leben und ihren beruflichen Werdegang. Unermüdlich und uneitel verfolgt sie ihre Erinnerungsarbeit, durchleuchtet dabei ihr eigenes Leben mit den Mitteln der Psychoanalyse.
 
Graham Greene: "Die Stunde der Komödianten"
Ein Thriller im Dunstkreis von Bestpitzelung und Unterdrückung von Mord und Rebellion.
Mr. Brown, Mr. Jones und das Ehepaar Smith reisen mit der »Medea« nach Haiti, in ein Land, das unter der Schreckensherrschaft des diktatorischen Papa Doc und seiner Mafia steht. Mr. Brown, der Ich-Erzähler, besitzt ein Hotel in Port-au-Prince, das er in New York vergeblich verkaufen wollte. Das Ehepaar Smith will Geld anlegen und nebenbei eine – reichlich naive – Mission erfüllen, nämlich den Vegetarismus propagieren.
Mr. Jones' Absichten sind dunkel. Er ist ein Abenteurer und spielt gerne, um seine Kasse aufzufüllen. Und als Mr. Brown zu seinem Hotel kommt, findet er im Swimmingpool eine Leiche: Dr. Philipot, den Wohlfahrtsminister. Wie wird man den Toten unauffällig los, ehe die mafiöse Polizei ihn entdeckt?
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Hömmmpfff... - das hab ich eben schon gesagt, was? Wäre beides nicht wirklich meine Lektüre, obwohl mir studiumsbedingt der Name der erst kürzlich verstorbenen Psychoanalytikerin Mitscherlich natürlich etwas sagt. Aber tatsächlich passten diese beiden Bücher einfach zu dem Mädel im Zug, zumindest kann ich mir gut vorstellen, dass sie sich nach dem erhellenden Gespräch mit ihrem Freund dann doch eins der Bücher geschnappt und zu lesen begonnen hat.
 
 

Dienstag, 17. Juli 2012

"Daughter of smoke and bone" - Laini Taylor

Handlung:
"Errand requiring immediate attention. Come. The note was on vellum, pierced by the talons of the almost-crow that delivered it. Karou read the message. 'He never says please', she sighed, but she gathered up her things." When Brimstone called, she always came. In general, Karou has managed to keep her two lives in balance. On the one hand, she's a seventeen-year-old art student in Prague; on the other, errand-girl to a monstrous creature who is the closest thing she has to family. Raised half in our world, half in 'Elsewhere', she has never understood Brimstone's dark work - buying teeth from hunters and murderers - nor how she came into his keeping. She is a secret even to herself, plagued by the sensation that she isn't whole. Now the doors to Elsewhere are closing, and Karou must choose between the safety of her human life and the dangers of a war-ravaged world that may hold the answers she has always sought.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Vorhin ausgelesen und ich bin noch völlig eingenommen von dieser Geschichte. Eigentlich sogar weniger von dem, WAS passiert (obwohl das auch mitreißend ist), als vielmehr der Art, WIE alles beschrieben ist.
Laini Taylor hat ein unglaubliches Talent zu erzählen und zu beschreiben. Ich bin froh, dass ich das Buch im englischen Original gelesen habe, denn ich bin mir gerade nicht ganz sicher, ob die deutsche Übersetzung diese Atmosphäre der Geschichte so einfangen konnte; ob sie diesem Zauber, dieser ... Magie, die hier vermittelt wird, überhaupt gerecht werden kann.
Die Sprache ist so emotionsgeladen, blumig, methaphorisch, an den richtigen Stellen dennoch genau auf den Punkt, sie transportiert neben dem bloßen Wort soviel anderes - mich haben die schriftstellerischen Fähigkeiten hier einfach völlig überzeugt. Ich habe viel zu selten Momente, in denen ich mich völlig in einer Beschreibung verlieren kann; aber hier fiel es mir überhaupt nicht schwer, in Karous Welt einzutauchen, mir die Straßen Prags vorzustellen (auch wenn ich noch nie da war), die Märkte in Marokko, oder mir die Städte, Landschaften und Schlachtfelder von "Elsewhere" vor meinen Augen auszumalen.
Dazu hat Frau Taylor mit Karou und Akiva so interessante und vielschichtige Charaktere geschaffen, die einem auch nach dem Lesen nicht aus dem Kopf gehen; und dazu tragen nicht nur Karous blaue Haare bei. Viel mehr merkt man, dass die Autorin hier wirklich Liebe, Sorgfalt und Herzblut in die Erschaffung ihrer Protagonisten gesteckt hat - vielleicht gingen mir die beiden (aber auch beispielsweise Zuzana, die beste Freundin von Karou) in ihrer Art und vor allem ihre Geschichte deswegen so zu Herzen. Ich hätte nie gedacht, dass ich eine Geschichte über und mit Engeln lese - denn das sind Fantasiegestalten, um die ich wirklich einen großen Bogen mache. Und ich muss ehrlicherweise dazu sagen, dass ich anfangs nicht wusste, dass es in diesem Buch um Engel geht. Vielleicht hätte ich es dann nicht zur Hand genommen - zum Glück hab ich´s doch getan.
Sonst wär mir auch eine wunderbar romantische Geschichte entgangen; romantisch und tragisch zugleich - Akiva und Karou könnten glatt als neue Romeo und Julia durchgehen. Ich hab geseufzt und ich hab gelächelt beim Lesen. Ist immer ein gutes Zeichen.

Fazit:
Meine Engel-Antipathie mal zur Seite geschoben: die Geschichte von Akiva und Karou ist schlicht und einfach herzzerreißend schön. Frau Taylor hat eine wunderbare Art zu schreiben und hat sich mit Prag einen wunderschönen und magischen Handlungsort ausgesucht. Die Fortsetzung hat einen Platz in meinem Regal sicher.


Montag, 16. Juli 2012

"Verflucht" - Lili St. Crow

PAN Verlag, 2011
16,99 Euro

Reihe:
1. Strange angels (dt. "Verflucht")
2. Betrayals (dt. "Verraten")
3. Jealousy
4. Defiance
5. Reckoning

Handlung:
´Eine Sekunde lang spielte ich mit dem Gedanken, ihm alles zu erzählen. »Hi, ich bin Dru. Mein Vater jagt Dinge, die du nur aus Gespenstergeschichten kennst. Ich helfe ihm, wenn ich kann.« Aber wer würde mir das schon glauben?´
Rastlos zieht Dru Anderson mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt, bis er eines Abends nicht lebend von einem seiner Einsätze zurückkehrt. Jemand hat ihn ermordet – und hetzt ihn nun als Zombie auf Dru! Von diesem Moment an ist sie auf der Flucht vor eiskalten Feinden, die ihr nach dem Leben trachten. Offensichtlich wissen sie etwas über die Sechzehnjährige, das sie selbst nicht einmal ahnt. Aber was?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
"Verflucht" fängt sehr verheißungsvoll an - zumindest für Personen, die es gern auch mal etwas gruseliger und mysteriöser auf ihren Buchseiten haben. Von Seite 1 an merkt man, dass irgendetwas merkwürdiges abläuft, etwas faul ist, und Dru selbst nicht genau weiß, was passiert. Dann kommt die Szene, die dazu führte, dass ich mich an die Serie "Supernatural" erinnert fühlte und mir innerlich schon zu diesem Buchkauf gratulierte: ein Zombie klopft an Drus Küchenfenster. Spannend war´s (zumindest für kurze Zeit), kampfgeladen, und im Hinterkopf hat man immer diesen grausigen Gedanken: das ist Drus Vater, der da mit ihr kämpft.
Dann - war´s das, lange passiert nichts weiter Aufregendes im Buch. Man könnte meinen, das Sahnehäubchen dieser Geschichte hätte die Autorin damit schon im ersten Drittel des Buches gebracht. Und tatsächlich fand ich den Großteil der restlichen Handlung auch recht schleppend und fast... nichtssagend. An so vielen Stellen hätte man mehr aus der Handlung, aus den Personen, aus irgendwelchen alten Legenden, Flüchen und Sagen machen können. Zombies, Gestaltwandler, Geister - immer her damit! Das bleibt ein wenig auf der Strecke, was mich immer mal ziemlich gestört hat. Haupthandlungsort ist obendrein "nur" Drus Haus, in dem der Großteil des Buches stattfindet, weil es draußen permanent schneit. Der Spannungsbogen kriegt dann jedoch nochmal die Kurve, als Christophe auftaucht, in meinen Augen der interessanteste Charakter in diesem Buch. Ich weiß noch nicht so ganz, welche Rolle er spielt, welche Bedeutung er noch einnimmt; das wird sicher in den Folgebänden klarer.
Was ist mir noch aufgefallen? Die Autorin neigt zu Wiederholungen. Nach der 20. Erwähnung dürfte es selbst der unaufmerksamste Leser mitbekommen haben, dass Graves grüne Augen hat. Manche Tatsachen werden hier einfach wieder und wieder durchgekaut. Ebenso fand ich das Gedankenspiel von Dru irgendwann zunehmend zermürbend. Ihre Gedanken rasen, und die (un)möglichsten Fragen und Überlegungen nehmen in ihrem Kopf Gestalt an; sie wälzt die Auswegmöglichkeiten für ihre verzwickte Lage hin und her und fragt sich immerzu, wie das alles so passieren konnte. Kann ich auch alles gut nachvollziehen; ich glaube, ich würde ähnlichen Gedankensalat in solch einer Situation produzieren. Aber als Leser sieht man das mit einer gewissen Distanz, und dann fallen mir dieses ewige Gegrübele um den heißen Brei herum, und die sich alle 3 Seiten wiederholenden Überlegungen einfach negativ auf. Hier wär weniger mehr gewesen.

Fazit:
Meiner Meinung nach hätte man aus "Verflucht" insgeheim mehr machen können; vielleicht aber ist dieser große Knall, der Showdown, auch eben nur für die Folgeteile aufgespart worden. Als Aufmacher eignet sich die Story um Dru allemal, und Potential, die Geschichte entsprechend spannend fortzusetzen, ist ebenfalls gegeben. Mit einem Augenzwinkern gebe ich diesem 1. Teil 4 Bücherstapel und liebäugele mit Teil 2, "Verraten". 

Sonntag, 15. Juli 2012

In my mailbox...

Diese Woche war ich ziemlich sparsam, wie ich finde. Gekauft habe ich mir tatsächlich nur 2 ebooks für den Kindle, und da habe ich beim Kindle Deal zugeschlagen. amazon bietet jeden Tag ein englisches ebook zum Schnäppchenpreis von 0,99 Euro an - ebooks, die sonst normalerweise auch gut über 6 Euro kosten. Und da schnupper ich fast jeden Tag rein, und diese Woche habe ich bei "Paper Towns" von John Green zugeschlagen. Obendrein gab es "Sturmhöhe" von Emily Bronte für 0,99 Euro. Ich hab´s noch nie gelesen, will es aber schon seit Jahren; und nun ja, bei 0,99 Euro kann man wohl wahrlich nichts falsch machen.
Schließlich hatte ich diese Woche Glück bei einem Gewinnspiel vom Ink Verlag, die vor der Erscheinung des 2. Bandes der Reihe "Ashes" von Lisa J. Bink mal eben noch 15 Exemplare des 1. Teils unter die Leute gebracht haben. Man sollte dazu den Link einer Rezension zum 1. Teil "Ashes" angeben, die einem gut gefallen hätte. Nach kurzem Überlegen hab ich die Rezension von Stefanie vorgeschlagen, weil mir die gut gefallen hatte und es eine der ersten war, die ich zu dem Buch gelesen hatte. Ziemlich überrascht habe ich dann festgestellt, dass ich gewonnen habe (den 1. Teil), und nicht nur ich, sondern Stefanie gleich noch obendrein, denn die bekommt jetzt den 2. Teil der Reihe zum Lesen vom Ink Verlag geschenkt. Hat sich gelohnt, finde ich :)

John Green: "Paper Towns"
Quentin has been in love with his next-door neighbor, Margo Roth Spiegelman, since early childhood. Their connection was forever bonded when they discovered a dead body together at the age of nine. Now they are ready to graduate from high school. Although Margo has not been part of Quentin's life for many years, she shows up at Quentin's window late one night, enlisting his help with a wild scheme of revenge against her cheating boyfriend. Despite his natural reluctance to break the law, Quentin goes along with her, imagining that this teamwork will signify a new, more romantic turn to their relationship. But then Margo disappears, leaving only wisps of clues to her whereabouts and a tormented Quentin in her wake.

Emily Bronte: "Sturmhöhe"
Auf einer Anhöhe inmitten der rauen Landschaft des englischen Yorkshire liegt das Anwesen »Wuthering Heights«, dem Wind schutzlos ausgesetzt, der hier strenger als anderswo weht. Sein Besitzer, der herzensgute Mr Earnshaw, nimmt den Findling Heathcliff zu sich, in den Earnshaws Tochter Cathy sich bald schon heftig verliebt. Doch ihre Liebe endet im Unglück, und ein Gespinst aus Verrat und Rache liegt fortan über dem Landgut.

Lisa J. Bink: "Ashes"
Die siebzehnjährige Alex befindet sich auf einer Wanderung in den Bergen, als plötzlich die Natur um sie herum verrücktspielt und eine Druckwelle sie zu Boden wirft. Was war das? Alex hat keine Ahnung, aber sehr schnell wird klar, dass die Welt, die sie kannte, nicht mehr existiert. Die meisten Städte sind zerstört und die Überlebenden werden zur lauernden Gefahr. Das Einzige, worauf Alex noch zählen kann, ist ihre Liebe zu Tom. Gemeinsam versuchen die beiden, sich durchzuschlagen. Doch dann wird Tom verwundet, und Alex muss ihn schweren Herzens zurücklassen, um sein Leben zu retten. Als sie mit Hilfe zurückkehrt, ist er verschwunden. Eine packende Suche beginnt. Eine Suche nach Antworten, sich selbst und nach der einen ganz großen Liebe. Denn Alex weiß: Tom lebt, und sie wird ihn finden, komme, was wolle.

(Quelle: amazon.de)

Freitag, 13. Juli 2012

Freitagsgedanken

Ächz, es ist Freitag... Endlich Freitag. Ich weiß wirklich nicht, woran es liegt, dass sich die Wochen momentan stets wie Kaugummi ziehen und ich mich am Mittwoch schon fühle wie nach 5 Arbeitstagen :( Merkwürdig zur Zeit, wirklich. Heute bin ich obendrein mit wunderbaren Kopfschmerzen gesegnet, die dazu führen, dass ich eigentlich gerade nur schlafen will. Schätze mal, es ist höchste Zeit für Urlaub, aber der ist noch lange nicht in Sicht. Stattdessen schaue ich aus dem Fenster, gucke dem Regen beim Fallen zu und freue mich, dass ich Trantute heute doch tatsächlich mal an einen Regenschirm gedacht habe. Regenschirm und ich - das ist kein gutes Gespann, ich lass meinen meistens aus Versehen zuhause liegen.

Ansonsten gab es bei mir in dieser Woche kaum Neuigkeiten, bis auf ein bißchen Glück, das ich am Mittwoch bei einem facebook-Gewinnspiel vom Ink-Verlag hatte. Dort habe ich nämlich "Ashes" von Lisa J. Bick gewonnen. Dazu mehr, wenn ich es in den Händen halten darf.
Gelesen habe ich in den letzten Tagen sogar recht viel, wenn auch nichts überragendes. Über "dead.end.com" habe ich bereits geschrieben, dann habe ich "Verflucht" von Lili St. Crow fertig, da gibt es demnächst eventuell auch noch ein paar Sätze zu. Gestern habe ich außerdem "Drei Wünsche hast du frei" von Barbara Delinsky beendet, das ich für die Lieblingsbuch-Challenge gelesen habe. Hier fällt es mir echt schwer, irgendwas zu zu schreiben, aber ich muss wohl, also mal sehen... Und einem spontanen Impuls folgend habe ich mir gestern abend "Lügen, die von Herzen kommen" von Kerstin Gier aus dem Regal geschnappt und mal wieder gelesen - irgendwann vor 2 Jahren oder so habe ich es schonmal gelesen. Wie immer herrlich, es gab wieder die ein oder andere Stelle, wo ich mich vor Lachen fast kringelte; bei diesem Buch schon gleich nach 3, 4 Seiten. Mir war gestern nach was Leichtem, und so habe ich bis Mitternacht von Johanna und ihren Problemchen gelesen.

Mein Highlight der Woche war musikalischer Art. The Killers (ebenfalls eine meiner absoluten Lieblingsbands) bringen im September ihr 4. Album heraus (*kreisch*) und diese Woche gab es die erste Single zum Anhören, nämlich "Runaways". Das erste Hören fand ich... naja.... überraschend (puhh, das war diplomatisch), beim 2. Hören richtete ich mich plötzlich von ganz alleine auf, beim 3. Hören ging mir der Song schon nicht mehr aus dem Kopf und ebendieser wackelte von ganz alleine im Takt mit. Ich freu mich schon total, die Killers wieder live zu sehen (schon zu lange her!), nämlich im September in Berlin beim Berlin Festival, und zum neuen Album hoffe ich dann entsprechend auf richtige Tourtermine. Für´s erste gibt´s hier aber zunächst die besagte neue Single von den Killers, "Runaways":

Donnerstag, 12. Juli 2012

Top Ten Thursday: ORANGE!!

Idee von Alice

10 orange(ne) Bücher in meinem Bücherregal

Heißt es "orange Bücher" oder "orangene Bücher"? Ich weiß es gar nicht. Hier jedenfalls meine Auswahl. Dazu ein Geständnis: von diesen 10 habe ich bisher erst 3 gelesen.


- Kenneth Oppel "Wolkenpiraten" (ist zumindest am Rand orange)
- Audrey Niffenegger "Die Frau des Zeitreisenden"
- Gesa Schwartz "Grim"


- R. A. Nelson "Shine"
- Gabriella Engelmann "Hundert Jahre ungeküsst"
- Kai Meyer "Arkadien brennt"
- R. Cohn & D. Levithan "Nick & Norah"


- Wieland Freund "Die unwahrscheinliche Reise des Jonas Nichts"
- Katherine Neville "Das Montglane-Spiel"
- Christine Nöstlinger "Das Austauschkind" (Kennt das irgendwer von euch? Ist seit geschätzten 15 Jahren eines meiner Lieblingsbücher, ich find Jasper so toll!)

Mittwoch, 11. Juli 2012

"dead.end.com" - Alice Gabathuler

Thienemann Verlag, 2011
12,95 Euro

Handlung:
Es ist eine Gelegenheit, nach der jeder Gamer/Zocker sich die Finger leckt: exklusiv dabei zu sein, wenn DIE Spielesensation der Zukunft vorab auf ihre Tauglichkeit getestet wird. Für Mo, Tessa, Greti, Carlos und 20 weitere Jugendliche wird dieser Traum wahr. Sie sind die Ersten, die dead.end.com spielen dürfen. In einer groß angelegten und vermarkteten Aktion werden die Gamer-Clans in eine hermetisch abgeriegelte ehemalige Militäranlage gebracht, um dort das Spielerlebnis ihres Lebens zu machen. Doch kaum läuft dead.end.com an, wird auch schon klar, dass das hier mehr ist als nur ein Spiel. Die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt verschwimmen ... und bald schon stellt sich den Spielern nur noch eine Frage: Wer spielt hier falsch?
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Die Inhaltsangabe von "dead.end.com" wird sicher nicht nur mich an andere Bücher wie beispielsweise "Erebos" erinnern, die Computerspiele, reale Animationen etc. als Themen aufgreifen. Das ist ein schweres Los, allerdings braucht sich "dead.end.com" nicht hinter diesen anderen Erfolgsbüchern zu verstecken. Denn zu unterhalten weiß die Geschichte um Greti, Carlos und Mo allemal. Man wird als Leser - ebenso wie sie - direkt hineingeworfen in ein Spieleszenario, bei dem zunächst niemand so genau weiß, was ihn oder sie erwarten wird und worin eigentlich das "Spiel" als solches besteht. Erst nach und nach wird offensichtlich, dass sich dieses "Spiel" nicht nur auf dem Bildschirm, sondern durchaus auch in der Realität bewegt...
Ich bin ehrlich gesagt etwas zwiegespalten, was dieses Buch betrifft. Mit hat "dead.end.com" prinzipiell gut gefallen, es ist trotz (oder wegen) der sparsamen sprachlichen Ausschweifungen sehr spannend, die kurz gehaltenen Kapitel führen dazu, dass man das Buch eigentlich gar nicht erst groß aus der Hand legt, sondern direkt durchliest. Die Geschichte bietet aber vor allem viel Potential, aus dem man etwas mehr hätte machen können. Das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Spielerfiguren verliert sich schon recht früh in vagen Andeutungen, Gedankensprüngen der Personen, Andeutungen, die die Vergangenheit betreffen. Und doch wird vieles lange nicht erklärt, manches sogar bis zum Ende nicht. So wurde ich beim Zuschlagen des Buches das Gefühl nicht los, irgendetwas Wesentliches verpasst, vielleicht überlesen zu haben; und manche Verwicklungen gar nicht wirklich bis ins kleinste Detail aufgenommen zu haben.
Was verbindet Tessa und Mo beispielsweise? Was ist deren Vorgeschichte? Wie haben sich die einzelnen Teams gebildet, kannten sich die Mitglieder vorher schon jahrelang? Wieso will der Oberboss des Spiels unbedingt Tessa dabei haben, obwohl er doch eigentlich GENAU DAS lieber nicht wollen sollte?
Solch offene Fragen führten dazu, dass ich das Ende nicht wirklich zufriedenstellend fand.
Nach mehr als der Hälfte des Buches hatte ich zudem noch immer Schwierigkeiten, die Namen der Spielteilnehmer zu behalten und die Spieler den einzelnen Gruppen zuzuordnen. Nach kurzen Verwirrungsmomenten meinerseits kam dann das gedankliche Sortieren - "Yuki gehört zu Mo? Ach nein, zu Gretis Gruppe, so war´s." - und dann erst ging es weiter, bis zum nächsten Namen.
Schließlich erfährt man leider recht wenig über die einzelnen Spieler, nimmt man die Erzähler Mo, Greti und Carlos mal aus - wobei die Einblicke in deren Gedanken auch nicht sehr großzügig waren. Gerade Greti blieb mir eigentlich ziemlich fremd, was ich schade fand, denn ich hätte gern mehr über sie gewusst und erfahren, warum sie so geworden ist, wie sie ist, und was es mit dem ständig präsenten Vergleich zu Lara Croft auf sich hat.
Tatsächlich konnte ich mir leider von kaum einer Figur ein richtiges Bild machen, weil durch das Spieleszenario sehr wenig von ihnen transportiert wird. Zwar wird hier und da offensichtlich, wer in Stresssituationen aufsässig, wer aggressiv, wer ein Angsthase wird, aber das war mir leider zu mager gestreut. Was mir hier wirklich gefehlt hat, war dieses Gefühl beim Lesen, sich mit (wenigstens) irgendeiner der spielenden Figuren identifizieren, mit ihr mitfühlen zu können. Die Figuren waren in meinen Augen wirklich nicht mehr als das: Spielfiguren; keine echte Personen, deren Wunsch, sich eine Weile in einem Computerspiel zu verlieren, man hätte nachvollziehen können. Auch erschien mir die Rollenverteilung "gut-böse" im Buch recht schnell festgelegt und durch keine Aha-Momente oder Wendungen mehr zu zerrütten. Wem hier der schwarze Peter zugeschrieben wurde, der hatte ihn auch von Anfang bis Ende. Kein Platz für Überraschungen - schade.

Fazit:
"Dead.end.com" ist spannend, gut geschrieben und bis zu einem gewissen Grad auch geschickt ausge- und durchdacht. Trotzdem kann es mit Büchern wie "Erebos", "Ready Player One" oder "Saeculum", die in irgendeiner Weise ähnliche Themen behandeln, nicht wirklich mithalten. Dafür sind mir hier und da zu sehr Ungereimtheiten aufgefallen, oder manche Aspekte wurden mir einfach zu wenig erklärt und zu wenig beleuchtet. Als spannende Zwischendurch-Lektüre aber allemal geeignet. 4 von 6 Bücherstapel.
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