Mittwoch, 29. Februar 2012

Aus gegebenem Anlass...

... weil heute mein letzter Arbeitstag an meiner bisherigen Arbeitsstelle ist: ich kann mir nicht helfen, dieser Tag heute erinnert mich irgendwie an diesen Songtitel:


(Ach ja: Vielen Dank, liebe GEMA, dass man dank dir auf die meisten youtube-Videos in Deutschland nicht zugreifen kann. Ich liebe das.)

Übrigens bin ich momentan ein wenig bummelig unterwegs; ich hab noch die Rezensionen für "Wasser für die Elefanten" und "Fünf" ausstehen, aber ich komme einfach nicht dazu. Was insofern blöd ist, weil, wenn ich noch länger warte, dann fällt mir bald nichts mehr zu den Büchern ein. Gelesen habe ich sie schon vor Tagen, ich rechne sie mir für diverse Challenges auch für Februar an, aber ich glaube, die Rezensionen werden erst im März zu lesen sein. o.O

Dienstag, 28. Februar 2012

"Die Frau in Schwarz" - Susan Hill

Droemer/ Knaur Verlag, 2012
9,99 Euro

Handlung:
Der junge Anwalt Arthur Kipps reist in eine gottverlassene Gegend, um den Nachlass einer verstorbenen Klientin zu ordnen. In dem Haus mitten im Moor stösst er auf lang gehütete Geheimnisse und begegnet immer wieder einer mysteriösen Frau in Schwarz. Als er dann auch noch geheimnisvolle Stimmen hört, ahnt er, dass er einem grauenvollen Geschehen auf der Spur ist...

Meine Meinung:
"Die Frau in Schwarz", ein recht dünnes Büchlein mit knapp 200 groß bedruckten Seiten, lässt sich schnell weglesen. Die Geschichte um Arthur Kipps wurde bereits 1983 geschrieben und spielt - vermute ich - irgendwann Anfang des 20. Jahrhunderts. Gerade aus diesem Grund entspricht sie sicher nicht mehr dem heutigen Anspruch einer Gruselgeschichte, und auch der Aufdruck "Ein Klassiker der Schauerliteratur" auf der Buchrückseite mag in den Ohren eingefleischter Horror- und Gruselfans vermessen klingen.
Denn zum einen braucht die Handlung schlicht eine Weile, um in Fahrt zu kommen. Wir erfahren, dass sich Arthur Kipps, angehender Anwalt, aufmacht nach Crythin Grifford, einem verschlafenen Nest irgendwo an der Küste Englands, um dort den Nachlass der verstorbenen Mrs. Drablow zu klären. Dort angekommen, benehmen sich die Dorfbewohner seltsam und Kipps hat das Gefühl, an verschiedenen Orten eine schwarzgekleidete Frau zu sehen, über die niemand sprechen möchte. So weit, so gut, doch bis in diesem Szenario tatsächlich erstmalig das Gefühl von Grusel aufkommen will, vergehen die Seiten. An und für sich beginnen die merkwürdigen Vorkommnisse dieses kleinen Ortes erst auf Seite 130, und bevor die so richtig ins Rollen kommen können, ist das Buch leider schon wieder vorbei.
Dabei ist eigentlich alles vorhanden, was eine schön-schaurige Atmosphäre braucht: ein jugendlicher ambitionierter Held, der keine Angst kennt, ein abgelegenes einsames verkommenes Haus mitten in einer alten Klosteruine, welches sich nur bei Ebbe erreichen lässt, wenn das Meer für einige wenige Stunden eine kleine Landzunge freigibt, verschlossene brummige Dorfbewohner, Nebelschwaden, und über allem der Hauch von Vergangenheit und Erinnerungen.
Trotzdem ist bei der Funke nicht so recht übergesprungen. Die Beschreibung des Hauses und der Sachen, die dort vor sich gehen, vermitteln zwar leichtes Herzklopfen und Stirnrunzeln beim Leser; so richtig "gruselig" wirkt es nach heutigen Ansprüchen allerdings nicht. Dafür passiert zu wenig und das Ganze wirkt zu wenig mysteriös. Die Auflösung des Spuks ist leider recht schnell gefunden, liegt quasi schon bereit für Arthur Kipps, der mir obendrein als handelnde Figur leider recht fremd blieb. Das Ende des Buches dagegen..., das ist echt gut gelungen.

Ich kann mir vorstellen, dass die Verfilmung, die Ende März in den Kinos anlaufen wird (mit Daniel Radcliffe in der Rolle des Arthur Kipps), sich vermutlich einiger Kniffe und Einfälle bedienen wird, um die Kinobesucher hier und da ein wenig in Schrecken zu versetzen. Filmisch kann ich mir das gut vorstellen, und das lässt ja auch der Filmtrailer vermuten (siehe unten). Der Romanvorlage fehlt es in meinen Augen dagegen ein wenig an gruseliger Atmosphäre, einnehmenden Beschreibungen und Appellieren an die Vorstellungskraft des Lesers. Die paar "Schreckmomente", die hier dargestelltt werden, reichen mir für einen (heutigen) Schauerroman nicht aus.

Fazit:
Gut geschriebene und ansprechend umgesetzte Geschichte, die jedoch leider nicht so recht gruselig ist, wie man es sich vielleicht wünschen würde. Ich denke, dass dieses Buch Anfang des 20. Jahrhunderts - also zu Zeiten, in denen auch die Geschichte spielt - vermutlich den ein oder anderen Schreckmoment beim Leser hervorgebracht hätte, und daher auch als "Klassiker" angepriesen wird. Für recht gute, aber leider nicht übermäßig spannende Unterhaltung gebe ich 3,5 von 6 Bücherstapel.
Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 26. Februar 2012

In my mailbox...

Heute mal wieder in aller Schnelle:


(ein Klick auf die markierten Bücher für die Inhaltsangaben)

- "Smart Magic" von Christoph Hardebusch: davon hat Nanni so geschwärmt, dass ich da nicht lange überlegen musste
- "Nennt mich nicht Ismael" von Michael Gerard Bauer: davon hat Tine geschwärmt, sogar schon vom 2. Teil, also musste ich da auch nicht mehr lange überlegen
- "Torn" von Amanda Hocking als Paperback: der 2. Teil nach "Switched"
- "Die Frau in Schwarz" von Susan Hill: ein Schauerroman, als Rezensionsexemplar vom Knaur Verlag bekommen
- "Masken" von Mara Lang: habe ich - wie schon erwähnt - gewonnen

Freitag, 24. Februar 2012

Freitagsgedanken

Ich habe eben "Fünf" von Ursula Poznanski ausgelesen und bin einmal mehr baff darüber, WIE diese Frau schreiben kann. Fantastisch! "Fünf" ist zwar kein Jugendbuch wie "Erebos" oder "Saeculum", sondern eher ein Thriller für Erwachsene (zumindest finde ich manche Beschreibungen doch recht...blutrünstig), aber allererste Klasse! Vielleicht liegt es daran, dass ich schon seit gefühlten Ewigkeiten keinen wirklichen Thriller mehr gelesen habe (irgendwie reihten sich in letzter Zeit eher die Jugendbücher aneinander), aber ich bin richtig begeistert, was Frau Poznanski da für ein Verwirrspiel und Rätselraten rund um das Thema Geocachen aufgebaut hat. Ich hab eine Freundin, die ist fanatische Geocacherin; vielleicht sollte ich ihr mal dieses Buch empfehlen, das dürfte ihr völlig neue Sichtweisen eröffnen ;)

In dieser Woche war mir offenbar die Bücherfee hold. Denn ich hab einerseits beim "Goodie Thursday"- Gewinnspiel vom PAN Verlag ein Buch gewonnen, nämlich "Masken" von Mara Lang:

Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub - und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre grosse Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.

Damit war´s in dieser Woche aber noch nicht getan, denn gestern hat mir die liebe Kerstin mitgeteilt, dass ich bei ihrem "Vorab-Gewinnspiel-zum-eigentlichen-Gewinnspiel" das Buch "Sie und Er" von Andrea de Carlo gewonnen habe:
 
Wahre Liebe gibt es nicht. Nur Beziehungen, die ein wenig Sicherheit geben – so sieht es Clare. Oder Affären – so Daniel. Bei einem Autounfall  begegnen sich die beiden zum ersten Mal. Denkbar unromantisch. Doch derart nüchtern beginnen nur die ganz großen Liebesgeschichten.

Ich finde, ich hab es nicht schlecht getroffen in dieser Woche :) Dankeschön!

Donnerstag, 23. Februar 2012

Mein neuer elektronischer Mitbewohner

Ja, ich hab´s getan. Neulich hatte ich einen 50 Euro Gutschein für amazon in der Hand und überlegte einen Moment, was für Schätze ich mir damit ins Haus holen könnte. Unweigerlich drängte sich mir der Gedanke auf, dass ich dafür ja ca. 2 Hardcover- und 1 Taschenbuch bekommen könnte, so in etwa. Dann verfiel ich wieder in meine Grübeleien: 2 Hardcover und 1 Taschenbuch hätte ich vermutlich in absehbarer Zeit durch. Ob ich mir nicht vielleicht doch auch einen Kindle zulegen sollte? Davon hat man - zugegeben - viel mehr und vor allem viel länger etwas. 
Ich überlege schon eine Weile hin und her, ob ich mir einen Kindle zulege. Die Gründe dafür sind recht simpel:
Ich neige dazu, Spontankäufe zu tätigen. (Kommt vor.) Mittlerweile sind das oftmals englischsprachige Bücher, die ich mir dann kurzerhand bei The Book Depository bestelle. Dort sind die Bücher zwar quasi spuckebillig, aber ich hab halt leider auch schon dann und wann die Erfahrung gemacht, dass selbst ein (nur) 5 Euro nicht annähernd das gehalten hat, was es versprochen hat und ich mich dann im Nachhinein doch schon geärgert habe. Mehr als einmal hab ich mir in solchen Momenten gedacht, „Hättest du dir das nur als e-book gekauft, dann hättest du gerade mal 81 Cent dafür bezahlt.“
Kurzum: manche Bücher, gerade solche, bei denen ich mir beim Lesen der Inhaltsangabe unsicher bin, ob das wirklich was für mich ist, würde ich halt lieber „billiger“ lesen wollen, um mich dann nicht zu ärgern, wenn sie wirklich nicht so der Renner waren. Und manche Bücher liegen einem ja auch einfach nicht so am Herzen wie andere. Gerade englische e-books kosten bei amazon ja teilweise so wenig, dass es schon fast ein Witz ist, dafür überhaupt noch etwas zu bezahlen. Und ich hab mich da wirklich schon oft geärgert, wenn ich für ein mittelmäßiges gedrucktes Buch um die 12 Euro bezahle, die e-book Version aber für 2 Euro haben könnte. Dazu kommt, dass ich tatsächlich auch immer mal über ein Buch stolpere, das wirklich nur als e-book veröffentlicht ist, zumindest vorerst. (Als Paradebeispiel lässt sich hier wohl die Autorin Amanda Hocking anführen, die über die Veröffentlichung ihrer Bücher als e-books in Eigenregie zur Millionärin geworden ist; erst danach haben die Verlage Interesse an ihren Büchern gezeigt.)

Was hab ich also getan? Ich hab besagten Gutschein in einen Kindle von amazon investiert. Und bin froh drüber. Ich find ihn schick, liegt gut in der Hand und mir gefallen diese Bildschirmschoner ;) Bisher habe ich allerdings noch diverse „richtige“ Bücher angefangen hier liegen, die ich mal fertig lesen will, daher kann ich über die tatsächliche Funktion des Kindle noch nix sagen, weil ich damit noch nicht gelesen habe. Kommt aber wahrscheinlich irgendwann die Tage.
Heißt das jetzt, ich lese nur noch e-books?
Nein, um Gottes Willen, bloß nicht. Es geht nichts über gedruckte Bücher, das war für mich schon immer so und das wird auch immer so bleiben. Außerdem gibt´s nicht besseres, als Bücher auszupacken und stolz wie Bolle ins Regal stellen/legen/packen/quetschen zu können. Da würde mir was fehlen, wenn ich diese Glücksmomente nicht mehr hätte. (^^) Deutschsprachige Bücher sowie jedes andere Buch, das einfach verlockend und toll klingt, werde ich mir weiterhin als gedruckte Bücher zulegen. Aber bei den englischsprachigen Büchern... werde ich wohl häufiger eher mal zur e-book Variante greifen. Oder wenn es mal wieder Zeit ist für einen Spontankauf.

Dienstag, 21. Februar 2012

Ich seh doppelt...


Mara Volkers: "Die Braut des Magiers"



Jessica Therrien: "Oppression"

Montag, 20. Februar 2012

"Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt" - Andrea Schacht

Egmont Ink Verlag, 2012
17,99 Euro

Handlung:
Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe . Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt ...

Meine Meinung:

„Nachdem ich wieder Luft bekam, entfuhr mir ein von ganzem Herzen kommendes „Scheiße!“." (S. 221)

Kyria und Reb wachsen in New Europe auf, einer Art „frauengeführtes“ Europa mit einer Hauptstadt, die früher mal Frankfurt am Main war und heute La Capitale heißt. Sie, als Tochter einer Politikerin, führt jedoch ein völlig privilegiertes Leben und ist als Electi wesentlich besser gestellt als Reb, ein Aufständischer aus den Subcults. Dennoch kreuzen sich die Wege der beiden eines Tages, und der Entschluss, gemeinsam in die Reservate außerhalb von New Europe zu flüchten, ist aus vielerlei Gründen schnell getroffen. Dort fangen die Probleme allerdings gerade erst an...
Mit „Kyria & Reb“ hat Andrea Schacht einen sehr gelungenen Reihenauftakt voller Witz, Charme und guter Einfälle geschaffen, der sich dennoch eher ruhigerer Töne bedient. Actiongeladene Szenen, Bösewichte und atemberaubende Spannung sind mitnichten vorhanden; dennoch macht „Kyria & Reb“ unglaublich Spaß zu lesen. Das liegt vor allem an den beiden Hauptprotagonisten selbst. Ich habe schon lange nicht mehr so herrlich-amüsante Dialoge zwischen zwei verbohrten, temperamentvollen Charakteren lesen und genießen dürfen. Anfangs fand ich Rebs Art merkwürdig; diese coole, unnahbare Masche, die er zur Schau stellt und die sich leider auch in seiner Art zu sprechen zeigt. Aber nach ein paar Seiten wird offensichtlich, dass er mit Kyria eine würdige Gegnerin in Sachen Diskussion gefunden hat, und fortan habe ich mich auf jedes Aneinandergeraten der beiden geradezu gefreut. Die beiden liefern sich mit ihren bissigen Sticheleien stets einen so gekonnten Schlagabtausch, dass man es quasi zwischen den Zeilen knistern hört und den sprichwörtlichen Funken überspringen sieht: da haben sich zwei gefunden! Denn: was sich liebt, das neckt sich, das ist ja nun allgemein bekannt. Und so liefern sich die beiden Sturschädel hier argumentative Duelle allererster Sahne!
Den Grundgedanken hinter der Story „Bis ans Ende der Welt“ fand ich zwar nett, allerdings vermochte die gesamte Atmosphäre, die hier heraufbeschworen wurde, mich nicht so recht zu fangen. Bei der Idee, dass ein ganzer Staat ausschließlich von Frauen beherrscht und regiert wird, dürfte jede Emanze auf ihre Kosten kommen - und immerhin, es ist mal was anderes. Besonders gelungen finde ich in dem Zusammenhang solche kleinen eingebauten Details wie ein Alice-Schwarzer-Denkmal mitten in der Hauptstadt. Oder die Tatsache, dass es Kyria, die 17 Jahre lang unter weiblicher Fuchtel großgezogen wurde, schwer fällt zu akzeptieren, dass in den Reservaten die Rollenverteilung eine ganz andere ist, und die Männer hier nicht am Herd stehen.
Trotzdem sind mir manche Aspekte nicht konsequent genug verfolgt worden bzw. nicht erklärt worden. Man fragt sich unweigerlich, wie die Gesellschaft im Jahre 2125 (wieder) eine solch diktatorische Einteilung aufweisen kann, mit den machthabenden Electi und den unterdrückten Subcults. Wieso wurde Ex-Frankfurt/ Main zur Hauptstadt benannt, und andere Metropolen wie London oder Paris wurden schlichtweg zu „Reservaten“ degradiert? Wie kommt dieses Potpourri an außergewöhnlichen Namen und Bezeichnungen unterschiedlicher Herkunft zustande (bspw. Isha La Jonquilla als Name der Politikerin, aber Berti für einen völligen „Normalo“)? Hier hätte ich mir noch ein klein wenig mehr Hintergrundinformation gewünscht.

Fazit:
Der Auftaktband der Reihe um Kyria und Reb ist ein wahrer Lesegenuss. Ich hab mich prächtig amüsiert, und auch wenn mich die Geschichte nicht vollends in ihren Bann ziehen konnte, bietet sie dennoch einige Stunden beste Leseunterhaltung. Dank des Endes dürfte auch jeder aufmerksame Leser sehr gespannt auf die Fortsetzung sein. 5 von 6 Bücherstapel.

Dankeschön nochmal an den Egmont Ink- Verlag für das gewonnene Leseexemplar!

Sonntag, 19. Februar 2012

In my mailbox...

In aller Kürze dieses Mal:


(Mit einem Klick auf die markierten Titel geht´s zu den Inhaltsangaben - mir fehlt dafür gerade ein wenig die Zeit... :( )

"Fünf" von Ursula Poznanski ist endlich da! Leider betrug die Anzahl meiner Lesestunden an diesem Wochenende unter 1, daher habe ich in dieses Schätzchen noch nicht mal reinschnuppern können. Aber gespannt bin ich wie ein Flitzebogen! ;)
Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich eigentlich gar nicht so genau weiß, worum es bei "Die Entdeckung des Hugo Cabret" geht. Aber irgendwie ist dieses Buch gerade so in aller Munde, hab ich das Gefühl, und dann wurde es ja auch noch verfilmt und läuft gerade (?) im Kino. Und das Buch sieht im Inneren total toll aus, jede Menge Zeichnungen und Illustrationen. Irgendwie ist das also recht schnell in meinem Warenkorb gelandet... Ich hab die gebundene Ausgabe, von der ich gehört habe, dass sie angeblich wohl nur noch schwer zu haben ist. (?) Also ich hab´s relativ leicht bekommen, bei Arvelle, sieht top aus!
"Divergent" - naja, davon spricht ja momentan auch gerade jeder (deutsch: "Die Bestimmung"). Diesmal hab ich auf meine lieben Mitblogger gehört und - im Gegensatz zu den "Tributen von Panem" - mich von dem Hype anstecken lassen und mir das Buch nun gleich bestellt. Anscheinend würde mir ja sonst wirklich etwas entgehen... Ich hab die Ausgabe mit einem anderen Cover als das "Übliche", aber eigentlich gefällt mir das ziemlich gut.
Und dann hab ich mir noch "Abends um 10" von Kate de Goldi bestellt, ein Buch für die Lieblingsbuch-Challenge. Der Inhalt klingt herrlich schrullig, genau das Richtige für mich :D

Freitag, 17. Februar 2012

Freitagsgedanken

Hach ja, schon wieder Freitag, wobei... eigentlich eher "zum Glück schon wieder Freitag", denn momentan hangele ich mich irgendwie ein bißchen von Wochenende zu Wochenende.
Was gibt´s lesemäßiges Neues bei mir?
Ob man es glaubt oder nicht, aber ich hänge immernoch an "Kyria & Reb", obwohl ich in dem Buch schon seit Tagen lese, immer ein paar Seiten pro Tag. Momentan fehlen mir noch 40 Seiten oder so, und ich bin mal optimistisch, dass ich die heute noch schaffe (^^). Das liegt nicht daran, dass das Buch schlecht ist, gar nicht; vergesst, was ich neulich über die Sprache gesagt habe, mittlerweile find ich´s richtig gut und manche Dialoge herrlich amüsant! Die Story ist auch nicht übel. Aber irgendwie zieht sich das Lesen gerade ein wenig bei mir, weiß nicht, wieso, das betrifft nämlich auch "Wasser für die Elefanten".
Ich warte auch ungeduldigst auf "Fünf" von Ursula Poznanski, das eigentlich schon gestern, allerspätestens aber heute hier hätte ankommen sollen - tjaja, hätte, könnte, sollte, wollte - nix ist! Jetzt hoffe ich stark, dass es morgen mit der Post kommt, nachdem mir die Lobeshymnen von Tine von diesem Buch schon den Mund wässrig gemacht haben, und mich das Buch jeden Tag auf einem Riiiiesenposter am Magdeburger Bahnhof anlächelt.
Eben habe ich online mal ausgecheckt, welche Autoren für Lesungen voraussichtlich zur Leipziger Buchmesse kommen, und... Leute, was soll ich sagen - mir bleibt nichts anderes übrig, als jeden Tag zur Buchmesse zu fahren (15.3.-18.3.) und von früh bis spät vor Ort zu sein, wenn ich wirklich alles sehen und hören will, was ich mir jetzt notiert habe :( Wer da alles kommt... ! U.a. Cassandra Clare, Alina Bronsky, Bettina Belitz, John Boyne, Kai Meyer, Ursula Poznanski, Bernd Perplies und und und... Wen es interessiert und wer mal schauen möchte, ob sein Lieblingsautor auch vorbeikommt, der kann z.B. HIER nachlesen und sich durch die Autorenlisten klicken. Hat denn jemand von euch vor, zur Buchmesse zu fahren? Auf wen freut ihr euch besonders?
Apropos "freuen": Ich freue mich auch gerade wie ein kleines Kind, denn am Montag ist es endlich soweit! (Achtung, das wird off-topic und hat nix mit Büchern zu tun!) The Maccabees, eine britische Band, sind eeeeendlich wieder in Deutschland unterwegs und kommen am Montag nach Berlin. Vor 3 Jahren habe ich sie zum ersten Mal gesehen und war HIN und WEG. Seit dem Tag warte ich, dass sie wieder in Deutschland aufschlagen, und endlich, zur Veröffentlichung ihres 3. Albums, kommen sie her :D Ich bin Montag abend mit am Start. Falls jemand spontan Lust haben sollte, auch mitzukommen, ich hab sogar noch ein Ticket übrig :)
Euch ein wunderhübsches Wochenende!

Wow-Cover

Die Inhaltsangabe finde ich zwar nicht so mitreißend, aber das Cover sticht einem ins Auge.

 

Melissa West: "Gravity"

In the future, only one rule will matter:
Don’t. Ever. Peek.
Seventeen-year-old Ari Alexander just broke that rule and saw the last person she expected hovering above her bed–arrogant Jackson Locke, the most popular boy in her school. She expects instant execution or some kind of freak alien punishment, but instead, Jackson issues a challenge: help him, or everyone on Earth will die.
Ari knows she should report him, but everything about Jackson makes her question what she’s been taught about his kind. And against her instincts, she’s falling for him. But Ari isn’t just any girl, and Jackson wants more than her attention. She’s a military legacy who’s been trained by her father and exposed to war strategies and societal information no one can know–especially an alien spy, like Jackson. Giving Jackson the information he needs will betray her father and her country, but keeping silent will start a war.

Mittwoch, 15. Februar 2012

Gewinnspiel bei Kastanies Bücher Blog

Kastanies Bücher Blog hat demnächst Geburtstag, und so wie ich das sehe, gibt´s zu diesem Anlass jede Menge tolle Bücher zu gewinnen. Vorab gibt es zudem mit ein wenig Glück schon mal 2 Exemplare des Buches "Sie und Er" von Andrea de Carlo zu ergattern. Alle Infos und Teilnahmebedingungen gibt es HIER nachzulesen.
Glückwunsch zum Bloggeburtstag!

Montag, 13. Februar 2012

"Das Spiel des Engels" - Carlos Ruiz Zafón

Fischer Verlag, 2008
24,95 Euro

Handlung:
Wir schreiben das turbulente Jahrzehnt vor dem Bürgerkrieg, als alles aus den Fugen gerät. Die Bevölkerung Barcelonas explodiert, die Stadt expandiert, Gaudí erschafft seine Kathedrale, Banden kontrollieren ganze Stadtviertel und die Anarchisten zünden ihre Bomben. Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine grossen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheissung und Versuchung zugleich ist. David kann nicht widerstehen und ahnt nicht, in wessen Bann er gerät...

Meine Meinung:
 
"Wissen Sie, was das Beste ist an den gebrochenen Herzen?" (...) "Dass sie nur ein einziges Mal wirklich brechen können. Alles andere sind bloß noch Kratzer." (S. 305)
 
Als ich vor vielen Jahren das erste Mal "Der Schatten des Windes" aufschlug und anfing, darin zu lesen, dachte ich, das wäre mein "Non-plus-ultra" der Literatur. Dieses Buch hatte einfach alles, was ich wollte, alles, von dem ich wusste, dass es mir gefällt, und einiges, von dem ich noch nicht wusste, dass es mir gefällt. Ich war Feuer und Flamme für dieses Buch. Bin es heute noch.
Verklärterweise dachte ich mir damals, dass fortan wohl jedes Buch des Herrn Zafón sich als ein solcher Schatz entpuppen würde, denn wer einmal so schreibt, der schreibt doch wohl auch öfter so. Ich war daher wohl eine der Ersten, die 2008, als "Das Spiel des Engels" erschien, eben dieses Buch am Erscheinungstag öffnete und mich hineinstürzte, las... und auf den Funken zum Überspringen wartete, der mich auch hier wieder einfangen würde. (Ich bin heute sehr metaphorisch, was?)
Dieser Funke kam nicht. Stattdessen ein fades Gefühl, dieser unsägliche Gedanke, dass dieses Buch irgendwie nichts halbes und nichts ganzes ist. "Das Spiel des Engels" gefällt mir nicht. Hat mir damals, beim ersten Lesen nicht gefallen, und gefällt mir auch heute, beim 2. Lesen, nicht. Mein Problem: ich kann nicht wirklich festmachen, woran das liegt. Denn im Prinzip sind hier viele Aspekte ebenso vorhanden wie in "Der Schatten des Windes", die mich dort absolut sprachlos gemacht und fasziniert haben, die mich hier aber nur genervt haben.
Zum einen sollte ich da wohl den Sprachstil des Autoren erwähnen - ich liebe die Art, wie Herr Zafón Dinge formulieren, Umstände zum Ausdruck bringen kann, in einer so melodischen und klangvollen Sprache. Hier dagegen war mir das an vielen Stellen zuviel. Dieses zwanghafte "in Metaphern sprechen", hier noch ein Sinnbild eingebaut, da noch ein Vergleich; das wirkte auf mich alles zu bemüht, überhaupt nicht mehr locker, sondern eher so, als wäre hier lange an jedem einzelnen Satz gefeilt worden. Vor allem in den Dialogen hat mir das häufig nicht gefallen, weil... nun ja, so sprechen 2 Menschen einfach nicht miteinander, auch nicht in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Die Atmosphäre von Barcelona in der Vor- und Nachkriegszeit ist einfach wunderbar eingefangen, so dicht und passend, dass es geradezu Spaß macht, gedanklich zusammen mit David durch die Straßen zu spazieren. Trotzdem wurde hier nicht dieses unbeschwerte leichte Gefühl vermittelt, das mich bei Daniel Sempere und seiner Suche nach Julian Carax erwischt hatte.
"Das Spiel des Engels" weist in typischer Zafón-Manier geheimnisvolle Fremde, unerklärliche Verstrickungen, mysteriöse Zusammenhänge auf, Personen, die auf der Suche nach sich selbst und etwas sind, das sich nicht in Worte fassen lässt - weil sie es selbst nicht wissen. Die Fantasie, die der Autor dabei beweist, ist ohne Zweifel als bemerkenswert zu beschreiben, allerdings erschien mir in diesem Buch vieles recht lieblos zusammengeschrieben und voller unerklärter Details. Die Rahmenhandlung um Andreas Corelli als fiesen und dennoch gutmeinenden Bösewicht (?) leuchtete mir, ehrlich gesagt, bis zum Schluß nicht ein, und das Ende...hat mich leider völlig ratlos zurückgelassen. Vielleicht geht es da auch nur mir so, aber mir ist, als hätte ich wesentliche Aspekte in der Geschichte um Corelli nicht verstanden oder schlicht "überlesen".
Schließlich - und das mag ein recht profaner Grund sein, man möge mir verzeihen - mag ich "Der Schatten des Windes" lieber, weil es mich mit einem Happy End bedient. Das Ende von "Das Spiel des Engels" ist mir zu undurchsichtig, als Leserin weiß ich eigentlich gar nicht, woran ich bin.
 
Fazit:
Eigentlich wollte ich das Buch nicht ständig mit seinem Vorgänger "Der Schatten des Windes" vergleichen, was nun aber doch passiert ist. Letztlich ist mir "Das Spiel des Engels" zu verwirrend, zu wenig aussagekräftig, zu sehr darum bemüht, nach dem erfolgreichen Vorgänger, dem Weltbestseller, wieder ein tolles, mitreißendes Buch zu werden. Das hat in meinen Augen nicht so geklappt, mich hat es nicht annähernd so berührt, wie ich es mir gewünscht hätte. Letztlich gebe ich 3 von 6 Bücherstapel.
 

Sonntag, 12. Februar 2012

In my mailbox...

2 neue Bücher zogen in dieser Woche in mein Regal ein, darunter ein Buch für die Lieblingsbuch-Challenge und ein gewonnenes Exemplar.
"Wasser für die Elefanten" wollte ich schon lange lesen, da war es nur gut, dass irgendjemand dieses Buch für die Lieblingsbuch-Challenge vorgeschlagen hat (ich liebe es, eine Ausrede fürs Bücherkaufen zu haben). Das hab ich mittlerweile auch schon angefangen und musste - merkwürdigerweise - schon auf Seite 3 total lachen wegen eines Satzes, der eigentlich gar nicht lustig ist. (Höchstens ein bißchen.) Weitere derartige Lacher gab´s bisher zwar nicht auf den folgenden Seiten, aber mir gefällt das Buch bis jetzt trotzdem ganz gut. Dummerweise habe ich die ganze Zeit die Personen aus der Verfilmung vor Augen, wenn ich lese, und das, obwohl ich den Film nicht mal kenne. Aber es reicht ja schon, sie vorn auf dem Cover zu sehen (jaa, meine Schuld, die Ausgabe war ein wenig billiger, da hab ich halt die genommen, hätt´ ich vielleicht nicht machen sollen), um ständig Reese Witherspoon neben Robert Pattinson vor Augen zu haben - ein Filmpärchen, das in meinen Augen gar nicht geht. Wer hat die beiden denn zusammen gecastet?
"Kyria & Reb" habe ich auch begonnen, und auch wenn ich gespannt bin, wie sich die ganze Handlung entwickelt, fühle ich mich bisher definitiv nicht berauscht davon. Ich hab schon soviel gutes über dieses Buch gelesen, aber die Sprache kann damit wohl nicht gemeint sein. Diese coolen, lässigen Sprüche von Reb, dieses ständige "Hey" und "Princess" - ich schüttele mich schon. Fehlt nur noch ein "Yeah". Na mal sehen, ob die Handlung das rausreißen kann.

Sara Gruen: "Wasser für die Elefanten"
Das schwierigste Kunststück: die Liebe zu finden. Amerika 1931, die Wirtschaftskrise hat das Land fest im Griff. Da kann der junge Tierarzt Jacob Jankowski von Glück reden, als ihm ein Job beim Zirkus angeboten wird. Auch wenn es ein sehr bescheidener Zirkus ist: Nicht einmal einen Elefanten gibt es. Dafür eine wunderschöne Kunstreiterin. Doch Marlena ist verheiratet mit dem wahnsinnigen Dompteur. Irgendwann findet sich doch eine, wenn auch sehr eigensinnige Elefantendame. Keiner kann mit Rosie umgehen – bis Jacob ihr Geheimnis enthüllt. Und als sich gerade alles zum Guten zu wenden scheint, nimmt eine Tragödie ihren Lauf ...

Andrea Schacht: "Kyria & Reb"
Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Das geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems New Europe . Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebell aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Doch schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie zu vernichten. Zum Glück hat Kyria Freunde an ihrer Seite und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt ...

Samstag, 11. Februar 2012

"Devoted" - Hilary Duff

Reihe:
1. Elixir
2. Devoted
3. ???

Handlung:
Since Sage was kidnapped, Clea has no way of knowing if he is alive or dead. And even though she has only just discovered they were soulmates, she feels like a part of her is lost forever. What’s worse, she can’t even turn to her best friend Ben—because every time she looks at him, all she sees is his betrayal.
But waiting for something to happen is not an option, so Clea is ready for action. Suffering through dreams of seeing Sage with another woman, she makes an uneasy alliance with Sage’s enemies and sets out to be reunited with Sage...in this life or the next.

Meine Meinung:
Auf „Devoted“, den zweiten Teil in der „Elixir“-Reihe, war ich so gespannt, dass ich es mir noch während des Lesens des ersten Teils „Elixir“ bestellt habe. Nach dem unverschämten Cliffhanger dort geht die Geschichte um Clea und Sage hier praktisch unmittelbar weiter - allerdings leider nicht annähernd so mitreißend wie noch im Auftaktband.
Tatsächlich hat Hilary Duff (unter Mithilfe von Elise Allen, wie auf Seite 1 hingewiesen wird) hier einen recht zähen und langatmigen Mittelteil zusammengeschrieben, dem es ein wenig an Pepp fehlt. Während im ersten Teil von „Devoted“ das Leben von Clea einmal mehr wie ein Bilderbuch dargestellt wird - keine Geldsorgen, keine Zeitsorgen, Hobby zum Beruf gemacht, talentiert und obendrein noch VIP -, versumpft die Spannung mit ansteigender Seitenzahl immer mehr und man fühlt sich beim Lesen irgendwie ausgebremst. Die zahlreichen Verwicklungen und „Verfluchungen“, mit denen sich die beiden gegnerischen Gruppen, die hinter Sage her sind, konfrontiert sehen, werden zunehmend komplexer. Das führte dazu, dass ich nach einer Lesepause eigentlich immer erst einzelne Seiten nochmals lesen musste, um mir die Zusammenhänge wieder ins Gedächtnis zu rufen - was schon irgendwann genervt hat.
Genervt hat mich hier auch Clea, was ich eigentlich schade finde. Denn in „Elixir“ erschien sie mir trotz ihres Status´ und ihrer Lebensführung recht sympathisch, charakterstark, eigenwillig und zielstrebig, mit dem Zeug zu einer wunderbaren Freundin. In „Devoted“ zeigt sie sich jedoch von einer bis dato unbekannten Seite, nämlich völlig egoistisch. Ihre Motive leuchten an vielen Stellen nicht ein, ebenso manche Sachen, die sie sagt, oder die sie ihren Freunden „antut“ - und ohne Erklärung. Schade!
Der Leser ist daher geneigt, anzunehmen, dass diese Wesensänderung vermutlich hervorgekehrt wird durch ihre Sorge und Sehnsucht um Sage. Genau da liegt aber der nächste meiner Mäkelpunkte. Denn (Achtung, dicker Spoiler!!) im ersten Teil lernten sich Clea und Sage kennen und - nun gut - auch lieben. Zwischen den beiden lief etwas und die akute Verliebtheit konnte man den beiden schon abnehmen als Leser. Aber mehr war da doch eigentlich nicht, wenn man mal ehrlich ist. Dass jetzt hier im zweiten Teil stets und ständig dargestellt wird, wie sehr die beiden zusammengehören und was für eine schöne Zeit beide zusammen hatten, dass es sich hier um die unsterbliche große Liebe handelt - das ist einfach zu dick aufgetrumpft und dadurch unglaubwürdig. (Spoiler Ende!)
Und dann... Du lieber Himmel, was ist das denn für ein Ende?! Ich habe mir schon lange nicht mehr beim Lesen einer letzten Buchseite an den Kopf gefasst - hier ist es aber doch passiert. Das Ende dieses Teils ist so... schlecht und konstruiert und abgenutzt und zum innerlich-aufseufzen..., dass es schon fast wieder gut gemacht ist und vor allem einen mordsmäßig gemeinen Cliffhanger beinhaltet. Jetzt heißt es: Warten auf den nächsten Teil, den ich auf jeden Fall noch lesen will, auch wenn mich dieser zweite Teil nicht so sehr begeistern und mitreißen konnte wie noch „Elixir“.

Fazit:
3,5 von 6 Bücherstapel.

Freitag, 10. Februar 2012

Freitagsgedanken

Gab schon lange keine Freitagsgedanken mehr von mir. Aber jetzt ist mir gerade danach und zufällig ist ja heute auch Freitag ;)

Stimmungslage:  Bin heute irgendwie ein bißchen verliebt drauf.

Lesestoff:  Ich hab in dieser Woche fleißig in "Das Spiel des Engels" gelesen, das ich einerseits für die 2.Chance-Challenge, zum anderen für die Themenchallenge von Neyasha lese. Wieder lese, denn das hab ich vor 2 oder 3 Jahren schon mal gelesen. Heute werde ich das wohl beenden, bin allerdings auch jetzt ebenso "verstimmt" von der Geschichte wie damals schon. Das Buch ist leider nicht so der Bringer. Und dann bin ich ein bißchen am Hadern mit mir selbst, ob ich im Anschluss mit "Kyria & Reb" von Andrea Schacht anfange - das habe ich ja beim Egmont Ink-Verlag gewonnen. Irgendwie hänge ich immer noch Katniss und Peeta nach, die ich in den letzten Tagen kennenlernen durfte, und ich weiß nicht, ob ich so in der Stimmung bin, jetzt ein "ähnliches" Buch zu lesen, was meinen Eindruck der "Tribute" irgendwie überlagern könnte. Wirr, ich weiß, aber es ist so. Vielleicht entscheide ich mich daher auch spontan für irgendetwas anderes.
Schließlich habe ich auch "Winterkill" von Josh Ericson wieder angefangen zu lesen, zum zweiten Mal, nachdem ich beim ersten Lesen das Buch schon nach der Hälfte entnervt abgebrochen habe. Ich komme irgendwie nicht so klar mit den Figuren und der Art und Weise, wie sie sich unterhalten und was sie reden. Wirkt alles so gekünstelt. Aber ich denk mir, ich gebe dem Buch noch ne Chance und lese es daher passenderweise für die 2. Chance Challenge, auch wenn ich jetzt schon am Augen-verdrehen bin, obwohl ich noch nicht mal ein Viertel gelesen habe. Das ist mein Badewannen-Buch, d.h. ich lese es momentan, wenn ich in der Badewanne bin - etwas, was ich eigentlich NIE tue (also beim baden lesen), weil ich es hasse, wenn Bücher nass werden. Aber bei diesem Buch ist es mir irgendwie völlig schnurz, ob sich die Seiten wellen - ... naja, vielleicht merkt man, dass ich mit diesem Buch echt auf Kriegsfuß stehe... Ach ja, und "Devoted" von Hilary Duff hab ich ja auch noch rumliegen, bin jetzt bei der Hälfte. Soviel schon mal vorab: der erste Teil "Elixir" ist weitaus besser als dieser Fortsetzungsband. Leichte Enttäuschung macht sich breit.

Sonstiges:  Habt ihr schon diesen fetzigen "Hunger Games"- Countdown zum Kinostart hier rechts oben gesehen? Den fand ich so toll, wie da das Feuer startet und dann sogar noch mit knisternder Feuer-Sound- Untermalung - das musste ich haben, hab ich mir gedacht. Ich hab dafür gestern extra ein wenig an meinem Blog-Layout rumgebastelt, denn ich musste erst die Sidebar umkrempeln, damit dieses Widget (boah, ich hasse Computersprache!) auch so reinpasst.

Mucke:  Diese Woche gibt´s mal wieder was auf die Ohren. Das Lied hab ich vor ein paar Wochen zufällig auf meinem iPod entdeckt (jaa, das klingt jetzt komisch, aber ich wusste wirklich nicht mehr, dass das auf meiner Songliste schlummert...) und hör es seitdem immer in einer Dauerschleife, wenn meine "random"- Wiedergabe dort landet. Nicht mehr der neueste Song, aber gerade in der Acoustik-Version find ich ihn wunderschön. Bitteschön: The Cure mit "Cut here".


Mittwoch, 8. Februar 2012

Vorschau: Jennifer Benkau "Dark canopy"

Im März erscheint "Dark canopy" von Jennifer Benkau im Script5 Verlag und schon der Trailer lässt eine sehr düster-apokalyptische Atmosphäre vermuten, was die Inhaltsangabe nur noch bestätigt. Nachdem ich durch die "Tribute von Panem" neulich nun doch ein wenig auf den Geschmack dystopischer Literatur gekommen bin, bin ich jetzt spontan Feuer und Flamme für diese Neuerscheinung :)


Inhalt:
Die Percents, für den dritten Weltkrieg geschaffene Soldaten, haben die Weltherrschaft übernommen und unterjochen die Menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des Systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige Joy gegen das Gewaltregime. Doch dann fällt sie dem Feind in die Hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen Monstern Menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr ...

Sonntag, 5. Februar 2012

"Die Tribute von Panem 1-3" - Suzanne Collins

Handlung:
Ach komm, weiß doch eh jeder, worum es hier geht. Ich bin halt nur ziemlich spät auf diesen Zug aufgesprungen...

Meine Meinung:
Vor ein paar Tagen habe ich also spontan zu „Tödliche Spiele“, dem ersten Teil der „Tribute von Panem“ gegriffen und musste feststellen, dass ich nicht mehr aufhören konnte, darin zu lesen. (Für alle Interessierten: meinen kleinen Gedankenausbruch kann man hier nachlesen.) Teil 2 und 3 folgten ihrem Vorgänger in mein Bücherregal, und die letzte Buchseite des 3. Teils, „Flammender Zorn“, habe ich nun gerade zugeklappt.
Jetzt sitze ich hier und bin völlig erschlagen von dem, was ich da in den letzten Tagen gelesen habe. Und gleichzeitig denke ich mir, dass ich nun nicht so ohne Weiteres einfach zu einem neuen, anderen Buch greifen und was Neues lesen kann - weil diese Geschichte einfach gerade zuviel Platz in meinem Kopf einnimmt. Ich kann sie gar nicht abstellen, und irgendwie will ich das auch nicht. Tatsächlich glaube ich, dass ich ab jetzt - zumindest für eine sehr lange Zeit - jedes Buch unwillkürlich mit dieser Reihe vergleichen werde, auch wenn ich das eigentlich gar nicht möchte. Und dass es sein kann, dass viele bei diesem Vergleich den Kürzeren ziehen werden. Die „Tribute“ haben mich eingefangen, einmal kräftig durchgeschüttelt und vorhin wieder ausgespuckt. Diese Gedankenspiele und Themen, die hier angesprochen, angeschnitten und durchgespielt wurden, sind zumindest bei mir nicht einfach so spurlos zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen, sondern kreisen noch immer irgendwo in meinem Kopf herum. Diese ständige Konfrontation mit den Fragen, die ich mir als Leserin unweigerlich selbst gestellt habe: „Wie weit würde ich gehen? Könnte ich in dieser Situation genauso handeln?“ und „Wie um alles in der Welt konnte die Erde so vor die Hunde gehen? Wie konnte es so weit kommen?“ - das rüttelt jetzt noch an mir.
Aber ist es nicht letztlich genau das, worum es beim Lesen geht? Dass eine Geschichte mich dermaßen ergreifen und mitnehmen kann, dass ich mich für eine Weile wirklich völlig darin verlieren kann, dass ich mir beim Aufschauen wirklich erst wieder vor Augen halten muss, dass ich mich im 21.Jahrhundert befinde, es keine Hungerspiele gibt, ich mir im Gegensatz zu Katniss keine Eichhörnchen selbst schießen muss, dass ich in meinem Leben wohl nicht erfahren muss, wie es ist, eingesperrt in einer Arena zu sein, nur mit dem Ziel, irgendwie zu überleben.
Vor ein paar Tagen habe ich noch rumgemurrt, dass ich mal wieder total Lust auf einen "Pageturner" habe, ein Buch, das mich völlig mitnimmt und vom Hocker reißt. Ich hab´s gefunden.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich lass das erstmal so sacken.


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