Dienstag, 31. Januar 2012

Glücksdienstag

1. Endlich hab ich die komplette Panem-Trilogie daheim stehen. Wurde auch Zeit ;)


2. "Kyria & Reb" von Andrea Schacht beim Egmont Ink- Gewinnspiel auf Facebook gewonnen! Das gibt´s nicht!! :D

3. Neuer Job in Aussicht!!! Heute abend muss ich mir erstmal mein Grinsen abschrauben ;)

Freitag, 27. Januar 2012

"The statistical probability of love at first sight" - Jennifer E. Smith

Handlung: 
Who would have guessed that four minutes could change everything? Today should be one of the worst days of seventeen-year-old Hadley Sullivan's life. She's stuck at JFK, late to her father's second wedding, which is taking place in London and involves a soon to be step-mother that Hadley's never even met. Then she meets the perfect boy in the airport's cramped waiting area. His name is Oliver, he's British, and he's in seat 18C. Hadley's in 18A. Twists of fate and quirks of timing play out in this thoughtful novel about family connections, second chances and first loves. Set over a 24-hour-period, Hadley and Oliver's story will make you believe that true love finds you when you're least expecting it.

Meine Meinung:
Bist du auf der Suche nach einem „Wohlfühl“- Buch? Ein Buch, das dich aufseufzen lässt, weil´s irgendwie schön ist?
Das dir in Lesepausen in deinen Gedanken hin- und herschwirrt, solange, bis du dann doch wieder danach greifst und weiterliest?
Ein Buch, das dich völlig vereinnahmt? Das dazu führt, dass du beinahe deine Haltestelle während einer Zugfahrt verpasst?
Möchtest du mal wieder ein Buch lesen, in dem absolut NICHTS fantastisches, übersinnliches, nicht-von-dieser-Erde-stammendes, nichts Vampir-Elfen-Gestaltwandler-Artiges auftaucht? Sondern nur völlig normale Menschen wie du und ich?
Hast du Lust auf ein Buch, das beschreibt, wie man sich fühlt, wenn seine Familie nicht der typischen „Heile Welt“- Familie entspricht, und man sich damit herumschlagen muss?
Willst du ein Buch lesen über 2 junge Menschen, die sich durch einen Zufall kennen lernen und merken, dass sie sich nicht mehr aus dem Kopf gehen?
Suchst du ein Buch, bei dem du am Ende beim Zuklappen ein Lächeln auf den Lippen hast?
Möchtest du wissen, wie groß die statistische Wahrscheinlichkeit ist, sich auf den ersten Blick in jemanden zu verlieben?
Dann lies „The statistical probability of love at first sight“.


Fazit:
Mehr hab ich dem gar nicht hinzuzufügen. Volle Punkt... äh, Bücherstapelzahl.

"Die Schattenträumerin" - Janine Wilk

Thienemann/ Planet Girl Verlag, 2012
14,95 Euro

Handlung:
In der Nacht verwandelt sich Venedig. Das Wasser in den Kanälen flüstert leise, Schatten legen sich über die kleinen Gassen - und Francesca träumt: Immer näher und näher kommt ihr schrecklicher Verfolger, schon spürt sie seinen Atem im Nacken - und wacht schweissgebadet auf. Von ihrer Grossmutter erfährt sie, dass die wiederkehrenden Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Einem tödlichen Fluch, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein Buch von dämonischer Natur kann den Fluch lösen und Venedig davor bewahren, in den Fluten zu versinken. Doch um es zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine atemlose Jagd beginnt ...

Meine Meinung:
Schöne Geschichte um einen Familienfluch, der obendrein auch noch in Venedig spielt. Die Bilder von Venedig, die Frau Wilk durch ihre Beschreibungen heraufbeschwört, machen direkt Lust, die eigene Tasche zu packen und selbst nach Venedig zu fahren, um sich den Markusplatz oder die Rialtobrücke selbst anzusehen. Wer schon mal da war, der weiß, was für einen besonderen Reiz, welchen "Zauber" diese Stadt auf seine Besucher hat. Venedig ist wie eine kleine Welt für sich, und das hat die Autorin wunderbar in Worte gefasst. Besonders "gut" hat mir dabei gefallen, dass sie eben nicht nur die Glanzseiten dieser Stadt, die im Wasser steht, beschreibt, sondern im Gegensatz auch nicht davor zurückschreckt, die dreckigen und engen Straßen und Gassen darzustellen, die verrottenden Holzbalken im Wasser, die gruseligen Nebelschwaden, die durch die Stadt ziehen, wenn die Sonne gerade nicht scheint und dadurch manch eine Ecke besser verborgen bleibt. Hier gibt es eben nicht nur Glanz und Kunst und viel Geschichte - nein, Venedig ist letztlich auch nur eine Stadt, die sich dem Verfall und dem stetigen Abwandern ihrer Einwohner gegenüber sieht.
Ich finde es eine wunderbare Idee, in diesem Rahmen dann eine Geschichte über einen Familienfluch zu schreiben, der die Familie de Medici seit Jahrhunderten heimsucht. Ja, die Familie de Medici, mittlerweile allerdings nur noch ein Schatten ihrer Selbst. Francesca ist der einzige Nachkomme dieser einst ruhmreichen Herrscherfamilie; die Einzige, die heute noch den Familiennamen trägt. Und genau deswegen ist auch sie vom Fluch betroffen: seit Jahren plagen sie nachts Albträume, die immer schrecklicher, immer realer werden. In Venedig gelingt es ihr anhand einiger Nachforschungen ihres Großvaters, der dem Fluch ebenfalls zum Opfer gefallen ist, ein wenig Licht ins Dunkle dieses Fluchs zu bringen und sieht sich plötzlich einer enormen Verantwortung gegenüber: sie muss Venedig vor einem Dämon retten, der droht, die Stadt für immer in den Fluten versinken zu lassen...
An und für sich hab ich nichts auszusetzen, ich hatte viel Spaß beim Lesen. Über kleine Unstimmigkeiten im Text wie z.B. den tröstenden Satz "Wir werden sehen" aus dem Munde einer Blinden kann man sicher hinweg sehen. Das Einzige, das ich jedoch leider nicht ganz gelungen finde: Francesca ist mir zu jung. Das ist natürlich eine merkwürdige Ansage, denn prinzipiell eignen sich Bücher mit jungen Hauptprotagonisten natürlich auch für eine entsprechend jüngere Leserschaft. Aber mein Problem war auch nicht, dass mir Francesca zu jung für mich und meinen Lesespaß erschien, sondern zu jung für ihren Charakter, der ihr hier zugeschrieben wurde. Francesca soll 13 sein, und das habe ich ehrlich gesagt bis zum Schluß nicht recht glauben können. Sie wirkt viel älter, abgeklärter, reifer, vor allem in den Dingen, die sie sagt und denkt, in der Selbständigkeit, die sie an den Tag legt, mit ihrem Verständnis, was für eine Rolle sie für die Zukunft Venedigs spielt. In meinen Augen hätte sie ruhig 2, 3 Jahre älter sein können, das hätte ich ihrer Figur vermutlich eher abgenommen. Trotzdem ist sie eine gut gewählte und glaubhafte Heldin.
Das Ende hat in meinen Augen klitzekleine Schwächen, da hätte ich mir einen Tick "Mehr" gewünscht, denn so kommt es leider 1. etwas holterdipolter und 2. ein wenig unspektakulär daher.
Noch ein Wort zum Aussehen: Sehr schön fand ich die Gestaltung des Buches; zum einen sieht das Cover vielversprechend aus, vor allem ist aber auf jeder einzelnen Buchseite ein kleines schwarzes Ornament in den Ecken aufgedruckt, was ich wirklich außergewöhnlich hübsch finde.

Fazit:

"Die Schattenträumerin" ist eine schöne runde Geschichte mit abgeschlossenem Ende, die ich zwar eher einer jüngeren Leserschaft (ab 12) empfehlen würde, an der aber auch Erwachsene ihre Freude haben dürften. 4,5 von 6 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Thienemann/ Planet Girl Verlag für das Rezensionsexemplar!

Dienstag, 24. Januar 2012

Aaaargh!!! Ich hab´s gewusst!

Ich hab´s befürchtet und natürlich ist es genau so gekommen: Ich bin den "Tributen von Panem" verfallen :(
Ewig hab ich einen Bogen um diese Geschichte gemacht, hab es abgelehnt, mir das erste Buch zu kaufen, weil... "Dystopie? Pah, nix für mich. Und überhaupt, alle Welt redet davon, das ist sicher nur wieder so ein aufgebauschter Hype wie damals bei Twilight, und das Buch ist bestimmt gar nicht so gut." Das war mein O-Ton bis vor einigen Wochen. Dann ist mir "Tödliche Spiele" sozusagen mal in die Hand gefallen, als ich es nämlich für unglaubliche 6 Euro als Mängelexemplar hätte haben können, obwohl es wie neu und druckfrisch aussah. Ich hab´s also mitgenommen und in mein Regal gelegt. (^^)
Dann hab ich mir neulich gedacht, dass ich für die "Von Liebe, Tod und Ehre"- Challenge ja auch eine Dystopie lesen könnte. Und gerade erst letzte Woche haben mir wieder so viele Leute gesagt, dass "Die Tribute von Panem" so toll wären und sie es nicht fassen können, dass ich - als Lesesüchtige - das noch nicht gelesen hätte.
Na gut, dann ist es wohl soweit, hab ich mir gedacht und mir das Buch geschnappt und mal reingelesen. Und VERFLIXT!!!! Ich kann gar nicht mehr aufhören!!! Ich nutze seit gestern jede freie Minute, die ich irgendwie erübrigen kann; meine Augen fliegen schon über die Seiten und auch wenn ich gestern eigentlich lange lesen wollte, sind mir gegen 1 Uhr nachts dann doch irgendwann die Augen zugefallen. Jetzt kribbelt´s mir in den Fingern, weil ich *nägel kau* WEITERLESEN will und nicht kann, weil ich ja (*räusper* eigentlich) arbeiten muss, aaaaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhh! Oh Gott, wie das wohl ausgeht?! Bitte bitte, gibt´s da ein Happy End?! Ich bin eine Happy-End-Verfechterin, ich liebe Happy Ends... Ohhh, bitte lass es gut enden *murmel murmel*
Oh Gott, ich hab sowas befürchtet :( Dieser Gedanke, dass mir die Story gefallen könnte und das zum "Problem" wird, kam gleich nach der Befürchtung, dass es mir nicht gefallen könnte. Warum das ein "Problem" ist? Weil ich jetzt ganz dringend die beiden nächsten Bücher brauche!! Ich bin zwar mit Teil 1 noch nicht durch, aber... OMG, die Vorstellung, danach nicht sofort weiter lesen zu können - grausam!!! (So muss sich eine Sucht anfühlen.) Ich glaube, ich muss nachher auf dem Nachhauseweg mal irgendwo bei Thalia reinschnipsen und ... Geld ausgeben :(
Ich möchte jetzt nur mal eben in die Runde sagen: ihr seid Schuld! Ihr habt mich zum Lesen dieses Buches angestiftet. Jetzt krieche ich hier wegen euch auf dem Zahnfleisch, weil das Buch in meiner Tasche, die neben mir steht, leise ruft "Lies mich! Jetzt lies mich doch endlich weiter!"...

Montag, 23. Januar 2012

Stöckchen

Der liebe Kix hat mir ein "Stöckchen" zugeworfen. Ich hab schon ewig keins mehr beantwortet, allerdings auch schon lange keins mehr gekriegt. Also lass ich mich mal drauf ein und überlege scharf. Wenn ich allerdings schon die erste Frage sehe,... herrje...

Hast du dich schon mal in eine Figur aus einem Roman verliebt? Welche war das?
Da muss ich jetzt echt erstmal kurz überlegen. Alsoooo, ich glaube, so richtig "verliebt" in eine Romanfigur hab ich mich noch nicht, mir passiert sowas nur mit realen Personen. Allerdings hab ich natürlich schon Bücher gelesen, in denen Figuren vorkommen, die einfach unglaublich toll sind in ihrer Art, die ich mir ziemlich attraktiv vorstelle, oder die einfach ein Gesamtbild abgeben, das ich mit "Wow" betiteln würde. Die mir dann auch länger nicht aus dem Kopf gehen. Ich glaube, ich erspare mir die Schmach und verzichte darauf, hier jemand spezielles zu benennen. :D

Wenn ein Einbrecher alle deine Bücher klauen würde, was würdest du dann tun?
1. Mich fragen, wie zur Hölle das passieren konnte.
2. Wahrscheinlich heulen ohne Ende.
3. Mich fragen, warum derjenige teils alte und stark ausgelesene Bücher mitnimmt, aber beispielsweise meinen Laptop oder den iPod liegen lässt. o.O
4. Vermutlich alles Geld, das ich locker machen kann, in neue Bücher investieren.
5. Dann noch mehr heulen, weil da Bücher dabei waren, die man nicht mehr kaufen kann, oder die mir einfach sehr am Herzen lagen.
6. Mir vielleicht doch auch mal einen Kindle zulegen?! *zweifel*

Stell deinen mp3 player auf Zufallswiedergabe. Welches Lied kommt?
"Good time" von den Counting Crows. So schön und so traurig.

An welchem Ort / in welchem Land spielt dein aktuelles Buch?
Also ich lese gerade "Die Tribute von Panem", Teil 1, und das spielt (haha) offensichtlich in "Panem", was früher wohl mal Nordamerika gewesen sein soll. Und dann lese ich noch "The statistical probability of love at first sight", welches in einem Flugzeug spielt, das sich gerade irgendwo zwischen New York und London befindet.

In welcher Literaturverfilmung hättest du gern die Hauptrolle?
Eigentlich in gar keiner. Ich glaub, ich bin als Schauspielerin nicht wirklich geeignet; und als Hauptrolle schon gleich gar nicht. Ich wär lieber eine aus der Filmcrew, die "backstage" alles managen darf und eher zugucken kann.

Für was gibst du im Monat am meisten Geld aus, außer für Bücher?
Hm. Abgesehen von den üblichen "Lebenshaltungskosten" geht ne Menge Geld wohl auch für H&M-Rechnungen, unsinnige ebay-Spontankäufe und Konzertkarten drauf.

Was sagst du zu jemandem, der behauptet Bücher seien langweilig und nur was für alte Leute?
Mit so jemandem rede ich nicht. (Abgesehen davon, was haben Bücher und lesen mit "alten Leuten" zu tun?? Der Zusammenhang erschließt sich mir gar nicht...)

Über was hast du dich zuletzt so richtig geärgert?
Zur Zeit oft über mich selbst. Und ansonsten... über meinen Chef in der letzten Woche.

Mit welcher fiktiven Romanfigur würdest du deinen Urlaub verbringen wollen, und wo würde es hingehen?
Also bei einem Urlaub könnten z.B. dabei sein: Grover aus der Percy Jackson-Reihe, dann wär´s lustig, Leslie aus der Edelstein-Trilogie, dann wär eine 1a Freundin dabei, und Jace, dann hätte ich auch was fürs Auge ;)
Und wo würde es hingehen? Keine Ahnung, vielleicht nach Mittelerde, da ist sicher was los.

Hast du jemals ein Buch einfach so gekauft, ohne Klappentext und Autor zu kennen? Hast du es danach bereut oder warst du positiv überrascht?
Also den Klappentext überfliege ich eigentlich immer, egal, wann und wo ich ein Buch sehe; sobald ich es in der Hand habe, wird es umgedreht und kurz geschaut, worum´s geht. Allerdings habe ich mir natürlich schon Bücher von Autoren gekauft, die ich nicht kenne. Ich hab mir auch schon Bücher gekauft, nur weil ich das Cover so schön fand bzw. da jemand drauf war, der mir gefallen hat. Da würde mir spontan "Glass Collision" von Annette Mackey einfallen, ein Buch, das ich echt nur wegen des Kerls auf dem Cover gekauft habe. (Bis heute noch nicht mal reingelesen *hüstel*)

Unter welchen Umständen könntest du deinen Monats-Leserekord noch brechen?
Ich hab keine Ahnung, wo mein Leserekord liegt. Aber da ich arbeite und erfahrungsgemäß auch am Wochenende nie so zum Lesen komme, wie ich mir das vornehme, würde ich wohl einen Rekord aufstellen, wenn ich mal konsequent einfach nichts anderes mache als... zu lesen. Sprich von früh bis spät ein Buch vor der Nase zu haben und nichts anderes tun zu müssen. Und das mehrere Tage hintereinander. Dann würde ich wahrscheinlich mal richtig vorankommen, was ungelesene Bücher in meinen Regalen betrifft; andererseits hätte ich vermutlich spätestens an Tag 3 höllische Kopfschmerzen vom vielen Lesen.

So, das war´s schon. Möge sich das "Stöckchen" mitnehmen, wer mag :)

Sonntag, 22. Januar 2012

In my mailbox... + Arvelle

Ich hab Arvelle für mich entdeckt. Bisher bin ich ja fleißige Käuferin bei Jokers, aber nun konnte ich mich schon 2x vom Service bei Arvelle überzeugen und bin ziemlich zufrieden. Dort (ebenso wie bei Jokers) gibt es Bücher als Mängelexemplare ziemlich billig zu kaufen, und das, obwohl die Bücher oftmals in einem top Zustand sind - teilweise sogar noch original in Folie verpackt. Daher habe ich also bei Arvelle etwas zugeschlagen (ok, ich hatte auch einen 15%-Gutschein), und darf mir jetzt zu Büchern gratulieren, die ich als Mängelexemplare gekauft habe, die aber noch in Folie eingeschweißt bei mir ankamen. Es handelt sich dabei um Klassiker der Literatur, einfach, weil ich sie noch nie gelesen habe und das gern nach und nach ändern möchte. "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" von R.L. Stevenson, "Frankenstein" von Mary Shelley und "Das Phantom der Oper" von Gaston Leroux dürften sicher jedem etwas sagen und die Handlungen zumindest im Groben bekannt sein, daher spare ich mir an dieser Stelle Inhaltszusammenfassungen. Diese Ausgaben sind unter der Rubrik "Mitternachtsbibliothek" beim Arena Verlag erschienen.


Neulich habe ich schon erwähnt, dass ich mir die Fortsetzung des Buches "Elixir" von Hilary Duff, "Devoted", gleich bestellt habe, weil ich wissen will, wie es weitergeht mit Clea. Das kam diese Woche auch an. An dieser Stelle kann ich übrigens auch jedes Rätselraten, ob H. Duff denn nun selbst geschrieben hat oder nicht, beenden; im Gegensatz zu "Elixir" steht bei "Devoted" nämlich vorn drin: "Hilary Duff with Elise Allen". Eine Inhaltsangabe dieses zweiten Teils spare ich mir ebenfalls, um den möglichweise interessierten Lesern nichts vorweg zu nehmen oder zu verraten, immerhin erscheint "Elixir" im April auch auf deutsch.

"Meeresflüstern" - Patricia Schröder

Coppenrath Verlag, 2012
16,95 Euro

Handlung:
Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist.

Meine Meinung:
Ohne Frage hat sich Patricia Schröder hier einem neuen Thema zugewandt, das in den aktuellen Büchern auf dem Jugendbuchmarkt noch nicht wirklich zu finden ist: männliche Meerjungfrauen. Oder vielleicht sollte ich eher sagen Nixe? Oder im speziellen Fall auch Plonx?
Aber ich greife vor. Ich habe das Buch voller Begeisterung angefangen zu lesen. Frau Schröder kann schön erzählen, bildhaft, nicht zu ausschweifend. Sie legt den Blick auf das Wesentliche und hält manch einen Dialog zwischen den Figuren daher auch recht simpel - was mich aber überhaupt nicht gestört hat. Dafür gibt sie wunderschöne Schilderungen von Guernsey, der Kanalinsel im Ärmelkanal, wieder - so idyllisch, dass ich am liebsten selbst sofort meine Tasche gepackt und mir mal eben noch einen Flug gebucht hätte. Das so beschaulich dargestellte Inselleben wird jedoch schon kurz nach Elodies Ankunft aufgewirbelt, als ein junges Mädchen, Lauren, tot aufgefunden wird: scheinbar ertrunken auf einer Wiese. Aus für mich nicht ganz nachvollziehbaren Gründen ist Elodie davon überzeugt, dass dieses Vorkommnis (und es bleibt nicht bei einem) mit ihrer Ankunft zu tun hat und zu einem gewissen Grad ihre Schuld sei. Aber letztlich ist auch das schnell egal, denn Gordian taucht auf und Elodie ist hin und weg von ihm. Obwohl der Text auf dem Buchrücken vermuten lässt, dass er hier die Hauptfigur und Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist..., ist das nicht der Fall. Und das ist das Problem des Buches: es ist nicht ausgewogen. Die Autorin baut eine Geschichte auf, die für einen Trilogieauftakt zwar gelungen ist, den Leser aber etwa drei Viertel des Buches lang in völlig falsche Erwartungen lenkt. Elodie macht ausgiebig Bekanntschaft mit Cyril, einem sympathischen Inselbewohner, der selbst schon voller Geheimnisse zu sein scheint und gerade deswegen wunderbar interessant ist. Irgendwann kommt im Buch doch tatsächlich die Stelle, an der Elodie überlegt, ob sie sich in Cyril verliebt hat. Und ja, das könnte der aufmerksame Leser auch nachvollziehen, zumindest annehmen. Was dann aber passiert, hat mir das ganze Lesen madig gemacht. Gordian taucht auf und die Geschichte entwickelt sich zu einer plumpen kitschigen und vor allem unglaubwürdigen Teenager-Romanze, die vor lauter rosaroter Brille keinen Platz für etwas anderes lässt. Elodie wirkt hier furchtbar gutgläubig und oberflächlich auf mich. Plötzlich zählt nur noch Gordian und sie will ihn mit Haut, Haar und Nixenflosse. Sie ist sogar bereit, für ihn ins Wasser zu gehen, trotz ihrer Wasserphobie. Das soll nicht lächerlich klingen, aber ich habe einfach nur den Kopf schütteln können. Elodie macht eine völlige Kehrtwende in ihren Gefühlen und Motiven - und nicht einmal wird geklärt, wieso. Zum Ende bleiben so viele ungeklärte Fragen und einige Aspekte erschienen mir völlig unlogisch.  
Sehr gut haben mir zwar die Zwischenspiel- Einblenden aus der Sicht von 4 geheimnisvollen Fremden gefallen, die offenbar Rechnung tragen an den Geschehnissen auf der Insel. Hier werden kurze Sequenzen aus der Sicht dieser 4 Freunde berichtet. Dafür bleiben alle Nebenfiguren im Buch eben genau das: Nebenfiguren ohne wirkliches Zutun. Einzig Ruby und Ashton stechen hier heraus, die ich mir als wunderbar schrulliges Pärchen vorstellen konnte.
Die Autorin beweist auch ohne Zweifel Fantasie und Geschick im Erfinden außergewöhnlicher Namen und Bezeichungen: Javen Spinx, Cyril, Plonx, Gordian, wobei ich bei Letzterem bloß sagen kann, dass er mir mit dem selbstgewählten Spitznamen „Gordy“ irgendwie nur leid tut. Denn das ruiniert in meinen Augen sogleich den ganzen Eindruck, den die Autorin so stark versucht hat, heraufzubeschwören; Gordian als hinreißend gut aussehender und überwältigender Junge nämlich, der nicht nur mit seinem Aussehen, sondern auch mit seiner Stimme und Manieren bei Elodie punkten kann.
Aber auch diese zahlreichen netten und sympathischen Einfälle in der Geschichte haben das Ruder nicht wirklich rausreißen können. Diese zwanghaft aufgesetzte Liebesgeschichte zwischen Gordian und Elodie kommt einfach nicht glaubwürdig rüber. Vielleicht wäre ein bloßes Andeuten von sich-entwickelnden-Banden hier im ersten Teil der Trilogie noch reizvoller gewesen, anstatt dieser überzeichneten und nicht nachvollziehbaren Romanze.

Fazit:
Das „Meeresflüstern“ entwickelt sich zum Ende des Buches zu einem „Meeresrauschen“, dem ich als Leser nicht ganz folgen konnte. Einige unlogische Aspekte und insbesondere die unglaubwürdige Liebesgeschichte zwischen Elodie und Gordian haben den wunderbaren Eindruck der ersten Buchhälfte leider arg geschmälert. Letztlich gebe ich 3,5 von 6 Bücherstapel.
Ein herzliches Dankeschön an den Coppenrath Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 21. Januar 2012

"Creepers" - David Morrell

Knaur Verlag, 2006
7,95 Euro

Handlung:
Asbury Park, New Jersey: In einer kalten Oktobernacht dringt eine Gruppe von fünf Abenteurern in ein ehemaliges Luxushotel ein. Das Paragon Hotel ist vor hundert Jahren von einem exzentrischen Millionär in Form einer Maya-Pyramide erbaut worden - und es steht seit dreissig Jahren leer. Die fünf Eindringlinge suchen den ultimativen Kick. Doch der kommt ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatten. In dem halb verfallenen Gebäude ist die Vergangenheit unerwartet lebendig - und hinterhältig. Und sie fordert einen hohen Preis: Die Nacht verwandelt sich in einen Alptraum des Schreckens, aus dem es kein Entrinnen zu geben scheint ...

Meine Meinung:
Um es mal ganz schnöde auszudrücken: dieses Buch ist total krass. Ich lese es jetzt schon zum 3. Mal und bin erneut genauso begeistert wie nach dem 1. Lesen.
Die Geschichte bietet viel: geheimnisvolles altes Hotel, das seit Jahrzehnten leer steht, gruselige Stimmung, Thrillerelemente, fiese Kerle, einen Helden, der immer weiß, was zu tun ist, Historisches, Mord, viel Blut und über allem ein Hauch von Unwirklichkeit.  Denn zunächst erscheint alles wie ein mysteriöser Abenteuerroman, der historische Aspekte einbezieht. Dann jedoch entwickelt sich „Creepers“ schleichend zu einer Story um Leben und Tod, die nun definitiv im Hier und Jetzt spielt - Pistolen und messerscharfer Natodraht, der zwischen zwei Treppenpfosten gebunden ist, inklusive. Und spätestens wenn man liest, dass David Morrell der „Erfinder“ von der Figur „Rambo“ ist, weiß man, worauf man sich hier eingelassen hat. Frank Balenger, die Hauptfigur im Buch, ist ein kampferprobter Held, der weder Schmerz noch Furcht kennt und sich wacker durchs Paragon Hotel schlägt.
Das ganze Geschehen, das hier abläuft, ist so herrlich abstrus und wirkt wunderbar konstruiert - gerade zum Ende hin -, sodass man „Creepers“ schon fast wieder unglaublich schlecht finden könnte. Aber tatsächlich fesselt es einen ohne Ende an die Seiten.
Besonders interessant finde ich in diesem Buch vor allem den Hintergrund, die beschriebenen „urban explorations“. Im Nachwort geht der Autor noch darauf ein, dass es in der Realität, abseits des Buches, tatsächlich viele solche Erkunder-Gruppen gibt, auf der ganzen Welt, die es sich zum Ziel gesetzt haben, den längst verloren geglaubten Reiz des Alten und Vergangenen für ein paar Stunden wieder aufleben lassen und spüren zu wollen.
Tatsächlich hatte mich die Geschichte in „Creepers“ schon nach dem 1. Lesen dermaßen gefangen, dass ich mir ohne zu überlegen auch die Fortsetzung um Balenger, „Level 9“, gekauft habe - was auch gut, aber nicht so gut ist. Auch in diesem Buch beschäftigt sich Morrell mit dem Thema Vergangenheit in Form von Zeitkapseln.

Fazit:
Ich find das Buch absolut lesenwert für alle, die mal eine spannende Geschichte mit Pageturner-Effekt lesen wollen, aber auch vor Schießereien und blutrünstigen Beschreibungen nicht zurückschrecken. 6 von 6 Bücherstapel.

Dienstag, 17. Januar 2012

Dienstags- Zwischenmeldung

1. Oje, dieser Morgen hat mich bisher völlig verwirrt zurückgelassen. Ich erläutere das jetzt nicht weiter, aber ich muss diesen zahlreichen Fragezeichen vor meiner Stirn mal irgendwie Ausdruck verleihen. So. Erledigt.
2. Die Anzahl der abgelehnten Anmeldungen/ Bewerbungen für ein Buch bei "Blogg dein Buch" beläuft sich bei mir mittlerweile auf: 5.
3. Gestern habe ich "Meeresflüstern" von Patricia Schröder ausgelesen. Natürlich folgt eine extra Rezension, irgendwann in den nächsten Tagen, wenn ich Zeit hatte, meiner Enttäuschung angesichts dieser Geschichte Luft zu machen und sie in Worte zu verpacken. Nur soviel schon mal vorab: neulich hat mir eine Mitbloggerin, die liebe Reni nämlich, geschrieben, dass sie gespannt ist, wie mir das Buch gefällt, denn sie wäre vom letzten Drittel total enttäuscht gewesen. Zu dem Zeitpunkt war ich etwa in der Hälfte des Buches und konnte das überhaupt nicht nachvollziehen: das Buch war toll, zwar einfach, aber dennoch schön geschrieben, und hey, es spielt auf Guernsey (wo ich schon ewig mal hinwill!). Dann hab ich weitergelesen. Und kam in dieses besagte "letzte Drittel", und plötzlich leuchtete mir absolut ein, was Reni damit meinte. Das Buch entwickelt sich zum Ende hin leider zu einer totalen Enttäuschung, zumindest für mich (und offensichtlich auch für Reni); sogar in dem Ausmaß, dass ich - zumindest jetzt - gar keine Lust habe, die beiden Folgeteile dieser Trilogie zu lesen. Wirklich schade.
4. Ich hätte mal wieder Lust auf ein "Knaller-Buch", also einen echten Pageturner, der mich vom Hocker reißt, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht und der mich absolut begeistert. Irgendwie hab ich ein wenig das Gefühl, ich lese momentan nur so mittelprächtige Literatur, zwar nichts Schlechtes, aber auch nichts Überragendes. Ich brauche mal wieder ein Highlight! Zunächst mal völlig egal, welches Genre, aber hat irgendwer einen Vorschlag?

Sonntag, 15. Januar 2012

In my mailbox...

Vor einigen Tagen hatte ich mal wieder einen "Rappel" und musste mir Bücher bestellen. Unmengen Bücher bestellen. Die dürften alle in den nächsten Tagen eintrudeln. Vielleicht müsste ich dazu sagen, dass ich dazu neige, miese Tage mit Bücher-kaufen zu kompensieren; und die letzten Tage allgemein waren irgendwie nicht so besonders. Wenn ich so richtig schlecht drauf bin, traurig oder sonstwas, ... dann bestelle ich mir online Bücher. Ich muss irgendeine Möglichkeit finden, mir da selbst einen Riegel vorzuschieben. Irgendwelche Ideen? Oder soll ich lieber so weiter machen, immerhin kriege ich dadurch ja ne Menge tolle Bücher ins Haus... ;)

Jennifer E. Smith: "The statistical probability of love at first sight"
Who would have guessed that four minutes could change everything? Imagine if she hadn't forgotten the book. Or if there hadn't been traffic on the expressway. Or if she hadn't fumbled the coins for the toll. What if she'd run just that little bit faster and caught the flight she was supposed to be on. Would it have been something else - the weather over the Atlantic or a fault with the plane? Hadley isn't sure if she believes in destiny or fate but, on what is potentially the worst day of each of their lives, it's the quirks of timing and chance events that mean Hadley meets Oliver...

Was für ein Titel!! ^^

Robin Bridges: "The Katerina Trilogy: The gathering storm"
St. Petersburg, Russia, 1888. As she attends a whirl of glittering balls, royal debutante Katerina Alexandrovna, Duchess of Oldenburg, tries to hide a dark secret: she can raise the dead. No one knows. Not her family. Not the girls at her finishing school. Not the tsar or anyone in her aristocratic circle. Katerina considers her talent a curse, not a gift. But when she uses her special skill to protect a member of the Imperial Family, she finds herself caught in a web of intrigue. An evil presence is growing within Europe's royal bloodlines—and those aligned with the darkness threaten to topple the tsar. Suddenly Katerina's strength as a necromancer attracts attention from unwelcome sources . . . including two young men—George Alexandrovich, the tsar's standoffish middle son, who needs Katerina's help to safeguard Russia, even if he's repelled by her secret, and the dashing Prince Danilo, heir to the throne of Montenegro, to whom Katerina feels inexplicably drawn.
The time has come for Katerina to embrace her power, but which side will she choose—and to whom will she give her heart?

Ich habe irgendwie was über für die alte russische Historie und der Plot klingt auch nett. Musste ich also bestellen.

Amanda Hocking: "Switched"
When Wendy Everly was six years old, her mother was convinced she was a monster and tried to kill her. It isn't until 11 years later that Wendy discovers her mother might have been right. With the help of Finn Holmes, Wendy finds herself in a world she never knew existed--a world both beautiful and frightening, and Wendy's not sure she wants to be a part of it.
"Switched" habe ich schon mal als E-Book mit einer Kindle App gelesen. Das Buch (jetzt endlich als Taschenbuch erhältlich) fand ich echt klasse, das Lesen auf dem PC eher nicht so. Die Rezension von mir ist hier zu finden.

Samstag, 14. Januar 2012

"Silberlicht" - Laura Whitcomb

Pan Verlag, 2010
14,99 Euro

Handlung:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und ... er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt ...

Meine Meinung:
Oje. Mein erstes Buch, das ich mir für die Lieblingsbuchchallenge ausgesucht habe, entpuppte sich sogleich als Fehlgriff und ziemliche Enttäuschung. Die Geschichte von Helen und James hat mich eigentlich überhaupt nicht überzeugt. Geschichten über Geister mag ich sowieso nicht besonders, höchstens, wenn sie gruselig sind, und das war diese hier leider nicht.
„Silberlicht“ fand ich im Gegenteil eher langweilig. Dieses ganze Gerede über Dasein als Licht, das sich an einen Bewahrer klammern muss, weil es sonst... ja, was eigentlich? In der Hölle landet? Das war in meinen Augen spiritueller Blödsinn, der dann nicht mal ansprechend in einen interessanten Plot verpackt wurde. Nach dem Zuklappen des gelesenen Buches habe ich diverse ungeklärte (und unlogische) Aspekte im Kopf gehabt, die für mein Dafürhalten nicht schlüssig waren. Die hochgelobte Liebesgeschichte zwischen Helen und James (O-Ton Klappentext: „Helen und James - das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt“) konnte mich überhaupt nicht berühren und war meines Erachtens nach totaler „Fake“, da sich hier ja eigentlich nicht James und Helen anziehend fanden, sondern Billy und Jenny. (Oder seh ich das komplett falsch?!) Die Personenzeichnungen als solche ist Whitcomb in meinen Augen auch nicht wirklich geglückt, Helen und James bleiben fast durchgehend blasse und nichtssagende Gestalten in einem Buch, die (wie zweideutig!) einfach nicht zum Leben erweckt werden durch die Eigenschaften, die ihnen auf den Leib geschrieben wurden. Zum Ende hin erfährt man einige wenige Details aus ihren tatsächlichen Vergangenheiten, aber da hätte ich mir vorher einfach schon mehr gewünscht, um die Figuren kennen zu lernen.
Eins kann (und sollte) ich allerdings erwähnen, das mir doch gefallen hat: die schöne und ausdrucksstarke Sprache der Autorin. Die hat einen leicht durchs Buch getragen. Mehr aber auch nicht.

Fazit:
Mit dieser Geschichte, die mich einfach nicht überzeugen konnte, kann ich mich nicht anfreunden. Wäre es nicht ein Buch für die Challenge gewesen, hätte ich es wohl schon nach einigen Seiten abgebrochen. Einzig die Sprache im Buch bekommt einen Extrapunkt. 2 von 6 Bücherstapel.

Donnerstag, 12. Januar 2012

"Elixir" - Hilary Duff

Reihe:
Elixir
Devoted
???

Handlung:
Clea Raymond is a talented photojournalist and the daughter of high-profile parents. Usually she’s in total control of her camera, but after Clea’s father disappears while on a humanitarian mission, eerie, shadowy images of a strange and handsome young man begin to appear in Clea’s photos—a man she has never seen in her life. When Clea suddenly encounters this man in person she is stunned—and feels an immediate and powerful connection. As they grow closer, they are drawn deep into the mystery behind her father’s disappearance and discover the centuries-old truth behind their intense bond. Torn by a dangerous love triangle and haunted by a powerful secret that holds their fate, together they race against time to unravel their past in order to save their future—and their lives.

Meine Meinung:
Hilary Duff hat ein Buch geschrieben. Neben Gesang und Schauspiel hat sie also offenbar auch noch die Zeit gefunden, einen Roman zu verfassen. Zugegeben, ich bin deswegen ziemlich skeptisch an das Buch heran gegangen, und die zahlreichen positiven Bewertungen, die ihr Buch "Elixir" u.a. auf amazon.com eingefangen hat, haben daran auch nichts geändert. Zum ersten Mal (und das nur so nebenbei) ein Buch geschrieben, ("angeblich") allein geschrieben, und prompt soll es ein solcher Erfolg sein?! Pah, da überzeuge ich mich selbst von, das Buch lese ich selbst. Dachte ich mir. Gesagt, getan.
Nun hab ich das Buch gelesen und muss ehrlich sein: ich finds gut. Mir hat es wirklich gefallen. Hilary Duff (seien wir ehrlich und sprechen mal das aus, was sich die ein oder andere böse Zunge vielleicht insgeheim denkt: oder eine tatkräftige überarbeitende Person) schreibt gut. Lustig an den richtigen Stellen, unterhaltsam, nachdenklich angehaucht - alles dabei. Clea, die ich auf ein Alter irgendwo zwischen 18 und 20 einschätzen würde, ist ein sympathisches Mädel, trotz ihres sozialen Status´, der prinzipiell dafür sorgen könnte, dass man sie für zu reich, arrogant und zu wichtig hält. Als Senatorentochter hat sie stets mit dem öffentlichen Interesse und Paparazzi zu kämpfen; man bekommt als Leser das Bild vermittelt, alle Welt würde Clea kennen. Menschen in Tokio erkennen sie ebenso auf der Straße wie Einheimische im Karneval von Rio. Natürlich hat dieses Leben auch seine Vorzüge: auf einer Europareise mit ihrer Freundin steigen beide in den nobelsten Hotels ab, die Kreditkarte scheint immer gedeckt zu sein und man kann sich mal eben einen Flug von Rio nach New York und dann von New York nach Tokio ohne weiteres Drumherumgerede leisten. Was dem normalsterblichen Leser hier vielleicht zu übertrieben vorkommt, hat - denke ich mir - gewisse autobiografische Züge der Autorin. Natürlich hätte Clea auch ein 08/15 - Mädchen von nebenan sein können, andererseits überfluten Geschichten à la "junges armes normales Mädchen erlebt ein Märchen" ja bereits den Büchermarkt. Trotzdem ist dieser Umstand das einzige, was ich etwas negativ zu bekritteln habe; das ganze Geschehen fügt sich zu leicht um Clea zusammen, alles läuft so problemlos und eine halbe Weltreise wird hier wie ein Nachmittagsausflug dargestellt.
Während dieses "Nachmittagsausflugs" trifft sie auf Sage, einem Bild von einem Mann, der rein zufällig auch der Mann ihrer Träume ist. Nein, das ist nicht nur sprichwörtlich gemeint. Clea entdeckt eines Tages, dass ein junger Mann - scheinbar ohne zu altern - seit ihrer Geburt wie zufällig auf fast jedem Foto, das sie macht (oder das von ihr gemacht wird), zu sehen ist, immer unscheinbar und unbeteiligt im Hintergrund stehend. Kaum hat sie das herausgefunden, taucht eben dieser Mann in ihren Träumen auf - Träume, die über eine Zeitspanne von 500 Jahre gehen und in denen sie, Clea, stets eine andere Rolle spielt. In Rio steht sie diesem jungen Mann, Sage, dann plötzlich leibhaftig gegenüber... und eine unglaubliche Geschichte nimmt ihren Lauf.
Was die Geschichte von Clea und Sage betrifft: schöön! Und verheißungsvoll, denn "Elixir" weist einen fiesen Cliffhanger auf, der sehr neugierig auf die Fortsetzung macht. Im Laufe der Geschehnisse werden zwar einige wesentliche Fragen geklärt, dennoch bleibt genug Unwissenheit auf Seiten des Lesers, um damit eine Trilogie füttern zu können. (Was auch sonst?!)

Fazit:
Übernatürlich, übersinnlich, spannend und gut geschrieben - ich kann die vielen positiven Jubelrufe durchaus nachvollziehen. Die Fortsetzung "Devoted" habe ich mir gleich bestellt, als ich "Elixir" noch nicht mal ausgelesen hatte. 5 von 6 Bücherstapel.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Ich liebe Bücherpost...

... insbesondere vom Coppenrath Verlag. Also nicht, dass man mich falsch versteht: ich freue mich wie ein Schneekönig über jedes Buch, das ich von einem Verlag bekomme und lesen darf - das ist ja schließlich keine Selbstverständlichkeit, und ich kann auch heute, nach einigen Monaten, in denen ich schon etwas "Übung" im bei-Verlagen-nach-Rezensionsexemplaren-anfragen habe, oft immer noch nicht glauben, dass ich tatsächlich meistens eine positive und vor allem nette Antwort zurück bekomme.
Aber irgendwie... habe ich den Eindruck, dass sich die Menschen beim Coppenrath Verlag immer so ein kleines Extra, ein zusätzliches "Schmankerl" einfallen lassen, um die Lesewütigen daheim besonders zu verzücken. Zumindest hatte ich einen solchen "Aha"- und "Nein, wie toll!!"- Moment dank des Coppenrath Verlages schon 3x. Zum einen liegt das sicher auch an Frau Klinkert, der ich hier an der Stelle einfach mal ein DANKESCHÖN ausspreche, weil sie immer so nette Antworten schreibt und auch in den Briefen, die sie beilegt, so überaus freundlich und sympathisch ist :) Zum anderen liegt es aber natürlich an den Büchern, und an der Art, wie diese geliefert werden.
Anfang dieser Woche habe ich ein Päckchen vom Coppenrath Verlag in der Post gehabt. Mit kribbelnden Fingern und voller Vorfreude hab ich es aufgerissen und "Woah" gedacht. Darin war nicht nur ein Buch, sondern viel mehr ein Geschenk *sabber* Ich hab das mal spontan mit der Kamera festgehalten:




















Was drin war?

Das Buch "Meeresflüstern" von Patricia Schröder sowie eine kleine Schokolade mit Meersalz. Ja, richtig, mit Meersalz, das musste ich auch erst 2x lesen. So sehr ich mich auch über dieses Buch freue - die Schokolade wird wohl ein langes ungegessenes Dasein fristen ;)

Nach dem Tod ihres Vaters verlässt die siebzehnjährige Elodie ihre Heimatstadt Lübeck, um bei ihrer Großtante auf Guernsey zu leben. Als wenig später auf der Nachbarinsel ein Mädchen tot aufgefunden wird, glaubt sie, dass ihre Ankunft auf der Kanalinsel in irgendeinem Zusammenhang mit dem schrecklichen Vorfall steht. Aber wie ist das möglich? Und wer ist der wunderschöne Junge, dem Elodie in ihren Träumen begegnet? Dann, eines Tages, taucht dieser Junge plötzlich wie ein Geschöpf aus dem Meer vor ihr auf. Geheimnisvoll. Magisch. Betörend. Elodie kann nicht aufhören, an ihn zu denken. Und sie beginnt zu ahnen, welche Geheimnisse der Ozean tatsächlich verbirgt und wie sehr ihr eigenes Schicksal mit den dunklen Legenden der Kanalinseln verknüpft ist.

Sonntag, 8. Januar 2012

Wow-Cover

Heute gibt es 2 (3) neue Cover, die mir aufgefallen sind und ziemlich gefallen, weil sie einfach anders und außergewöhnlich sind.
Das erste Buch kenne ich gar nicht, hab ich bis gestern auch noch nichts von gehört. Elfen sind jetzt auch nicht unbedingt meine Lesefavoriten Nr. 1, aber uninteressant klingt der Plot trotzdem nicht, und außerdem erinnert mich der Inhalt irgendwie sehr an "Der Sternenwanderer"- und das Buch liebe ich.
Das zweite Buch ist nicht neu, die Reihe "Curse workers" ist schon eine Weile draußen (deutsch: "Weißer Fluch"), und demnächst erscheint der 3. Teil auf englisch. Die Reihe von Holly Black ist auch schon mit anderen Covern erschienen, die ich allerdings ziemlich langweilig finde. Die neuen (s.u.) dagegen haben was.


Freda Warrington: "Vaethyr: Die andere Welt"
Das Volk der Vaethyr muss regelmäßig zwischen der Elfenwelt und der Menschenwelt hin und herreisen, um seine Kräfte nicht zu verlieren. Doch eines Tages weigert sich der Torwächter Lawrence Wilder, die Vaethyr durch die Pforte zu lassen. Den Grund dafür nennt er nicht. Die junge Rose Fox gehört zu der Generation, die die andere Welt daher nie kennengelernt hat. Sie verbindet eine schwierige Beziehung zu den beiden Söhnen Wilders, Sam und Jon. Jeder der drei versucht auf seine eigene Weise mit dem Abgeschnittensein von der Elfenwelt fertigzuwerden – und hinter Lawrence‘ Geheimnis zu kommen, um in die andere Welt zu gelangen.




Holly Black: "White cat"
Cassel comes from a family of curse workers—people who have the power to change your emotions, your memories, your luck, all by the slightest touch of their hands. Since curse work is illegal, they’re all criminals. But not Cassel. He hasn’t got the magic touch, so he’s an outsider—the straight kid in a crooked family—as long as you ignore one small detail: He killed his best friend, Lila. Now he is sleepwalking, propelled into the night by terrifying dreams about a white cat. He also notices that his brothers are keeping secrets from him. As Cassel begins to suspect he’s part of one huge con game, he must unravel his past and his memories. To find out the truth, Cassel will have to outcon the conmen.

In my mailbox...

Ja, hm, es sieht schon wieder anders aus hier, ich weiß. Aber irgendwie konnte ich mich mit dem alten Look nicht so recht anfreunden bzw. es hat immer ewig gedauert, bis alle Details entsprechend fertig geladen waren. Und die Sidebar hat mir nicht so recht gefallen. Außerdem hab ich das Gefühl, sind der (bisherige) Blog-Look sowie der Header sehr beliebt in der Bloggerwelt; zumindest hab ich dieses und jenes Detail mittlerweile noch bei 2 anderen Mitbloggern gesehen. Naja, und auch wenn es mir eigentlich relativ egal ist, ob mein Blog genauso aussieht wie ein anderer – ein bisschen Individualität kann man sich ja doch erhalten. Daher jetzt also nochmal was Neues. (Mal sehen, wie lange ich mich daran erfreue ;) )
Hier noch kurz eine Übersicht meiner ersten Neuzugänge in 2012, mit dabei war ein Rezensionsexemplar sowie 2 Bücher für die Lieblingsbuch-Challenge.

Janine Wilk: „Die Schattenträumerin“
In der Nacht verwandelt sich Venedig. Das Wasser in den Kanälen flüstert leise, Schatten legen sich über die kleinen Gassen - und Francesca träumt: Immer näher und näher kommt ihr schrecklicher Verfolger, schon spürt sie seinen Atem im Nacken - und wacht schweissgebadet auf. Von ihrer Grossmutter erfährt sie, dass die wiederkehrenden Albträume mit einem Familienfluch zusammenhängen. Einem tödlichen Fluch, der nicht nur sie, sondern ganz Venedig bedroht. Nur ein Buch von dämonischer Natur kann den Fluch lösen und Venedig davor bewahren, in den Fluten zu versinken. Doch um es zu finden, muss sich Francesca dem Mann aus ihren Albträumen stellen. Eine atemlose Jagd beginnt ...

Laura Whitcomb: „Silberlicht“
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und ... er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt ...

Barbara Delinsky: „Drei Wünsche hast du frei“
Bree Miller wird im malerischen Panama mitten in einem Sturm von einem Jeep angefahren. Im Krankenhaus hört sie eine Stimme, die ihr verspricht, drei Wünsche zu erfüllen. Als sie aufwacht, sitzt an ihrem Bett Tom Gates, der einzige Zeuge ihres Unfalls. Der erfolgreiche Anwalt und Bestsellerautor ist vor der glamourösen New Yorker Welt in die Einsamkeit Panamas geflohen, um zu sich selbst zurückzufinden. Sie verlieben sich ineinander. Doch um wirklich ihr Glück zu finden, muss Bree noch die Schatten ihrer Vergangenheit bewältigen.

Freitag, 6. Januar 2012

Freitagsgedanken

Soo, die erste (kurze) Januar-Woche neigt sich ihrem Ende zu. Kurz deswegen, weil hier in Sachsen-Anhalt heute Feiertag ist, jippie! ;) Wer denkt, dass ich die freie Zeit bestimmt gut zum Lesen nutzen konnte, ... der irrt. Heute lagen soviele andere Sachen an - ich hatte heute noch nicht mal ein Buch in der Hand. Mal schauen, was der restliche Tag noch bringt. Die erste Woche im Januar war ganz ok, bis auf eine herbe Enttäuschung am Dienstagmorgen. Kennt ihr das, wenn eine Person durch eine bloße Geste, die sie macht (oder eben gerade nicht macht), den ganzen Eindruck, den man sich von ihr zusammen gereimt hat, zunichte macht? Entzaubert, würde ich mal sagen.
Zurück zu den erfreulichen Themen: Bücher. Lesetechnisch komme ich momentan irgendwie nicht so recht voran. Es stapeln sich die Bücher, die ich zur Zeit eigentlich gern lesen wollen würde, bei denen es mir sozusagen in den Fingern kribbelt, sie einfach aufzuschlagen und mal reinzulesen. Aber ich hab mir vorgenommen, meine angefangenen Bücher erst zu beenden, ich seh sonst nie ein Ende am Tunnel, also müssen alle anderen Bücher erst mal warten. Gestern habe ich es ja endlich geschafft, noch ein paar Sätze zu "Saeculum" aufs Papier zu schreiben, obwohl ich das Buch schon seit Tagen durch hatte. Gelesen habe ich auch noch "Echte Feen, falsche Prinzen" von Janette Rallison, aber ich glaube, da spar ich mir eine Rezension, es sei denn, irgendjemand ist ganz besonders daran interessiert...?! Momentan lese ich "Die Schattenträumerin" von Janine Wilk, das habe ich als Rezensionsexemplar vom Thienemann Verlag/Planet Girl bekommen. Gefällt mir wirklich gut, und ich denke, das werde ich auch heute noch fertig lesen (wenn ich denn endlich mal dazu komme). Auf eine Rezension müssen alle Interessierten allerdings noch ein wenig warten; da das Buch erst Ende Januar erscheint, wird auch die Rezension erst dann online gehen (dürfen). Ebenso lese ich noch "Elixir" von Hilary Duff, was mir bisher überraschend gut gefällt. Überraschend daher, weil ich eigentlich mit kaum Erwartungen an das Buch heran gegangen bin. Über die Frage, ob Frau Duff diesen Roman tatsächlich selbst geschrieben hat, schweige ich mich an dieser Stelle mal aus; Tatsache ist, dass er (bisher) wirklich gut ist, und sie daher entweder wundersamerweise (neben Schauspiel und Gesang) auch noch schriftstellerische Fähigkeiten besitzen würde, oder eben eine fleißige Lektorin hat, ... oder... *hust* jemanden hat schreiben lassen *hust*... Aber einerlei. Das Resultat zählt und das gefällt mir bis jetzt ziemlich gut.
Auf ein leseintensives Wochenende!

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