Dienstag, 11. Dezember 2012

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #7

Heute gibt es eine neue Episode, zur Abwechslung mal nicht aus dem Zug, sondern aus der Straßenbahn. Vor einigen Tagen saß mir schräg gegenüber ein junges Mädel; keine Ahnung, ob sie noch zur Schule ging oder sich vielleicht schon eher zu den Studenten zählte (das kann man bei vielen ja heute nicht mehr so genau sagen...). Jedenfalls saß sie lesend da, ihre Tasche auf dem Schoß, ein Buch in der Hand obendrauf, und beim Umblättern konnte ich den Titel erkennen:

Nalini Singh "Lockruf des Verlangens"
Seit die Mediale Sienna Lauren sich dem Rudel der SnowDancer-Wölfe anschloss, hat sie nur eine Schwäche: Hawke. Der gefährliche Alphawolf verlor vor Jahren die Frau, die seine Gefährtin hätte sein sollen. Und die hübsche Sienna weckt eine ungeahnte Leidenschaft in ihm. Doch das Rudel wird von einem gefährlichen Feind bedroht, und Sienna ist die Einzige, die schlimmeres Unheil verhindern kann.

Wir fuhren Station für Station ab, sie wirkte ziemlich vertieft in dieses Buch, dann wurde die nächste Haltestelle durchgesagt und die Straßenbahn hielt schon fast, da sah das Mädchen auf, murmelte leise, aber dennoch gut vernehmlich "Scheiße". Packte ihr Buch in die Tasche, stand auf und stürmte raus. 3 Möglichkeiten fallen mir dazu ein:
1.) Das Buch war mies. Ich kenne zwar nicht ein einziges Buch der Autorin und kann daher nichts dazu sagen, aber ich glaube eher nicht, dass es am Buch lag - auch wenn es inhaltlich überhaupt nicht meins ist.
2.) Das Mädel hatte vor lauter Lesen ihre Haltestelle verpasst und ist notgedrungen an der nächsten ausgestiegen.
3.) Sie fand es scheiße, jetzt mitten beim Lesen durch sowas Blödes wie Aussteigen-müssen gestört zu werden.

Man weiß es nicht :D

6 Kommentare:

  1. *lach* sowas könnte mir auch gut passieren - ich habe immer Angst ich könnte zu sehr in mein Buch vertieft sein und beim Zugfahren die richtige Station dann verpassen ^^ allerdings geht es mir nur auf der Hinfahrt so, beim Zurückfahren bin ich ruhiger und kann entspannter lesen - wohl auch, weil ich weiß, dass ich meine Station nicht verpassen kann, ist ja schließlich die Letzte ;)

    Ich lese deine Posts zu diesem Thema immer sehr gerne und auch dieser hat mich wieder zum Grinsen gebracht!
    Liebe Grüße

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  2. Mich freut´s, dass euch diese Rubrik so gefällt :)

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  3. *Schmunzel*. Also die Idee mit den Zugnachbarn hat irgendwie was. Da ich in der U-Bahn selbst stets lese oder schlafe (ich fahre circa eine halbe Stunde) bekomme ich immer gar nicht so richtig mit, was die anderen so treiben. Sollte ich wohl mal drauf achten. Bei dem Mädel tippe ich jetzt mal auf Variante 3, so wie du die Situation beschreibst. Ja, es kann schon echt nervig sein, wenns gerad so spannend ist und man dann auch noch Aussteigen muss. Am schlimmsten finde ich das ja VOR der Arbeit, weil ich weiß, dass ich erst in ein paar Stunden weiterlesen kann. Manchmal holt einen die Realität halt schneller ein, als einem lieb ist. :P

    Liebe Grüße
    Reni

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  4. Haha, also ich tippe auf die 2. Möglichkeit. Zumindest ist mir das schon mal passiert beim Lesen in der Straßenbahn. *g*

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  5. Naja, solange einem sowas in der Straßenbahn oder U-Bahn passiert, dass man wegen des Lesens mal eine (oder auch zwei) Haltestellen verpasst, mag das ja gerade noch gehen - ist ja alles innerhalb eines gewissen Radius´. (Radiuses?? Na egal.)
    Schwieriger wird es, wenn man wirklich im Zug sitzt, und der nur alle paar Kilometer hält... :)

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  6. ODER 4)es ist IN dem Buch selbst etwas GANZ blödes passiert, mit dem sie nicht einverstanden war :) !
    Dann und auch, wenn ich plötzlich aussteigen muss, fluche ich auch ;-)!
    Liebe Grüße,
    Charlousie

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