Dienstag, 27. November 2012

"Untot - Lauf, solange du noch kannst" - Kirsty McKay

ChickenHouse Verlag, 2012
14,95 Euro
 
Handlung:
Auf keinen Fall wird sie aus diesem Bus aussteigen. Bobby hasst ihre neuen Mitschüler und der Skiausflug war die totale Vollkatastrophe. Da wartet sie lieber mit Bad Boy Smitty, bis die anderen aus dem Café zurückkommen. Aber die anderen kommen nicht. Die anderen sind tot - Alice hat es genau gesehen und dreht vollkommen durch. Schöne Scheiße! Sie müssen hier weg und zwar schnell. Denn plötzlich kommen die Toten auf sie zu und sie sehen verdammt hungrig aus. Doch draußen ist es einsam und dunkel, der Schneesturm tobt und die Handys funktionieren auch nicht. Und eigentlich weiß man aus jedem guten Horrorfilm, dass man sich niemals in so eine Situation begeben darf ...
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
Zugegeben, die knappe Inhaltszusammenfassung klingt wahrlich makaber: von einem Moment auf den anderen muss sich Bobby (eigentlich Roberta) mit dem Umstand anfreunden, dass fast ihre gesamte Schulklasse in einem Café gestorben ist - oder eben NICHT gestorben, sondern eher "untot" geworden ist. Bobby sowie ihre 2 Mitschüler Smitty und Alice sehen sich plötzlich einer Horde Zombies in Gestalt ihrer ehemaligen Mitschüler gegenüber, die es auf sie abgesehen hat. Die 3 versuchen alles Mögliche, zu flüchten; doch wohin, wenn alles eingeschneit ist...?
Makaber hin oder her, ich habe mich schon lange nicht mehr so amüsiert beim Lesen wie hier. Der Buchrücken von "Untot" wirbt mit den Schlagworten "Blutig, witzig, schnell" - und genau das ist das Buch auch.
Manche Beschreibungen der leider untot Gewordenen ist nichts für zartbesaitete Leser, so sollte man eher nicht mit der Wimper zucken müssen, wenn abgerissene Gliedmaßen oder herausguckende Knochenteile beschrieben werden. Die Handlung ist schnell, abwechslungsreich und spannend, wenn man die kleine Gruppe bei ihrer Flucht begleitet und man dabei unweigerlich Seite für Seite umschlägt - weil der Lesesuchtfaktor steigt und steigt. Und über allem liegt dennoch ein unwirklich-komischer Hauch, der einen immer mal schmunzeln lässt, der die Mundwinkel zum Zucken bringt, weil man sich nicht so ganz sicher ist: "Eigentlich ist die Situation fürchterlich und schauderhaft ... aber der Satz eben war echt total lustig!!"; und nicht zuletzt Smitty, der selbst in der ausweglosesten Situation nicht seinen Humor verliert, hat mich mit seinen herrlich lustig-ironischen Kommentaren manchmal wirklich zum Kichern gebracht.
Letzten Endes ist es eine bunt zusammengewürfelte Gruppe, die gemeinsam versucht, den Horden der Untoten zu entkommen und dabei so manches Abenteuer erlebt - ob nun Zombie-bedingt oder nicht. Denn dem ganzen fast übernatürlich anmutenden Zombie-Spaß folgt eine eher irdische Erklärung, die das Ende leider ein wenig abgehoben wirken lässt - andererseits: was an dieser Geschichte ist NICHT abgehoben?!
Ich klebte an den Buchseiten und habe "Untot" innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Und jetzt, etwa 1 Woche danach, hätte ich direkt Lust, das Buch noch einmal zu lesen. So muss unterhaltsame Lektüre sein!

Fazit:
Nichts für allzu Zartbesaitete, aber für jeden Leser, der nach unterhaltsamer, augenzwinkernder, manchmal echt lustiger, manchmal schauderhaft bildlich geschriebener, kurzweiliger und so richtig spannender Lektüre mit einem "Oha-Ende" sucht, definitiv zu empfehlen!
 
 
Ein herzliches Dankeschön an den ChickenHouse Verlag für das Rezensionsexemplar!
 

1 Kommentare:

  1. Das klingt wirklich total klasse. Ist sofort auf meinem Wunschzettel gelandet :) Vielen Dank für den Tipp!

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