Montag, 29. Oktober 2012

"remember" - Roland Jungbluth

Arena Verlag, 2012
14,99 Euro

Handlung:
Sie kommen dich besuchen.
Sie sagen, sie sind deine Eltern.
Sie sagen, sie lieben dich.
Doch du hast diese Leute noch nie zuvor gesehen.

Verängstigt und orientierungslos erwacht Annabel eines Morgens in einer psychiatrischen Anstalt. Sie hat keine Ahnung, wie sie dort hingekommen ist. Und was noch schlimmer ist, sie kann sich nicht mehr an ihre Eltern erinnern. Doch sie ist nicht allein. Michael, Eric und George, drei Jungen aus ihrer Schule, teilen ihr Schicksal. Als sie dem harmlos scheinenden Hinweis einer seltsamen Patientin folgen, zieht es sie immer tiefer hinein in einen Strudel geheimnisvoller Rätsel und verstörender Ereignisse. Plötzlich finden sie sich in einer Welt wieder, die sich gegen sie gewandt hat und in der sie niemanden mehr vertrauen können - nicht einmal sich selbst. Auf der verzweifelten Suche nach Antworten und ihren Erinnerungen wandeln sie bald auf einem schmalen Pfad zwischen Realität und Wahnsinn, zwischen Himmel und Hölle, zwischen Leben und Tod. Und ihre Uhr tickt.
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Nachdem ich in die Leseprobe zu "remember" reinschnuppern konnte, wurde ich unweigerlich neugierig auf dieses Buch. Die Inhaltsangabe liefert schon einen recht guten Überblick, worum es in den ersten Kapiteln geht, gibt jedoch nicht annähernd wieder, was den Leser in "remember" tatsächlich erwartet.
Der Autor Roland Jungbluth schafft hier ein so gekonntes Verwirrspiel, bei dem man als Leser ebenso wie die Hauptfiguren Annabel, Michael, Eric und George überhaupt nicht weiß, was das alles soll, was eigentlich passiert ist und vor allem: wo das noch hinführen mag. Die 4 erwachen eines Tages in einer psychiatrischen Anstalt und sehen sich mit dem Umstand konfrontiert, dass sie sich an die Personen aus ihrem bisherigen Leben nicht erinnern können. Überhaupt, was ist mit ihnen passiert? Sind sie tatsächlich verrückt, geistesgestört, wie man sie glauben machen möchte? Getrieben von dem Wunsch, herauszufinden, was dahinter steckt und wie sie sich selbst helfen können, versuchen sie alles, um der Anstalt zu entkommen und die Wahrheit zu erfahren. Dabei wird ihnen eines schnell klar: irgendjemand hat es auf sie abgesehen und spielt ein perfides Spielchen mit ihnen, das sie mittels einer Art Schnitzeljagd über verschiedene Stationen der Wahrheit näher bringen soll.
Als Leser hat man einen Vorteil: zwischen einzelnen Kapiteln gibt es Auszüge aus einem Interview zwischen zwei Personen, von denen eine scheinbar in die Geschichte der 4 Jugendlichen verwickelt ist. Anfangs ist man durch die kryptischen Interviewschnipsel selbst noch irritiert, aber nach und nach entwickelt sich ein Bild davon, worum es hier wirklich geht. Ich zumindest habe irgendwann eine Ahnung bekommen, die sich am Ende auch als recht richtig erwiesen hat.
Ich hab mich beim Lesen des wirklich sehr spannenden Buches "remember" sehr gut unterhalten gefühlt und es daher auch innerhalb weniger Stunden durchgelesen. Durch die Tatsache, dass man auch als Leser eigentlich nie wirklich schlauer ist als die 4 Jugendlichen und sich in dem Gedanken-Wirrwarr und den merkwürdigen Geschehnissen, die sie begleiten, auch nicht besser zurechtfindet, wird das Lesen dieses gekonnten Debütromans zu einer sehr interessanten und kurzweiligen Lektüre, die ich einfach nur weiterempfehlen kann.

Fazit:
Toll geschrieben, durchweg interessant und spannend, bietet "remember" ein wunderbares Verwirrspiel für den Leser und die Hauptfiguren gleichermaßen. Wirklich lesenswert! 5 Bücherstapel.

2 Kommentare:

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