Mittwoch, 26. September 2012

"Versteinerte Seelen" - Elizabeth Chandler

Loewe Verlag, 2012
7,95 Euro

Handlung:
Seit ihrer Ankunft auf Scarborough House, dem uralten Landsitz ihrer Großmutter, plagen Megan merkwürdige Träume, die immer düsterer und brutaler werden. Visionen von verbotenen Liebschaften, Eifersucht und Intrigen. Während Megan ihren Träumen nachgeht, verdichten sich die Hinweise darauf, dass auf Scarborough House ein Mord geschehen ist. Sinnt der Geist der Toten auf Rache und will, dass Megan den Täter zur Strecke bringt? Oder ist es eine Warnung, weil der Mörder sich erneut bereit macht, zuzuschlagen, und diesmal Megan im Visier hat?
(Quelle: hier)
 
Meine Meinung:
"Versteinerte Seelen" war ein spontaner Kauf, ein spontanes aus-dem-Buchregal-Ziehen und ein spontanes Lesen - und es hat sich alles gelohnt! Das Buch ist kurzweilig, unterhaltsam und dank des einfachen, aber gemütlichen Schreibstils sehr schnell durchgelesen.
Mir hat die Hauptfigur Megan sehr gut gefallen, denn sie war mal erfrischend anders als viele Heldinnen in anderen Büchern. Megan ist selbstbewusst, nicht auf den Mund gefallen und dickköpfig. Sie sagt, was sie denkt und was sie will und lässt sich auch nicht unterkriegen. Ihrer Großmutter und ihrem Cousin gegenüber ist sie schnippisch, sarkastisch und einfach ehrlich, und das fand ich äußerst amüsant zu lesen. Sie verstellt sich nicht, auch wenn sie merkt, dass sie damit besser ankommen würde. Und ihre Großmutter macht es ihr auch von Anfang an nicht leicht. Megan wurde adoptiert und hat damit von Beginn an eine schwierige Stellung bei ihrer Großmutter, die sehr auf Tradition aus ist und ihr Vermächtnis eigentlich nur Blutsverwandten anvertrauen möchte. Während ihr Cousin damit klar zum Liebling ernannt wird, hat es Megan schwieriger: sie wird von ihrer Großmutter angefeindet, verspottet und sogar beschuldigt, Dinge zu verstellen oder zu entwenden. Megans Reaktion hierauf ist das Einzige, was mit an "Versteinerte Seelen" nicht gefällt, denn ich kann es nicht nachvollziehen. Megan nimmt einfach alles hin. Sie hört sich jeden Spruch und jede Anschuldigung an, lässt sich von ihrer Großmutter lächerlich machen und stößt so offensichtlich nicht auf Gegenliebe oder Respekt - weder von ihrer Großmutter oder ihrem Cousin -, dass ich einfach nicht verstehen konnte, wieso sie nicht einfach wieder ihre Koffer packt und geht. Wenn sie so offensichtlich unwillkommen ist, obwohl sie sogar zum Besuch eingeladen wurde, wieso zum Himmel tut sie sich dieses feindliche Verhalten überhaupt an?? Das habe ich nicht verstehen können, aber nun gut, für die Weiterentwicklung der Handlung war es halt wichtig, dass sie bleibt ;)
Und eben diese weitere Handlung ist durchaus nett zu lesen. Zwar nichts wirklich Neues, und manch ein Aspekt leuchtete mir auch nicht so recht ein, sodass mir jetzt nach dem Lesen noch die ein oder andere unbeantwortete Frage auf der Stirn steht. Aber gefallen hat mir "Versteinerte Seelen" allemal als kurzweilige Lektüre für zwischendurch, und den Nachfolger in der Reihe um die Geschehnisse in der Stadt Wisteria, "Kalt ist der Toten Hauch", werde ich sicher ebenfalls lesen.
 
Fazit:
5 von 6 Bücherstapel.
 
 

1 Kommentare:

  1. Es ist mir auch manchmal unverständlich, warum manche Charaktere sich so viel gefallen lassen müssen. War das in diesem Buch ein bisschen überspitzt mit den "bösen" Verwandten oder wichtig für die Story?
    Klingt auf jeden Fall interessant ;)

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