Dienstag, 21. August 2012

"Wir beide, irgendwann" - Jay Asher & Carolyn Mackler

cbt Verlag, 2012
17,99 Euro

Handlung:
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...
(Quelle: hier)

Meine Meinung:
Was würde man tun, wenn man einen Blick in seine eigene Zukunft werfen könnte und sehen würde, dass einem sein eigenes Leben in 15 Jahren nicht gefällt? Nun, man würde wohl versuchen, etwas zu ändern - schon jetzt, damit sich die Lebenswege anders entwickeln. Genau das versucht Emma, die einen zufälligen Eindruck der Zukunftserfindung facebook erhaschen kann. Doch wo anfangen, sein Leben zu verändern?
Die Idee des Autorenduos Asher/ Mackler für diese Geschichte finde ich äußerst gelungen, die Umsetzung an und für sich auch, sieht man mal davon ab, dass der Erkenntnisgewinn, den Emma und ihr Freund Josh aus der ganzen Aktion mitnehmen, am Ende ein wenig plötzlich kommt.
Aber die beiden haben einige Tage lang die Chance, in ihre Zukunft zu blicken und sozusagen "live" mitzuerleben, wie ihre Handlungen im Jetzt ihr Leben in 15 Jahren beeinflussen können. Diesen Gedanken fand ich ganz außergewöhnlich, und mir schwirrte ständig diese Theorie im Kopf herum, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings einen Tornado heraufbeschwören könnte. Denn genau das versuchen Josh und Emma hier: ihre Zukunft durch kleinste Veränderungen zu lenken. Dass das jedoch nicht so einfach funktioniert, stellen die beiden am Ende dieser Woche fest.
Emmas Gedanken und Handlungen haben mir dabei ein wenig Stirnrunzeln gebracht - überhaupt fiel es mir nicht ganz leicht, mich mit der Figur Emma anzufreunden. Im Buch kommt sie ein wenig egozentrisch rüber und sogar recht frühreif. Zumindest ist ständig die Rede davon, dass sie mit diesem oder jenen Jungen "irgendwann schonmal gegangen ist" - man bekommt fast den Eindruck, Emma hätte mit 16 bereits ihre halbe Schule gedatet; und auch ihr zukünftiges Leben scheint sie nur nach Männern und Beziehungen auszurichten. Josh dagegen erscheint vernünftiger, erwachsener; lässt sich von seinen Zukunftsaussichten jedoch auch recht schnell blenden und unabbringlich einfangen.
Ob die beiden noch die Kurve kriegen und die richtigen Schlüsse aus ihrem kleinen Ausflug in die Zukunft ziehen, sollte jeder selbst herausfinden. Lesenswert ist "Wir beide, irgendwann" auf jeden Fall!

Fazit:
Gute 5 von 6 Bücherstapel gibt´s von mir für diese unterhaltsame und kurzweilige Story mit einer sehr guten Idee.

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