Samstag, 16. Juni 2012

"Mondsilberlicht" - Marah Woolf

Kindle Edition, 2011
ca. 2,99 Euro

Handlung:
"Schon als ich dich das erste Mal sah, hatte ich das Gefühl, dass du gar nicht gut für mich bist."

Keiner ihrer Albträume hätte Emma auf die drastische Veränderung in ihrem Leben vorbereiten können. Aber nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist sie gezwungen, in die verschlafene Hauptstadt der Isle of Skye, nach Portree, zu ihrem Onkel und dessen Familie zu ziehen. Das Letzte, mit dem sie rechnet ist, dass sie hier ihre große Liebe finden wird. Vom ersten Augenblick an verfällt sie Calums geheimnisvoller Ausstrahlung. Er zieht sie unwiderstehlich in seinen Bann, woran auch sein allzu offensichtliches Desinteresse nur wenig ändert. Sein widersprüchliches Verhalten macht ihn für sie nur interessanter. Aber diese Fassade beginnt zu bröckeln...und irgendwann gibt auch er den Widerstand gegen seine eigenen Gefühle auf. Als er ihr eines Tages seine wahre Identität verrät, flieht sie vor ihm. Doch es ist zu spät, längst ist sie ihm bedingungslos verfallen...
(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:
Als ich vor einiger Zeit bei den ebooks gestöbert hatte, fiel mir praktisch sofort dieses Cover auf und zog meinen Blick magisch an. Der Inhalt klang zwar vage, aber dennoch nett, also lud ich mir dieses ebook herunter. Meine anfänglichen "Befürchtungen", dass diese Geschichte irgendwas werwölfisches an sich haben könnte, haben sich zum Glück nicht bestätigt: kein Werworf in Sicht.
Stattdessen greift die Autorin hier tief in die Kiste der schottischen Sagen und Legendengestalten und zaubert mystische Wesen hervor, die ich an dieser Stelle allerdings nicht näher benennen werde.
Die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, auch wenn man natürlich nicht erwarten sollte, dass hier das Rad neu erfunden wird. Das Schema "Mädchen trifft außergewöhnlichen Jungen, der was besonderes kann" ist nicht neu, das steht einfach mal fest. Insofern kann ich auch nicht behaupten, an dieser und jener Stelle nicht ein wenig ernüchert gewesen zu sein; dann nämlich, wenn sich diese Story einmal mehr NICHT von so vielen anderen abhebt. (Das waren jetzt viele "nichts" in einem Satz.) Ob es sich um eine unbedarfte Jugendliche, die sich Knall auf Fall verliebt, handelt, um einen jugendlichen Helden, der sein Leben für sie geben würde, um ein kleines Bißchen Magie oder den alltäglichen Schultrott - ist alles dabei.
Kurzum: Emma und Calum sind zwar nette, aber vorhersehbare Charaktere, die aber vor allem durch die Nebenfiguren, Amelie beispielsweise, erst richtig zum Agieren kommen. An mancher Stelle ging mir das Geschehen ein wenig zu holterdipolter; so sind die Momente der Trauer von Emma um ihre tote Mutter - gelinde gesagt - rar gesät, und quasi völlig vergessen, als erstmal Calum auf der Bühne erscheint. Auch die unvermeidliche "große Liebe auf den ersten Blick", die die beiden hier mit nicht mal 18 Jahren zelebrieren, erscheint in meinen Augen nicht glaubhaft. Vor allem aber fand ich den ein oder anderen schnellen Zeitabriss innerhalb der Geschichte ungewohnt. Der eine Moment wird ausführlich beschrieben, dann kommt ein Absatz, und im nächsten Satz sind gute 3 Wochen vergangen. Eigenartig.
Das Ende ist fies. Ist es wirklich, sodass ich mich quasi genötigt sehe, mir umgehend die Fortsetzung "Mondsilberzauber" runterzuladen. Denn wissen, wie es mit Emma und Calum weitergeht, will ich auf jeden Fall.

Fazit:
"Mondsilberlicht" bietet gute kurzweilige Unterhaltung, die zwar nicht neuartig ist, aber einen dennoch in seinen Bann ziehen kann. Für den Preis macht es nix, dass die altbekannten (und bewährten) Motive der Jugendbücher auch hier sehr zum Tragen kommen und man sich an der ein oder anderen Stelle vielleicht an ein anderes Buch erinnert fühlen mag. Gute 4 von 6 Bücherstapel.


1 Kommentare:

  1. Du wurdest getaggt! :-)
    http://streifen-zebra.blogspot.de/2012/06/alarmstufe-rot-ich-wurde-getaggt.html

    AntwortenLöschen

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena