Dienstag, 19. Juni 2012

Die Lektüre meiner Zugnachbarn #3

Gott sei Dank lesen so viele Menschen um mich herum. So kann ich diese Rubrik am Laufen halten. Und ich finde, mir begegnen hier jedes Mal höchst interessante und ... außergewöhnliche Werke :)

Kommen wir also zum lesenden Zugnachbarn Nummer 3. Es handelt sich dabei um einen jungen Mann, den ich häufig nachmittags auf dem Rückweg im Zug sehe und der stets und ständig mit Sonnenbrille herumläuft - egal, ob die Sonne scheint oder nicht. Nun ja. Ist vielleicht ein Image, das er zu pflegen hat. Zudem hat er Kopfhörer auf und hört lautstark Musik, an der der halbe Zug teilnehmen darf. (Ist leider nicht die Art Musik, die ich gern höre.) Ich frage mich ja, wie manche Menschen das können: grölende laute Musik im Ohr haben und sich dennoch auf einen Text konzentrieren können, den sie lesen. Ich bin zwar weiblich, und uns wird ja Multitasking nachgesagt... Aber DAS gehört definitiv zu den Sachen, die ich nicht kann :(
Ich muss gestehen, als ich ihn die ersten Male gesehen habe, hätte ich gar nicht vermutet, dass er zur lesenden Fraktion gehört (seien wir ehrlich: manche Menschen sehen einfach nicht so aus, als hätten sie schon mal ein Buch aufgeschlagen), und war daher - zugegeben - überrascht, als er dann in seine Tasche griff und folgendes Buch hervorzog:

Cynthia Ceilan: "Dumm gelaufen. 600 Missgeschicke mit Todesfolge"
Stellen Sie sich vor, Sie haben gerade den besten Sex Ihres Lebens. Sie sterben. Weil Sie sich an der essbaren Unterhose Ihres Partners verschluckt haben. Stellen Sie sich vor, Ihr Partner hat ein fürchterliches Halsleiden und kann deshalb seinen geliebten Wein nicht mehr trinken. Sie haben die rettende Idee: Sie legen ihm einen Wein-Katheder. Und bringen ihn damit aus Versehen um. Stellen Sie sich vor, Sie sind Flugbegleiter und auf Ihrem Flug bricht Feuer aus. Sie und Ihre Kollegen greifen sich die Feuerlöscher und sprühen, was das Zeug hält. Das Feuer stirbt. Die beiden Piloten auch - an Kohlendioxid-Vergiftung. Gibt's nicht? Gibt's doch. Und wir versichern Ihnen: Sterben kann so komisch sein!
(Quelle: amazon.de)

Tja, da wird mir einiges klar ^^ Ist vielleicht auch nicht gerade Literatur im herkömmlichen Sinne :D

6 Kommentare:

  1. Erinnnert mich irgendwie an Final Destination! :D

    AntwortenLöschen
  2. Das passt doch wie die Faust aufs Auge! ;D

    Lesen und Musik hören kann ich auch überhaupt nicht.
    Eigentlich gucke ich ja ganz gerne mal in solche witzigen Bücher rein, aber ich glaube, das ist mir doch zu makaber. ;)

    LG
    Niniji

    AntwortenLöschen
  3. Ich weiß vor allem nicht, ob es sich dabei um "real passierte" Todesfälle handelt, oder ob sich das alles jemand ausgedacht hat. Meine Lektüre wäre es auch nicht; ich muss aber sagen, zu ihm passt es :)

    AntwortenLöschen
  4. Ich habe in dieses Buch auch schonmal reingeschaut. Ganz lustig - natürlich auch makaber.
    Ich höre übrigens oft Musik beim Lesen. Mich stört das nicht bzw. gerade an öffentlichen Plätzen oder in Bussen/Bahnen viel weniger als das ständige Hinderrundsummen von redenden Leuten oder vorbeifahrenden Autos.
    Gruß

    AntwortenLöschen
  5. Wenn überhaupt, dann höre ich Musik neben dem Lesen nur ganz leise. Die Umgebungsgeräusche blende ich irgendwie einfach aus, wenn ich lese... Das führte manchmal in der Bahn zu panikartigem Aufspringen, wenn ich meine Station fast verpasst hatte ;)

    AntwortenLöschen
  6. Ich habe meine Station (war allerdings nur der Stadtbus) auf diese Weise schon mal verpasst und musste dann eine Station zurücklaufen. ;-)
    Tolle Kategorie! Und jetzt muss ich mal noch ein bisschen hier rumstöbern ...

    AntwortenLöschen

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena