Sonntag, 15. April 2012

"Zeitenlos: Der Anfang" - Shelena Shorts

Baumhaus Verlag, 2012
8,99 Euro

Reihe:
"The pace" (dt.: Zeitenlos)
"The broken lake"
"The iron quill"

Handlung:
Sophie ist gerade mit ihrer Mutter nach Kalifornien gezogen und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch dann rammt sie beim Ausparken das Auto eines Jungen, der unglaublich charmant und gut aussehend ist. Sophie kann nicht aufhören, an ihn zu denken, aber als sie Weston wiedersieht, merkt sie schnell, dass er etwas vor ihr verbirgt. Warum lebt er allein in einem riesigen Haus? Woher hat er all seinen Reichtum? Und was sind das für Forschungen, die er in seinem Labor durchführt? Die Wahrheit ist so unfassbar, dass Sophie sie zuerst gar nicht glauben kann...
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
Ausgehend vom Klappentext und dem Lesen der ersten gut 100 Seiten dachte ich zunächst, hier würde es um Zeitreisen gehen - warum, kann ich eigentlich auch nicht genau erklären. Korrektur: darum geht es nicht. Dennoch spielt das Thema "Zeit" eine große Rolle im Leben von Weston, kurz Wes. Sophie lernt ihn eines Tages kennen und beide sind sich auf Anhieb sympathisch. Mehr als das; scheinbar weiß Weston mehr über sie, als er vor Sophie zugeben mag, und Sophie bekommt mehr und mehr das Gefühl, dass ihr Aufeinandertreffen nicht ganz zufällig passiert ist...
"Zeitenlos" hat mir an und für sich ziemlich gut gefallen. Ich fand es unglaublich schön geschrieben. Nicht zu ausschweifend, aber dennoch mit viel Gespür für Beschreibungen, die in manch anderen Büchern zu kurz kommen. Sehr viel Raum wird den Gedankengängen und Überlegungen von Sophie eingeräumt, die hier als Ich-Erzählerin agiert. Dadurch fühlt man sich ihr unweigerlich verbunden und kann das zarte Flattern im Bauch, das sie angesichts des umwerfenden Weston erlebt, direkt mitfühlen. Natürlich ist Weston ein unglaublicher Held, der nicht nur fantastisch aussieht, sondern obendrein auch noch intelligent ist und ne Menge Geld sein Eigen nennen kann. Klingt oberflächlich? Ist es in meinen Augen auch ein klein wenig. Weston ist zwar wirklich sympathisch, aber für meinen Geschmack hätte er schlicht und einfach einen Tick "durchschnittlicher" sein können, ein Normalo eben. Ich weiß nicht, wieso in so vielen Büchern die Protagonisten immer Extreme darstellen müssen.
"Zeitenlos" hat mich inhaltlich an diversen Stellen an andere Bücher erinnert, die diesen oder jenen thematischen Aspekt auch schon mal aufgegriffen haben; so z.B. an "Elixir" von Hilary Duff, welches ebenfalls gerade auf Deutsch erschienen ist. (Achtung: "The pace", also "Zeitenlos" im Original, ist früher erschienen als "Elixir".) Insofern erfindet dieses Buch von Shelena Shorts das Rad zwar nicht neu, liefert aber interessante Begründungen für - ich nenne es mal "Westons Andersartigkeit", nette Charaktere und ein sehr cliffhanger-artiges Ende, das direkt Lust auf den zweiten Teil macht, der unter dem Titel "The broken lake" bereits auf Englisch erschienen ist.
"Zeitenlos" bietet gute und kurzweilige Unterhaltung für Freunde von jugendlich-romantischen Geschichten mit dem gewissen Extra an übernatürlichen Begebenheiten. Und ein Trilogie-Auftakt ist es auch; was will man also mehr?! ;) Die englischen Cover finde ich allerdings wesentlich ansprechender als das deutsche vom ersten Teil.

Fazit:
Durchaus lesenswert, auch wenn man keinen mitreißenden Lesestoff erwarten sollte, der einen tagelang nicht wieder loslässt. Gute 4,5 Bücherstapel.


Die englischen Titel der Reihe.

1 Kommentare:

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