Sonntag, 29. April 2012

"Die Hüterin Midgards" - Ivo Pala

Sauerländer Verlag, 2012
19,99 Euro

Handlung:
In der Nacht vor ihrem 17. Geburtstag gerät Svenyas Welt aus den Fugen. Sie wird von einem Wolf durch Dresden gejagt und schließlich von drei unheimlichen, seltsam anmutenden Gestalten in den Untergrund entführt. Was Svenya dort entdeckt, sprengt jede Vorstellungskraft: Mitten in Dresden, unter dem Fundament des Residenzschlosses, liegt die letzte Bastion der Lichtelben und das Tor zur Menschenwelt Burg Elbenthal. Ihre Bewohner leben in tödlicher Bedrohung, denn der Schwarze Prinz der Dunkelelben rückt unaufhaltsam näher. Svenya ist die letzte Hoffnung denn sie ist die Auserwählte, die Hüterin Midgards ...
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
"Die Hüterin Midgards" ist eine spannende Geschichte in einer sehr außergewöhnlichen Kulisse - fantasievoll und einfallsreich. Ob es sich um geheime Höhlensysteme unterhalb von Dresden handelt, um fliegende Gargoyles, einem Ungeheuer in der Elbe oder Silberschwertern, die eigenständig denken und handeln können - hier ist einiges zu finden, an dem Fantasy-Liebhaber ihren Spaß haben dürften. Für mich als jemanden, der eigentlich kein High Fantasy - Leser ist, ist diese hier in genau richtigem Maße vertreten. So sind die Elben aus Midgards beispielsweise schlichtweg "coole" Typen mit interessantem Aussehen, imposanten Outfits und einer Vielzahl von Waffen zur Hand.
Die Geschichte wird vorwiegend aus Svenyas Sicht erzählt, wenn auch für einzelne Kapitel andere Stimmen zu Wort kommen - wie beispielsweise die Geliebte des Widersachers Laurin. Svenya selbst erschien mir leider die gesamte Erzählung hindurch ziemlich unsympathisch, zum Ende hin sogar noch mehr als am Anfang, einfach durch bestimmte Dinge, sie sie sagt oder tut. Keine wirklich gute Voraussetzung, um mit der Hauptfigur warm zu werden; und das ist mir auch bis zur letzten Seite nicht gelungen. Svenya ist falpsig, schnodderig, frech und ungehobelt, überheblich und nutzt ihren Status als angehende Hüterin Midgards im zwischenmenschlichen Bereich viel zu sehr aus, um bei mir als Leserin Bonuspunkte sammeln zu können. Schon nach kurzer Zeit bei den Elben wirkt sie ungemein abgeklärt und allwissend - das habe ich ihr nicht ganz abnehmen können. Svenya selbst als Hauptfigur stellt damit eigentlich den wesentlichsten Kritikpunkt des Buches dar, den ich anbringen könnte.
Sehr schön fand ich die Idee, hier reine Fantasie mit alten Legenden und Mythologien zu verweben - so begegnet man hier doch tatsächlich der ein oder anderen Figur aus der Nibelungensage.

Fazit:
Alles in allem ist "Die Hüterin Midgards" ein spannendes Buch voller Ideen und interessanten Einfällen, das noch dazu einen gelungenen Reihenauftakt darstellt. Die Hauptfigur ist sicher nicht jedermanns Sache, aber die Handlung macht eindeutig neugierig auf Mehr. Gute 4 von 6 Bücherstapel.

1 Kommentare:

  1. Uh. Nur vier von sechs?
    Also ich fands richtig, richtig gut. :)
    Aber gut, Geschmäcker sind unterschiedlich.
    Ich für meinen Teil bin schon seeeehr gespannt auf den zweiten Teil. :)

    LG Jessica

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