Montag, 19. März 2012

Leipziger Buchmesse 2012

Am Samstag war ich in Leipzig auf der Buchmesse. Samstag ist erfahrungsgemäß zwar der vollste und am besten besuchteste Tag dort, aber bei mir ging´s in diesem Jahr nicht anders. Und da ich eh in erster Linie mal durch die Hallen schlendern und mir die Stände der einzelnen Verlage ansehen wollte, ging das an diesem Tag so gut wie an jedem anderen auch.
Leider habe ich dadurch natürlich einige Lesungen nicht erleben können, die mich durchaus interessiert hätten. Cassandra Clare oder auch Bernd Perplies beispielsweise waren erst am Sonntag vor Ort.
An und für sich war die Messe am Samstag natürlich gut besucht; trotzdem hatte ich das Gefühl, als wäre es im letzten Jahr voller gewesen. Farbenfroh und schrill präsentierte sich die Buchmesse aber auch in diesem Jahr, was nicht zuletzt an den zahlreichen Anime- und Manga-Fans lag, die dort jedes Jahr aufs Neue die Blicke mit ihren Kostümen, ausgefallenen Outfits und ihren Auftritten auf sich ziehen. Ich muss gestehen, dass ich mich in „dieser Szene“ gar nicht auskenne; so sagen mir die diversen Kostüme und Anspielungen schlicht und einfach nichts. Aber nett anzusehen war´s trotzdem. (Leider konnte ich mich auch an dem intensiv geführten Gespräch über „Yu-gi-oh“ nicht beteiligen, das 3 Mädels im Zug neben mir geführt und mich dann erwartungsvoll angesehen haben. Sorry.)
Zurück zur Buchmesse. Ich habe einige Runden durch die Hallen gedreht und jede Menge Stände von den verschiedensten Verlagen besucht. Manche waren leider derart „begehrt“, dass man fast keine Chance hatte, sich durchzukämpfen und sich die Bücher in den Auslagen mal anzusehen. Trotzdem habe ich einige Bücher entdeckt, die wirklich vielversprechend klangen, die ich bisher (trotz aller Büchervorschauen) noch nicht kannte und die sofort auf meiner Wunschliste landeten. Bei einigen Büchern war ich wirklich arg in Versuchung, sie gleich vor Ort mitzunehmen; und die netten jungen Buchmesseverkäufer, die sich in gelbem T-Shirt und mit portabler Kasse in der Hand durch die Mengen kämpften, um jeden Kaufwilligen abzukassieren, machten diese Not nicht gerade besser. Tatsächlich bin ich bei „Die Fluchweberin“ von Brigitte Melzer dann auch schwach geworden und hab es mir kurzerhand gleich gekauft.

Persönlich gesehen habe ich leider nicht ganz so viele Autoren, wie ich gehofft hatte - was auch daran lag, dass die Lesungen meist schon vorbei waren, eh ich mich von einer Halle zur nächsten durchgekämpft hatte. Kai Meyer habe ich gesehen und gehört, der aus „Arkadien fällt“ vorgelesen und danach noch sehr sympathisch auf Fragen aus dem Publikum geantwortet hat. Interessant fand ich auch die Lesungen von den 2 Preisträgern des Seraph- Fantastik- Preises, Nina Maria Marewski („Die Moldau im Schrank“) und Christian von Aster („Der letzte Schattenschnitzer“), die aus ihren Büchern vorgelesen haben. Sehr gern gesehen hätte, stattdessen aber nur gehört habe (was an meiner Körpergröße von nur 1,60 m und einem Stehplatz ca. in Reihe 6 lag) ich Axel Prahl, der den meisten wohl bekannt sein dürfte als Kommissar Thiel aus dem Münsteraner „Tatort“. Dieser hat seine CD „Blick aufs Mehr“ vorgestellt, auf der er sowohl als Songwriter und Sänger agiert. Er hat aber auch ziemlich sympathisch auf die Fragen des Moderators geantwortet.
Nach einigen Stunden bin ich dann ziemlich alle, aber durchaus zufrieden und voller Eindrücke wieder in den Zug nach Hause gestiegen, voll bepackt mit Leseproben und Programmvorschauen, die ich in den nächsten Tagen erstmal noch durcharbeiten will.

Wart ihr auch auf der Buchmesse? Wie hat es euch gefallen?

2 Kommentare:

  1. Wir waren auch am Samstag auf der Buchmesse. Schön war es wieder, aber für das nächste Jahr haben wir uns vorgenommen wei Tage hinzugehen, da wir nicht alles gesehen haben.
    Uns haben am besten die Lesungen gefallen.
    Hier gibt es meinen kleinen Bericht:
    http://world-of-yvonne.de/wordpress/buchmesse-2012-schon-war-es/

    LG
    Yvone

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  2. Ein schöner Bericht! Kay Meyer habe ich diesmal verpasst, letztes Jahr in Leipzig und Frankfurt fand ich aber auch schon, dass er seine Sache gut und sympathsich macht. Selbst sein leicht rauszuhörendes Lispeln hat was. Ich habe auch ordentlich eingekauft und sagte immer, bei Ueberreuter war ich noch gar nicht, mir fiel nämlich ebenfalls "Die Fluchwerberin" ein. Dazu kam es dann aber irgendwie nicht mehr. Aber meine Ausbeute war eh schon groß genug und du, mit nur einem Buch, hast dich dann ja wacker geschlagen. :)

    LG Reni

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