Montag, 5. März 2012

"Fünf" - Ursula Poznanski

Wunderlich Verlag, 2012
14,95 Euro

Handlung:
Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. An der bezeichneten Stelle wartet ein grausiger Fund: eine Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und ein Rätsel, dessen Lösung zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. In einer besonders perfiden Form des Geocachings, der modernen Schnitzeljagd per GPS, jagt ein Mörder das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger von einem Leichenteil zum nächsten. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, und die Morde geschehen immer schneller. Den Ermittlern läuft die Zeit davon, sie ahnen, dass erst die letzte Station ihrer Rätselreise das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...
(Quelle: amazon.de)

Meine Meinung:
Schon beim Lesen der ersten Kapitel von „Fünf“ wurden mir 2 Dinge klar: 1. Ich hatte schon viel zu lange keinen Thriller mehr gelesen. Und 2. „Fünf“ würde kein mittelmäßiger Durchschnittsthriller werden, bei dem man schon nach gut einem Viertel des Buches weiß, wer der Mörder ist.
Im Gegenteil, durch das sehr gekonnte Verwirrspiel, das Frau Poznanski da rund um das Thema Geocachen entworfen hat, ist man als Leser erstmal lange Zeit ebenso ratlos wie die beiden Ermittler Bea und Florin (übrigens sehr sympathisch gezeichnete Charaktere!). Den beiden bleibt nicht viel mehr übrig, als sich auf das perfide Spielchen des Täters einzulassen und „mitzuspielen“. Dieser bedient sich dem Prinzip des Geocachens, um die Polizisten stückchenweise ein klein wenig näher an ihn heranzuführen: er versteckt hinweisgebende „Schätze“ an Koordinaten und beschäftigt Bea und Florin dadurch wie bei einer Schnitzeljagd. Mehrere Opfer, scheinbar keinerlei Zusammenhänge zwischen ihnen. Was will der Täter ihnen sagen? Dass hinter diesen Verwicklungen sehr wohl Taktik und eine bedeutende Geschichte stehen, entdecken die beiden Ermittler fast zu spät...
„Fünf“ fand ich klasse. Unglaublich spannend, und trotz der teilweise sehr verstrickten Zusammenhänge und Namen sehr gut von Frau Poznanski aufbereitet und dargelegt. Der Clou der ganzen Geschichte, der am Ende aufgelöst wird - grandios!
Ich hab mich schon bei „Erebos“ und „Saeculum“ von Ursula Poznanski wunderbar unterhalten gefühlt; beide Bücher haben bereits einen Ehrenplatz in meinem Regal. Mit „Fünf“ steigt die Autorin nun quasi zu einer meiner neuen Lieblingsautoren auf, von der ich mir guten Gewissens wohl auch jedes weitere Buch ohne zu zögern kaufen werde.

Fazit:
„Fünf“ hat eine unglaublich spannende, komplexe, aber toll inszenierte Handlung, einen gewissen Thriller-Ekel-Faktor, der einfach sein muss, sympathische Hauptfiguren und das gewisse Etwas, das ein guter Thriller haben sollte. Sehr empfehlenswert! Volle Bücherstapelzahl.

2 Kommentare:

  1. Und schwups ist er auf meiner Wunschliste gelandet! Genau das richtige Buch für mich!!!
    LG
    Martina

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  2. JUHU!!!

    Ach schön, dass du das Buch ganz uneingeschränkt genauso geliebt hast wie ich. :) :)

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