Sonntag, 5. Februar 2012

"Die Tribute von Panem 1-3" - Suzanne Collins

Handlung:
Ach komm, weiß doch eh jeder, worum es hier geht. Ich bin halt nur ziemlich spät auf diesen Zug aufgesprungen...

Meine Meinung:
Vor ein paar Tagen habe ich also spontan zu „Tödliche Spiele“, dem ersten Teil der „Tribute von Panem“ gegriffen und musste feststellen, dass ich nicht mehr aufhören konnte, darin zu lesen. (Für alle Interessierten: meinen kleinen Gedankenausbruch kann man hier nachlesen.) Teil 2 und 3 folgten ihrem Vorgänger in mein Bücherregal, und die letzte Buchseite des 3. Teils, „Flammender Zorn“, habe ich nun gerade zugeklappt.
Jetzt sitze ich hier und bin völlig erschlagen von dem, was ich da in den letzten Tagen gelesen habe. Und gleichzeitig denke ich mir, dass ich nun nicht so ohne Weiteres einfach zu einem neuen, anderen Buch greifen und was Neues lesen kann - weil diese Geschichte einfach gerade zuviel Platz in meinem Kopf einnimmt. Ich kann sie gar nicht abstellen, und irgendwie will ich das auch nicht. Tatsächlich glaube ich, dass ich ab jetzt - zumindest für eine sehr lange Zeit - jedes Buch unwillkürlich mit dieser Reihe vergleichen werde, auch wenn ich das eigentlich gar nicht möchte. Und dass es sein kann, dass viele bei diesem Vergleich den Kürzeren ziehen werden. Die „Tribute“ haben mich eingefangen, einmal kräftig durchgeschüttelt und vorhin wieder ausgespuckt. Diese Gedankenspiele und Themen, die hier angesprochen, angeschnitten und durchgespielt wurden, sind zumindest bei mir nicht einfach so spurlos zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus gegangen, sondern kreisen noch immer irgendwo in meinem Kopf herum. Diese ständige Konfrontation mit den Fragen, die ich mir als Leserin unweigerlich selbst gestellt habe: „Wie weit würde ich gehen? Könnte ich in dieser Situation genauso handeln?“ und „Wie um alles in der Welt konnte die Erde so vor die Hunde gehen? Wie konnte es so weit kommen?“ - das rüttelt jetzt noch an mir.
Aber ist es nicht letztlich genau das, worum es beim Lesen geht? Dass eine Geschichte mich dermaßen ergreifen und mitnehmen kann, dass ich mich für eine Weile wirklich völlig darin verlieren kann, dass ich mir beim Aufschauen wirklich erst wieder vor Augen halten muss, dass ich mich im 21.Jahrhundert befinde, es keine Hungerspiele gibt, ich mir im Gegensatz zu Katniss keine Eichhörnchen selbst schießen muss, dass ich in meinem Leben wohl nicht erfahren muss, wie es ist, eingesperrt in einer Arena zu sein, nur mit dem Ziel, irgendwie zu überleben.
Vor ein paar Tagen habe ich noch rumgemurrt, dass ich mal wieder total Lust auf einen "Pageturner" habe, ein Buch, das mich völlig mitnimmt und vom Hocker reißt. Ich hab´s gefunden.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Ich lass das erstmal so sacken.


8 Kommentare:

  1. *Caroline sanft über den Kopf streichel* Kann sehr gut verstehen, wie Dir zumute ist. Ich glaube, die Tribute haben uns fast alle so mitgenommen. Lass es erstmal sacken und komm wieder in der wirklichen Welt an. Und behalte die Bücher ganz fest in Deinem Herzen. :) (Und freu Dich auf die Filme...)

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    1. Apropos Filme, die Deutschland-Premiere ist ja am 16.3. in Berlin. Du Glückliche bist ja vor Ort. Hast du vor, da mal hinzugucken? Es soll ja wohl die komplette Schauspieler-Riege antreten... :)

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    2. Jap, ich habe definitiv vor, hinzugehen, wenn nichts dazwischen kommt. Habe ja noch die stille Hoffnung, dass es trotz der Riesen-Marketing-Kampagne noch nicht so voll sein wird wie beispielsweise bei Breaking Dawn. Ich werde mit Sicherheit berichten, wie es war und bin schon sehr gespannt auf die Schauspieler!

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    3. Hmmmm, das ist ja ein Freitag, und sooo weit weg von Berlin wohn ich ja auch nicht... Vielleicht... Ich meine, ich war noch nie bei so einer Premiere dabei. Hmmmm.....

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    4. Warum nicht? Das macht immer ziemlich viel Spaß, vor allem, wenn man auch wirklich was sieht von den Schauspielern. Man könnte sich ja verabreden! :)

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    5. Also ich behalte das mal auf jeden Fall im Hinterkopf. Ob´s wirklich klappt, kann ich jetzt leider noch nicht sagen (an dem Wochenende ist ja z.B. auch Leipziger Buchmesse), aber Lust hätte ich definitiv drauf. Und falls es wirklich was wird, fänd ich´s schön, wenn man sich verabreden könnte :)

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    6. Meld Dich einfach, sollte irgendwas spruchreif werden! :)

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  2. Caroline, mir ging es ganz genauso. Ich war nach dem Ende des 3. Bandes fix und fertig und habe das Buch lange nicht mehr aus meinen Gedanken gebracht. Und ich wusste dann auch erst mal gar nicht, was ich als nächstes lesen sollte, weil ich gar nicht bereit war, mich auf etwas Neues (und möglicherweise viel oberflächlicheres) einzulassen.
    Das ist ja auch das Geniale an dieser Trilogie. Zwar fand ich manches am 3. Band nicht so toll, aber insgesamt ist es einfach eine wirklich überwältigende Trilogie, an die nur wenig herankommt, das ich sonst so gelesen habe in der letzten Zeit.

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