Samstag, 14. Januar 2012

"Silberlicht" - Laura Whitcomb

Pan Verlag, 2010
14,99 Euro

Handlung:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden. Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und ... er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt ...

Meine Meinung:
Oje. Mein erstes Buch, das ich mir für die Lieblingsbuchchallenge ausgesucht habe, entpuppte sich sogleich als Fehlgriff und ziemliche Enttäuschung. Die Geschichte von Helen und James hat mich eigentlich überhaupt nicht überzeugt. Geschichten über Geister mag ich sowieso nicht besonders, höchstens, wenn sie gruselig sind, und das war diese hier leider nicht.
„Silberlicht“ fand ich im Gegenteil eher langweilig. Dieses ganze Gerede über Dasein als Licht, das sich an einen Bewahrer klammern muss, weil es sonst... ja, was eigentlich? In der Hölle landet? Das war in meinen Augen spiritueller Blödsinn, der dann nicht mal ansprechend in einen interessanten Plot verpackt wurde. Nach dem Zuklappen des gelesenen Buches habe ich diverse ungeklärte (und unlogische) Aspekte im Kopf gehabt, die für mein Dafürhalten nicht schlüssig waren. Die hochgelobte Liebesgeschichte zwischen Helen und James (O-Ton Klappentext: „Helen und James - das neue Traumpaar der übersinnlichen Welt“) konnte mich überhaupt nicht berühren und war meines Erachtens nach totaler „Fake“, da sich hier ja eigentlich nicht James und Helen anziehend fanden, sondern Billy und Jenny. (Oder seh ich das komplett falsch?!) Die Personenzeichnungen als solche ist Whitcomb in meinen Augen auch nicht wirklich geglückt, Helen und James bleiben fast durchgehend blasse und nichtssagende Gestalten in einem Buch, die (wie zweideutig!) einfach nicht zum Leben erweckt werden durch die Eigenschaften, die ihnen auf den Leib geschrieben wurden. Zum Ende hin erfährt man einige wenige Details aus ihren tatsächlichen Vergangenheiten, aber da hätte ich mir vorher einfach schon mehr gewünscht, um die Figuren kennen zu lernen.
Eins kann (und sollte) ich allerdings erwähnen, das mir doch gefallen hat: die schöne und ausdrucksstarke Sprache der Autorin. Die hat einen leicht durchs Buch getragen. Mehr aber auch nicht.

Fazit:
Mit dieser Geschichte, die mich einfach nicht überzeugen konnte, kann ich mich nicht anfreunden. Wäre es nicht ein Buch für die Challenge gewesen, hätte ich es wohl schon nach einigen Seiten abgebrochen. Einzig die Sprache im Buch bekommt einen Extrapunkt. 2 von 6 Bücherstapel.

7 Kommentare:

  1. Oh nein, wie ärgerlich :(

    Hoffentlich gehts besser weiter!

    AntwortenLöschen
  2. Hey,

    endlich ist mal jemand meiner meinung^^
    Ich habe das Buch auch gelesen, weil es im von vielen gelobt worden ist, aber ich habe auch schnell gemerkt, dass es absolut nicht mein Fall war, was man dann auch in meiner Rezi lesen konnte.
    Ich glaube ich habe damals auch nur ein oder zwei Punkte gegeben.

    Schöne Rezi!

    AntwortenLöschen
  3. Ach schade, also so schlecht fand ich das Buch damals nicht (ist aber schon eine gefühlte Ewigkeit her). Zumindest konnte mich der Schreibstil der Autorin damals fesseln. Dann rate ich dir von Laura Whitcombs "Seelenhüter" auf jeden Fall ab. Denn das war für mich dann eher ein Fake - der Inhalt war zäh und passte überhaupt nicht zur Kurzbeschreibung.

    Dein Design sieht übrigens sehr erfrischen aus, wobei ich das Zweite (blaue) auch sehr schön/ansprechend fand.

    Liebe Grüße
    Reni

    AntwortenLöschen
  4. @ Tine: Naja, ich seh das erstmal so: wenn ich den ersten Monat mit so einem (für mich) mittelmäßigen Buch beginne, kann´s ja nur besser werden :D Im Dezember müsste mich nach dieser Logik also ein absolutes Knaller-Buch erwarten, haha... :D

    @ Paralauscher: Ich kann die vielen tollen Rezensionen auch nicht so nachvollziehen, das kommt bei amazon & Co. ja eigentlich immer super weg. Geschmack ist halt verschieden. Aber schön zu wissen, dass ich nicht die Einzige bin, der´s nicht gefallen hat.

    @ Reni: Ja, ich glaube, auf weitere Bücher von ihr verzichte ich auch erst mal, und wenn du mir jetzt davon abrätst, erst recht. Dankeschön für das Design-Lob :)

    AntwortenLöschen
  5. Mir fällt gerade auf, dass ich das Buch, auch wenn ich eigentlich von wem auch immer negatives über das Buch gehört hab, immer noch auf meiner Amazon-Wunschliste habe... glaub ich zumindest.
    Ich geh direkt mal nachsehen und lösch es notfalls :D

    AntwortenLöschen
  6. Ich fand das Buch auch sehr nichtssagend und langweilig. Ich dachte immer, ich wäre die Einzige ;)

    AntwortenLöschen
  7. Ich habe das Buch damals direkt nach Erscheinen gelesen und fand es auch nicht so pralle.

    AntwortenLöschen

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena