Mittwoch, 30. November 2011

"Beautiful chaos" - Kami Garcia & Margaret Stohl

Reihe:
Beautiful creatures
Beautiful darkness
Beautiful chaos

Handlung:
Ethan Wate thought he was getting used to strange, impossible events happening in Gatlin. But strange and impossible have taken on new meaning. Locusts, heat, and storms ravage Gatlin, while Ethan and Lena struggle to understand the impact of Lena's Claiming. As the weeks progress, one question becomes clear: What - or who - will need to be sacrificed to save Gatlin? Sometimes there isn't one answer, or one choice. Sometimes, there's no going back. And this time, there won't be a happy ending.

Meine Meinung:

***3. Teil einer Buchreihe, Rezension kann entsprechende Inhalte der vorherigen Bücher enthalten***
Ich bin erleichtert. Denn ich habe gerade gesehen, dass es einen 4. Teil in der Buchreihe der "Caster Chronicles" geben wird. Bisher war ich immer davon ausgegangen, dass es sich hier um eine Trilogie handelt. Als ich aber den 3. Teil "Beautiful chaos" fertig gelesen hatte, war ich angesichts des Endes derbst enttäuscht und hab mir die ganze Zeit nur denken können "Das kann doch nicht das Ende gewesen sein? Ist das ein Scherz? Das kann doch nicht alles sein!".
Denn das Ende ist - in meinen Augen - wirklich höchst enttäuschend und für die Fans der Buchreihe alles andere als zufriedenstellend. Doch nicht nur das Ende hat mir bei diesem 3. Teil nicht wirklich gut gefallen. Die ganze Handlung um Ethan & Lena erschien mir hier ein wenig lieblos zusammengeschrieben, ohne rechten roten Faden, ohne wirkliche Tendenzen, in die sich die ganze Geschichte entwickeln soll. Als hätten Frau Stohl und Frau Garcia sich beim Schreiben nicht wirklich entscheiden können, worauf sie ihr Hauptaugenmerk legen sollen. So viele Aspekte und neue Punkte wurden hier angesprochen, dann aber nicht ausreichend erklärt oder konsequent verfolgt. Tatsächlich stehen die beiden Hauptfiguren Ethan und Lena hier eigentlich gar nicht mehr im Mittelpunkt. Stattdessen bekommen Marian, Olivia und John Breed ihren großen Handlungsspielraum. John Breed, der mir im 2. Teil eher noch wie ein recht nichtssagender Nebencharakter vorkam, wird hier plötzlich zum Dreh- und Angelpunkt der ganzen Verwicklungen. Das ist nichts Schlechtes, aber schade um die persönliche Story von Ethan und Lena, die hier ins Stocken kommt und fast langweilig gewöhnlich erscheint - wenn man bedenkt, welche besonderen "Schicksale" sie hier eigentlich zu spielen haben. Zumindest aber kommt ihre Geschichte nicht annähernd an den Witz und Charme der Liebeleien zwischen Link und Ridley heran - gewissermaßen mein "Lieblings-Erzählstrang" in diesem Buch. Die beiden sind einfach herrlich, die Dialoge toll, und bei den beiden fiebere ich wirklich mit, was da noch kommen mag.
So ein wenig gefehlt hat mir hier aber auch das Mystische und "dunkel-Magische", mit dem sich Amma herumärgert. In den Bänden 1 und 2 gab es ja beispielsweise auch immer kurze aber spannende Rückblicke in die Vergangenheit, in die Geschichte von Greenbrier und die Familien Duchannes und Ravenwood - von diesem Reiz ist hier leider gar nichts mehr zu spüren.

Fazit:
Ich habe von "Beautiful chaos" im Vornherein viel mehr erwartet. Irgendwie fehlt diesem Buch ein wenig der Pepp, das Besondere, das "Caster-mäßige" - das, was ich im ersten Band dieser Reihe noch so toll fand. Mir scheint fast, als würde hier langsam die Luft raus sein. Jetzt hoffe ich auf einen spannenden 4. Teil, der hoffentlich wieder die besondere Stimmung in Gatlin einfangen kann. Hierfür gibt´s 4 von 6 Bücherstapel.

Dienstag, 29. November 2011

"Sternhagelverliebt" - Catherine McKenzie

Knaur Verlag, 2011
8,99 Euro

Handlung:
Mit Riesenkater und Restalkohol zum Bewerbungsgespräch? Keine gute Idee. Um trotzdem ihren Traumjob zu bekommen, checkt die Journalistin Katie in eine Promi-Entziehungsklinik ein und berichtet über ein dort »einsitzendes« Starlet - dumm nur, dass sie sich mit der Zielperson anfreundet und dann noch ihren Traumtyp kennenlernt ...

Meine Meinung:
"Sternhagelverliebt" hatte ich schon länger auf meiner Wunschliste und wollte ich wirklich gern lesen. Zum einen klang der Klappentext nett, zum anderen wurde mit der Ansage "Für Fans von Bridget Jones" geworben. Bridget Jones mag ich wirklich sehr. Aber "Sternhagelverliebt" und die Protagonistin Katie kommen an Bridget leider gar nicht heran.
Der Anfang war noch ganz nett, wenn auch bereits von Kopfschütteln meinerseits begleitet. Wie kann man sich am Abend vor dem Bewerbungsgespräch, auf das man seit Jahren (!) wartet, denn dermaßen volllaufen lassen, dass man sich am nächsten Morgen nicht mal mehr an seinen bevorzugten Musikgeschmack erinnern kann? Da kann´s von meiner Seite nicht mal mehr Mitleid geben, und so war Katie von Anfang an ein Charakter, der mir nicht wirklich zu Herzen ging und in meinen Augen nicht so recht zu überzeugen wusste. Die Parallelen zu Bridget Jones sind durchaus zu erkennen, vielleicht sogar ein wenig zu sehr gewollt (Katies Freunde, ihre Laster Alkohol und Zigaretten, ihr merkwürdiges Verhältnis zu ihren Eltern). Allerdings ist "Sternhagelverliebt" nicht annähernd so amüsant wie BJ. Tatsächlich plätschert die Handlung so vor sich hin, es gibt nicht einen Höhepunkt oder einen Aha-Moment in der ganzen Handlung, und wirklich lustige Stellen habe ich leider nicht finden können. Nichts zum Schmunzeln, geschweige denn Lachen. Die Romanidee als solche (Journalistin schleust sich in Klinik ein, um ein Hollywood-Sternchen Tag und Nacht beobachten zu können), ist zwar nicht neu, aber trotzdem nett durchdacht. Allerdings kommt gerade das Starlett durchweg wie ein graues unscheinbares Mäuschen und langweilig rüber - bietet also eigentlich gar keinen Boden für interessante Ausführungen. Katie ist etwas überzeichnet als alkohol-liebende Endzwanzigerin, die keine rechten Vorstellungen vom Leben hat und sich daher ins Lügen und Trinken flüchtet; und auch die Rolle, die ihr "Traumtyp" hier einnimmt, ist mir nicht ganz klar geworden. Wieso genau ist er eigentlich in der Entzugsklinik? Woher kommt sein Spitzname, mit dem er immer aufgezogen wird? Wieso mimt er den Manager eines Hollywood-Stars, wenn er doch eigentlich Highschool-Lehrer ist? Wird leider nicht geklärt.
Die Botschaft, die das Buch übermitteln möchte, ist - wie ich finde - auch nicht ganz eindeutig, und kann wohl von jedem so ausgelegt werden, wie man gerade mag. "Kenn deine Grenzen"? Oder "Bleib nach einem Entzug lieber trocken"? Vielleicht auch "Verfolge deine Träume, auch wenn´s peinlich werden kann"?? Nun ja...

Fazit:
"Sternhagelverliebt" liest sich schnell weg und bietet kurzweilige Unterhaltung, der es jedoch leider etwas an Witz, Charme und einem spannenden Handlungsbogen fehlt. Gut gemeinte 3,5 von 6 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Montag, 28. November 2011

Ausgeblog(g)t, die Vierte...

Schon zum 4. Mal wurde meine Anmeldung für ein Buch bei "Blogg dein Buch" jetzt abgeschmettert. Ich bin ja dort registriert und versuche ab und zu, auch mal ein Buch dort zu ergattern. Allerdings keine Chance: 4. Buch in Folge angeklickt, 4x 15 Tage gewartet, 4x eine Absage bekommen. So langsam mag ich nicht mehr. Ich weiß auch nicht, nach welchen Auswahlkriterien die (bzw. der entsprechende Verlag) gehen, aber hallo, mich gibt´s auch! *mal in die Runde wink*
Was ich an BdB eigentlich am nervigsten finde, ist das lange Warten. 15 Tage (wenn nicht noch mehr) sind es ja immer, und das, obwohl die Bewerberlisten für gewöhnlich schon nach gut 2, 3 Tagen komplett sind. Und dann hat man 45 Bewerber auf 10 Bücher und wartet und hofft und guckt nach weiteren 2 Tagen Warten ins Postfach - und hat schon wieder den Spruch "leider gab es mehr Bewerber als Bücher" zugeschickt bekommen.Wenn da nicht jedes Mal ein halber Monat ins Land gehen würde, nur um dann eine Absage zu bekommen, könnte man sich ja in der Zwischenzeit auch noch für ein anderes Buch anmelden; aber so...?

Geht´s irgendwem von euch auch so?

Sonntag, 27. November 2011

In my mailbox...

Heute ist der 1. Advent. Mir ist noch gar nicht weihnachtlich zumute. Eigentlich liebe ich Weihnachten und insbesondere die Vorweihnachtszeit; ich bin da voll der Weihnachts-Freak. Aber jetzt? Ist erstens noch November, es ist nicht winterlich draußen und ich hab irgendwie soviel im Kopf, da hat Weihnachten noch kein Platz drin. Außerdem frage ich mich, wo das ganze Jahr hin ist, denke mir, dass wir uns doch nicht wirklich schon fast im letzten Monat des Jahres befinden können, dass ich noch soviel machen und erledigen wollte 2011 und und und. Gleichzeitig denke ich daran, dass ich diesen kleinen Blog (oder kleines Blog?!) damit auch schon fast 1 Jahr führe. Jep, am 31.12. gibt´s hier was zu feiern und ihr sollt natürlich davon profitieren. Dazu gibt´s aber demnächst erst nähere Infos.
Gerade höre ich die neue Platte von Coldplay rauf und runter und denke mir, dass die letzte Woche irgendwie nicht so gelaufen ist, wie ich mir das gewünscht hätte. Die CDs von Coldplay eignen sich ja immer eins a, wenn man seinen Gedanken einfach mal freien Lauf lassen will. Vielleicht hab ich auch deswegen gerade "meinen melancholischen Moment"... Nun ja, nichtsdestotrotz ist die neue CD wirklich schön, ich würde hier an dieser Stelle einfach mal spontan eine Kaufempfehlung an euch aussprechen. (PS: Sie heißt "Mylo Xyloto" *räusper*)
Nun aber mal zurück zum Thema. Diese Woche ereilte (oder auch nicht) mich ein Buch, das ich mir kurzerhand bei ebay gekauft habe. Alle Vorsicht fallen lassend (ich bin bei gebrauchten Büchern, wenn ich die vorherigen Inhaber nicht kenne, ja immer sehr eigen) hab ich kurzerhand zugeschlagen und jetzt befindet sich dieses tolle Buch in meinem Besitz, von dem ich bisher eigentlich nur total positive Sachen gehört habe. Ich bin mal gespannt. Allerdings wird auch dieses Buch erstmal ungelesen ins Regal wandern, da ich einfach noch zuviele andere Bücher auf meiner imaginären Warteliste habe, die ich in diesem Jahr noch lesen will. Dieses Jahr noch, hmmmm..... Wären wir wieder am Anfang dieses Posts.


Jana Oliver: "Die Dämonenfängerin"
Im Jahr 2018 hat Luzifer die Zahl der Dämonen in allen grösseren Städten erhöht. Wenn sie nicht mit ihren Hausaufgaben beschäftigt ist oder mit ihrer wachsenden Zuneigung zum engelsgleichen Dämonenfänger-Azubi Simon, ist Riley in Atlanta unterwegs, um geplagte Bürger vor Höllenbrut zu bewahren – nur Dämonen ersten Grades natürlich, gemäss den strikten Regeln der Zunft. Das Leben ist so alltäglich, wie es nur sein kann für eine ganz normale Siebzehnjährige. Aber dann ruiniert ein mächtiger Geo-Dämon fünften Grades Rileys Routineauftrag in einer Bibliothek und bringt ihr Leben in Gefahr. Und als ob das nicht schlimm genug wäre, trifft eine unvorhergesehene Tragödie die Fängerzunft. Nun hat Riley eine gefährlichere Zukunft vor sich, als sie sich jemals vorzustellen vermocht hat.

Montag, 21. November 2011

"Dark love" - Lia Habel

Piper Verlag, 2011
15,99 Euro

Handlung:
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher - das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt - und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Meine Meinung:

"Du bist ziemlich... gelassen für jemanden, der tot ist." (S. 145)
Seien wir mal ehrlich: wer würde angesichts dieser Inhaltsbeschreibung vom Klappentext schon vermuten, dass es sich hier um ein Buch durchweg über Zombies und Untote handelt? Ich eher nicht; daher war ich auch ziemlich überrascht, als es bei mir diesbezglich "Klick" gemacht hat. Da war ich aber schon mittendrin in der Handlung und konnte nicht mehr aufhören zu lesen.
Eigentlich hätte ich mich beim Lesen von "Dark love" permanent ekeln können, und tatsächlich fand ich manche Szenen nicht unbedingt schön zu lesen. Zu real sind die Beschreibungen von Leichen, zu bildhaft die dargestellten Verwandlungen vom Menschen zum Zombie, zu genau manch eine Schilderung vom Kampf ums Überleben, vom Kampf zwischen Lebenden und Untoten. Und trotzdem habe ich mich beim Lesen dieses Buches prächtig unterhalten gefühlt. Ich denke nicht, dass das auf übermäßig morbid- ausgeprägte Züge von mir zurückzuführen ist. Sondern viel mehr auf diese tolle und gleichsam merkwürdige Romanidee, die die Autorin hier entwirft und konsequent durchsetzt, auf den hintergründigen Humor, der mich diverse Male hat schmunzeln lassen und auf die rasante Erzählweise, die dazu führt, dass einem manche Kapitel vorkommen wie für ein Drehbuch geschrieben.
Hier sind die Zombies nicht die plakativen seelenlosen Hüllen, die taumelnd durch die Straßen wanken auf der Suche nach neuen Opfern. Sondern eigentlich Menschen wie du und ich, mit Gefühlen, Gedanken und einer Geschichte - nur sind sie eben tot, und trotzdem irgendwie lebendig. Gleichsam sind sie derart sympathisch und lustig und richtige "Kumpel-Typen", dass es mir partiell eigentlich schwer fiel, sie als das zu sehen, was sie sind, nämlich Untote, die ein zweites kurzes Leben bekommen haben. Dieses "kurz" ist es auch, was der sich langsam entwickelnden romantischen Story zwischen Bram und Nora einen kleinen bitteren Beigeschmack gibt. Man hat die ganze Zeit über im Kopf, dass da doch noch irgendwas ist, etwas, das den beiden noch gehörig einen Strich durch die Rechnung machen wird. Aber davon wird wohl erst im nächsten Teil (englisch: "Dearly, beloved") die Rede sein. Zum Glück.
Letztlich ist es natürlich etwas morbide und gewagt, über lebende Zombies eine (Liebes-) Geschichte zu schreiben - andererseits: warum nicht?! Diverse Endzeit - und Weltuntergangsszenarien werden ja momentan unter dem Schlagwort "Dystopie" angepriesen, warum also zur Abwechslung nicht auch mal Zombies?!

Fazit:
"Dark love" bietet tolle, lustige und sympathische Zombies in einer spannenden Handlung, gewürzt mit einem kleinen romantischen Faden, der sich bis zum Ende durchzieht. Das Thema ist sicher nicht für jedermann geeignet, und Zartbesaiteten oder auch zu jungen Jugendlichen würde ich das Buch daher nicht unbedingt ans Herz legen. Allen anderen rate ich hiermit: lesen! 5 von 6 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Piper Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 20. November 2011

In my mailbox...

Kurz und knapp: eins gekauft, eins als Rezensionsexemplar bekommen.

Deborah Harkness: "Die Seelen der Nacht"
Diana Bishop ist Historikerin mit Leib und Seele. Dass in ihr zudem das Blut eines uralten Hexengeschlechts fliesst, versucht sie im Alltag mit aller Kraft zu ignorieren. Doch als Diana in der altehrwürdigen Bodleian-Bibliothek in Oxford ein magisches Manuskript in die Hände fällt, kann sie ihre Herkunft nicht länger verleugnen: Hexen, Dämonen und Vampire heften sich an ihre Fersen, um ihr das geheime Wissen zu entlocken - wenn nötig mit Gewalt. Hilfe erfährt Diana ausgerechnet von Matthew Clairmont, Naturwissenschaftler, 1500 Jahre alter Vampir - und der Mann, der Diana bald schon mehr bedeuten wird als ihr eigenes Leben ...

Catherine McKenzie: "Sternhagelverliebt"
Mit Riesenkater und Restalkohol zum Bewerbungsgespräch? Keine gute Idee. Um trotzdem ihren Traumjob zu bekommen, checkt die Journalistin Katie in eine Promi-Entziehungsklinik ein und berichtet über ein dort »einsitzendes« Starlet - dumm nur, dass sie sich mit der Zielperson anfreundet und dann noch ihren Traumtyp kennenlernt ...

Freitag, 18. November 2011

Freitagsgedanken

- Unverhoffte Freitagmorgenbegegnungen haben dazu geführt, dass ich - trotz Erkältung - heute ziemlich gut drauf bin. Ist ja auch nicht immer der Fall... :)
- Momentan lese ich "Dark love" von Lia Habel. Ein Zombiebuch. Das wusste ich vorher nicht und war daher zunächst mal hin- und hergerissen, ob ich´s überhaupt weiterlesen will. Aber ich stelle zunehmend fest, dass mir die Story total gefällt und der "Haupt-Zombie"... nun ja, furchtbar sympathisch ist ;) Ich hab zwar keine Ahnung, wo diese Geschichte noch hinführen soll, zumal ich hier und da gehört habe, dass sich noch zarte Liebesbande entwickeln werden (????), aber ich bleib einfach mal dran.
- Diverse andere Bücher stehen dann schon in der Warteliste Schlange, und ich glaube, ich muss losen, welches als nächstes dran kommt, oder blind auf eins drauf tippen - denn ich kann mich bei der Auswahl echt nicht entscheiden. Das Rennen werden wohl "Dornenkuss" und/ oder "Saeculum" machen, aber ich hab vorgestern noch ein neues bekommen, welches jetzt im Regal liegt und meine Blicke magisch anzieht, und gestern habe ich vom Knaur Verlag noch eine Bestätigung für ein Rezensionsexemplar bekommen, das liegt bestimmt auch heute oder morgen im Postkasten. Ich bin echt unverbesserlich.
- Dann noch diese Info: ich habe beschlossen, an der "Harry Potter Challenge" nicht weiter teilzunehmen. Nicht, weil ich keine Lust habe, die HP Bücher zu lesen. Grundsätzlich schon, aber momentan nicht wirklich. Ich hab die Teile 1-5 dieses Jahr schon durch, aber mir ist gerade gar nicht nach Band 6 und 7. Und die Bücher liegen mir viel zu sehr am Herzen, als dass ich mich jetzt "zum Lesen zwingen" wollen würde, nur damit ich die Challenge beenden kann.
- Und zu guter Letzt wieder ein kleiner Ausflug ins Musikalische. "Pelican" von The Maccabees, eine britische Band, die ich mal als Vorband erlebt habe und ihr seitdem völlig verfallen bin ;) Diese Woche gab´s diesen neuen Song vom bald kommenden neuen Album sowie die Ankündigung einer Tour nächstes Jahr (*kreisch jippie*)


Euch ein schönes Wochenende!

Dienstag, 15. November 2011

"Hide Out" - Andreas Eschbach

Arena Verlag, 2011
17,99 Euro

Reihe:
Black Out
Hide Out

Handlung:
Was wäre, wenn das Wissen und die Gedanken eines Einzelnen für eine ganze Gruppe verfügbar wären? Jederzeit? Würde dann nicht Frieden und Einigkeit auf Erden herrschen? Wäre der Mensch dann endlich nicht mehr so entsetzlich allein? Oder könnte dadurch eine allgegenwärtige Supermacht entstehen, die zur schlimmsten Bedrohung der Welt wird?

Meine Meinung:
*** 2. Teil einer Reihe, Rezension kann daher Inhalte aus Teil 1 "Black Out" beinhalten ***

"Heutzutage kann niemand mehr ohne technische Hilfsmittel überleben - niemand. Technik gehört zu unserem Menschsein, ob dir das gefällt oder nicht. Und ob man irgendwann körperlich damit verschmilzt, ist nur noch ein gradueller Unterschied." (S. 283)

Mit Spannung hab ich auf die Fortsetzung von "Black Out" gewartet, und hier ist sie nun endlich: "Hide Out" ist erschienen. Und sie steht ihrem Vorgänger in nichts nach. Es geht genauso spannend und beklemmend weiter; die Kohärenz wirkt permanent wie eine unsichtbare Bedrohung, die einen schon an der nächsten Hausecke überwältigen kann. Interessanterweise schafft Eschbach es, die Erscheinung der Kohärenz auf einen ganz aktuellen Bezug zu lenken. Er liefert mit der Kohärenz und ihrem Wirken Erklärungsansätze für Weltwirtschaftskrise, für die bankrotten Banken, für die aktuelle Lage in der Welt. Dadurch wirkt das ganze Szenario tatsächlich nicht mehr so "abgehoben" und absonderlich - was eigentlich erschreckend ist.
Die Handlung wird auch diesmal vorrangig aus der Sicht von Christopher und Serenity erzählt, auch wenn Herr Eschbach Serenity hier in meinen Augen etwas wenig Spielraum zugedacht hat. Von ihr erfährt man diesmal leider nicht allzuviel, auch ihre Gedanken und ihre Angst kommen nur hintergründig zum Tragen. Das fand ich ziemlich schade, denn gerade diese wechselnde Perpektive der beiden, die ja unterschiedliches Wissen, unterschiedliche Vergangenheiten und unterschiedliche Hintergrundinformationen haben, hat den Einblick in "Black Out" so interessant gemacht. Stattdessen begleitet der Leser hier vorwiegend Christopher in der gesamten "Aussteiger-" Gruppe um Serenitys Vater, die versuchen, vor der Kohärenz zu flüchten und ihr nebenbei ein Schnippchen zu schlagen. Sie sehen sich zunehmend einem zu starken unbesiegbaren Feind gegenüber, fühlen sich machtlos. Doch nach und nach fangen die Gruppenmitglieder an, zu hinterfragen, ob die Kohärenz wirklich und ausschließlich schlecht ist, ob sie tatsächlich nur Nachteile bringt. Oder ob sie nicht sogar ihre "Berechtigung" hat, weil sie die nächste Stufe in der Entwicklung des technisierten Menschen ist: "Kann es nicht sein, dass die Kohärenz schlicht und einfach der nächste Schritt in der menschlichen Evolution ist?... Denn wenn das so sein sollte... dann kämpfen wir einen sinnlosen Kampf." (S. 281)
Mir gefällt das Gedankenspiel, das Herr Eschbach hier durchspielt, immer besser; schon im ersten Teil "Black Out", aber hier erst recht. Man fängt an, seinen Alltag, seine alltäglichen Hilfsmittel mit ganz anderen Augen zu betrachten, den ganzen technisierten Tag und auch die zahlreichen sozialen Netzwerke zu hinterfragen. Und sich zu fragen, wo wir eigentlich in gut 100 Jahren stehen werden.

Fazit:
Die Geschichte um Christopher nimmt immer mehr Fahrt und Spannung auf und ich warte jetzt schon ungeduldig auf den 3. Teil der Reihe. 6 von 6 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Arena Verlag für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 13. November 2011

"In Liebe, Brooklyn" - Lisa Schroeder

Loewe Verlag, 2011
13,95 Euro

Handlung:
Lieber Lucca,
ich vermisse dich.
Ich vermisse deine Augen und
die Liebe darin.
Ich vermisse deine Arme um mich.
Ich vermisse, wie geborgen
ich mich gefühlt habe bei dir.
Ich vermisse dich, Lucca.
Ich werde dich vermissen,
mein Leben lang.
In Liebe,
Brooklyn


Meine Meinung:
" Liebe ist die Antwort. Nicht Angst."

Ich war selten so gespannt auf ein Buch wie auf "In Liebe, Brooklyn". Das lang natürlich auch daran, dass das Buch schon vorher vielfach gepriesen und beworben wurde und sich nicht zuletzt durch seine außergewöhnliche Schreibweise von anderen abhebt: das Buch ist durchweg in Versform geschrieben. Natürlich hat das einige Erwartungen, oder vielleicht sogar Skepsis in mir geweckt, denn ich muss ehrlich sein: in der Schule habe ich Gedichte und jede Form von Lyrik gehasst und auch heute lese ich nichts derartiges. Bevor jetzt alle Interessierten zurückschrecken - keine Angst, "In Liebe, Brooklyn" ist kein Gedichte-Buch, es reimt sich auch nichts und nichts erscheint bemüht zusammengedichtet. Stattdessen gibt es abwechselnd Gedanken von Brooklyn und Nico an sich selbst zu lesen, oder auch E-Mails und kurze Briefe. Anfangs habe ich beim Lesen sogar überlegt, ob diese Versform überhaupt nötig gewesen wäre für diese kleine süße Geschichte von Brooklyn und Nico. Aber je länger ich gelesen habe, umso mehr bin ich in diesen abgehackten Rhythmus der kurzen Sätze und Worte gefallen und steckte mittendrin. Mittendrin in den Gedankengängen der trauernden Brooklyn und Nico, die sich 1 Jahr nach dem Tod von Lucca (Nicos Bruder, Brooklyns Freund) erneut mit den Erinnerungen daran auseinandersetzen müssen und versuchen müssen, wieder Sinn und Ordnung in ihre Leben zu bekommen.
Tatsächlich macht diese Art zu schreiben das Problem, dem sich Brooklyn und Nico gegenüber sehen, unglaublich eindringlich und real. Denn wer denkt schon in langen ausgefeilten Sätzen und Beschreibungen, besonders, wenn es einem schlecht geht? Hier zeigt sich daher wieder einmal, dass Weniger auch mehr sein kann: Manchmal sagt man es am besten, wenn man gar nichts, oder eben weniger sagt.
Gestaunt habe ich auch über die Fähigkeit der Autorin, manche Dinge einfach auf den Punkt zu bringen, und diese Wahrheiten dennoch schön zu verpacken. So war ich völlig eingenommen von manchen unverhofften Wahrheiten, die sie hier immer wieder eingestrickt hat. Zwei Beispiele:
"Manchmal ist das Leben ein Festmahl
aus Eierkuchen mit Sirup,
Waffeln und Erdbeeren,
Würstchen und Kartoffelpuffern.

Und manchmal ist das Leben Rührei.

Satt wird man letztendlich so oder so."
(S. 384)

Oder auch:
"Mein Spiegelbild erzählt eine Geschichte.
Mein Herz eine ganz andere.

Der Unterschied?
Herzen lügen nicht.
Spiegel schon."
(S. 291)


Mir bleibt nur zu sagen, dass "In Liebe, Brooklyn" eine wunderbare kleine aufbauende Geschichte über einen Neuanfang ist, über die Möglichkeit, auch nach einem Verlust noch nach vorne sehen zu können.

Fazit:
Natürlich ist "In Liebe, Brooklyn" kein literarisches Meisterwerk. Aber es ist anders, und es ist ein Buch, das einem im Kopf bleibt. 5 von 6 Bücherstapeln.

Ein herzliches Dankeschön an den Loewe Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 12. November 2011

In my mailbox...

Erstmal ein großes JIPPIE in die Runde geworfen, denn gerade eben hat mir eine böse aussehende und grimmig dreinblickende Postfrau "Dornenkuss" von Bettina Belitz in die Hand gedrückt. (War wohl sauer, dass sie selbst noch arbeiten muss und noch keine Zeit zum Lesen hat, ähäm...) Ich warte ja schon seit Tagen auf das Buch und habe auch schon extra einen großen Bogen um alle schon erschienenen Rezensionen von euch & Co. gemacht, denn den Spaß will ich mir echt nicht verderben, das Ende der Reihe erst selbst zu lesen, bevor ich mir angucke, wie ihr es fandet.
Aber auch so habe ich in dieser Woche soooviele tolle neue Bücher in der Hand halten dürfen, dass es mich schon fast wieder ärgert, weil ich nicht weiß, was ich zuerst lesen soll. (Hab ich´s nicht gesagt, dass der November echt furchtbar (und auch furchtbar teuer) wird, was Neuerscheinungen betrifft?! Ja, ich hab´s gesagt.) Jetzt stapeln sich die Bücher wieder einmal bei mir (aber wann tun sie das nicht?!). In London (*hach*) war ich natürlich auch bei Waterstones und konnte meinen Blick partout nicht von 3 Büchern losreißen, sodass ich dann kurzerhand alle 3 mitgenommen habe. Der Verkäufer hat mir mit einem strahlenden Lächeln auch gleich 2 Tüten ineinander gepackt, weil eine alleine wohl gerissen wär *schäm*
Ach ja, und dann kam auch noch "Dark love", ein Rezensionsexemplar vom Piper Verlag, und da gibt es gleich nochmal ein *schäm*, denn ich muss gestehen, dass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, das mal angefordert zu haben. Aber umso besser ;)

Bettina Belitz: "Dornenkuss"
Elisabeth Sturm hat am eigenen Leib erfahren, welche Gier, welche zerstörerische Kraft und welches Grauen in der Welt der Mahre lauern und doch hält sie an ihrer Liebe zu Colin fest. Erschöpft und bis ins Mark verletzt, fürchtet und ersehnt sie den Tag, an dem er zurückkehrt und sie sich auf die Jagd nach Tessa machen, der uralten Mahrin, die ihr Glück bedroht. In Italien hoffen sie, Tessa auf die Spur zu kommen und Hinweise auf Ellies verschollenen Vater zu erhalten. Fast gegen ihren Willen findet Ellie in der Hitze, dem Meer und der Kargheit des Landes die Ruhe, nach der sie sich seit Monaten sehnt, und dankbar gibt sie sich diesem neuen, freien Leben hin. Als von unerwarteter Seite ein Verbündeter auftaucht, scheinen die Antworten auf Ellies Fragen plötzlich greifbar. Aber je tiefer sie in das Geheimnis der Mahre eindringt, desto größer werden Ellies Zweifel: Ist selbst ihre Liebe nicht stark genug, um gegen Colins Hunger zu bestehen? 

Ursula Poznanski: "Saeculum"
Fünf Tage im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, leben wie im Mittelalter ohne Strom, ohne Handy , normalerweise wäre das nichts für Bastian. Dass er dennoch mitmacht bei dieser Reise in die Vergangenheit, liegt einzig und allein an Sandra.
Als kurz vor der Abfahrt das Geheimnis um den Spielort gelüftet wird, fällt ein erster Schatten auf das Unternehmen: Das abgelegene Waldstück, in dem das Abenteuer stattfindet, soll verflucht sein.
Was zunächst niemand ernst nimmt, scheint sich jedoch zu bewahrheiten, denn aus dem harmlosen Live-Rollenspiel wird plötzlich ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit.
Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Wald? 

Lia Habel: "Dark love"
Flackernde Gaslampen, dampfbetriebene Kutschen und Digitagebücher – das ist die Welt von Nora Dearly im Jahr 2195. Die 17-Jährige lebt im Internat, bis sie eines Tages entführt wird: Denn ein Virus greift um sich, das Menschen in lebende Tote verwandelt – und Nora trägt als Einzige die Antikörper in ihrem Blut. Bald muss sie feststellen, dass es auch wandelnde Untote gibt, die sich ihre Menschlichkeit dank eines Antiserums erhalten können. Und Bram, ihr Entführer, ist einer von ihnen. Nora verliebt sich in den jungen Mann, doch die Endlichkeit seiner Existenz bedroht ihre Liebe. Nur Noras Vater, ein hochrangiger Wissenschaftler, könnte ein Gegenmittel entwickeln, doch er ist selbst infiziert und droht zu sterben. Ist Noras Welt endgültig dem Untergang geweiht?

Erin Morgenstern: "The night circus"
The circus arrives without warning. No announcements precede it. It is simply there, when yesterday it was not. Within the black-and-white striped canvas tents is an utterly unique experience full of breathtaking amazements. It is called Le Cirque des Rêves, and it is only open at night. But behind the scenes, a fierce competition is underway—a duel between two young magicians, Celia and Marco, who have been trained since childhood expressly for this purpose by their mercurial instructors. Unbeknownst to them, this is a game in which only one can be left standing, and the circus is but the stage for a remarkable battle of imagination and will. Despite themselves, however, Celia and Marco tumble headfirst into love—a deep, magical love that makes the lights flicker and the room grow warm whenever they so much as brush hands. True love or not, the game must play out, and the fates of everyone involved, from the cast of extraordinary circus per­formers to the patrons, hang in the balance, suspended as precariously as the daring acrobats overhead. 

Essie Fox: "The Somnabulist"
When seventeen-year old Phoebe Turner visits Wilton's Music Hall to watch her Aunt Cissy performing on stage, she risks the wrath of her mother Maud who marches with the Hallelujah Army, campaigning for all London theatres to close. While there, Phoebe is drawn to a stranger, the enigmatic Nathaniel Samuels who heralds dramatic changes in the lives of all three women. When offered the position of companion to Nathaniel's reclusive wife, Phoebe leaves her life in London's East End for Dinwood Court in Herefordshire - a house that may well be haunted and which holds the darkest of truths. In a gloriously gothic debut, Essie Fox weaves a spellbinding tale of guilt and deception, regret and lost love. 

Laini Taylor: "Daughter of smoke and bone"
In general, Karou has managed to keep her two lives in balance. On the one hand, she's a seventeen-year-old art student in Prague; on the other, errand-girl to a monstrous creature who is the closest thing she has to family. Raised half in our world, half in 'Elsewhere', she has never understood Brimstone's dark work - buying teeth from hunters and murderers - nor how she came into his keeping. She is a secret even to herself, plagued by the sensation that she isn't whole. Now the doors to Elsewhere are closing, and Karou must choose between the safety of her human life and the dangers of a war-ravaged world that may hold the answers she has always sought.

Freitag, 11. November 2011

Wow-Cover

Hier mal wieder ein neues Wow-Cover. Ich find die Brücke so toll, wie sie sich im Hintergrund verliert; und das ganze Cover wirkt so herrlich düster und mysteriös! :)
Der Inhalt reißt mich zwar (noch) nicht vom Hocker, klingt einmal mehr sehr nach Dystopie und Weltuntergang und tapferen Teenies, die sich durchschlagen..., aber naja.





Anna Carey: Eve
Sixteen years ago a deadly virus wiped-out most of the earth’s population. Wildlife has grown over once recognizable landmarks, and the New America is ruled by a controlling King who will stop at nothing to rebuild the nation. Eighteen-year-old Eve has grown up isolated from boys, and has been taught to fear them. It isn’t until the night before the graduation from her all-girls school that she discovers what really happens to new graduates. To avoid the terrifying fate that awaits her, Eve flees the only home she’s ever known, searching for a place she can survive. Along the way she encounters Caleb, a rebellious young man living in the wild. Eve knows she shouldn’t trust him, but Caleb slowly wins her confidence and heart. He promises to protect her, but when soldiers begin hunting them, Eve must choose between life and love.

Donnerstag, 10. November 2011

Rubinrot: Darsteller von Gwendolyn und Gideon stehen fest

Und ich finde sie nicht gut. Das nenn ich mal eine Fehlbesetzung. Tut mir leid, aber das Mädel ist doch keine Gwendolyn... Oder bin ich die einzige, die das so sieht?
Ich find´s zwar schön, dass für die Verfilmung deutsche Schauspieler (Maria Ehrich und Jannis Niewöhner) ausgewählt wurden (es waren ja wohl auch mal britische im Gespräch), aber in meinem Kopf sahen die beiden immer anders aus... Aber das ist ja immer das Problem mit Verfilmungen: man kann es einfach nicht jedem recht machen.
(Quelle: hier)

Freitag, 4. November 2011

Freitagsgedanken: Mind the gap!

Morgen ist Samstag und das heißt für mich, morgen geht´s für ein paar Tage in die tollste Stadt der Welt. Leider sind 3 Tage erfahrungsgemäß viel zu wenig für London, aber immerhin. Ich war so lange nicht mehr da, da freu ich mich selbst über 3 Tage. Mein Bruder, der Glückliche, verbringt gerade ein ganzes Auslandssemester in London; und jetzt ist ein Besuch längst überfällig. Zum Glück reise ich nur mit Handgepäck, sonst könnte es gut sein, dass ich Waterstones um einige Britische Pfund weniger, aber mit einigen Büchern mehr wieder verlasse. Aber so werde ich mich halt zurückhalten müssen. (Oder ich schicke mir alles mit der Post nach...^^) (Für alle, die noch nicht das Glück hatten: Waterstones ist eines der tollsten Buchgeschäfte, in denen ich je war.)
Jedenfalls komme ich - nicht zuletzt deswegen - momentan wieder zu gar nichts, am wenigsten zum Lesen. Ich sitze schon seit Tagen an "Beautiful chaos", weil ich jeden Tag nur ein paar Seiten voran komme; und meine Rezension zu "Hide Out" steht auch noch aus. Nur soviel schonmal vorab: Wow! Und dann kommen in diesen Tagen auch noch soviele tolle neue Bücher raus, aaarghh!
Leider haben sich Tine und Nanni auch ausgerechnet dieses Wochenende für einen SuB-Killer- Lese-Marathon ausgesucht. Es geht darum, für die SuB-Abbau Challenge an diesem Wochenende soviele Bücher wie möglich zu lesen. Ich bin zwar eigentlich ganz gut dabei (siehe hier), von meiner Liste an Büchern, die ich bis Ende des Jahres gelesen haben will, fehlen mir noch 2 einhalb, und ich bin mal optimistisch, dass ich das noch hinkriege. Aber teilgenommen hätte ich trotzdem - wenn ich denn hier sein würde. Mädels, vielleicht macht ihr das ja demnächst nochmal...?
Dann noch eine Neuigkeit: eine (oder beide) Schreiberin(nen) von Buchgold hat/haben mir bzw. meinem Blog einen Award verliehen - dankeschön dafür! Allerdings habe ich mir schon vor einiger Zeit vorgenommen, an diesem Award-Wahnsinn nicht mehr teilzunehmen. Irgendwie hat das doch seinen Reiz verloren; letztlich geht´s doch nur noch darum, dieses kleine Bildchen von einem Blog zum anderen weiterzureichen und irgendwelche "Regeln" zu befolgen, die meistens darin bestehen, wahlweise 5 oder 7 oder 9 Dinge über sich zu erzählen. Das ganze ist einfach nichts Besonderes mehr, finde ich. Insofern freue ich mich zwar, dass an mich gedacht wurde, aber mehr gibt´s von mir diesbezüglich nicht zu hören (lesen).

Schließlich gibt´s noch was auf die Ohren. Wie berichtet hab ich letztes Wochenende Maximo Park gesehen, und da ich dieses Highlight immernoch vor Augen (und Ohren) habe, und es heute auch gleich doppelt zum Thema passt (die Jungs sind Briten und das Lied heißt "Books from Boxes"), halte ich mich jetzt nicht zurück. Bitteschön.

Euch ein schönes Wochenende. Bis nächste Woche!

Dienstag, 1. November 2011

"Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht" - Meljean Brook

Lyx Verlag, 2011
9,99 Euro

Handlung:
Zwei Jahrhunderte lang lebte England unter dem grausamen Joch der Mongolen. Der Pirat Rhys Trahaearn befreite das Land schließlich aus dem Griff des Feindes und wurde dadurch zum Volkshelden. Inzwischen wird er der Eiserne Herzog genannt und gehört zu den einflussreichsten Männern Englands. Als von einem Luftschiff eine Leiche vor seiner Tür abgeworfen wird, nimmt die Inspektorin Mina Wentworth die Ermittlungen auf. Sie ist fasziniert von dem attraktiven Herzog, weiß jedoch, dass sie sich auf ein Spiel mit dem Feuer einlässt. Der rätselhafte Mordfall bringt sie auf die Spur einer Verschwörung, die ganz England bedroht.

Meine Meinung:
Lange ist es mir nicht mehr so schwer gefallen, etwas zu einem Buch zu schreiben und eine Geschichte zu bewerten. Denn das Buch „Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht“ wird sicher seine Fans und Leser finden, denen es wahnsinnig gut gefallen wird. Mir dagegen hat es nicht wirklich zugesagt.
Schon der Versuch, das Buch in irgendein Genre zu pressen, misslingt. Am ehesten würde ich es als eine Mischung aus Nora Roberts- Gefühlsduseleien, Abenteuerroman, Steampunk- Abstrusitäten und „Dawn of the dead“ - Horror beschreiben - und wer kann damit schon viel anfangen?! Vermutlich liegt darin auch das Problem, das ich mit dem Buch habe: mir scheint, als hätte die Autorin versucht, hier möglichst viele ihrer Ideen unterzubringen und miteinander zu verweben. Mit dem Ergebnis, dass die einzelnen Elemente recht unausgegoren waren und mir einige Aspekte in der Geschichte einfach nicht einleuchteten. Eigentlich war ich schon auf den ersten Seiten verloren, denn mir fehlte irgendwie immer ein Stückchen Verstehen. Frau Brook zieht den Leser unmittelbar in die Handlung hinein, ohne sich wesentlich an Erklärungen aufzuhalten. Sie schreibt von einem England, das von einer Horde Mongolen überfallen und unterjocht wurde, sodass eine Vielzahl des englischen Volkes ausgewandert sei (die sogenannten Bounder) und nun erst nach und nach wieder ins Land zurückkommen würde. Nun, 9 Jahre nach dem Sieg Britanniens über die Horde (an der der Held der Geschichte, Rhys Trahaearn, wesentlich beteiligt war),  geschehen wieder merkwürdige Dinge im Land, Luftfahrzeuge werden gekapert, Leichen fallen vom Himmel - und die Inspektorin Mina ermittelt zusammen mit Rhys. So weit so gut; jedoch konnte ich mich für die ganze Geschichte nicht so recht begeistern. Zum einen lag das daran, dass mir manche Dinge einfach nicht einleuchteten und auch nicht erklärt wurden. Die Bevölkerung ist beispielsweise von Buggern infiziert, was jedoch anscheinend etwas Gutes ist - warum? Was ist darunter zu verstehen? Dann laufen Zombies frei in der Gegend herum, quasi überall im Land; und manch eine Szene erinnerte mich eben stark an Horrorfilme wie „Dawn of the dead“. Für eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert spielt, sind die Frauen hier bemerkenswert angesehen in der Gesellschaft, sind selbstbewusst, arbeiten in hochrangigen und wichtigen Jobs - warum? Das finde ich gerade dann merkwürdig, wenn England doch jahrzehntelang von der Horde unterdrückt gewesen sein soll und Frauen dort an diversen „Orgien“ teilnehmen mussten (ich denke, man kann sich als Leser vorstellen, was damit gemeint ist) - gesellschaftlich also im Prinzip gar keine Bedeutung hatten.
Dann die Sprache: die Autorin schreibt zwar sehr gut, aber nicht unbedingt der Zeit und den Umständen angepasst. Wörter wie „angepisst, scheiße, vögeln, ankotzen“ findet man hier zuhauf - auch aus dem Mund einer Frau; und auch vor zahlreichen Beschreibungen aus dem „erotischen“ Bereich schreckt sie hier nicht zurück. Das ganze gibt der Geschichte etwas merkwürdig neuzeitliches, was es zum einen inhaltlich nicht ist, und zum anderen sicher auch nicht so gedacht war. 

Fazit:
Wirklich unterhalten hat mich „Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht“ nicht, irgendwie hat es meine Erwartungen, aber vor allem meinen Geschmack, nicht getroffen. Die Geschichte bedient sich so vieler unterschiedlicher Elemente aus verschiedenen Genres; da wäre weniger mehr gewesen, denke ich. Ich lasse mich zu 3 von 6 Bücherstapeln hinreißen.
Ein herzliches Dankeschön an den Egmont Lyx Verlag für das Rezensionsexemplar!
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