Montag, 29. August 2011

Ich warte auf...

... u.a. folgende Neuerscheinungen in den nächsten Monaten:

September:
- Thomas Weber: "Tod der Märchenmacher"
- Christoph Marzi: "Memory"
- Nora Roberts: "Winterwunder"
- Bernd Perplies: "Magierdämmerung 3"

Oktober:
- Isabelle Merlin: "3 Wünsche und ein dunkler Fluch"
- Anna Sheehan: "Während ich schlief"
- Walter Moers: "Labyrinth der träumenden Bücher"
- Kai Meyer: "Arkadien 3"
- Kami Garcia & Margaret Stohl: "Beautiful chaos"

November: (ohje, der wird teuer...)
- Lisa Schroeder: "In Liebe, Brooklyn"
- Bettina Belitz: "Dornenkuss"
- Ursula Poznanski: "Saeculum"
- Lia Habel: "Dark love"
- Krystyna Kuhn: "Das Tal 2.1"
- Ally Condie: "Crossed"
- Andreas Eschbach: "Hide Out"

Dezember:
- Cassandra Clare: "Clockwork prince"

Wie sieht´s bei euch aus, worauf wartet ihr schon sehnsüchtig?

Sonntag, 28. August 2011

In my mailbox...

Im bisherigen August war ich wirklich zurückhaltend, was die Anschaffung neuer Bücher betrifft. Aber wie schon erwähnt, musste ich mir diese Woche zwecks Wiedererlangung guter Laune Bücher kaufen. Wieder zuhause hab ich dann bemerkt, dass es irgendwie nur Jugendbücher geworden sind, hmmmmm.....

Eva Völler: "Zeitenzauber- Die magische Gondel"
Venedig 2009. Die 17-jährige Anna genießt ihre Sommerferien. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedrängel ins Wasser gestoßen und von einem jungen Mann in die rote Gondel gezogen und befindet sich plötzlich im Jahr 1499! Anna muss nun in dieser Epoche zurechtkommen, in der es keinen Strom und kein fließendes Wasser gibt - und an jeder Ecke Gefahren lauern. Sie sucht Sebastiano, den Jungen, der sie hierhergeholt hat, damit er sie zurück ins Jahr 2009 bringt. Doch dann erfährt sie, dass die rote Gondel erst zum nächsten Mondwechsel wiederkommt ...

Janette Rallison: "Echte Feen, falsche Prinzen"
Savannah wünscht sich nichts mehr, als endlich ihren Traumprinzen kennenzulernen. Ihre schusselige gute Fee will ihr diesen Wunsch erfüllen und zaubert Savannah versehentlich ins Mittelalter. Dort muss sie als Aschenputtel und Schneewittchen gegen bösartige Trolle und Drachen kämpfen. Und sie begegnet einem schwarzen Ritter, der nicht nur gefährlich, sondern auch unwiderstehlich sexy ist.


Justine Larbalestier: "Magische Töchter - Magische Spuren"
Seit Reason Cansino denken kann, lebt sie auf der Flucht vor der Schwarzen Magie. Als Reason im Haus ihrer Großmutter die magische Hintertür öffnet, steht sie plötzlich mitten in New York. Dort erfährt Reason eine schicksalhafte Wahrheit: Magie gibt es. Und sie kann töten …

Samstag, 27. August 2011

"Der Spielmann" - Ingrid Ganß


Handlung:
Während sich in Frankreich am Hof des Sonnenkönigs Ludwig XIV. jede erdenkliche Pracht entfaltet, leiden die deutschen Lande unter den Folgen des 30jährigen Krieges. In dieser Zeit begeistert sich die behütet aufgewachsene, gebildete Fürstentochter Elisabeth für die aufkeimenden Gedanken von der Gleichheit von Mann und Frau. Sie widersetzt sich den Heiratsplänen ihres Vaters, bis dieser die Geduld verliert und sich zu dem Schwur hinreißen läßt, sie solle nach Ablauf eines Monats mit dem erstbesten Manne vermählt werden, der um ihre Hand anhält. Und just an diesem Tag betritt der verwegen aussehende junge Spielmann Jakob den Speisesaal des Fürsten. Er führt die verwöhnte Prinzessin auf die staubige Landstraße, und Elisabeth muß lernen, sich in der ihr gänzlich unbekannten Welt der Gaukler und Zigeuner, der Bauern und Küchenmägde zurechtzufinden. (Quelle: amazon)

Meine Meinung:

„Was für eine Frau willst du? Die Richtige? Die Einzige? Eine für alles? Das gibt es nicht!“ (S.3)

Oje. Anfangs war ich unglaublich skeptisch, ob das ein Buch für mich ist. Ich hab angefangen zu lesen und irgendwie... hat mich die Geschichte überhaupt nicht mitgerissen. Elisabeth war mir zunächst herzlich unsympathisch, als unausstehliche, arrogante und reiche verwöhnte Fürstentochter, die partout nicht heiraten will; und auch die Handlung als solche schien nicht wirklich in Schwung zu kommen. Viel mehr zeugten die ersten Dutzend Seiten nur von einer gründlichen Recherche der Autorin, was in vergangenen Zeiten tagtäglich am königlichen Hofe gemacht und worüber erzählt wurde. Dazu kam eine wirklich gewöhnungsbedürftige Schreibweise, die jedoch dem damaligen vornehmen Stil und der Zeit der Erzählung sehr gut wiedergegeben hat. Beispiele: „Ich habe mich längst daran habituiert...“ (S. 29), „Ich esperiere sehr...“ (S.30). Diese sprachliche „Aufgesetztheit“ von Elisabeth wird jedoch zunehmend geringer, als sie mit Jakob unterwegs ist und erkennen muss, dass ihr Leben wohl nicht mehr so luxuriös sein wird, wie sie es gewöhnt war - und dass die Vermählung mit einem Spielmann tatsächlich kein Scherz ihres Vaters war.
Ich denke, jeder kennt das Märchen vom König Drosselbart. Und auch wenn „Der Spielmann“ sich an dem Grundgerüst dieses Märchens bedient, so verbirgt sich hinter diesem Buch doch so viel mehr als das klassische Märchen. Märchen sind für gewöhnlich kurz gehalten; Wochen werden in wenigen Sätzen abgehalten, Prinz und Prinzessin sehen sich und heiraten 2 Tage später. Autorin Ingrid Ganß hat sich hier die Mühe gemacht, eine ausführlichere und dadurch viel realistischere Version des Kennen- und Liebenlernens zwische Jakob und Elisabeth aufzuschreiben. Und eine wunderschöne noch dazu. Nachdem die beiden erstmal eine Weile im Lande unterwegs sind und Elisabeth so langsam aber sicher ihre Hochnäsigkeit wegstecken muss, hab ich unglaublich gern von den beiden gelesen. Das langsame sich-Antasten, sich-Kennenlernen, das Erkennen, das nicht alles nur schwarz-weiß bzw. arm-reich ist, sondern das Leben noch so viel mehr bietet - das hat die Autorin in schöne Dialoge und Gedanken verpackt.
Vom Ende war ich gleichermaßen positiv überrascht als auch enttäuscht. Positiv überrascht, weil es kein typisches Ende getreu der Grimmschen Märchen ist. Wer auf ein „Und wenn sie nicht gestorben sind...“ hofft, der wird wohl nicht auf seine Kosten kommen. Enttäuscht deswegen, weil... was ist das denn für ein Ende? Offen kann man es gar nicht nennen. Wohl aus diesem Grunde wird die Geschichte um Elisabeth und Jakob auch weitergeführt, nämlich im Buch „Der König“, 2010 im Dyras Verlag erschienen.
Erwähnen sollte ich vielleicht auch, dass das ganze Buch keine Kapitelunterteilungen enthält, sondern in einem fließenden Text erzählt wird. Bestenfalls findet man hier und da einen Absatz. Wer also ein „Kapitelleser“ ist (wie ich es eigentlich bin), der sei hier vorgewarnt.
Abschließend noch ein Wort zum Cover: das finde ich ausnehmend hässlich. Ich glaube, hätte ich dieses Buch im Regal eines Buchladens gesehen, hätte ich wohl schon wegen des Covers nicht zugegriffen - was schade ist, weil mir dann einige Stunden sehr guter Lektüre entgangen wären.

Fazit:
„Der Spielmann“ ist kein Buch, das man mal eben so weglesen kann. Man sollte sich Zeit für die fast 600 Seiten nehmen, und nicht zuletzt durch die teils hochtrabende Artikulation der Figuren auch die volle Aufmerksamkeit widmen. Und man sollte auch kein Märchen im klassischen Sinne erwarten. Sehr schöne (Neu-) Umsetzung des alten Märchens. 4 von 5 Bücherstapel. 

Ein herzliches Dankeschön für das Rezensionsexemplar an den Dryas Verlag sowie an Blogg dein Buch!

Freitag, 26. August 2011

Neu entdeckt: Harrius Potter

Dank eines kleinen (mentalen und gesundheitlichen) Durchhängers in diesen Tagen hat es mich mal wieder in eine Buchhandlung verschlagen. Denn seien wir ehrlich: was hilft besser, die Laune zu heben, als hemmungslos Bücher zu shoppen? Es sind dann auch 3 geworden, die werde ich am Wochenende mal kurz vorstellen. 
Was mich jedoch tatsächlich so richtig begeistert hat, waren Harry Potter Bücher. Nicht irgendwelche, sondern die lateinischen und altgriechischen Ausgaben. 


Vielleicht leb ich ja hinterm Mond, aber ich hab bis vorgestern wirklich nicht gewusst, dass es diese Übersetzungen gibt. Klar wusste ich von zig Übersetzungen in zig Sprachen, aber Latein und Altgriechisch? Leider leider leider hatte ich kein Latein in der Schule, daher konnte ich nicht mal probelesen; aber ich stell mir das merkwürdig vor: wie haben die denn manche Wörter übersetzt? Quidditch? Zauberstab? Gibt es im Latein überhaupt Wörter wie "Hexe" oder "Zauberer", wo das doch Wörter sein dürften, die es zu Zeiten, als Latein alltäglich gesprochen wurde, nicht gab bzw. die einen damals echt in Schwierigkeiten bringen konnten? Und überhaupt: verpufft auf Latein - einer toten Sprache - nicht jeder Witz?
Wie sieht´s aus, kennt einer von euch die lateinische/ altgriechische Ausgabe oder hat da schon mal reingelesen? Macht das Lesen da Spaß?

Sonntag, 21. August 2011

"Die 13. Stunde" - Richard Doetsch

Lübbe Verlag, 2010
14,99 Euro

Handlung:
11:00 Uhr. Ein Passagierflugzeug stürzt ab. 212 Menschen sterben 18:00 Uhr. Deine Frau wird ermordet. Sie kannte die Absturzursache.
20:00 Uhr. Man hält dich für ihren Mörder. Du bist unschuldig. Was wäre, wenn du alles ungeschehen machen könntest?
21:00 Uhr. Du machst dich auf den Weg.
Nicholas Quinn sitzt im Verhörraum der Polizei. Seine Frau wurde ermordet, und man hält ihn für den Täter. Doch er ist unschuldig. Ihr Tod ist mit einem Flugzeugabsturz verbunden, denn eigentlich sollte Nicholas Frau an Bord dieser Maschine sein. Doch aus irgendeinem Grund hat sie die Maschine in letzter Minute verlassen.
Dann betritt ein Fremder das Verhörzimmer und überreicht Nicholas eine goldene Uhr. "Ihre Frau ist nicht tot. Sie lebt noch. Und mit dieser Uhr können Sie sie retten."

Meine Meinung:
Nick erhält von einem ihm unbekannten Mann eine Uhr, die ihn in der Zeit zurück reisen lässt. Als Leser begleitet man Nick nun dabei, wie er Stunde um Stunde in der Zeit zurückversetzt wird und dabei die Möglichkeit erhält, die Geschehnisse der letzten 12 Stunden zu ändern - Geschehnisse, die dazu geführt haben, dass bei einem Flugzeugabsturz über 200 Menschen ums Leben kommen und nur kurze Zeit danach Nicks Frau ermordet wird. Diese beide Katastrophen hängen zusammen, und es ist Nicks Aufgabe, in 12 Stunden herauszufinden, warum, und zu versuchen, sie zu verhindern.
Mal ein Buch der anderen Art. Es fängt im 12. Kapitel auf Seite 409 an und zählt dann die Seiten rückwärts zurück. "Die 13. Stunde" ist spannend und unterhaltend geschrieben; Stunde für Stunde erlebt der Leser an Nicks Seite die Geschehnisse dieses verhängnisvollen Tages mit und muss dabei erfahren, dass nicht alle gutgemeinten Versuche, die Zeit zu ändern, in wirklich glücklichen Ausgängen enden. Zum Glück ist das nicht weiter tragisch, da Nick am Ende jeder Stunde wieder weiter zurück in die Vergangenheit versetzt wird - und dadurch das gerade Erlebte ja noch gar nicht passiert ist. Schwierig zu erklären, so wie das bei Zeitreisegeschichten ja irgendwie immer der Fall ist, aber eine wirklich interessante und toll durchdachte Idee, die vom Autor Richard Doetsch auch gut umgesetzt wurde. Am Ende macht einiges Sinn, was mich vorher verwirrt hat und das Ende ist - trotz einiger Vorhersehbarkeit - überraschend und gut gemacht.
Das lässt mich dann auch über gewisse kleine Details hinwegsehen, die mich in solchen Stories immer etwas stören, weil sie so "weltfremd" sind: warum muss der Held beispielsweise nie aufs Klo? Oder hat Hunger? In 12 ganzen Stunden, die minutiös beschrieben sind? Ist er ein Überheld? Oder ist das auch so ein Zeitparadox- Ding?

Fazit:
"Die 13. Stunde" bietet gute, kurzweilige und spannende Unterhaltung, die sich durch die rückläufige Art der Beschreibung von anderen Zeitreisen-Geschichten abhebt. Gute 4 von 5 Bücherstapel von mir.

In my mailbox...

Gewonnen!! :D Ich hab ja wirklich kein glückliches Händchen, wenn es darum geht, etwas zu gewinnen. Umso begeisterter bin ich, dass es diesmal beim facebook-Gewinnspiel von Script5 geklappt hat. Mein (einziger und kostenloser! *mir auf die Schulter klopf*) Neuzugang diese Woche ist daher folgendes Rezensionsexemplar:

Agnes Hammer: "Nacht, komm!"
Lissy Winterhart, notorische Schulschwänzerin, aufbrausend und gelegentlich gewalttätig, muss in einem städtischen Altenheim Sozialstunden ableisten. Als eine der Pflegerinnen ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht sofort auf die vorbestrafte Lissy. Sie hat kein Alibi für die Tatzeit, dafür aber ein handfestes Motiv: Denn sie hat sich Knall auf Fall in Daniel verliebt, den Freund der Ermordeten. So sehr, dass sie ihm mehr vertraut, als sie sollte ...

Freitag, 19. August 2011

"Sternenschimmer" - Kim Winter

Handlung:
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

Meine Meinung:
„Sternenschimmer“ ist schön geschrieben, wenn auch eher für jüngere Leser(innen) gemacht. Der Verlags-Beschreibung „für Leserinnen ab 13 Jahren“ hätte ich vielleicht mehr Gewicht zuschreiben sollen, denn bei manchen unbedarften und einfachen Sätzen kam ich mir mit meinen 26 Jahren doch schon zu alt und abgeklärt vor. (Furchtbar!)
Die Handlung hat mich zudem nicht vollends überzeugen können. Viel zu sehr ähnelt dieses Buch den zahlreichen anderen Jugendbüchern mit „paranormalen“ Aspekten, die momentan den Büchermarkt überschwemmen.
Die Handlung und die Geschichte um Mia und Iason war in meinen Augen recht unspektakulär und bestenfalls ein Auftakt für weitere Geschehnisse - was sich gut trifft, da „Sternenschimmer“ einmal mehr lediglich ein Auftaktband einer Trilogie ist. Die Geschehnisse im Buch wirkten auf mich teilweise recht willkürlich, an mancher Stelle habe ich einen richtigen roten Faden vermisst. Wahrscheinlich wird alles ein wenig spannender und klarer in den folgenden Teilen, doch für einen Buchauftakt fand ich „Sternenschimmer“ recht unspektakulär. Auch die beiden Hauptfiguren im Buch stechen durch keine besonderen Merkmale hervor. Mia kämpft mit den typischen Problemen eines Teenies, ob es sich nun um die tägliche Klamottenfrage oder um die Leistungen in der Schule handelt; lässt dafür in anderen Momenten nervige pseudo-erwachsene Ansichten und Gedanken los. Iason fand ich irgendwie langweilig, tut mir leid. Der wäre überhaupt kein Charakter, von dem ich gern mehr lesen und daher jetzt schon dem 2. Teil entgegen fiebern würde. Immerhin handelt es sich bei ihm diesmal nicht um einen der üblichen Verdächtigen (Vampir, Werwolf, irgendeine Form von Schattenwesen etc.) sondern - hey! - um einen Außerirdischen. Die Bewohner von Loduun (= die Außerirdischen) haben alle eine Bestimmung, die sie zu erfüllen haben, und die ihrem Sinn des Lebens entspricht. Eine interessante Idee, die die Autorin hier eingebaut hat. Gleichzeitig fand ich diesen Gedanken furchtbar traurig: schon von Geburt an zu wissen, warum man auf der Welt ist und welchen „Zweck“ man erfüllt. Wenn dieser erfüllt ist, stirbt man - zumindest in der Welt der Loduuner. Dieser Aspekt wird wohl noch eine wichtige Rolle in der weiteren Handlung spielen.

Fazit:
„Sternenschimmer“ war eine nette Geschichte, aber kein Buch, das mich vom Hocker gerissen hat. Die Figuren fand ich etwas langweilig und ich denke, eine richtige (spannende) Handlung wird sich wohl erst im Folgeteil zeigen. Das „gewisse Etwas“ hat mir ein wenig gefehlt; und trotzdem kann ich auch nicht behaupten, dass ich nicht neugierig auf die weiteren Geschehnisse wäre. Hin und her-gerissen gebe ich dem Buch 3 von 5 Bücherstapel.

Sonntag, 14. August 2011

In my mailbox... + Lebenszeichen

Oha, bin ich sparsam zur Zeit. Nachdem es letzte Woche schon keinerlei Neuzugänge bei mir gab, trudelte auch diese Woche nur ein einziges Buch bei mir ein, und das war obendrein ein gratis Rezensionsexemplar. (Aber das ist wahrscheinlich nur die Ruhe vor dem Sturm, denn im September/Oktober/November kommen SOOOOOviele neue tolle Bücher raus, die ich alle haben will, nein, haben MUSS, dass ich die jetzige Abstinenz dann mehr als wett machen werde...)
Aber zurück zu dieser Woche: es gab "Der Spielmann" von Ingrid Ganß. Nachdem Stefanie schon so oft erwähnt hat, dass dieses eins ihrer Lieblingsbücher ist (und ich viel auf die Meinung von Stefanie gebe), hab ich kurzerhand zugeschlagen, als es das jetzt bei "Blogg dein Buch" zu rezensieren gab.

Ingrid Ganß: "Der Spielmann"
"Ein König hatte eine Tochter, die war über alle Maßen schön, aber dabei so stolz und übermütig, dass ihr kein Freier gut genug war. Sie wies einen nach dem andern ab..."Ein Fürstentum in deutschen Landen: Der stolzen, schönen Fürstentochter Elisabeth ist kein Heiratskandidat gut genug. Eigenwillig wehrt sie sich gegen die Pläne ihres Vaters. Bis dieser die Geduld verliert und schwört, sie mit dem ersten Mann zu vermählen, der um ihre Hand anhält. Dies ist zwar ein dahergelaufener Spielmann, doch widerwillig muss Fürst von Messelstein seinen Schwur einlösen. Elisabeth folgt dem Musikanten Jakob in eine ihr völlig fremde Welt, in ein einzig großes Abenteuer ...Der Roman basiert auf dem Märchen von König Drosselbart - bietet aber eine ungewöhnlich aktuelle Fassung des Stoffes, die beim Lesen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

Ansonsten ist dieser Eintrag gleichzeitig als ein "Hallo mal wieder" an euch zu verstehen. Ich komm mir schon ganz schäbig vor; ich schreib zur Zeit so wenig, aus Zeitmangel, aber auch, weil ich nicht so recht viel zu schreiben habe. Beispielsweise habe ich zwar "Sternenschimmer" von Kim Winter gelesen, aber mir fällt beim besten Willen nichts für eine Rezension ein - das Buch hat mir weder übermäßig gefallen noch hat es mir nicht gefallen. Also ist bis heute keine schriftliche Meinung von mir dazu entstanden, und ich glaube, es wird sie auch nicht geben. Je nachdem wie sich der heutige Sonntag gestaltet, werde ich mich noch an eine kurze Bewertung von "Die dreizehnte Stunde" von Richard Doetsch setzen, das hab ich gestern ausgelesen. Dann hab ich jede Menge weitere Bücher auf meiner imaginären Warteliste - ich hab zur Zeit soviele angefangene Bücher liegen; das ist schlimm, ich kriegs einfach nicht hin, mal eins fertig zu lesen, sondern schnapp mir dann immer lieber irgendein anderes, das ich auch nur anlese. Ich muss das mal ändern, ich bin so furchtbar "wankelmütig" (das Wort fetzt!! Sollte ich viel öfter verwenden :D ) Euch eine schöne Woche!

Sonntag, 7. August 2011

"Deadly little lies" - Laurie Faria Stolarz

Handlung:
Last fall, sixteen-year-old Camelia fell for Ben, the mysterious new boy at school who turned out to have a very mysterious gift--pyschometry, the ability to sense the future through touch.  But just as Camelia and Ben's romance began to heat up, he abruptly left town. Brokenhearted, Camelia has spent the last few months studying everything she can about psychometry, and experiencing her own strange brushes with premonition. Camelia wonders if Ben's abilities have somehow rubbed off on her. Can the power of psychometry be transferred? Even once Ben returns to school, Camelia can't get close enough to share her secret with him. Despite the romantic tension between them, Ben remains aloof, avoiding contact. Then when a series of eerie notes echoes the  threats of last semester--and Ben  keeps his distance--Camelia makes the painful decision to let go and move on.  Adam, the hot new guy at work, seems good for her in ways Ben wasn't. Adam is easygoing, and seems to really care about her. But when Camelia and Adam start dating, a surprising love triangle results. A chilling sequence of events upturns secrets from Ben's past--and Adam's. Someone is lying, and it’s up to Camelia to figure out who—before it’s too late.

Meine Meinung:
*** Rezension zum 2. Teil der „Touch Novels“, kann daher Inhalte aus dem 1. Teil enthalten***
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge sieht Camelia der Rückkehr von Ben entgegen, da sie nach ihrem merkwürdigen Auseinandergehen vor 4 Monaten nicht so recht weiß, was sie erwarten kann bzw. soll. Umso schwieriger wird es für sie, als auch sie anfängt - ebenso wie Ben -, Situationen und Momente hervorzusehen. Und plötzlich ist das ihr schon bekannte Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, wieder da - zu Recht.
Die Story um Camelia und Ben, der in der Lage ist, durch Berührung Gedanken und Gefühle anderer aufzufangen, geht in „Deadly little lies“ interessant weiter. Auch hier wechseln sich Kapitel um Camelia mit handschriftlichen Eintragungen/ Kommentaren ab, wie schon in „Deadly little secrets“, dem ersten Teil der „Touch Novels“. Hier handelt es sich dabei um Tagebucheinträge eines Mädchens aus den 80er Jahren. In welchem Zusammenhang diese mit den Geschehnissen um Camelia stehen, wird im Laufe der Handlung klarer.
Wie schon im ersten Teil erscheint die Figur Camelia mir leider recht „undefiniert“, irgendwie kann ich mir von ihr nicht wirklich ein Bild machen. Ihr besten Freunde Kimmi und Wes dagegen nehmen zwar verschiedene Klischees voll mit, wirken auf mich dadurch aber beispielsweise viel greifbarer. Und Ben spielt hier im 2.Teil bestenfalls eine Nebenrolle. Er macht nicht viel, entschuldigt sich nur permanent und schleicht unentschlossen um Camelia herum, als wüsste er selbst nicht genau, warum. Fand ich sehr schade, denn gewissermaßen erscheint er mir als der interessanteste Charakter in der Runde, der durchaus einiges zu erzählen und zeigen hätte, wenn Frau Stolarz ihn denn lassen würde.
Camelia ist in meinen Augen zudem unheimlich naiv und gutgläubig. Was im Buch zur Spannung beitragen soll, hat bei mir teilweise nur zu Kopfschütteln geführt. Während wohl jeder „normale“ 17-jährige Mensch längst die Polizei benachrichtigen würde, mein Gott, wenigstens den eigenen Eltern Bescheid sagen würde, wenn man merkt, dass jemand ins Haus und ins eigene Zimmer eingebrochen ist, wenn man gruselige Fotos geschickt bekommt und Schmierereien auf der Hauswand entdecken würde - tut Camelia nichts dergleichen. Camelia packt die Fotos ein, geht mit ihren Freunden ein Eis essen und setzt sich dann an ihre Töpferscheibe und lässt sich erstmal von ihren Impulsen leiten, um etwas Kreatives zu erschaffen. Merkwürdig.
Dessen ungeachtet bietet „Deadly little lies“ spannende Unterhaltung, die mir - obwohl im Präsens geschrieben, was ich ja nicht leiden kann - gut gefallen hat. Den dritten und letzten Teil dieser Reihe werde ich mir natürlich auch noch zulegen müssen, denn ich denke, ein großer Paukenschlag steht Ben und Camelia noch bevor.

Fazit:
Gute Fortsetzung des ersten Teils, mit kleinen Schwächen hier und da, und vor allem wenig markanten Hauptfiguren. Da erhoffe ich mir im letzten Teil der „Touch Novels“ mehr. „Deadly little lies“ kriegt von mir gute 3,5 Bücherstapel.

Freitag, 5. August 2011

Gewinnspiel bei Script 5: "Nacht, komm!" von Agnes Hammer

Im September erscheint "Nacht, komm!" von Agnes Hammer bei script5 und der Verlag veranstaltet dafür ein Gewinnspiel bei facebook. Buchtrailer vorstellen und mit ein bißchen Glück das Buch gewinnen. Infos gibt´s hier.


Inhalt:
Lissy Winterhart, notorische Schulschwänzerin, aufbrausend und gelegentlich gewalttätig, muss in einem städtischen Altenheim Sozialstunden ableisten. Als eine der Pflegerinnen ermordet aufgefunden wird, fällt der Verdacht sofort auf die vorbestrafte Lissy. Sie hat kein Alibi für die Tatzeit, dafür aber ein handfestes Motiv: Denn sie hat sich Knall auf Fall in Daniel verliebt, den Freund der Ermordeten. So sehr, dass sie ihm mehr vertraut, als sie sollte ...

Erscheint im September 2011

"Hex" - Kai Meyer

Handlung:
Nürnberg 1561: Lichterscheinungen über der Stadt versetzen die Menschen in Angst und Schrecken. Ist es Gott, der vom Himmel herabsteigt und Tod und Verderben bringt? Berlin 1926: Als über den Gletschern Grönlands ein Luftschiff explodiert, sollen zwei deutsche Agenten das Rätsel lösen. Für Sina Zweisam und Max von Poser, die für das Hex, die Abteilung für ungeklärte Kriminalfälle, arbeiten, beginnt eine heikle Mission. Norweger und Dänen führen einen geheimen Krieg; ein Killer, der sich Magier nennt, sucht Vergeltung und eine finstere Macht plant die Apokalypse.

Meine Meinung:
Ich hab mich anfangs sehr an Scully & Mulder erinnert gefühlt, als ich von Sina und Max gelesen habe: ebenso wie die beiden plagen sie sich mit merkwürdigen kuriosen Aufgaben herum, die sonst keiner lösen will (Bsp: Fischmenschen im Wannsee), und ebenso wie die X-Akten ist das Hex immer kurz davor, geschlossen zu werden. Diese anfängliche Ähnlichkeit hat sich jedoch recht schnell gegeben, denn das typische "mysteriöse Flair", das die Akte X-TV Folgen umgeben hat (und das ich als langjährige Akte X-Zuschauerin geliebt habe), wollte hier nicht so recht aufkommen. Sina und Max blieben mir als Hauptfiguren leider ziemlich unbekannt und blass, zeichneten sich durch keine Details aus, weder äußerlich noch innerlich. Einzig Max´ Vorliebe für Treppen war liebenswert; Treppen vermessen, Abgetretenheiten der Stufen analysieren, Treppenschiefe feststellen etc. - eine kleine Macke, die den beiden im Laufe des Buches sogar noch das Leben rettet.
Die Geschichte als solche braucht etwas, um in Gang zu kommen und geht eigentlich erst ab Buchmitte auf die Geschehnisse in Grönland ein. Dann jedoch wird es ohne Frage richtig spannend. Merkwürdige Vorkommnisse sowohl in Grönland als auch Deutschland, Personen, die verfolgt und entführt werden, historisch fundierte Aspekte, die in eine Geschichte um außerirdisches Leben eingesponnen werden - super umgesetzt. Gut, das Ende wirkte etwas... aufgesetzt und ließ mich die Stirn runzeln, aber auf das Ende werde ich jetzt natürlich nicht eingehen. Sprachlich übertrifft sich Herr Meyer wieder einmal selbst - was insofern eigentlich falsch formuliert ist, als dass "Hex" schon 1996 geschrieben wurde und damit ein frühes Buch von ihm ist. Aber ich habe von ihm bisher eine Handvoll Bücher gelesen und während ich die "Arkadien"-Reihe sehr mag, konnte mich beispielsweise seine Merle-Trilogie nicht wirklich begeistern. Hier dagegen trifft er voll mein Interesse und meinen Geschmack, was außergewöhnliche Geschichten betrifft; auch wenn ich kleine Details zu bemäkeln habe. So finde ich es schade, dass das typische 20er-Jahre Gefühl nicht so recht auf den Leser überschwappen will; dafür, dass der Roman in den berühmten "Roaring bzw. Golden Twenties" spielt, noch dazu teilweise in Berlin, wirkt alles recht nüchtern. Dazu kommen manche sprachlichen Eigenheiten, die dieses Manko noch vertiefen; so glaube ich beispielsweise weniger, dass in den 20er Jahren wörtlich von "Partyhäschen" die Rede war (S.169).

Fazit:
Spannende Lektüre, die ein wenig durch die detailarmen Hauptfiguren, das fehlende Flair und das "pathetische" Ende verliert, ansonsten aber sehr unterhält. Und ein bißchen Akte X-Feeling ist auch dabei. 3,5 von 5 Bücherstapel.
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