Sonntag, 27. Februar 2011

In my mailbox...

Bernd Perplies: „Magierdämmerung- Gegen die Zeit“
London 1897. Das Leben von Jonathan Kentham ist nicht mehr das, was es mal war. Als unfreiwilliger Erbe der Macht des verstorbenen Lordmagisters Albert Dunholm wird er in einen Kampf zwischen zwei Magierfraktionen verstrickt. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und die Anhänger Dunholms eingesperrt, darunter Jonathan und dessen dandyhaften Magierfreund Jupiter Holmes. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen unbedingt das Siegel von Atlantis schließen, bevor die Magie die Welt ins Chaos stürzt. Doch Hilfe naht von unerwarteter Seite...
Mary E. Pearson: „Ein Tag ohne Zufall“
Im Augenblick ist alles möglich
Destiny wird von ihren Eltern von einem Internat ins nächste verfrachtet, seit sie sieben ist. Sie lässt niemanden an sich heran, denn Freundschaften schließen hat keinen Zweck, wenn man ohnehin bald wieder gehen muss. Doch dann ist da plötzlich dieser perfekte Tag, an dem sich die Zufälle überschlagen oder sollte es Schicksal sein? Jedenfalls steht da auf einmal zufällig diese blassrosa Luxuslimousine mit hochgeklapptem Lederverdeck und laufendem Motor, und zufällig finden sich drei Mitschüler, die aus den unterschiedlichsten Gründen nichts gegen eine Spritztour haben So beginnt ein spontaner Roadtrip voller sonderbarer Begegnungen, an dessen Ende Destiny ihren Schutzschild fallen lassen kann. Und plötzlich weiß sie, dass die Wahrheit ganz anders aussieht, als sie immer dachte.

Freitag, 25. Februar 2011

Stöckchen: Soundtrack of my life

Hihihi, dieses Stöckchen (gefunden bei bücherquotes) find ich echt supi. Und da Bücher und Musik die beiden großen Leidenschaften in meinem Leben sind, MUSS ich dieses Spielchen einfach mitmachen J Hier also einen exklusiven Einblick in die Songs, die auf meinem Ipod zu finden sind.

Was gibt es zu tun?
1. Öffne deine Wiedergabeliste (iTunes, Media Player, iPod, etc.)
2. Stelle sie auf „shuffle“ (Zufallslieder)
3. Drücke „play“
4. Schreibe zu jeder Szene den derzeit laufenden Song
5. Bei der nächsten Szene drückst du ein Lied weiter usw.
6. Nicht mit den Songs mogeln!

Vorspann: „Unless it´s kicks“ von Okkervil River
Aufwachen: „I´m not calling you a liar“ von Florence & the machine
Erster Schultag: „Grenade“ von Bruno Mars (upps, thematisch etwas daneben...)
Verlieben: “While you´re in the bath“ von Paul Smith (wie passend ;) )
Das erste Mal: „Forget about what I said“ von The Killers
Kampflied: „Maybe it´s time to go“ von Keane (oh nein, das ist mal so gar kein Kampflied... ;) Ich müsste vielleicht auch dazu sagen, dass Keane recht stark vertreten sind auf meinem Ipod, kann also sein, dass die hier noch ein paar Mal auftauchen...)
Schluss machen: „Superhuman touch“ von Athlete
Wieder zusammen kommen: „Shake it“ von Metro Station (jaaaa!!!! :D)
Abschlussball: „Pressure suit“ von Aqualung
Leben: „Love strikes“ von Eskobar (passt!)
Nervenzusammenbruch: „Pick-up truck“ von den Kings of Leon (definitiv KEIN Nervenzusammenbruch!)
Autofahren: „Run away from trouble“ von Frankmusik
Flashback: “Crossfire” von Brandon Flowers (hach, wie liiiiiebe ich diesen Song...)
Hochzeit: „Better than love“ von Hurts (also wer sich den als Hochzeitssong aussucht, tut mir jetzt schon leid... ;) )
Geburt des Kindes: „1901“ von Phoenix
Endkampf: „Bird song“ von Florence & the machine (aus der Sicht des Vogels passt das wie die Faust aufs Auge...)
Todesszene: „To lose my life“ von den White Lies (als wär es geplant, wenn das mal nicht passt!!)
Beerdigung: „Breathe underwater“ von Placebo
Abspann: „My shadow“ von Keane (gleich heule ich, bei dem Song heule ich fast immer, und dann ist es auch noch das letzte Lied... *schnief schluchz*)

So, das war ein kleiner Überblick, was so unter anderem auf meinem Ipod zu finden ist. Wie sieht es bei euch so musikalisch aus? Dieses Stöckchen gebe ich mal an alle weiter, die es gerne beantworten möchten.

"Das verschollene Pergament" - Henri Loevenbruck

Knaur Verlag, 2011
9,99€

Handlung:
Ari Mackenzie ist Spezialist für Sekten und Verschwörungen bei der Pariser Polizei. Als er seinen Freund Paul aufsucht, findet er dessen grausam zugerichtete Leiche vor: Der Schädel wurde durchbohrt, das Hirn verflüssigt. Doch dies ist nur der Auftakt zu einer Serie von bizarren Morden. Offenbar stehen sie alle mit einer jahrhundertealten Geheimloge und einem verloren gegangenen Pergament in Zusammenhang. In diesem Manuskript fehlen dreizehn Seiten – genauso viele, wie die Loge Mitglieder hat …


Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht einen Mysterythriller „für die Fans von Dan Brown, Scott McBain und Jean-Christophe Grangé“. Dem kann ich leider nicht voll zustimmen, diesen Roman würde ich nicht auf eine Stufe mit beispielsweise „Illuminati“ oder „Die pupurnen Flüsse“ stellen.
Zunächst beginnt dieser Thriller recht langsam und will nicht so recht in Schwung kommen. Auf den ersten gut 200 Seiten passiert leider nicht wirklich viel, das mich als Leser fesselte, auch trotz der Morde, die in verschiedenen Städten Frankreichs begangen werden. Ari Mackenzie, Sekten- und Verschwörungsspezialist bei der Pariser Polizei, erkennt nach einigem Hin- und Her, dass diese Morde einen bestimmten Zweck erfüllen: der Täter ist auf der Suche nach den sogenannten „Quadraten“, fehlenden Seiten aus einem Manuskript von Villard de Honnecourt aus dem 13. Jahrhundert.
Die Idee des Buches ist ohne Zweifel spannend und auch interessant umgesetzt, auch wenn Henri Loevenbruck das Rad nicht neu erfindet. Ari Mackenzie ist ein gut gezeichneter Charakter mit Ecken und Kanten, der nicht sofort als Superheld erscheint.
Leider verliert sich der Autor in meinen Augen jedoch etwas zu sehr in Beschreibungen und Gedankengängen, die für die eigentliche Handlung gar nicht von Relevanz sind. Das nimmt den ganzen Geschehnissen irgendwie die Spannung- immer wieder wird die Handlung durch langwierige Ausführungen über alte Geheimlogen (die jedoch mit der vom Protagonisten Ari gesuchten gar nichts zu tun hat) oder Entdeckungen, alten Schriften oder auch Nazi-Verbindungen ausgebremst. Mich als Leser hat es auch nicht sonderlich gereizt, mehrere Telefonat-Inhalte von Ari mitzulesen, die einfach zu keinem Ergebnis führen und Ari nicht weiterbringen. Das mag zwar vielleicht der tatsächlichen langen und schwierigen Polizeiarbeit in der Realität entsprechen, aber gerade bei einem Mysterythriller verlangt der Leser in mir nach etwas mehr Spannung, mehr Abwechslung, mehr Überraschungen. Die kamen hier einfach zu kurz. Dafür geht der Autor sehr ins Detail, was Beschreibungen von Personen und deren bisheriges Leben betrifft. Das ist bei der Hauptfigur Ari noch interessant, auch bei Lola, seiner – sozusagen – langjährigen Flamme, die mir recht sympathisch war. Aber der Autor geht auf jeden der auftauchenden Charaktere sehr ein, sogar die Opfer bekommen über mehrere Seiten noch die Möglichkeit, ihr Leben zu reflektieren und sich zu überlegen, was jetzt mit ihnen geschehen wird, bevor der Mörder dann ans Werk geht. Auch Gedankengänge oder schlichte Handlungen (über die Straße gehen, sich einen Whisky einschenken, sich in der Wohnung umsehen etc.) werden sehr ausführlich geschildert, und das wurde mir irgendwann einfach etwas zu langatmig. Ich habe mich leider hier und da wirklich beim Seiten-Überblättern erwischt. Das Buch hätte in meinen Augen gut 200 Seiten kürzer sein können. Schade fand ich schließlich auch, dass durch die wechselnde Erzählperspektive die Handlung auch aus Sicht des mordenden Täters berichtet wird und man dadurch schon recht früh sehr viel über den Mörder und seine Motive erfährt. Ein weiterer Spannungskiller, in meinen Augen.


Fazit:
Bei „Das verschollene Pergament“ handelt es sich durchaus um einen solide geschriebenen und historisch gut recherchierten Roman, dem jedoch ein wenig die Spannung und das „Mitreißende“ fehlt. Ich hätte mir mehr Augenmerk auf den Punkt „Mystery“ gewünscht. Mit viel Wohlwollen vergebe ich daher 3 von 5 Bücherstapel.
Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Und noch ein Gewinnspiel...

Tja, da musste ich einfach mitmachen, nicht zuletzt, weil Julia von bücherquotes auch eine sehr schöne Frage für das Gewinnspiel gestellt hat:
Welches Buch, dass Du jemals gelesen hast, hat Dich am meisten beeindruckt- und warum?

Zu gewinnen gibt es "Bodyfinder", "Männertaxi" und "SuperNova".

Hier geht´s zum Gewinnspiel.

"Sturmhöhe" zu gewinnen

Bei KaDi von KaDis kleine Bücherwelt gibt es ein Exemplar von "Sturmhöhe" von Emily Bronte zu gewinnen - ein Buch, das ich schon lange mal lesen wollte. Zusätzlich winken selbst gemachte Büchhüllen. Daher spontan mitgemacht und die Daumen gedrückt...
Hier geht´s zum Gewinnspiel.

Mittwoch, 23. Februar 2011

"Das Tal: Der Sturm" - Krystyna Kuhn

Arena Verlag, 2010
9,95 €

Handlung:
Es ist Winter und ein Sturm zieht im Tal auf. Nur wenige Studenten sind über das Wochenende im College zurückgeblieben. Doch als die Wetterverhältnisse sich zuspitzen, werden Rose, David und die anderen von der Außenwelt abgeschnitten. Kurz darauf beginnt ein Unbekannter, ein perfides Spiel mit ihnen zu treiben. Was versteckt sich in dem abgeschlossenen Kellerraum neben dem Computer Department? Wer ist dafür verantwortlich, dass erst die Stromleitungen und dann die Heizung manipuliert werden? Ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Meine Meinung:
* kann verräterische Inhalte aus Teil 1 und 2 beinhalten *
Der 3. Teil der „Das Tal“- Reihe wird abwechselnd aus der Sicht von Debbie und Chris erzählt. Was ich persönlich nicht so toll fand fand, denn gerade Debbie ist ohne Zweifel mein Hass-Charakter in dieser Buchreihe; das Mädel konnte ich vom ersten Satz an nicht leiden. Aber nun gut, jeder Teil wird aus der Sicht eines anderen Collegestudenten erzählt, also war ja klar, dass auch sie irgendwann dran ist.
Was ich allerdings wirklich schade fand an Band 3, ist, dass leider sehr wenig Augenmerk auf die handelnden Figuren gelegt wurde. Während man in Band 1 und 2 die Geschichte von Julia und Katie erfährt, mit einer Menge Hintergrundinformationen und auch den Gründen, warum diese überhaupt am Grace-College landen, so bleiben die Geschichten von Chris und insbesondere Debbie irgendwie vage; die paar gegebenen Informationen vermittelten (zumindest mir) kein wirkliches Bild der beiden Studenten. Debbies Vergangenheit wird bestenfalls angeschnitten, aber nicht in den Kontext gesetzt. Bei Chris ist es schon offensichtlicher, warum er am Grace studiert. (Schwierig, etwas dazu zu schreiben, ohne zu spoilern.)
In meinen Augen ist Band 3 der Buchreihe ohne Frage der atmosphärisch dichteste und auch irgendwie beklemmendste Teil bisher. Beim Lesen der ersten Kapitel, der Beschreibungen vom Sturm und den Versuchen der Studenten, wieder ins Grace College zu kommen, war mir an mancher Stelle wirklich mulmig zumute; ständig dachte ich „Oh, jetzt passiert bestimmt gleich was, gleich taucht irgendjemand in dem Schnee auf...“ Diesen Umstand rechne ich der Autorin hoch an – die erste Hälfte von „Der Sturm“ ist wirklich spannend und, wie gesagt, beklemmend geschrieben. Leider lässt diese Spannung dann jedoch nach, und vom Ende war ich milde gesagt, ziemlich enttäuscht. Das ist schwach, viel zu plump und wirkt konstruiert. Irgendwie machte in meinen Augen am Ende so vieles gar keinen wirklichen Sinn (getreu dem Motto „warum war denn die Person XY nun gerade zu diesem Zeitpunkt dort - das ist jetzt ein zu großer Zufall“), und die vielen Fragen, die nach wie vor ungeklärt sind, machen es nicht besser. Frau Kuhn hat die Verbindung zum nächsten Teil wieder gekonnt geschlagen – das kann sie gut. Und genau diesen 4. Teil werde ich mir dann gleich zu Gemüte führen, um eeeendlich mal Licht im Dunkeln des Grace Colleges zu sehen.

Fazit:
Band 3 war für mich, obwohl teilweise sehr spannend, eigentlich der bisher langweiligste und am wenigsten informativste Teil der „Das Tal“- Reihe. Dazu die Erzählperspektive aus der Sicht der für mich unsympathischsten Charaktere in der Runde, Debbie und Chris, die mich auch nicht wirklich überzeugen konnte. Ich bin daher heute mal streng und vergebe nur 3,5 von 5 Bücherstapeln, in der Hoffnung, dass Teil 4 alles wieder wett macht.

Sonntag, 20. Februar 2011

"Matched" - Ally Condie

Penguin, 2010
ca. 8,50€

Handlung:
On her seventeenth birthday, Cassia meets her Match. Society dictates he is her perfect partner for life. Except he's not. In Cassia's society, Officials decide who people love. How many children they have. Where they work. When they die. But, as Cassia finds herself falling in love with another boy, she is determined to make some choices of her own. And that's when her whole world begins to unravel...

Meine Meinung:
Wow, was für ein Buch! Zunächst hab ich lange überlegt, ob ich mir „Matched“ überhaupt zulegen sollte, denn eigentlich dachte ich mir „man muss ja nicht jeden Hype mitmachen“. Aber Mensch, zum Glück habe ich ihn mitgemacht, mir hätte wirklich etwas gefehlt! ;)
Ich glaube, zum Inhalt brauche ich wahrscheinlich gar nicht mehr viel sagen – das Buch ist im Moment ja in aller Munde. Da ich bisher nicht so wirklich ein Dystopie – Leser war (ich habe z.B. auch um die ganze „Hunger Games“- Serie immer einen großen Bogen gemacht), war das hier beschriebene Szenario etwas völlig neues für mich. Eine vollkommen kontrollierte Welt, in der das Leben des Einzelnen vorgeplant ist, in der der Einzelne nichts selbst entscheiden darf und in der nichts dem Zufall überlassen wird. Auf mich wirkte das ganze furchtbar traurig; ja, anders kann ich es nicht beschreiben. Allein die Vorstellung, ein so eingeschränktes und kontrolliertes Leben führen zu müssen, mit keinerlei Überraschungen oder unerwarteten Wendungen – in meinen Augen wäre das ein wirklich furchtbar trauriges und nicht lebenswertes Leben. Ally Condie hat eine derartige Gesellschaft jedoch sehr überzeugend entworfen und beschrieben. Überhaupt fand ich den Schreibstil der Autorin sehr schön, die ruhigen Töne und die Szenen zwischen Cassia und Ky hat sie fantastisch beschrieben. Auch der „Selbstfindungsprozess“ von Cassia, dieses langsame Erwachen und Feststellen, dass dieses ihr zugeteilte Leben doch nicht alles sein kann, dass es mehr geben muss – hat mir ausgesprochen gut gefallen. Deswegen haben mich gerade einzelne kleine Sätze, die in der Masse wohl eher untergehen, besonders berührt; beispielsweise, als Cassia erzählt, wie sehr sich ihr Bruder an seinem ersten Schultag über den Kuchen gefreut hat (denn diesen gibt es so selten), oder die Ballons (diese gibt es nur an diesem einen Tag)...
Die Story lebt von den Charakteren, von denen gerade Cassia sich zum Ende hin zur starken Persönlichkeit entwickelt. Vom ersten Moment an erschien mir auch Ky als der interessantere der beiden männlichen Charaktere. Xander bleibt in meinen Augen meistens blass und – na ja, irgendwie langweilig, getreu dem Motto: der gute alte, liebe Xander, bei dem weiß ich, woran ich bin. Er passt perfekt in diese Gesellschaft und wird vermutlich eben aus diesem Grund von Ally Condie so „transparent“ dargestellt.

Fazit:
Eine wirklich schöne und spannende Geschichte. Ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den Nachfolger „Crossed“, der aber wohl erst im September 2011 erscheinen soll. 5 von 5 wohlverdiente Bücherstapel.

"Versehentlich verlobt" - Mary Carter

Knaur Verlag, 2009
7,95 €

Handlung:
»Sie waren also schon dreimal verheiratet?« »Ja«, sagte ich, »aber das erste Mal zählt nicht, weil ich viel zu jung war, und das zweite Mal fand in Las Vegas statt. Genau genommen war ich also erst anderthalb Mal verheiratet. Wenn’s hochkommt.« »Und Sie sind sicher, dass Sie als Wahrsagerin arbeiten sollten?« Clair ist eine gute Tarotkartenlegerin – nur bei ihrer eigenen Zukunft liegt sie stets daneben. Sonst hätte sie gewusst, dass es keine gute Idee ist, einer jungen Frau bei der Trennung von ihrem Zukünftigen zu helfen. Eigentlich soll Clair ihm nur den Ring zurückgeben, doch wenig später findet sie sich auf einem mondänen Landsitz wieder, in dem die Vorbereitungen für die Verlobungsparty auf Hochtouren laufen. Und bevor Clair weiß, wie ihr geschieht, muss sie in die Rolle der Braut schlüpfen …

Meine Meinung:
„Die englische Sprache umfasst 988.969 Wörter, aber manchmal ist „fuck“ das einzige Wort, das einen Sachverhalt wirklich beschreibt.“ (S.252)
Ja, genau!! Verdammt, das stimmt! Genau das habe ich mir beim Lesen gedacht. Neben der Handlung als solchen hatte ich dank derartiger eingestreuten weisen Wahrheiten wirklich viel Spaß beim Lesen dieses Buches.
Die Heldin ist chaotisch, aber liebenswert. Gesegnet mit einem nicht unbedingt angesehenen und verspotteten Beruf (dem Kartenlegen) schlägt sich Clair durchs Leben, kann schon 3 Hochzeiten (und 3 Scheidungen) ihrerseits vorweisen und landet eines Tages durch einen blöden Schlamassel auf dem Grundstück der Familie Heron – eigentlich nur, um dort den Verlobungsring von Rachel, der Verlobten von Jack Heron, zurückzugeben, denn diese möchte Jack nicht mehr heiraten. Dort angekommen, wird sie unfreiwillig in die Rolle der Verlobten gedrängt, um die ganzen geladenen Gäste der Verlobungsfeier nicht zu enttäuschen. Clair macht notgedrungen mit – immerhin ist sie nicht ganz unbeteiligt an der Trennung von Rachel und Jack...
Abgesehen davon, dass die Handlung manchmal vielleicht eher mit einem kleinen Augenzwinkern zu genießen ist, bietet „Versehentlich verlobt“ schöne gemütliche und leichte Unterhaltung, natürlich (!) mit einem Happy End. Es gab Stellen, an denen ich herzlich kichern konnte, ebenso wie Stellen, an denen ich mir wünschte, ich hätte mehr Ahnung vom Kartenlegen. Vielleicht sind hier Leserinnen, die Tarotkarten kennen, etwas im Vorteil, weil ihnen die genaue Bedeutung derer klar ist. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin Mühe gibt, auch Tarot - Laien einen Eindruck von den Karten zu vermitteln, und ich finde, das ist ihr gut gelungen. Zumindest hat es mich neugierig darauf gemacht, mir vielleicht auch mal ein Tarotkartenset anzuschauen.
Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln: Mary Carter schreibt leicht, flüssig, humorvoll; und einen besonderen Pluspunkt hat das Buch für die kurzen Horoskope am Anfang jedes Kapitels verdient, die sind manchmal echt klasse und geben einen idealen Einstieg für die weitere Handlung.

Fazit:
Schöne runde (Frauen-) Geschichte zum Schmökern. Gibt von mir 4 von 5 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 19. Februar 2011

Wunschrezensionsexemplar von Script 5

Script 5 belohnt die Einbindung des Trailers des neuen Buches von Oliver Uschmann, "Nicht weit vom Stamm" mit einem Wunschrezensionsexemplar. Das wird gern gemacht :)
Alle Infos hier.
Update 21.02.11: Aktion ist beendet!


Zum Inhalt:Sven hat die schiefe Bahn verlassen und ist am Ziel angekommen: ganz unten. Seine Tage verbringt er im Rausch, seine Nächte wahlweise mit Sex oder Prügeleien. Dabei stünden ihm alle Türen offen, sagt sein Vater – hätte Sven sie nicht vor fünf Jahren zugeschlagen. Als seine Schwester bedroht wird, findet sich Sven in seinem schlimmsten Albtraum wieder: Der einzige Weg, Lina zu retten, ist, so zu werden wie sein Vater.


Nicht weit vom Stamm von Oliver Uschmann
528 Seiten (Broschiert)
Verlag: Script5
ISBN: 978-3839001202
14,95€

In my mailbox...

Jaja, ich war mal wieder sehr spendabel mit mir selbst. Es kamen bis Dienstag ja schon 3 Bücher an, und bis heute dann noch mal 8 Stück... Aber was soll ich machen, ich hab halt bei Jokers bestellt und da wird meine Bestellung immer groß, ob ich will oder nicht, das passiert von ganz alleine *hust*. Dann noch 2x englische Literatur: der letzte Teil von Percy Jackson und „White cat“, welches unter „Weißer Fluch“ schon auf Deutsch erschienen ist (allerdings hat mir cbj ein Rezensionsexemplar verweigert *grummel grummel*, daher also die englische Originalversion...)

Garth Nix: Schwarzer Montag
Je nachdem, wie man es sieht, ist dieser Montag für Arthur Penhaligon tatsächlich ein schwarzer Montag. Gerade hat der Junge, der eben erst an eine neue Schule gekommen ist, auf dem Sportplatz wieder eine berüchtigte Asthmaattacke, da durchzuckt ein Lichtblitz den Himmel und gibt den Blick auf einige merkwürdige Wesen frei. Ein seltsamer Mann im Frack schiebt einen nicht minder seltsamen Rollstuhl vor sich her, in dem ein scheinbar überaus müder und gelangweiter Schönling namens Montag sitzt. Dieser übergibt Arthur einen merkwürdigen Minutenzeiger, und damit fangen die Probleme an. Plötzlich wird der Junge verfolgt von geflügelten Boten und hündischen Wesen, die versuchen, ihm das Zauberding nebst einem kleinen Büchlein wieder abzujagen. Über ein merkwürdiges Haus, das sich mit dem Zeiger öffnen lässt, gelangt Arthur in ein Paralleluniversum, in dem sich alles um Texte dreht. Hier muss die Lösung zu einem wirklich lebensbedrohlichen Problem zu finden sein. Denn mit den hündischen Wesen ist auch eine bisher unbekannte Seuche von der anderen Seite über die Menschheit gekommen. Der Schlüssel zur Rettung der Welt liegt also buchstäblich in Arthurs Händen.

Garth Nix: Grimmiger Dienstag
Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er soll sieben Schlüssel besorgen ... für ein Königreich.Arthur hätte nicht gedacht, dass er noch einmal in das seltsame Haus zurückkehren müsste, dass ihn am Montag beinahe umgebracht hätte: Das Haus, das ein finsteres Reich birgt.Nun steht er vor einer neuen Herausforderung. Ein Unhold namens Grimmiger Dienstag bedroht Arthurs Familie und den Rest der Welt. Für Arthur beginnt ein Abenteuer, bei dem er an Bord eines Sonnenschiffs gehen, sich mit einem Sonnenbären anfreunden und finstere Nichtlinge bekämpfen muss.

Garth Nix: Kalter Mittwoch
Im Krankenhaus findet Arthur Penhaligon eine seltsame Karte unter der Bettdecke. Es ist eine Einladung: Die geheimnisvolle Lady Mittwoch bittet ihn zu einem Mittagsmahl mit siebzehn Gängen. Und schon steckt Arthur mitten im nächsten Abenteuer, bei dem er Piraten, tosenden Stürmen und einem riesigen Geschöpf trotzen muss, das angeblich alles frisst, was ihm in die Quere kommt. Eines steht fest: Arthur muss den dritten von insgesamt sieben Schlüsseln finden ═ nicht nur für sich selbst, sondern für die unzähligen Menschen seiner Welt, die Schlimmes erleiden müssen, falls er versagt.

Sheridan Hay: Die Antiquarin
Als Rosemary Savage mit achtzehn Jahren aus der australischen Provinz nach New York kommt, hat sie auf der Welt nicht mehr als einen kleinen Koffer und ihre Liebe zu Büchern. Auf ihren Streifzügen durch die Stadt entdeckt sie das riesige Antiquariat „Arcade“. Sie ist völlig bezaubert von diesem Ort, und als sie dem Inhaber eröffnet, dass sie hier unbedingt arbeiten muss, wird sie zu ihrem Erstaunen sofort eingestellt. Der Zufall führt Rosemary und ihren eigenwilligen Kollegen Oscar auf die Spur eines verlorengeglaubten Manuskripts von Herman Melville. Ein außergewöhnlicher Fund, den auch der rätselhafte Manager des „Arcade“ mit allen Mitteln für sich gewinnen will …

Kate Mosse: Die achte Karte
Als die junge Meredith auf der Suche nach ihren Wurzeln durch Paris streift, stößt sie auf ein seltenes und unvollständiges Set Tarotkarten aus vergangener Zeit. Die geheimnisvollen Abbildungen schlagen sie sofort in ihren Bann, denn eine Figur trägt unverkennbar Merediths Gesichtszüge. Was die junge Frau nicht weiß: Die Karten erzählen von einem schrecklichen Unglück in ihrer Familie – und es scheint, als habe sie die alten Geister wieder geweckt ...

Irene Ruttmann: Lavendel in Sussex oder Henry Horatio Stubbs
Daß niemand ihr glauben würde, ist Franziska von Anfang an klar. Sehen kann sie ihn ja selbst nicht, den alten Hausgeist Henry Horatio Stubbs. Zu riechen ist er dafür um so besser: denn je nach Laune duftet er nach Hammelbraten oder Lavendel. Doch als die Sache mit Richard, dem Jungen von nebenan, ernster wird, ändert sich alles...



Rick Riordan: Percy Jackson- The last Olympian
All year the half-bloods have been preparing for battle against the Titans, knowing the odds of victory are grim. Kronos’s army is stronger than ever, and with every god and half-blood he recruits, the evil Titan’s power only grows. While the Olympians struggle to contain the rampaging monster Typhon, Kronos begins his advance on New York City, where Mount Olympus stands virtually unguarded.  Now it’s up to Percy Jackson and an army of young demigods to stop the Lord of Time. 

Holly Black: White cat
Cassel comes from a family of curse workers -- people who have the power to change your emotions, your memories, your luck, by the slightest touch of their hands. And since curse work is illegal, they're all mobsters, or con artists. Except for Cassel. He hasn't got the magic touch, so he's an outsider, the straight kid in a crooked family. You just have to ignore one small detail -- he killed his best friend, Lila, three years ago. Ever since, Cassel has carefully built up a façade of normalcy, blending into the crowd. But his façade starts crumbling when he starts sleepwalking, propelled into the night by terrifying dreams about a white cat that wants to tell him something. He's noticing other disturbing things, too, including the strange behavior of his two brothers. They are keeping secrets from him, caught up in a mysterious plot. As Cassel begins to suspect he's part of a huge con game, he also wonders what really happened to Lila. Could she still be alive? To find that out, Cassel will have to out-con the conmen.

Freitag, 18. Februar 2011

"Das Haus der Rätsel" - Yvonne Kind

Buchverlag Andrea Schmitz, 2006
11,80 €

Handlung:
Liza braucht nach der Trennung von ihrem Freund etwas Abstand und mietet ein leerstehendes Haus auf dem Lande – Tamburin House. Ohne es sich vorher anzusehen, zieht sie mit Leinwand, Pinseln und ein paar persönlichen Sachen im Gepäck dort ein, um ihrer drängelnden Galeristin endlich den versprochenen Nachschub liefern zu können. Kaum angekommen, wird sie telefonisch bedroht und kurz darauf niedergeschlagen. Sie geht der Sache nach und stößt auf allerlei merkwürdige kleine Geheimnisse des alten Gemäuers. Die Geschichte, die sich jedoch hinter alldem verbirgt, ist ungeheuerlich...

Meine Meinung:
In verschiedenen Rezensionen hatte ich gelesen, wie toll und spannend dieses Buch sein soll und dass manche Leser es geradezu verschlungen hätten. Da zeigt sich mal wieder, wie unterschiedlich die Meinungen sein können. Nun gut, sozusagen in einem Rutsch „verschlungen“ habe ich „Das Haus der Rätsel“ auch, nur lag das eher an der Tatsache, dass dieses Büchlein mit seinen 107 Seiten (!!!) wohl das dünnste ist, das ich in meinem ganzen Leben gelesen habe. (Da waren ja sogar die Reclam-Hefte in der Schule dicker...). Was die Aspekte „toll und spannend“ betrifft, kann ich denen leider gar nicht zustimmen.
Im Gegenteil, auf mich hat die Geschichte den Eindruck gemacht, als hätte die Autorin die Vorlage bekommen, auf 100 Seiten so viel Handlung wie möglich zu packen, mit kleinen Geheimnissen hier, merkwürdigen Vorfällen dort, und natürlich der obligatorischen Liebesgeschichte, die auf jeden Fall noch schnell auf die letzten 2 Seiten gequetscht werden muss. Dass das ganze dadurch völlig unglaubwürdig und ganz und gar nicht spannend ausartet, muss ich dem Büchlein, oder eher der Autorin, leider mehr als negativ ankreiden. Die Handlung spielt an ganzen 3 oder 4 Tagen, und genau das ist einer der wesentlichen Fehler. Denn die Idee hinter „Das Haus der Rätsel“ ist durchaus gelungen: Frau zieht in ein altes, recht heruntergekommenes Haus, um den Kopf wieder frei zu kriegen und die viele freie Zeit zum Arbeiten (Malen) zu nutzen. Dann geschehen merkwürdige Dinge im Haus, plötzlich sind Möbel verschoben, Räume sind auf einmal da, die sie am Tag vorher noch nicht gesehen hatte. Und etwas eigenwillige Nachbarn, die ihr zu verstehen geben, dass es im Haus spuken soll und dort wohl mal eine etwas tragische Familiengeschichte passiert sein muss. Das hätte so eine gute und interessante Geschichte werden können! Nur hätte die Autorin das viel mehr ausbauen müssen, viel mehr Details investieren müssen, viel mehr Augenmerk auf Gedanken und Gefühle der Protagonistin Liza oder auch auf die Nebenfiguren legen müssen. Nichts dergleichen. Stattdessen ein viel zu schneller Handlungsablauf, alles passiert an diesen 3 Tagen und wird dadurch einfach nicht glaubwürdig. Dazu kommt ein etwas holpriger Sprachstil der Autorin, die sehr zu Ausrufezeichen anstelle von Punkten am Ende eines Satzes neigt. Das hat mich irgendwann richtig genervt. Ich meine, nicht jeder Satz kann ein einziger Ausruf sein, wenn er was völlig banales wiedergibt! (^^) Zudem spricht die Protagonistin ihre Gedanken fast immer aus, als würde sie mit sich selbst laut reden – höchst merkwürdig (Bsp.: als sie eine Tür nicht aufbekommt: „Oh schade! Vielleicht klemmt sie ja nur! Okay, für heute habe ich genug! Aber, ich komme wieder!“). Und vereinzelte Rechtschreibfehler sind auch drin, so wird die Anrede „Sie“ (Gegensatz zu „du“) beispielsweise häufig klein geschrieben.

Fazit:
Alles in allem hab ich mich ziemlich geärgert. Die Geschichte hätte durchaus Potential gehabt, richtig spannend und gut ausgearbeitet sein zu können. Aber so, wie sie jetzt ist, reicht´s einfach nur für 2 von 5 Bücherstapeln. (Und das find ich schon großzügig...)

Mittwoch, 16. Februar 2011

In my mailbox...

gehostet von The Story Siren

Die Woche ist zwar noch nicht um, aber ich fasse trotzdem schon mal zusammen: 3 Bücher in den letzten 3 Tagen (klingt gut). Darunter 2 Rezensionsexemplare vom Knaur Verlag sowie "Das Haus der Rätsel", ein Buch, das ich schon ewig haben wollte und jetzt endlich mein Eigen nennen kann. Anhand der bunten Mischung zeigt sich, dass bei mir wirklich jedes Buch jedes Genres willkommen ist: ein bißchen Thriller, ein bißchen Horror, ein bißchen Mystery und auch der typische Frauenroman - alle dürfen in mein Bücherregal einziehen ;)

Yvonne Kind: "Das Haus der Rätsel"
Liza braucht nach der Trennung von ihrem Freund etwas Abstand und mietet ein leerstehendes Haus auf dem Lande — Tamburin House. Ohne es sich vorher anzusehen zieht sie mit Leinwand, Pinseln und ein paar persönlichen Sachen im Gepäck dort ein, um ihrer drängelnden Galeristin endlich den versprochenen Nachschub liefern zu können. Kaum angekommen, wird sie telefonisch bedroht und kurz darauf niedergeschlagen. Sie geht der Sache nach und stößt auf allerlei merkwürdige kleine Geheimnisse des alten Gemäuers. Die Geschichte, die sich jedoch hinter alldem verbirgt, ist ungeheuerlich ...

Henri Loevenbruck: "Das verschollene Pergament"
Ari Mackenzie ist Spezialist für Sekten und Verschwörungen bei der Pariser Polizei. Als er seinen Freund Paul aufsucht, findet er dessen grausam zugerichtete Leiche vor: Der Schädel wurde durchbohrt, das Hirn verflüssigt. Doch dies ist nur der Auftakt zu einer Serie von bizarren Morden. Offenbar stehen sie alle mit einer jahrhundertealten Geheimloge und einem verloren gegangenen Pergament in Zusammenhang. In diesem Manuskript fehlen dreizehn Seiten – genauso viele, wie die Loge Mitglieder hat …


Mary Carter: "Versehentlich verlobt"
»Sie waren also schon dreimal verheiratet?« »Ja«, sagte ich, »aber das erste Mal zählt nicht, weil ich viel zu jung war, und das zweite Mal fand in Las Vegas statt. Genau genommen war ich also erst anderthalb Mal verheiratet. Wenn’s hochkommt.« »Und Sie sind sicher, dass Sie als Wahrsagerin arbeiten sollten?« Clair ist eine gute Tarotkartenlegerin – nur bei ihrer eigenen Zukunft liegt sie stets daneben. Sonst hätte sie gewusst, dass es keine gute Idee ist, einer jungen Frau bei der Trennung von ihrem Zukünftigen zu helfen. Eigentlich soll Clair ihm nur den Ring zurückgeben, doch wenig später findet sie sich auf einem mondänen Landsitz wieder, in dem die Vorbereitungen für die Verlobungsparty auf Hochtouren laufen. Und bevor Clair weiß, wie ihr geschieht, muss sie in die Rolle der Braut schlüpfen …

Sonntag, 13. Februar 2011

"Stadt der Regenfresser" - Thomas Thiemeyer

Loewe Verlag, 2009
16,90 €

Handlung:
Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht. Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.
Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

Meine Meinung:
Thomas Thiemeyer kannte ich bisher nur als Autor von Actionromanen und Mystery-Thrillern für Erwachsene. Mit der neuen Reihe „Die Chroniken der Weltensucher“ hat er sich einem eher jüngeren Publikum zugewandt, auch wenn Erwachsene hier ebenfalls ihren Spaß am Lesen haben werden.
„Die Stadt der Regenfresser“ ist (größtenteils) aus der Sicht von Oskar Wegener erzählt, einem Waisenjungen aus Berlin, der eines Tages Bekanntschaft mit Carl Friedrich Donhauser macht, einem selbsternannten Entdecker und Abenteurer (der sich zudem für den illegitimen Sohn Alexander von Humboldts hält). Dieser bietet Oskar an, ihn auf eine Forschungsreise nach Peru in die Colca-Schlucht zu begleiten, um dort das sogenannte Völkchen der Regenfresser zu suchen und zu finden. Verfolgt werden sie u.a. von Valkrys Stone, einer ehemaligen Freundin von Donhauser, die mit diesem noch eine Rechnung offen hat, sowie von Max Pepper, Redakteur eines Abenteurer-Magazins aus New York.
Mir hat der erste Band dieser neuen Buchreihe sehr gut gefallen. Abenteuergeschichten, wie man sie sich wünscht. Es war kurzweilige Lektüre, spannend, gut und flüssig geschrieben. Die Kapitel sind nur so vorbei geflogen. Kleiner Kritikpunkt: Manchmal fand ich die Sätze recht kurz, was sie teilweise etwas abgehackt hat klingen lassen, aber irgendwann fiel auch das nicht mehr wirklich auf.
Die Figuren sind sehr gut gezeichnet, auch wenn Thiemeyer für meinen Geschmack etwas mit Beschreibungen geizt. Tatsächlich erfährt man erst auf Seite 354, wie alt Oskar eigentlich wirklich ist, davor hätte ich ihn genauso gut für 12 wie für 19 halten können. Ich hoffe sehr, dass die Nachfolgebände Platz für die Figuren schaffen, um sich zu entfalten und um so als Leser mehr von ihnen erfahren zu können. Charlotte, die Nichte Donhausers, beispielsweise fand ich sehr interessant und hoffe, dass von ihr noch einiges zu lesen ist. Ebenso stelle ich mir natürlich die Frage, ob Donhauser denn tatsächlich der illegitime Sohn Humboldts ist. Das Ende des ersten Bandes zumindest verspricht schon das nächste große Abenteuer, welches dann im Teil 2 („Der Palast des Poseidon“) fortgesetzt wird.

Fazit:
Spannende unterhaltende Lektüre, die Lust macht auf mehr Abenteuergeschichten und vor allem: auf Band 2! Von mir gibt´s 4 von 5 Bücherstapel.

Samstag, 12. Februar 2011

In my mailbox...

Gehostet von The Story Siren

Neuzugänge dieser Woche:

Krystyna Kuhn: „Das Tal: Der Sturm“
Es ist Winter und ein Sturm zieht im Tal auf. Nur wenige Studenten sind über das Wochenende im College zurückgeblieben. Doch als die Wetterverhältnisse sich zuspitzen, werden Rose, David und die anderen von der Außenwelt abgeschnitten. Kurz darauf beginnt ein Unbekannter, ein perfides Spiel mit ihnen zu treiben. Was versteckt sich in dem abgeschlossenen Kellerraum neben dem Computer Department? Wer ist dafür verantwortlich, dass erst die Stromleitungen und dann die Heizung manipuliert werden? Ein verzweifelter Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Krystyna Kuhn: „Das Tal: Die Prophezeiung“
Es ist Frühling im Tal und Katie ist das erste Mal seit langer Zeit richtig glücklich. Doch dann bricht das Grauen in die Idylle ein. Benjamin verschwindet für drei Tage spurlos. Und als er zurückkommt, ist er ein völlig anderer Mensch. Was ist mit ihm passiert? Als die Situation sich zuspitzt und Ben plötzlich in Lebensgefahr schwebt, macht Katie sich daran, seinen Spuren zu folgen.


Jennifer Donnelly: „Revolution“
BROOKLYN: Andi Alpers is on the edge. She’s angry at her father for leaving, angry at her mother for not being able to cope, and heartbroken by the loss of her younger brother, Truman. Rage and grief are destroying her. And she’s about to be expelled from Brooklyn Heights’ most prestigious private school when her father intervenes. Now Andi must accompany him to Paris for winter break.
PARIS: Alexandrine Paradis lived over two centuries ago. She dreamed of making her mark on the Paris stage, but a fateful encounter with a doomed prince of France cast her in a tragic role she didn’t want—and couldn’t escape.
Two girls, two centuries apart. One never knowing the other. But when Andi finds Alexandrine’s diary, she recognizes something in her words and is moved to the point of obsession. There’s comfort and distraction for Andi in the journal’s antique pages—until, on a midnight journey through the catacombs of Paris, Alexandrine’s words transcend paper and time, and the past becomes suddenly, terrifyingly present.

Melinda Metz: „Echos/ Haunted/ Trust“
Can't believe she did that . . .
. . . at four-thirty I have to . . .
. . . I hate this place . . .
Rae Voight is losing her mind. When she walks down the halls of Sanderson Prep, she hears voices . . . even when no one is talking. Other people's thoughts crowd her head, a confusing tangle of insecurities and dark secrets. Just when Rae reaches her breaking point, one voice comes screaming through the din, loud and clear:
. . . Rae must die . . .
If Rae doesn't figure out who the thought belongs to soon, she could lose more than just her sanity.

Susane Colasanti: „Take me there“
Rhiannons Leben könnte kaum ätzender sein, nachdem Steve sie verlassen hat. Aber das Schlimmste ist: Sie will ihn zurück! Nicole kann sich auf keine neue Beziehung einlassen, weil ihr Exfreund noch immer in ihrem Kopf herumspukt. Und James heimlicher Schwarm scheint offensichtlich kein Interesse an ihm zu haben. Doch am Ende finden die drei die Liebe, auf die sie so lange gewartet haben.

Stöckchen: Bücherallerlei

Neyasha hat mir dieses Literatur-Stöckchen (blöder Name) weitergegeben. Dankeschön dafür :)

Gebunden oder Taschenbuch?

Unterschiedlich. Die meisten Bücher kommen (zumindest in Deutschland) ja zuerst als gebundene Ausgabe heraus, und wenn ich da schon nicht an mich halten kann, dann wird es halt das gebundene Buch. Wenn es sich dabei dann auch noch um eine Buchreihe handelt, müssen alle folgenden Bände natürlich ebenso als gebundene Ausgaben gekauft werden. Aber Taschenbücher hab ich ebenso viele.

Amazon oder Buchhandel?
Gerade zur Zeit betreibe ich exzessives Online-Bücher-Shopping. Irgendwie fällt es da auch nicht so auf, wenn man schon wieder Geld für Bücher ausgegeben hat (sieht man ja erst später auf dem Kontoauszug), als wenn ich im Laden bar Bücher  bezahlen würde. Oft ist es auch so, dass Bücher, die mich interessieren, im Buchhandel gar nicht vorrätig sind und dann auch erst bestellt werden müssten. Naja, und dann kann ich mir das auch gleich selbst online bestellen. Zum mal-schnell-reinlesen-um-zu-gucken-ob-es-mir-gefallen-würde empfiehlt sich aber definitiv der Buchhandel.

Lesezeichen oder Eselsohr?
LESEZEICHEN!!! Ich hasse Knicke und Eselsohren oder alles derartige in Büchern und heule manchmal schon bei geknickten Büchrücken (die sich ja nun wirklich kaum vermeiden lassen).

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
In meinen Regalen stehen fast alle Bücher kreuz und quer und ungeordnet, und ich weiß trotzdem, wo ich welches Buch zu finden habe. Eigentlich sortiere ich Bücher eher wenig, nur wenn es eine Buchreihe ist, kommen die Einzelbände natürlich nebeneinander. Und teilweise habe ich verschiedene Bücher vom gleichen Autor nebeneinander stehen.

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Prinzipiell behalten. Nur wenn mir ein Buch wirklich so gar nicht gefällt und ich weiß, dass ich es definitiv nie wieder lesen werde (vielleicht nicht mal zu Ende lesen werde), dann stell ich es auch mal ebay ein oder ich verkauf´s über momox.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Auf jeden Fall behalten, sieht doch viel schöner aus mit Umschlag.

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Der Schutzumschlag stört mich beim Lesen eigentlich immer, daher wird er beim Lesen abgemacht, ins Regal gestellt und nach dem Lesen wieder drum gemacht.

Kurzgeschichte oder Roman?
Romane. Ich kann Kurzgeschichten irgendwie nichts abgewinnen und lese diese eigentlich auch praktisch... na ja, nie.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Ich lese immer bis zum Ende eines Kapitels, auch wenn ich dann Gefahr laufe, die letzten Sätze sinnlogisch gar nicht mehr zu verstehen, weil ich schon halb döse. Aber so mittendrin aufhören find ich doof.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch“ oder „Es war einmal“?
Hmmm. Hat beides seinen Reiz, aber ich tendiere zu „Die Nacht war dunkel und stürmisch“, denn das ist ein Satz, der in so vielen Storys vorkommen kann und irgendwie Spannung, Mystery und Action verspricht.

Kaufen oder leihen?
Kaufen!!! Ich brauche meine Bücher für mich, für mich ganz alleine. Es verschafft mit eine solche Genugtuung, wenn ich wieder ein Buch auspacken und es in mein Regal stellen/ legen kann, dass ich es furchtbar fände, es irgendwann wieder abgeben zu müssen (es sei denn, mir gefällt´s nicht, dann s.o.). Früher hab ich oft Bücher ausgeliehen, aber heute geh ich eher nach dem Motto „haben haben haben wollen“...

Neu oder gebraucht?
Neu. Ganz selten kauf ich mir eins bei ebay, weil ich es einfach nicht mag, wenn ich nicht weiß, wer die Bücher vorher hatte. Da ich auch eine echte Phobie gegen Menschen habe, die sich erst den Finger anlecken, bevor sie eine Seite umschlagen, ist mir das zu riskant, aus Versehen mal an ein solches Exemplar zu geraten und es nicht zu wissen. Igitt. Da schaudert´s mich richtig... Ich hab dagegen gar kein Problem mit Mängelexemplaren und kaufe diese auch zuhauf.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Rezensionen lesen, stöbern, auf anderen Lese-Blogs Empfehlungen holen, manchmal auch auf gut Glück kaufen – also von allem etwas.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Eigentlich mag ich Cliffhanger nicht. Ganz fies fand ich z.B. die in der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, da hörten die einzelnen Teile ja praktisch fast mitten im Satz auf. Aber gut, gerade wenn es sich um eine Buchreihe handelt, macht es natürlich mehr Spaß und Sinn, den Leser unwissend zu halten und einen Cliffhanger einzubauen. Trotzdem hab ich es lieber, ein einigermaßen geschlossenes Ende zu bekommen und trotzdem noch genügend Fragen offen zu lassen, dass man gespannt ist auf den nächsten Teil.

Morgens, mittags oder nachts lesen?

Immer, wenn es sich ergibt. Wenn ich Zeit habe, lese ich manchmal den ganzen Tag. Ansonsten komme ich meistens erst abends wirklich dazu, was zu lesen. Ich bin auch kein Straßenbahn-Leser, für die paar Stationen lohnt sich das immer nicht. Da hör ich dann schon eher Mucke auf dem I-Pod.

Einzelband oder Serie?
Ist mir eigentlich egal; wenn eine Buchidee gut ist, hab ich auch nichts dagegen, wenn man mehrere Bücher draus macht. Das Problem ist nur, dass manche Folgebände einfach nicht an den ersten Teil ranreichen. Und ich hab auch das Gefühl, dass es heutzutage zum guten Ton gehört, dass ein Autor eine Buchidee derart ausweiten können muss, dass es für mehrere Bücher reicht. Ist vielleicht auch so´ne Vermarktungssache, aber ich hab das Gefühl, früher gab es nicht so viele Bücherreihen wie heute, also scheint das ja irgendwie ein Trend zu sein.

Lieblingsserie?
Ohne Zweifel Harry Potter.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
“Eine Lüge zu viel“ von Stephanie Bond.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Letztes Jahr hab ich die Mortal Instruments-Reihe (1-3) gelesen und war ziemlich beeindruckt davon. Aber „Erebos“ oder „Rubinrot & Co.“ beispielsweise haben mir auch sehr gut gefallen.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
“Matched“ von Ally Condie, und heute werde ich wohl auch mal in „Das Tal: Der Sturm“ reinlesen. Außerdem hab ich schon ne kleine Ewigkeit „Marked“ von P.C. & Kristin Cast hier liegen.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Da würde ich auch mal die Harry Potter Reihe nennen, denn die begleitet mich schon so viele Jahre durchs Leben. Aber „Der Schatten des Windes“ gehört für mich auch dazu.

Lieblingsautoren?
Hm, Autoren, von denen ich ohne jeden Zweifel und auch ohne vorher Rezensionen zu lesen, neue Bücher kaufen würde, sind: John Irving, J.K. Rowling, Rachel Gibson, Cassandra Clare, Carlos Ruiz Zafon, Andreas Eschbach, Corinna Kastner, Mo Hayder, Tana French. Aber es gibt so noch sooooviele andere gute Autoren, von denen ich auch mehrere Bücher hier stehen habe.

Ich geb das Literaturstöckchen an alle weiter, die es ebenfalls beantworten möchten

Sonntag, 6. Februar 2011

"The Versatile Blogger" Award

Dankeschön an Izzy von Storytime für den Versatile Blogger Award. Mein Zweiter :)
Folgendes ist dazu zu sagen:

Die Regeln:
  • Danke der Person, die dir den Award gegeben hat und verlinke sie in deinem Post.
  • Erzähle uns 7 Dinge über dich.
  • Vergib den Award an 15 kürzlich entdeckte, neue Blogger.
  • Kontaktiere diese Blogger und lass' sie wissen, dass sie den Award bekommen haben.

So, hmmm, mal überlegen, was es über mich zu sagen gibt. Hier also 7 Dinge, die man von mir wissen kann, aber nicht muss :)

1. Ich habe seit letztem Jahr mein Diplom in Psychologie in der Tasche.
2. Ab März bin ich Doktorandin.
3. Ich trinke seit fast 10 Jahren keinen Kaffee mehr. Ich mag ihn einfach nicht, was insofern interessant ist, als dass ich z.B. ein echtes Faible für Schokolade mit Kaffee-Geschmack habe.
4. Ich liebe meinen I-Pod.
5. Neben meiner ausgeprägten Bücher-Shopping-Sucht hege ich eine innige Leidenschaft fürs Schuhe-Kaufen.
6. Ich telefoniere nicht gern.
7. 2009 habe ich mehr Geld für Konzertkarten als für Bücher ausgegeben. (Und es war ein tolles Jahr!^^)
So, diesen Punkt habe ich damit erfüllt. Der nächste Punkt wird schwieriger, da ich 1.) nicht mal 15 neu entdeckte Blogs benennen könnte und 2.) sowieso das Gefühl habe, dass dieser Award schon die große Runde gemacht und eh fast an jeden Lese-Blog verliehen wurde. Daher fällt mir spontan nur 1 Blog ein, den ich noch benennen könnte; das wiederum tu ich gern, weil mir dieser wirklich gefällt:
Viel Spaß damit!

Alles wieder ok :)

Katastrophe abgewendet, Posts gerettet, Rezensionsindex wieder auf Vordermann gebracht.
Erleichterung :)

"Das Tal: Die Katastrophe" - Krystyna Kuhn

Arena Verlag, 2010
9,95 €

Handlung:
Katie hat nur ein Ziel. Den Gipfel des Ghosts, jenes legendären Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den 70er Jahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. Und doch machen sich Katie und ihre Freunde auf den Weg. Aber am Berg wird sehr schnell klar, wer zum Freund wird, wer ein Feind ist. Und als dann noch ihre Führerin, die Cree-Indianerin Ana, spurlos verschwindet, sind die College-Studenten völlig auf sich gestellt. Niemand von ihnen ahnt, dass ein gefährlicher Schneesturm heraufzieht.

Meine Meinung:
** Kann verräterische Inhalte aus Band 1 enthalten**
Ich weiß rückblickend eigentlich gar nicht, warum dieses Buch so lange ungelesen in meinem Bücherregal lag, obwohl ich auch schon Teil 1 dieser Buchreihe so spannend fand. Eigentlich hätte ich mich drauf stürzen müssen. Aber das ist ja leider oft so mit den Büchern, die unbedingt gekauft werden müssen und dann aber doch erstmal auf den SuB wandern...
Jetzt ist also jedenfalls auch Teil 2 gelesen, und ich bin froh darüber. Denn jetzt kann ich mir umgehend auch noch Band 3 und 4 (der im Februar 2011 erscheint), besorgen, in der Hoffnung, dass die zahlreichen kleinen und großen Geheimnisse am Grace College aufgelöst werden.
Zunächst war ich auf den ersten Seiten fast enttäuscht; ich hatte fest damit gerechnet, dass auch dieses Buch wieder aus der Sicht von Julia erzählt werden würde. Stattdessen spielt in Band 2 Katie die Hauptrolle, und mittlerweile finde ich die Idee von Frau Kuhn, jeden Teil aus der Perspektive eines anderen aus der Gruppe erzählen zu lassen, richtig gut. Denn offenbar hat jeder der Collegestudenten irgendwelche Geheimnisse und die sprichwörtlichen „Leichen im Keller“ – nun, bei dem ein oder anderen aus der Truppe dürfte dieses Sprichwort sogar über den reinen Wortsinn hinausgehen. Faszinierend finde ich, dass offenbar alles irgendwie zusammenhängt, nicht nur die Geheimnisse der momentanen Collegestudenten, sondern auch die Vergangenheit der vor 30 Jahren verschwundenen Studenten spielt eine, wenn nicht sogar DIE bedeutende Rolle im Geschehen.
Katie fand ich als Charakter leider nicht ganz so interessant und überzeugend wie noch Julia im Band 1, wobei ich nicht genau sagen kann, woran das lag. Vielleicht, weil sie auf mich einen so unentschlossenen und gleichzeitig „mir-doch-alles-egal“- Eindruck gemacht hat. Sie hat eine bewegte Vergangenheit, wie anscheinend jeder der Studenten; leider hat mich diese jedoch nicht so wirklich „bewegt“, vielleicht weil sie etwas konstruiert wirkt (*SPOILER: mich würde nicht wundern, wenn Sebastien auch noch eine ganz wichtige Rolle spielen wird*).
Kurzum: mir hat es gefallen, ich bin sehr gespannt auf weitere Verwicklungen und Geheimnisse und ich glaube, ich muss mir Band 3 und 4 jetzt sofort auf der Stelle bestellen. .)

Fazit:
Ich habe seeehr große Erwartungen an Band 3 und 4 und hoffe dort auf ebenso großen Lesespaß, wie ich ihn schon bei den ersten beiden Teilen der „Das Tal“- Reihe hatte. Von mir gibt´s 4 von 5 Bücherstapel, da ich Band 1 im Vergleich noch spannender fand.

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