Montag, 3. Oktober 2011

"Magische Töchter" - Justine Larbalestier

Handlung:
Die 15-jährige Reason muss zu ihrer Großmutter ziehen, nachdem ihre Mutter nach einem missglückten Suizidversuch in einer Klinik ist. Ihre Mutter hat ihr stets eingeredet, dass ihre Großmutter wahnsinnig, gefährlich, eine Hexe ist. Dementsprechend distanziert verhält sich Reason ihr gegenüber. Eines Tages geht sie durch eine Tür im Haus - und findet sich auf der anderen Seite der Welt wieder. Eben noch im heißen Australien, steht sie jetzt im verschneiten New York und wird dort von der gleichaltrigen Jay-Tee aufgenommen. Diese scheint jedoch viel mehr über Reason zu wissen, als sie vorgibt...

Meine Meinung:
Herrje, was soll ich zu diesem Buch bloß schreiben? Es hat mir weder übermäßig gefallen, noch fand ich es schlecht. Das Problem an "Magische Töchter" liegt in meinen Augen daran, dass die Handlung stets nur so ein wenig an der Oberfläche kratzt. Klar kann man jetzt sagen, dass das Ganze ja nur der Auftakt einer Trilogie ist und deswegen in den beiden Folgebänden entsprechend viel er- und geklärt wird. Aber trotzdem enthält "Magische Töchter" für meinen Geschmack für einen Auftaktband zu wenig Spannung, zu wenig Klarheit, zu wenig roten Faden.
So wird beispielsweise die Rolle bzw. die Bedeutung einzelner Figuren in diesem Buch nicht klar herausgestellt. Tom, der (für meinen Geschmack zu) herzensgute, liebe nette Nachbar, dessen Schwester in New York, oder auch Danny, der Bruder von Jay-Tee. Alle tauchen auf, aber warum eigentlich? Gut, das mag noch in den anderen beiden Teilen erklärt werden, eventuell haben alle noch ihren Teil zu spielen. Aber ich mag es nicht, wenn es so wirr ist und ich mit so einem faden Gefühl sitzen bleibe, nachdem ich den Buchdeckel geschlossen habe.
Auch wird immer wieder die Thematik Magie angesprochen und zum Ende - zugegebenermaßen - auch etwas erläutert. Aber das ganze Geschehen kommt so herrlich un-magisch herüber, dass es wirklich schade drum ist. Reason hat offenbar magische Fähigkeiten - aber irgendwie kommt sie nicht auf die Idee, zu fragen oder auszuprobieren, worin diese besteht?! Tom ebenso. Und was ist mit Blake, was soll er für eine Figur sein? Wer hat Jay-Tee in NY angeheuert und warum lässt sie sich alles gefallen? Wieso muss Reason als 15-Jährige offenbar nicht zur Schule? Wieso gibt es dieses Portal zwischen NY und einem Kaff in Australien? (Und jetzt mal unter uns Mädels: wieso glaubt Reason zu wissen, - sie, die selbst sagt, dass sie aus dem australischen Busch kommt, noch nie was von Cargohosen oder Stiefeln oder Mascara gehört hat - dass Jay-Tee doch wohl neidisch auf die langen Wimpern ihres Bruders sein muss?!) Das passt irgendwie alles nicht zusammen und die ganze Story ergibt kein wirklich stimmiges Bild. Zumindest nicht stimmig genug, um mich restlos begeistert zurückzulassen. Den zweiten Teil werde ich schon noch irgendwann lesen (immerhin hab ich Teil 1 und 2 ja auch im Sammelband, haha...), aber momentan reizt es mich irgendwie (noch) nicht, zu erfahren, wie es mit Reason weitergeht.

Fazit:
Gut geschrieben, aber nicht übermäßig spannend. Ein eher mittelmäßiger Trilogie-Auftakt, der (hoffentlich!) mehr Potential in den Folgebänden verspricht. Das gibt heute 3 von 5 Bücherstapel von mir.

1 Kommentare:

  1. Das Buch hatte ich noch gar nicht auf meinem Zettel, dafür springt einem das Frauengesicht auf dem Cover derzeit ganz schön oft ins Gesicht. Oh man! Schwierig, du scheinst nicht wirklich begeistert zu sein. Die Story klingt nicht schlecht, aber auch nicht sehr außergewöhnlich. Vielleicht ist es mal wieder ein Kanditat für das Tauschticket ... irgendwann. :)

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