Samstag, 17. September 2011

"Magierdämmerung: In den Abgrund" - Bernd Perplies

Egmont LYX Verlag, 2011
12,99 Euro

Handlung:
England 1897. Der Kampf um die Wahre Quelle der Magie spitzt sich zu. Jonathan Kentham und Kendra, der Enkelin des "Wächters" Giles McKellen, ist es gelungen, ein Artefakt zu schaffen, mit dem das Siegel von Atlantis wieder geschlossen werden kann. Jupiter Holmes und Randolph Brown stehen derweil vor einer unsicheren Allianz mit der magischen Inquisition des Vatikan. Doch auch der Usurpator Wellington war nicht untätig. Er hat die Quelle der Magie unter seine Kontrolle gebracht, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er über eine Waffe verfügt, die mächtiger ist als alles, was die Welt bis dahin gesehen hat ...

Meine Meinung:
Mit „In den Abgrund“ ist nun der dritte und letzte Teil der Magierdämmerung-Reihe erschienen, und es lässt sich nicht anders sagen: der Autor Perplies stellt hier ein gelungenes, fulminantes Ende gekonnt zur Schau.
Schon in den ersten beiden Bänden („Für die Krone“, „Gegen die Zeit“) fand ich es bemerkenswert, dass es Perplies so sehr gelingt, die Fülle an handelnden Personen und die Vielzahl an Schauplätzen angemessen darzustellen und dennoch alles am Laufen und spannend zu halten - vor allem aber, dabei noch jeder Figur gerecht zu werden! In diesem letzten Teil nun werden alle Handlungsstränge schlussendlich zusammengeführt und ergeben ein stimmiges Bild einer Gruppe von Magiern, die versuchen, die Welt zu retten. Klingt schnöde, ist es aber überhaupt nicht.
Einmal mehr haben mich die Haupt- und auch Nebenfiguren in ihrer Art, ihren Motiven und ihren Dialogen überzeugt. Allen voran Holmes und Brown, die sich hier wirklich zu meinen „Lieblingsmagiern“ entwickelt haben. Sehr gelungen fand ich aber auch die kleinen Sticheleien und den Schlagabtausch zwischen Holmes und Lionida, deren Figur ich im 2. Band noch recht undurchsichtig fand, die hier aber voll auf ihre Kosten kommt - und mir einfach prompt sympathisch war.
Sehr gelungen finde ich auch, dass der Autor in der gesamten Buchreihe so viele „Legenden“ ineinander verwebt und sie wirklich real werden lässt - ob es sich nun um Atlantis, den Fliegenden Holländer oder die Nautilus handelt.
Eigentlich habe ich nur einen klitzekleinen Kritikpunkt zu vergeben: schon beim Erscheinen des zweiten Bandes habe ich gemerkt, dass es schwierig ist, sich wieder in die Handlung hineinzufinden und alle Zusammenhänge abzurufen, um den Abläufen folgen zu können, und hier beim dritten Teil ist das ebenso der Fall. Aufgrund des unmittelbaren Einstiegs in die Geschehnisse, dem extrem dichten und zeitlich zusammenhängenden Handlungsbogen (die 3 Bände reihen sich sozusagen minütlich aneinander) und den vielen handelnden Personen, ist man wesentlich besser beraten, alle Teile zusammenhängend zu lesen, als mehrere Monate Wartezeit zwischen 2 Bänden überbrücken zu müssen.

Fazit:
„In den Abgrund“ ist ein sehr gelungener und unterhaltsamer Abschluss der „Magierdämmerung“-Reihe, mit einem Showdown am Ende, wie man ihn sich nur wünschen kann. 4,5 von 5 Bücherstapeln.
Ein herzliches Dankeschön an den Egmont LYX Verlag für das Rezensionsexemplar!

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