Sonntag, 17. Juli 2011

"Libri Mortis: Lauernde Stille" - Peter Schwindt

Loewe Verlag, 2007
16,90 Euro

Handlung:
Wie eine dunkle Verlockung liegen die Tagebücher ihrer Mutter in Rosalies Händen. Auch Marguerite hat Stimmen gehört und Dinge gesehen, die anderen verborgen blieben. Auch sie konnte sich dem Bann der Katakomben nicht entziehen. Entgegen aller Warnungen macht Rosalie sich daran, das dunkle Geheimnis ihrer Familie zu lüften. Doch sie ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich damit begibt. Tief, viel zu tief taucht Rosalie in die damaligen Ereignisse ein und droht in deren teuflischem Sog zu ertrinken. Denn die Bücher führen sie in Schwindel erregende Höhen, an gähnende Abgründe und in hinab finstere Tiefen - in eine Welt unter der Welt.

Meine Meinung:
***Dies ist die Rezension zum 3. Teil einer Trilogie, kann also entsprechende Spoiler enthalten.***

„Lauernde Stille“ ist nunmehr der dritte und damit letzte Teil in der Libri Mortis-Reihe von Peter Schwindt. Nachdem mir der 2. Teil „Schlaflose Stimmen“ nur mittelprächtig gut gefallen hat, waren meine Erwartungen an den letzten Band zugegeben recht groß. Und ich muss sagen, dass der Herr Schwindt mich hier nicht enttäuscht hat. „Lauernde Stille“ erinnert mich wieder eher an den Anfangsband „Flüsternde Schatten“, der mich wirklich begeistert hat.
Die Geschichte von Rosalie, die eine merkwürdige Verbindung zu den Katakomben unter Paris verspürt, wird toll weitergeführt, auch wenn ich sagen muss, dass die Story hier leider einen recht übernatürlichen Touch verpasst bekommt, der in meinen Augen nicht hätte sein müssen. Rosalie liest die Tagebücher ihrer Mutter und ... nun ja, verschwindet geradezu darin. Dadurch wird es ihr möglich, zu verstehen, was ihre Mutter schon vor 16 Jahren mit den Katakomben, Pylart und und und zu tun hatte.
Sprachlich bewegt sich der Autor einmal mehr auf sehr hohem und schön zu lesendem Niveau - mir hat das Lesen der 3 Bücher wirklich richtig Spaß gemacht. Die Paris-Impressionen sind im 3. Teil leider etwas rar gesät, da sich die Geschichte fast ausschließlich auf Rosalie konzentriert, und daher kommt auch Ambrose in meinen Augen etwas zu kurz. Er wirkt hier eher wie ein unbedeutender Nebenspieler - schade. Einen wirklichen Kritikpunkt hab ich zum Ende der Geschichte anzubringen, denn das finde ich, ehrlich gesagt, wirklich konfus. Meiner Meinung nach bleibt da einiges unerklärt bzw. erscheinen mir da gewisse Zusammenhänge nicht völlig plausibel. Trotzdem erscheint „Lauernde Stille“ als runder Trilogie-Abschluss.

Fazit:
Die Libri Mortis Reihe ist eine schöne Buchreihe, die man mal gelesen haben sollte. Der 3. Teil reiht sich gut in die Vorgängergeschichte ein und spinnt die Fäden gekonnt weiter - auch wenn am Ende leider einige weitere Fragen aufgeworfen werden, die in meinen Augen nicht geklärt werden. Der 3. Teil „Lauernde Stille“ bekommt 4 von 5 Bücherstapel.

0 Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Powered by Blogger.

© i am bookish, AllRightsReserved.

Designed by ScreenWritersArena