Mittwoch, 29. Juni 2011

"Schlaflose Stimmen" - Peter Schwindt

Loewe Verlag, 2007
16,90 Euro

Handlung:
Es geht wieder los. Rosalie hat das Gefühl, verfolgt zu werden. Bildet sie sich das alles nur ein, oder weiß ihr alter Feind Pylart über jeden ihrer Schritte Bescheid? Eines Nachts schreckt Rosalie hoch - zu entsetzlich waren die Stimmen, die sie gehört und die Bilder, die sie im Traum gesehen hat: Ambrose verzweifelt, Ambrose gefesselt, Ambrose entführt. Und bald wird aus ihrer Angst schreckliche Gewissheit, denn sie findet heraus, dass ihr Freund tatsächlich in den Fängen des so mächtigen wie skrupellosen Pylart ist. Wenn sie Ambrose retten will, bleibt ihr nur ein einziger Weg, um sich unbeobachtet durch Paris zu bewegen - doch der führt weit unter die Erde, an den Ort, der ihr schon einmal beinahe zum Verhängnis geworden wäre: in die Welt unter der Welt ...

Meine Meinung:

*** ACHTUNG, Rezension zum Teil 2, kann daher Spoiler enthalten ***Die Handlung von "Schlaflose Stimmen" setzt einige Wochen nach dem Ende des ersten Teils 1 ein. Rosalie, gerade wieder in Paris angekommen, hat Schlafprobleme und das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt, dass sie verfolgt wird. Diese zunächst vage Vermutung wird plötzlich sehr greifbar, als ihr Pylart, ihr altbekannter Feind aus Teil 1, erklärt, dass er Ambrose entführt hat und in Gefangenschaft behält, bis Rosalie tut, was er, Pylart, will. Rosalie entschließt sich, Ambrose zu suchen und macht sich dafür einmal mehr auf den Weg in die Katakomben, die unter Paris verlaufen. Dort erwarten sie einige Überraschungen und neue Bekanntschaften, die auch die Vergangenheit ihrer Mutter betreffen.
Hmmm. Es fällt mir schwer, mir zum zweiten Teil der Libri Mortis Reihe eine wirkliche Meinung bilden zu können. Tatsache ist, dass dieses zweite Buch nicht so spannend und mitreißend war wie Band 1 und damit meine Erwartungen nicht wirklich erfüllt hat.
 Genau genommen passiert in diesem Teil 2 nicht wirklich viel. Rosalie ist wieder in den Katakomben unterwegs - damit könnte man wohl gute 250 der knapp 400 Seiten beschreiben. Was mich im ersten Teil "Flüsternde Schatten" wirklich noch beeindruckt und neugierig gemacht hat, fand ich hier anstrengend und ermüdend zu lesen. Es ist einfach nicht spannend, über mehrere dutzend Seiten ausschließlich darüber zu lesen, wie Rosalie sich ihren Weg durch die unterirdischen Gänge bahnt. Ich hab teilweise ganze Absätze überschlagen, wenn ich gesehen habe, dass es sich nur um Beschreibungen von Wänden, Schächten oder gefluteten Gängen handelte.
Die Handlung leidet daher einfach etwas an fehlender Spannung, und an mancher Stelle auch etwas an Unlogik, wie ich finde. Ich hab mich ständig gefragt, warum Rosalie so verbissen unter der Erde bleibt, obwohl sie vor Erschöpfung und Müdigkeit schon nicht mehr geradeaus sehen kann. Wieso sie mit ihrem lädierten Bein überhaupt noch mehrere Kilometer unter der Erde abwandern kann, hüpfen, springen, rennen kann usw. Und besonders im letzten Drittel des Buches sind diverse Fragen aufgetaucht, auf die ich (noch) keine Antwort gefunden habe und die mich etwas verwirrt zurück gelassen haben. Bleibt die Frage, ob diese im 3. und letzten Teil der Buchreihe geklärt werden.
Denn das muss man dem Autor Peter Schwindt lassen: er kann gute Cliffhanger schreiben, und gute Rätsel und verworrene Details gerade in der zweiten Buchhälfte einbauen, die den Cliffhanger am Ende dann noch fieser machen. Zum Glück habe ich Teil 3, "Lauernde Stille", bereits zuhause liegen, sodass ich eigentlich direkt weiter lesen kann.

Fazit:"Schlaflose Stimmen" ist leider nicht so gut und spannend wie der Vorgänger. Ich hoffe einfach mal, dass das nur dem undankbaren Los der "Sandwich"-Bücher geschuldet ist, jener 2. Teile einer Trilogie also, die ja immer den schweren Job haben, das Bindeglied zwischen dem Anfang und dem Ende zu sein. Vom 3. Teil "Lauernde Stille" erwarte ich mir einiges mehr. Ich gebe 3,5 von 5 Bücherstapel.

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