Sonntag, 20. Februar 2011

"Versehentlich verlobt" - Mary Carter

Knaur Verlag, 2009
7,95 €

Handlung:
»Sie waren also schon dreimal verheiratet?« »Ja«, sagte ich, »aber das erste Mal zählt nicht, weil ich viel zu jung war, und das zweite Mal fand in Las Vegas statt. Genau genommen war ich also erst anderthalb Mal verheiratet. Wenn’s hochkommt.« »Und Sie sind sicher, dass Sie als Wahrsagerin arbeiten sollten?« Clair ist eine gute Tarotkartenlegerin – nur bei ihrer eigenen Zukunft liegt sie stets daneben. Sonst hätte sie gewusst, dass es keine gute Idee ist, einer jungen Frau bei der Trennung von ihrem Zukünftigen zu helfen. Eigentlich soll Clair ihm nur den Ring zurückgeben, doch wenig später findet sie sich auf einem mondänen Landsitz wieder, in dem die Vorbereitungen für die Verlobungsparty auf Hochtouren laufen. Und bevor Clair weiß, wie ihr geschieht, muss sie in die Rolle der Braut schlüpfen …

Meine Meinung:
„Die englische Sprache umfasst 988.969 Wörter, aber manchmal ist „fuck“ das einzige Wort, das einen Sachverhalt wirklich beschreibt.“ (S.252)
Ja, genau!! Verdammt, das stimmt! Genau das habe ich mir beim Lesen gedacht. Neben der Handlung als solchen hatte ich dank derartiger eingestreuten weisen Wahrheiten wirklich viel Spaß beim Lesen dieses Buches.
Die Heldin ist chaotisch, aber liebenswert. Gesegnet mit einem nicht unbedingt angesehenen und verspotteten Beruf (dem Kartenlegen) schlägt sich Clair durchs Leben, kann schon 3 Hochzeiten (und 3 Scheidungen) ihrerseits vorweisen und landet eines Tages durch einen blöden Schlamassel auf dem Grundstück der Familie Heron – eigentlich nur, um dort den Verlobungsring von Rachel, der Verlobten von Jack Heron, zurückzugeben, denn diese möchte Jack nicht mehr heiraten. Dort angekommen, wird sie unfreiwillig in die Rolle der Verlobten gedrängt, um die ganzen geladenen Gäste der Verlobungsfeier nicht zu enttäuschen. Clair macht notgedrungen mit – immerhin ist sie nicht ganz unbeteiligt an der Trennung von Rachel und Jack...
Abgesehen davon, dass die Handlung manchmal vielleicht eher mit einem kleinen Augenzwinkern zu genießen ist, bietet „Versehentlich verlobt“ schöne gemütliche und leichte Unterhaltung, natürlich (!) mit einem Happy End. Es gab Stellen, an denen ich herzlich kichern konnte, ebenso wie Stellen, an denen ich mir wünschte, ich hätte mehr Ahnung vom Kartenlegen. Vielleicht sind hier Leserinnen, die Tarotkarten kennen, etwas im Vorteil, weil ihnen die genaue Bedeutung derer klar ist. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass sich die Autorin Mühe gibt, auch Tarot - Laien einen Eindruck von den Karten zu vermitteln, und ich finde, das ist ihr gut gelungen. Zumindest hat es mich neugierig darauf gemacht, mir vielleicht auch mal ein Tarotkartenset anzuschauen.
Ansonsten gibt es nichts zu bemängeln: Mary Carter schreibt leicht, flüssig, humorvoll; und einen besonderen Pluspunkt hat das Buch für die kurzen Horoskope am Anfang jedes Kapitels verdient, die sind manchmal echt klasse und geben einen idealen Einstieg für die weitere Handlung.

Fazit:
Schöne runde (Frauen-) Geschichte zum Schmökern. Gibt von mir 4 von 5 Bücherstapel.

Ein herzliches Dankeschön an den Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar!

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